Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Feb 2017, 14:24

Warum den Umweg über Gas? Sind letztlich auch nur fossile Brennstoffe mit all ihren Nachteilen. Dem Klima helfen sie nur wenig.

Bei Pkws ist Gas schon heute obsolet, Strom ist für alle Anwendungsfälle geeignet, nur der Preis stimmt noch nicht bei Allen.

Mit der Oberleitung, einer sehr einfachen und erprobten Technik, kann die eMobilität auch die Lkws erobern. Ohne Umweg über Gas.

Aber es wird immer ein paar geben, die mit untauglichen Technologien Fördergelder abschöpfen wollen. Siehe der unselige "Bio"sprit :roll:
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Beitragvon fpk » Mi 8. Feb 2017, 20:29

Hier mal ein paar weitere Informationen zu dem Test:

http://www.verkehrsrundschau.de/hessen-und-schleswig-holstein-testen-oberleitungs-lkw-1876304.html?utm_source=Newsletter&utm_medium=Newsletter-VR&utm_campaign=Newsletter-regular

Tatsächlich sollte Batterie - Oberleitungs Hybride eingesetzt werden, nicht Diesel - Oberleitungshybride wie in Schweden und USA.

Nach Darstellung Scheffer reichen 30 mit Elektrostrom gefahrene Kilometer aus, um weitere 80 Kilometer mit Batterie zurücklegen zu können. Das Potential lasse sich nach einer erfolgreichen Test- und anschließenden Markteinführungsphase noch erheblich steigern.
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon BiEmDablju » Mi 8. Feb 2017, 20:36

Das klingt sehr vielversprechend! Wenn die Technik ausgereift ist könnt man so "Ladespuren" schaffen - bei entsprechnder Akkugröße dann evtl alle 500km für ein paar km. Und der Rest immr aus dem Akku.
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon EV Fahrer » Mi 8. Feb 2017, 22:24

Okay der Test sieht gut aus ;) Und 400 KM Autobahnstrecke für alle LKWs würden ausreichen um alles abzudecken, besonders da die Leistung von Laden und Akkus (Reichweite) ja noch zunimmt. Bin aber trotzdem noch mit gemischten Gefühlen dabei ;)
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon Alex1 » Mi 8. Feb 2017, 22:27

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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon phonehoppy » Fr 10. Feb 2017, 21:54

Wie wäre es denn mit einer induktiven Energiezuführung, die im Straßenbelag integriert ist? Die könnte dann auch von PKW und nicht nur von LKW genutzt werden.
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon motion » Sa 11. Feb 2017, 03:25

Das Problem ist doch folgendes. Beim Zug kann man die Anzahl der Waggons fast beliebig steigern. Auf der Ebene verbraucht der Zug gleich viel Energie, nur an Steigungen ist es evtl. erfoderlich, eine zweite Lock anzudocken.

Beim LKW ist das nicht möglich. Das ist der lange Zug energetisch einfach viel effizienter um die gleiche Warenmenge gebündelt zu transportieren. Jeder LKW muss den Luftwidersdtand, den Rollwiderstand überwinden natürlich die Leistung ansich für alleine erbringen.

Und jeder LKW belastet die Straße (insbesondere Brücken). Das ist der Umstand, warum das Straßennetz so marode ist und jährlich Milliarden von € kostet.

Und mehr Transport über die Straße, bedeutet auch mehr Stau. Und damit wieder volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe.

http://www.wiwo.de/technologie/green/te ... 50396.html

phonehoppy hat geschrieben:
Wie wäre es denn mit einer induktiven Energiezuführung, die im Straßenbelag integriert ist? Die könnte dann auch von PKW und nicht nur von LKW genutzt werden.


Das würde nur gehen, wenn man eine Nut in den Asphalt fräst und die Induktionsspule hinein verlegt.
Komplett aufreisen? Kann man vergessen, viel zu teuer. Dann hätte man die Nachteile der Oberleitung nicht, aber das Kernproblem ist immer noch da.
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon iOnier » So 12. Feb 2017, 02:43

motion hat geschrieben:
Das Problem ist doch folgendes. Beim Zug kann man die Anzahl der Waggons fast beliebig steigern.

Stimmt nicht - oder nur für gerade Strecken. Ich habe schon Bilder gesehen von Zügen in einer Kurve, bei denen im Kurvenscheitel die Wagen nach innen umgekippt sind, weil die Zuglast zu groß und damit die Querkraft zu hoch wurde. Das Problem wäre eventuell durch in den Zug eingeschaltete Loks zu umgehen, da ergibt sich aber dann das Problem der Synchronisation.

Hinzu kommt, dass im Blockstellenbetrieb immer nur ein Zug in einem Gleisabschnitt unterwegs sein darf. Da ist massiv Leerraum zwischen zwei Zügen. Auf der AB sind die LKW quasi wie einzelne Wagen des Zuges mit Abständen dazwischen unterwegs (erst mal geringere Dichte), aber der Leerraum des Blockstellenbetriebs entfällt, da sind dann halt auch viele Wagen unterwegs. Um die gleiche Güterdichte auf eine Zugstrecke zu bringen wie sie auf einer gleich langen Autobahnstrecke unterwegs sein kann müsstest Du daher einige Gleise parallel bauen. Den Umweltschützer möchte ich sehen, der nicht gegen den Flächenverbrauch protestiert.

Könnte besser werden, wenn die Bahn den Blockstellenbetrieb aufgeben und computergesteuert / vernetzt quasi einen Zug hinter dem anderen her fahren lassen könnte. Da sehe ich aber noch Sicherheitsfragen offen.
Gruß
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon motion » So 12. Feb 2017, 14:09

Ich schrieb doch, dass man die Zuglänge fast beliebig steigern kann und das man bei Steigungen evtl. eine zweite Lock braucht. In Deutschland kann ein Güterzug 835m lang sein. Da braucht es schon ein paar LKW um auf die selbe Transportleistung zu kommen. ;)

Es ist ja auch klar, das es ohne LKW nie gehen wird, dazu ist das Schienennetz wohl auch in Zukunft zu unflexibel.
Wenigstens sollte man aber mehr Umschlagplätze bauen, damit ein Großteil über die Schiene abgewickelt werden kann, um die Straße zu entlasten.
Zuletzt geändert von motion am So 12. Feb 2017, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was sollen Autobahn-Oberleitungen für LKW bringen?

Beitragvon mlie » So 12. Feb 2017, 16:05

Ähm, die Umschlagplätze waren bis vor 15 Jahren da... Bei uns im Ort kamen die Farbeimer und Prozesschemikalien vom Lieferanten aus Hamburg per Bahn und wurden an unserem Bahnhof abgestellt, wo einer von uns hingefahren ist und den Krempel abgeholt hat.
Dann wurde dieser Dienst eingestellt und seitdem kam halb so oft ein LKW von Schenker. Etwas später wurden die Gleise entfernt.
Vor 2 Jahren wurden wieder Gleise verlegt, um den größten Arbeitgeber im Landkreis wieder anzubinden. Das wird zwar noch nicht genutzt, aber zeigt wunderschön, dass die Bahn kein Konzept hat. Merkt man auch an dem kostspieliegn Umbau der gesamten Bahnsteige auf behindertengerecht - blöd nur, dass die Bahnsteige ausschliesslich über Treppen erreichbar sind.

Im Grunde kann man Gütertransport per Bahn komplett abschreiben, damit die normalen Fahrgäste durch pünktliche Personenzüge glücklich machen und sich für die paar Güter, die derzeit auf der Schiene landen, ein Konzept für die Asphaltversion überlegen...
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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