Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon franmedia » So 20. Aug 2017, 11:11

Jossle hat geschrieben:
Außerdem drängt sich mir die Frage auf, warum der Strommix immer nur dann so schlimm ist, wenn der Strom zum fahren mit einem eAuto genutzt wird

Das stößt mir auch sehr unangenehm auf. Ob das so glaubwürdig ist, wenn Hersteller und Nutzer einer chemischen Verbrennungsanlage sich hauptsächlich um die "schlechte" Umweltbilanz anderer Transportmittel sorgen, weiß ich ja nicht. Es ist immerhin nach: nicht möglich, zu wenig Reichweite, zu teuer, zu langsam, zu gefährlich leise usw. schon der x-te Versuch gegen die Faktenlage eine Pseudo-Argumentation aufzubauen, um Zweifel zu streuen.

Diese Methode ist ja auch von der Tabakindustrie und der Lebensmittelindustrie schon erfolgreich angewendet worden. Schade, aber der Kapitalist will sich eben ungern von seinem Oligopol trennen, wenn er es erstmal etabliert hat... Da kennt er eben weder Moral noch (manchmal) Gesetz...
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Beitragvon zoppotrump » So 20. Aug 2017, 14:00

Hier ein weiterer, solcher Schreckensbericht https://www.motor-talk.de/news/kommt-mit-den-e-autos-die-stromknappheit-t6120289.html
Darin heißt es:
"Was passiert, wenn wir extrem tiefe Temperaturen haben, kein Wind weht, die Sonne nicht scheint und gleichzeitig Kraftwerke beziehungsweise Stromleitungen ungeplant ausfallen? Da lege ich nicht meine Hand ins Feuer."
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Schneemann » So 20. Aug 2017, 14:21

Immerhin entlarvt der Bericht, dass wir eine deutliche Schieflast in Deutschland haben was die regenerative Energieerzeugung angeht. Da können sie sich bei Seehofer und Kretschmann bedanken.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Bavaria EV » So 20. Aug 2017, 14:38

Da wird doch unter Druck versucht, die deutsche Verbrennerlobby so lange es noch irgendwie geht zu unterstützen! Dafür werden bekannte "TV-Nutten" rekrutiert und fürstlich entlohnt! Vince Ebert ist doch seit seinem letzten Buch in der Versenkung verschwunden und man sieht in nicht mehr mit seinem Freund "...von Hirschhausen". Auch der wird sich wohl von Menschen die eine Lobby unterstützen distanziert haben ;)
Was passiert eigentlich in einem strengen Winter wenn die Ölversorgung in D gekappt wird und jeder einen 2000 Watt Lüfter in drei Räume stellt? Bricht dann das Netz zusammen?
Was passiert, wenn 80% der Haushalte um 19 Uhr zu kochen beginnen und Herd wie auch Herdplatte, Mikrowelle und Dunstabzug laufen....bricht dann das Netz zusammen?
Immer wieder herrlich, wie leicht man Menschen mit fiktiven Szenarien überzeugen oder beeinflussen kann 8-)
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Schwani » So 20. Aug 2017, 16:00

Ich bin gerade mal gedanklich unsere Straße durchgegangen und habe überlegt, wie dort die Fahrzeuge genutzt werden.

Angefangen bei uns, werden die Autos ausschließlich tagsüber geladen, um eigenen PV-Strom zu nutzen. Die nächsten zwei Nachbarn sind Rentnerehepaare - Kinder aus dem Haus, Auto wird sehr unregelmäßig genutzt, laden eigentlich zu jeder Zeit möglich.
Darauf folgt eine junge Familie - er tagsüber berufstätig, Auto - Sie bei den Kleinkindern, ebenfalls mit Auto.
Dahinter auch nur der Mann der tagsüber mit dem Auto unterwegs ist, die Frau mit Zweitwagen zuhause.
Nebenan Polizist im Schichtdienst mit Auto, Frau halbtags (morgens) Job mit Zweitwagen, mittags Kinder.
Danach wieder ein Rentnerpaar.
Daneben ein Bahnmitarbeiter im Schichtdienst...

Liegt vielleicht an unserer Gegend, wir haben es hier ländlich, keine großen Mietsblöcke, allerdings fast überall min zwei Autos pro Haushalt, da ÖPNV miserabel.

Außerdem, wozu braucht man zuhause einen 22kW Lader. Wir laden wegen eigener PV überwiegend an Schuko und das obwohl ich eine Wallbox habe. Diese ist wohl eher für den Notfall...
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Fidel » So 20. Aug 2017, 16:32

Schwani hat geschrieben:
Außerdem, wozu braucht man zuhause einen 22kW Lader. Wir laden wegen eigener PV überwiegend an Schuko und das obwohl ich eine Wallbox habe. Diese ist wohl eher für den Notfall...

Tja.. wenn diese Erkenntnis hier auch bei mehr Forenmitgliedern ankommen würde. Die meisten Leute in deren Fahrprofil ein E-Auto passt fahren eben nicht täglich 100+ Kilometer. Scheißegal wie groß der Akku ist, die regelmäßige Fahrstrecke kann man locker einphasig mit wenig Leistung über Nacht wieder nachladen...


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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Bavaria EV » So 20. Aug 2017, 18:41

Das ist genau der Punkt: "German (Reichweiten) Angst"...obwohl fast kein Arbeitnehmer die verfügbare Reichweite benötigt! Vertreter die als Angestellte arbeiten haben schließlich einen Firmenwagen.
Wer am Tag 150 km fährt, kommt mit der Ladung an der Schukodose von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens doch locker hin! Das sind 12 Stunden!
Und wer dann doch noch zwischenladen muss, hat bei 150km am Tag mit Sicherheit irgendwo ne Säule auf dem Weg. Also ganz so dramatisch ist es mittlerweile wirklich nicht mehr ;)
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Schneemann » So 20. Aug 2017, 21:57

Und mit Steckdose beim Arbeitgeber oder alternativ vernünftig AC am Supermarkt und Co auch ohne heimische Lademöglichkeit. Aber bring das mal den Schlauschreibern von der "modernen" Presse bei. Das meine ich mit dem Prinzip E-Mobilität, dass die Althergebrachten einfach nicht verstehen (wollen).
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon tomas-b » Mo 21. Aug 2017, 05:56

Schwani hat geschrieben:
Ich bin gerade mal gedanklich unsere Straße durchgegangen und habe überlegt, wie dort die Fahrzeuge genutzt werden.

Angefangen bei uns, werden die Autos ausschließlich tagsüber geladen, um eigenen PV-Strom zu nutzen. Die nächsten zwei Nachbarn sind Rentnerehepaare - Kinder aus dem Haus, Auto wird sehr unregelmäßig genutzt, laden eigentlich zu jeder Zeit möglich.
...

Liegt vielleicht an unserer Gegend, wir haben es hier ländlich, keine großen Mietsblöcke, allerdings fast überall min zwei Autos pro Haushalt, da ÖPNV miserabel.


Du könntest mein Nachbar sein, ist in meiner Gegend nicht viel anders... *gg*


Schwani hat geschrieben:
Außerdem, wozu braucht man zuhause einen 22kW Lader. Wir laden wegen eigener PV überwiegend an Schuko und das obwohl ich eine Wallbox habe. Diese ist wohl eher für den Notfall...


Auch da bin ich bei dir, das mache ich auch so... Aber ich lasse mir trotzdem den maximal möglichen Anschluss für meine Wallbox legen, auch wenn ich in 99% der Fälle nur mit 2,3 kW laden werde. Der angesprochene Notfall kommt garantiert irgend wann auch einmal, und dann will ich halt auch mit 7,4 kW laden können, um nicht 2 Stunden sondern nur 30 Minuten Ladezeit zu benötigen, um zum nächsten Schnelllader zu kommen...
Und das mein jetziges Auto ja nicht mein Letztes sein wird, kommen dann halt auch gleich die 22 kW in den Carport, nicht dass ich in ein paar Jahren wieder umbauen muss. Die Akkus werden ja auch nicht kleiner und irgendwann ist halt 22 kW das Schnarchladen von heute...
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Bavaria EV » Mo 21. Aug 2017, 11:56

Ja tomas b
So wird es auch in Zukunft sein! 40-60kw Akkus werden der Standard sein. Mit steigender Energiedichte werden es 80-100kw auch in Mittelklassefahrzeugen. So gesehen kann man als Hauseigentümer nie "zu groß" kaufen, wenn man für sich entschieden hat elektrisch in die Zukunft zu fahren :D
Ferner wird damit auch die Frequenz an öffentlichen Säulen erheblich entlastet- je mehr zu Hause ihren Schnelllader haben und je größer die Reichweite wird, desto weniger muss zwischengeladen weden- ich blicke der elektrischen Zukunft sehr entpannt entgegen :)
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