Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Vanellus » Di 31. Okt 2017, 10:27

@Schwani:
das ist ziemlich krauses Zeugs, was Herr Wüst da im Spiegel geschrieben hat.
Wenn der Stuttgarter einen zu schwachen Hausanschluss hat, um eine 22 kW-Ladebox zu installieren, dann müsste dieser ggf. verstärkt werden. Das bezahlt natürlich der Anschlusseigentümer und nicht der Stromversorger, wie Herr Wüst suggeriert!

Ich wohne in einem EFH von 1995 mit einem 43 kW-Hausanschluss und nutze davon im Regelfall 1-2 kW, selten bis 5 kW und sehr selten 10-12 kW. Mein Netzbetreiber hat mir sofort gesagt, dass der Anschluss einer 22 kW-Ladebox kein Problem wäre, da die Versorgung für alle Angeschlossenen sichergestellt sei. Alle Häuser haben hier einen 43 kW-Hausanschluss.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon kub0815 » Di 31. Okt 2017, 10:30

Vanellus hat geschrieben:
@Schwani:
das ist ziemlich krauses Zeugs, was Herr Wüst da im Spiegel geschrieben hat.
Wenn der Stuttgarter einen zu schwachen Hausanschluss hat, um eine 22 kW-Ladebox zu installieren, dann müsste dieser ggf. verstärkt werden. Das bezahlt natürlich der Anschlusseigentümer und nicht der Stromversorger, wie Herr Wüst suggeriert!


So wie ich das verstanden habe gibt es der Hausanschluss her aber nicht die Verteilung dahinter. bzw. wollen sie da nicht in probleme reinlaufen und lassen es erst mal noch nicht zu.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Vanellus » Di 31. Okt 2017, 10:56

So steht es nicht im Spiegel (ich habe den Text hier vor mir liegen).
Er will sich einen Stromanschluss in die Garage legen lassen mit 22 kW. "Stark genug, um handelsübliche E-Mobile in anderthalb bis 2 Stunden vollzutanken", so wörtlich. Da frag ich mich schon: welche handelsüblichen E-Mobile lassen sich mit 22 kW AC in der genannten Zeit vollladen? Mir fällt nur die Zoe ein. Habe ich ja nichts dagegen, aber will sich das Daimler- oder Porsche-Vorstandsmitglied eine Zoe zulegen und damit zeigen: wir sind noch nicht soweit?

Der Stromversorger stellte die Bedingung: "Erst müssten die Straße und die Einfahrt vor dem Haus für die Verlegung eines stärkeren Kabels aufgerissen werden."
Das war dem Vorstandsmitglied zu peinlich. Hä?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Haus einen 43 kW-Hausanschluss hat, der aber nicht mit 43 kW belastet werden darf. Oder er hat schon eine Sauna und einen elektrisch beheizten Swimmingpool usw. und der Anschluss ist an seiner Grenze. Dann muss der Hausanschluss kostenpflichtig verstärkt werden.

Der Artikel endet mit dem Satz:
"Der Stuttgarter Automanager schlug das Angebot des Stromversorgers aus, eigens für ihn eine bessere Leitung legen zu lassen. Seine Branche hat genug Affären am Hals. Da wollte er nicht auch noch als privilegierter Starkstromtanker ins Gerede kommen."
"Privilegierter Starkstromtanker"? Muss ich mich jetzt als privilegiert betrachten? :roll:
Das Ganze ist ein unsortiertes Geschreibsel.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Schwani » Di 31. Okt 2017, 16:06

Das Geschreibsel vom Spiegel möchte ich nicht bewerten.
Bei meinen Ausführungen bleibe ich aber: Strom ist genug da - das Niederspannungsnetz darf nur in den Abendstunden nicht zuviel belastet werden. Ein langsames Laden mit etwa 10-16A einphasig wäre da netzdienlich. Alles natürlich nur solange, wie wir noch kein Smartgrid haben. Mit SG spielt das keine Rolle mehr und den Wallboxen steht nichts mehr im Weg.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon JuergenII » Di 31. Okt 2017, 17:08

Vanellus hat geschrieben:
So steht es nicht im Spiegel (ich habe den Text hier vor mir liegen).
Er will sich einen Stromanschluss in die Garage legen lassen mit 22 kW. "Stark genug, um handelsübliche E-Mobile in anderthalb bis 2 Stunden vollzutanken", so wörtlich. Da frag ich mich schon: welche handelsüblichen E-Mobile lassen sich mit 22 kW AC in der genannten Zeit vollladen? Mir fällt nur die Zoe ein. Habe ich ja nichts dagegen, aber will sich das Daimler- oder Porsche-Vorstandsmitglied eine Zoe zulegen und damit zeigen: wir sind noch nicht soweit?

Oh, da gibt es einige, man braucht dazu nur einen DC Lader. Für Porschevorstände dürften die 18.000 Euro hierfür die reinsten Peanuts sein - noch zumindest.... :mrgreen:
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Alex1 » Mo 20. Nov 2017, 21:14

Elektrolurch hat geschrieben:
Ich richte mich beim Laden möglichst nach der aktuellen Grünstromindex (GSI)-Prognose für meinen Wohnort. Dieser respräsentiert den jeweiligen prozentualen Anteil erneuerbarer Energie im lokalen Strommix. Er berücksichtigt neben dem lokalen Strommix auch vorhandene Hoch- und Mittelspannungsleitungen, lokale Wetterdaten sowie das Lastprofil der privaten Haushalte im Ort. Wird der Verbrauch von Elektroenergie – besonders das Laden von Elektrofahrzeugen – in die Stunden mit dem höchsten GSI verlagert, schont dies nicht nur die Umwelt, sondern verhindert auch ein Überangebot an der Strombörse. Umgekehrt gilt: Wird zu Zeiten mit geringem GSI der Verbrauch reduziert, geht der Bedarf an fossiler Energie zurück.
Sehr gute Idee! Danke :mrgreen:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon mobafan » Di 21. Nov 2017, 11:29

JuergenII hat geschrieben:
Vanellus hat geschrieben:
welche handelsüblichen E-Mobile lassen sich mit 22 kW AC in der genannten Zeit vollladen? Mir fällt nur die Zoe ein.

Oh, da gibt es einige, man braucht dazu nur einen DC Lader. Für Porschevorstände dürften die 18.000 Euro hierfür die reinsten Peanuts sein - noch zumindest.... :mrgreen:


Ab nächstes Jahr die DC-Box von Webasto mit 20kW. Preis noch unbekannt, es wird vierstellig kolportiert.
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Re: Was wäre, wenn alle elektrisch fahren

Beitragvon Karlsson » Di 21. Nov 2017, 13:23

mobafan hat geschrieben:
Ab nächstes Jahr die DC-Box von Webasto mit 20kW. Preis noch unbekannt, es wird vierstellig kolportiert.

Das sollen sie lieber fürs Fahrzeug anbieten, dann kann man das überall nutzen statt nur zuhause, wo man es äußerst selten braucht.
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