Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Spüli » So 29. Jan 2017, 10:57

Themse hat geschrieben:
Was bringt CCS wenn ich eine AC 22 KW Ladestation in der Nähe hab!

In erster Linie bringt die schnelle Ladung erst einmal die Langstrecken-Tauglichkeit mit. Nicht ganz unwichtig, wenn man vom Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigen will/muß.

Beim Zoe helfen Dir in den Wintermonaten die AC22kW auch nicht weiter, wenn Du auf den hier angegebenen Strecken den Akku nicht zum Leben erwecken kannst. Im Winter sind Zoe und Ionic also fast pari von der Ladeleistung an AC.
Bei der Kostenseite muß man gucken was die Leasinggeber so ausspucken. Aber ich denke auch das hier keine zu großen Unterschiede zu erwarten sind. Am Ende wäre dann der Ionic das größere und moderne Auto mit mehr Platz für Kinder und Krimskram.
Gruß Ingo
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Langsam aber stetig » So 29. Jan 2017, 11:41

Themse hat geschrieben:
Was bringt CCS wenn ich eine AC 22 KW Ladestation in der Nähe hab !
Was bringt mir eine Ladestation in der Nähe, wenn ich zu Hause laden kann?
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Greenhorn » So 29. Jan 2017, 12:36

Erst einmal sind Strecken von unter 100 km zusammen gefordert.
Damit lassen alle 24 kWh Angebote ins Portfolio.
Da Kindersitze gefordert sind wäre mir persönlich auch Heizungs-Komfort wichtig.
Für mich wäre es daher ganz klar der Leaf.
Der heizt auch in Eco (hat keine Zwangsreduzierung), schafft die Strecke auch als 24er problemlos, kann schnell Laden, hat einen stabilen Akku und kann zu Not auch derzeit gebraucht günstig erworben werden.

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Gruß Bernd
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon bernd55 » So 29. Jan 2017, 13:58

Halllo,

der Grundgedanke Firmenwägen durch e-Pendants zu ersetzen finde ich grundsätzlich gut.
Wobei ich aktuell etwas Schwierigkeiten habe, ist wie dies Wirtschaftlich für die Firma und den Mitarbeiter(in) zu realisieren sein soll wenn die Grundlage Hyundai i10 ist?
Er kostet LP ca. 12500 € im leasing 120€ ?
Also als Firma kostst er 120€ + Wartung + Energiekosten.
Den Arbeitnehmer kostet er: 1% LP + 0,03%*einfache km zum Bruttogehalt und von diesen Betrag die Sozialabgeaben und Steuern.
Gehen wir mal davon aus, dass wir uns hier nicht um die Wartungs / Energie und Steuer/Versicherungskosten kümmern wollen, da sie in etwa gleich sein werden, kommen halt immer noch die Leasing Mehrkosten auf die Firma und die Mehrkosten auf den Mitarbeiter zu.
Ich mach es mir einfach und sage das gewünschte E Fahrzeug hat einen LP von 33k€ (Zoe, Ioniq...)
Dann liegen die Leasingkosten so bei 350 - 400 €.
Noch schlimmer ist es aber für deine Mitarbeiter. Diese müssen nun ein 33k€ Firmenwagen per Geldwerten Vorteil berücksichtigen und können noch nicht einmal die eventuell eingesparten Energie / Wartungskosten gegenrechnen.
Sie wird der Wagen pro Monat ca. das 2,5 - 3 fache zum i10 kosten (je nach Steuerprogression).
Für deine Mitarbeiter ist es auch völlig Wurst ob du die Fahrzeuge gebraucht anschaffst, sie berechnen immer auf den Neuwagen LP ihren GW Vorteil.

Glaube nicht dass sich deine Mitarbeiter so sehr darüber freuen werden...

Gruß
Bernd
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Sams » So 29. Jan 2017, 14:34

Meh, jetzt war Bernd schneller, da ich aber auch schon mit den Arbeitnehmern über die Thematik gesprochen habe und genauere Zahlen habe schick ich den Beitrag dennoch ab:

Falls das in Deutschland stattfinden soll:
Privatnutzung ist angedacht, also 1% Bruttolistenneupreis + 0,03% pro Kilometer einfache Entfernung Wohnung Arbeitsstätte...
Arbeitnehmer 1 müsste demnach 1,66% und Arbeitnehmer 2 sogar 2,32% von 27.000 Euro für den Zoe Intens mit dem gemieteten 41er Akku versteuern. Abzüge pro kWh Akku gibt es nicht, weil Akku gemietet und die Umweltprämie hat keine Auswirkung auf den Bruttolistenneupreis.

Für Arbeitnehmer 2 sind das mal eben 626,40 Euro monatlich, die versteuert und mit Sozialversicherungsabgaben belegt werden wollen und je nach persönlichem Steuersatz entsprechend weniger Netto im Geldbeutel.

Eine 27.000 Euro Zoe im Vergleich zum 15.000 Euro i10 bei 2.500 Gehalt brutto, Steuerklasse 4, 2 Kinder, 44km einfacher Arbeitsweg sind 140 Euro weniger Netto monatlich für den Arbeitnehmer. Dazu der Aufwand die zuhause geladenen kWh mit dem Arbeitgeber abzurechnen (eigener Zähler, kein Privatverbrauch von anderen elektrischen Verbrauchern an der Ladestelle möglich, ...).

Weniger Netto, damit ich als Arbeitgeber ein grünes Gewissen habe, würden (müssten) meine Arbeitnehmer nur akzeptieren, wenn es entsprechend mehr Auto gibt. Aber so viel mehr als ein gut ausgestatteter i10 ist die Zoe dann auch nicht. Also Lohnerhöhung um das weniger Netto bei gleicher Fahrzeugklasse auszugleichen... und dann wird es irgendwann utopisch... da lob ich mir die Privatnutzung Regelung in Österreich.

Sams
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon harlem24 » So 29. Jan 2017, 14:34

Wenn er so eine großen Wert auf die Elektrifizierung seines Fuhrparks legt, dann sollte ihm doch auch daran liegen, seine MA nicht zu benachteiligen, sprich dann sollte er ihnen einen entsprechenden finanziellen Ausgleich für den gestiegenen 1% Anteil bieten.
Kann er ja intern mit den gesunkenen Betriebskosten verrechnen.
Ich würde, als sein MA auch kein Fahrzeug, dass mir den dreifachen Anteil an Privatnutzung auf's Auge drückt, ohne Ausgleich akzeptieren.
Gruß

CHris

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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Spaßbremse » So 29. Jan 2017, 14:56

Bei einem Fahrzeug mit Kaufaccu wird der Bruttolistenpreis für die Steuerberechnung um 400,- € je kWh Kapazität vermindert, maximal um 8.000,- € (Bin kein Steuerberater aber so oder so ähnlich ist es in D). Dann sieht die Rechnung für den AN schon besser aus. Und ein Ioniq (als Beispiel) ist ja auch eine andere Fahrzeugklasse als ein i10. Ich als Arbeitgeber würde dem AN auch noch entgegenkommen, da ich von niedrigeren Wartungskosten und niedrigeren Verbrauchskosten ausgehen würde.
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon bernd55 » So 29. Jan 2017, 15:16

Spaßbremse hat geschrieben:
Bei einem Fahrzeug mit Kaufaccu wird der Bruttolistenpreis für die Steuerberechnung um 400,- € je kWh Kapazität vermindert, maximal um 8.000,- € (Bin kein Steuerberater aber so oder so ähnlich ist es in D). Dann sieht die Rechnung für den AN schon besser aus. Und ein Ioniq (als Beispiel) ist ja auch eine andere Fahrzeugklasse als ein i10. Ich als Arbeitgeber würde dem AN auch noch entgegenkommen, da ich von niedrigeren Wartungskosten und niedrigeren Verbrauchskosten ausgehen würde.


Hallo

danke für die Info, dass ist mir wohl entgangen.
Dann bliebe hier also 'nur' die höheren Leasingraten und der Ausgleich zum nur noch 2 fachen des GW Vorteils.
Da es sich wohl, gerade beim Ioniq um mind 1 Wagenklasse besseres Fahrzeug handelt wären wohl zur Leasingrate 150€ Brutto mehr / MA ein guter Kompromiss.
Im ganzen sind das dann halt doch 300-400 € mehr pro Monat, da machen dann die 30€-50€ Energie / Wartungseinsparung fast nix mehr aus.
Drum ja der Hinweis mit dem i10 als Grundlage sehr schwierig, Wäre es ein Firmenwagen in Golf / Passat oder A3 / A4 Klasse liesse sich das halt viel einfacher gegenrechnen / tauschen gegen einen I10 gibt es halt einfach kein BEV das da preislich mit den Anforderungen hinkommt.

Gruß
Bernd
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Spaßbremse » So 29. Jan 2017, 15:36

bernd55 hat geschrieben:
Drum ja der Hinweis mit dem i10 als Grundlage sehr schwierig, Wäre es ein Firmenwagen in Golf / Passat oder A3 / A4 Klasse liesse sich das halt viel einfacher gegenrechnen / tauschen gegen einen I10 gibt es halt einfach kein BEV das da preislich mit den Anforderungen hinkommt.


So ist es.
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Re: Welches Modell als Pendler-Firmenwagen?

Beitragvon Maxx » Mo 30. Jan 2017, 00:36

Die Besteuerung war ein Grund mir den Ion zu leasen, ich muss nur 12.050 € versteuern, was bei mir insgesamt 138 € monatlich waren, da ich nur 6 km vom Unternehmen entfernt wohne. Fällt netto also nicht ins Gewicht.
Leider ist die geforderte Strecke ohne nachladen zu lang, als dass man einen Drilling empfehlen könnte.
Ich habe einen großen Kindersitz drin, ein zweiter passt auch ohne Probleme.
Der Ion ist jetzt in 14 Monaten 18.000 km gelaufen.
Der Ionic ist sicher empfehlenswert, leider halt auch doppelt so teuer.
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