Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon v@13 » Fr 24. Mär 2017, 07:26

Einen Frage Thread direkt mit einer Behauptung der Art

meikel66 hat geschrieben:
Reine Elektroautos sind hierzulande ein Flop.


zu eröffnen zeigt mir direkt wie wenig Interesse überhaupt an der Beantwortung der Fragestellung besteht. Hier scheint ein Troll mit Meinungsmache unterwegs zu sein.

just my 2 cents ...
... dauernd ist die Batterie voll, sie ist einfach viel zu klein, so viel kann ich gar nicht fahren. ;)
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Re: AW: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos

Beitragvon JuergenII » Fr 24. Mär 2017, 09:05

Mei hat geschrieben:
Du musst kein Service machen. Wozu auch?
Zellentausch geht doch bei allen Herstellern. Nur das handwerkliche Geschick muss da sein.

Service muss man in der Tat nicht machen, allerdings sollte dann auch nichts gravierendes während des Autolebens kaput gehen.

Man glaubt gar nicht wie erfinderisch die Hersteller bei der Ablehnung von Garantieansprüchen sind, sollte der Service nicht im eigenen Filialnetz gemacht worden sein. Kulanz ist in solchen Fällen auch ein Fremdwort. Da überlegt man schon ob es sich bei 3 bis 5 Jahren Garantie rechnet den jährlicher Wartungsobolus von 120 Euro einzusparen, zumal die Fahrzeuge ja im Schnitt >30.000 Euro kosten.
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon Alex1 » Fr 24. Mär 2017, 09:28

meikel66 hat geschrieben:
Ich fande das Fehlerspeicherauslesen bei meinem E-Motorrad Zero mit 200 Euro recht teuer. Aber der Händler müsse die Anschaffung halt betriebswirtschaftlich umsetzen. Und ich sei selber schuld, dass ich mir ein solches Bike gekauft habe.
Ach geh doch mal zu einem Professionellen, um Dein Trauma mit Zero aufzuarbeiten :roll:

Aus Deiner Einzelerfahrung jetzt die ganze Sache mies zu machen nervt nur :roll: :roll:

eAutos HABEN sehr realistische Marktchancen. Was man an dreistelligen Zuwachsraten sehr schön sehen kann. Insofern ist Dein Startpost längst überholt. Die 1% Marktanteil sind bald erreicht, da durch die große Zahl ernsthafter Konkurrenten für Zoe und Tesla M3 inzwischen ein breites Angebot da ist. Außer für die lebenswichtige Anhängerkupplung... :roll: :lol: :lol:

Nur dieses laufende Gemeckere ohne sachlichen Hintergrund bremst. Aber es reiht sich nahtlos ein in das eAuto-Bashing durch Hersteller, Öl-Mafia und die ihnen hörige Presse nebst ADVC (Allgemeiner Deutscher Verpester-Club) :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon thomas1215 » Fr 24. Mär 2017, 09:56

Zweitwagen austauschen: Wie viele km fährt so ein Zweitwagen im Jahr?

Gerade wenn nur wenige 1000 km im Jahr gefahren werden rechnet sich ein gekauftes E Auto kaum, außer man hofft auf 10-15 Jahre Nutzung ohne große Defekte.

Ich wäre für einen massiven Ausbau von Carsharing, und zwar am Land und in Kleinstädten, dort wo man Autos braucht.
E-Carsharing Autos könnten dann tatsächlich diverse Zweitwagen ersetzen, und man könnte sie besser auslasten.
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon Alex1 » Fr 24. Mär 2017, 10:05

thomas1215 hat geschrieben:
Zweitwagen austauschen: Wie viele km fährt so ein Zweitwagen im Jahr?

Gerade wenn nur wenige 1000 km im Jahr gefahren werden rechnet sich ein gekauftes E Auto kaum, außer man hofft auf 10-15 Jahre Nutzung ohne große Defekte.

Ich wäre für einen massiven Ausbau von Carsharing, und zwar am Land und in Kleinstädten, dort wo man Autos braucht.
E-Carsharing Autos könnten dann tatsächlich diverse Zweitwagen ersetzen, und man könnte sie besser auslasten.
Das hat ja grad glaubich die Präsidentin des Umweltbundesamtes auch so formuliert (sinngemäß): Nur noch die Hälfte der Autos, da sie ja eh zu 90% der Zeit rumstehen, kein Besitz am Auto, nur Nutzung. Das ist auch der Trend der Zeit, vor Allem bei der jüngeren Generation.

Wenn dann das Argument wegfällt "das Auto hab ich ja eh", das die Öffi-Fahrt so teuer erscheinen lässt, gibt das dann noch mehr Schwung in die richtige Richtung.

Für diese Hälfte (bzw. für die Hälfte davon, die wirklich ins Carsharing geht, Einige wollen ja weiter "besitzen") sind die DestiCharger auch schnell gebaut. OMG, jadoch, immer schrittweise mit dem Bau der eAutos :roll: (ich höre schon wieder die Trolle "Wer soll 10 Millionen DestiCharger in einem Jahr bauen?" :roll: :lol: :lol: )
Herzliche Grüße
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon EVduck » Fr 24. Mär 2017, 10:09

thomas1215 hat geschrieben:
Gerade wenn nur wenige 1000 km im Jahr gefahren werden rechnet sich ein gekauftes E Auto kaum [...]

Warum muss sich immer alles rechnen? Wenn es sich rechnen soll, bleibt ein Dacia oder ein Lada übrig. Aber wer will das?
Ich behaupte kaum ein Auto wird deswegen gekauft, weil 'es sich rechnet'.

Ich kann mir eine Zoe leisten, will elektrisch fahren, also kaufe ich sie.
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon Super-E » Fr 24. Mär 2017, 10:24

Für die meisten ist das Preis-Leistungsverhältnis eines EVs heute einfach noch nicht gut genug. Natürlich taugt ein EV technisch ohne Weiteres um die meisten "Zweitwagen" zu ersetzen, aber fast alle Leute, die ich kenne suchen einen möglichst günstigen Zweitwagen. Würde ein eup jetzt nur 10k€ kosten sähen dessen Verkaufszahlen wohl ganz anders aus. Das elektrische Fahren an sich wird noch nicht als großer Vorteil gesehen, sondern nur als "Alternative mit einbußen"

Man darf auch nicht vergessen, dass wir beim Markterfolg immer die Vergangenheit betrachten. Wir bewerten also den Erfolg der EVs der ersten Generation, bei denen Teilweise die Verfügbarkeit auch gar nicht gegeben war. Die neue Generation bringt bereits erhebliche Verbesserungen, aber auch ein Ioniq ist derzeit gar nicht in der Menge verfügbar wie er nachgefragt wird. Der neue eGolf wird noch nicht ausgeliefert, der neue i3 und Zoe hat schon deutlich anziehende Verkaufszahlen. Wir sprechen nch gar nicht von den Fahrzeugen der Generation Ampera-E, die dann vermutlich auch bald vom Leaf2 und weiteren updates der Ioniqs, i3s und Gölfe, sowie natürlich dem Model3 begleitet wird.

Ab 2019 kommt dann der große Umschwung. Die bisherigen "Einzellösungen" werden durch die ersten "Plattformfahrzeuge" abgelöst. Nahezu alle großen Hersteller arbeiten an reinen Elektroplattformen. Bis dahin sollte auch die Ladeinfrastruktur durch ihre Geburtswehen durch sein. Sprich flächendeckend redundant und mit funktionierendem Abrechnungssystem...

Ich kenne zahlreiche Kollegen, die sagen, dass ihr nächstes Auto ein EV wird, aber sie warten noch ab. Aber gerade die Unsicherheit mit Diesel/Feinstaub lässt auch viele Skeptiker umdenken. Eine richtige Begeisterung für EVs habe im Kollegenkreis aber nur ich - und ich bin U-Bahnfahrer ;-)

Ich habe die zeitliche Voraussage von Lars Thomsen immer kritisiert, aber Qualitativ hat er mit seinen Prognosen sicherlich recht.

Die großen Konzerne rechnen für 2025 mit einem Marktanteil von 25%. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es drunter bleiben wird...
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon Langsam aber stetig » Fr 24. Mär 2017, 11:53

Ich denke, dass das Problem vor allem der Preis ist. Bei gleichem, oder so leicht höherem, Anschaffungspreis als ein vergleichbarer Verbrenner, würden Elektroautos bei den Zweitwagen einen hohen Anteil erreichen, zumindest bei den Haltern, die einfach am nächtlichen Stellplatz oder beim Arbeitgeber laden können.

Momentan ist der Anschaffungspreis noch so hoch, dass sich ein Elektroauto nur "lohnt", wenn man mindestens 20.000 km im Jahr fährt (eher noch mehr). Und das dann auch nur, wenn man günstig laden kann, diese 20.000 km also nicht auf Langstrecke gefahren werden.

Ich denke aber, dass sich das irgendwann sehr schnell ändern wird. Ich denke, dass in spätestens 5-10 Jahren ein kleiner elektrischer Kompaktwagen auf den Markt kommt, der (auch in der Basisversion), mit einer kleinen 20 kWh-Batterie nur ein bisschen (vielleicht €1.000 oder €2.000) teurer ist als ein gleichwertiger Verbrenner. Also vielleicht €12.500 statt €11.000. Größere Batterie kann dann als Option dazugewählt werden (z.B. €1.500 pro 10 kWh). Das müsste bei größeren Stückzahlen preislich (und zukünftig sinkenden Akkukosten) machbar sein.

Und dann wird es schnell gehen, weil dann für viele das Elektroauto günstiger wird, zumindest als Zweitwagen, oder auch als Erstwagen für Familien, die nicht allzu oft Langstrecke fahren.

Etwas pessimistischer bin ich bei Wagen, die häufig auf langen Strecken eingesetzt werden. Hier wird es deutlich länger dauern, bis diese kostenmäßig wirklich mit den Verbrennern mithalten können. Größere Akkus (z.B. 150 kWh) werden auch langfristig recht viel kosten. Und DC-Schnellladung ist deutlich teurer als die Ladung zu Hause. Die Anschaffungskosten werden also immer deutlich über denen eines Verbrenners liegen, und die Betriebskosten nicht viel unter denen eines Verbrenners. Ausnahme sind vielleicht Oberklassemodelle mit übertrieben starken Motoren, wo ja Tesla jetzt schon einen merkbaren Anteil hat.
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon nr.21 » Fr 24. Mär 2017, 15:35

Der Zweitwagen ersetzt durch ein EV wird wohl meistens zum Erstwagen mutieren.
Das Problem sitzt hauptsächlich in den Köpfen und natürlich teilweise auch im Geldbeutel. Das Letztere wird bald Geschichte sein, das Erstere braucht länger.
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Re: Welche realistischen Marktchancen haben Elektroautos?

Beitragvon meikel66 » So 26. Mär 2017, 22:10

thomas1215 hat geschrieben:
Zweitwagen austauschen: Wie viele km fährt so ein Zweitwagen im Jahr?

Wenn ein E-Fahrzeug vor der Tür steht, dann dürfte es auch mehr eingesetzt werden als der Verbrenner. Eigentlich müsste man dann der Verbrenner als "Zweitwagen" bezeichnen.

v@13 hat geschrieben:
inen Frage Thread direkt mit einer Behauptung der Art
meikel66 hat geschrieben:
Reine Elektroautos sind hierzulande ein Flop.
zu eröffnen zeigt mir direkt wie wenig Interesse überhaupt an der Beantwortung der Fragestellung besteht. Hier scheint ein Troll mit Meinungsmache unterwegs zu sein.

Bezeichne es doch einfach mal mit dem Wort "Fakten". Oder wie würdest Du einen Marktanteil von 0,3 Prozent bezeichnen? Oder siehst Du ein Minus von 3,5% zum Vorjahr als Erfolg? Es bleibt die große Hoffnung für die Zukunft, dass die Verkaufszahlen deutlich steigen werden. Aber zurzeit ist der Verkauf von E-Fahrzeugen hierzulande schwierig.

Alex1 hat geschrieben:
Ach geh doch mal zu einem Professionellen, um Dein Trauma mit Zero aufzuarbeiten

Das muss ich doch gar nicht. Ich darf nur den gleichen Fehler nicht noch einmal machen. Ein Fahrzeug von einem Start-Up-Unternehmen zu kaufen, die gut 3 Jahre nach dem Verkauf die Ersatzteilversorgung einstellen. Ich würde jetzt nur noch ein Fahrzeug von einem Großserienhersteller kaufen. Dazu brauche ich keine Therapie.

Alex1 hat geschrieben:
Nur noch die Hälfte der Autos, da sie ja eh zu 90% der Zeit rumstehen, kein Besitz am Auto, nur Nutzung. Das ist auch der Trend der Zeit, vor Allem bei der jüngeren Generation.

Die Idee finde ich gut. Ich brauche auch keine Blechkiste vor der Tür. Ich frage mich nur, wie das funktionieren soll. Die meisten Arbeitnehmer nutzen doch für ihre Fahrt zur Arbeit so ungefähr selben Zeit das Auto. Wie soll da Carsharing im großen Stil gehen?

EVduck hat geschrieben:
Ich kann mir eine Zoe leisten, will elektrisch fahren, also kaufe ich sie.

Der Großteil der 86% der Gebrauchtwagenkäufer rechnet vermutlich anders. Hier geht es meist um Kilometerkosten und günstige Gebrauchtwagenpreise.

Super-E hat geschrieben:
Die großen Konzerne rechnen für 2025 mit einem Marktanteil von 25%. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es drunter bleiben wird...

Wenn die Koten fallen, könnte das funktionieren. Die Akzeptanz könnte bei vielen vorhanden sein.

Langsam aber stetig hat geschrieben:
Größere Batterie kann dann als Option dazugewählt werden (z.B. €1.500 pro 10 kWh). Das müsste bei größeren Stückzahlen preislich (und zukünftig sinkenden Akkukosten) machbar sein.

Chevrolet nennt für seinen Bolt einen Preis von 145 US-Dollar pro kWh. Falls der Auto-Hersteller die Dinger selbst produzieren würde, wären noch günstigere Preise möglich. Die Materialkosten der Li-Ionen-Akkus liegen zurzeit bei rund 12% der Verkaufspreises. Ein hoher Kostenfaktor stellt die benötigte (elektrische) Energie dar.
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