Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

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Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon e-mike » Mi 7. Dez 2016, 12:22

Der Kostenvergleich Elektroauto vs. Benziner zeigt, dass schon heute ein Elekroauto genauso günstig ist wie ein vergleichbarer Benziner.

Für die Kostenrechnung habe ich folgende Fahrzeuge verglichen:

Elektroauto: Renault Zoe Intens
Kaufpreis ca. 24.500 € abzüglich 5.000 € Förderung

Benziner: Renault Clio Intens
Kaufpreis ca. 18.000 € inkl. durchnittlichem Nachlass von 15%

Beide Fahrzeuge sind auf einem ähnlich hohem Ausstattungsniveau.

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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon JoDa » Mi 7. Dez 2016, 12:51

:thumb:
Hab ZOE und Clio auch schon verglichen. (Siehe dazu Link in meiner Signatur.)
In Österreich sieht es wegen höherer Steuern für Verbrenner (ca. 300€/Jahr für 90PS Verbrenner, 0€ für Elektroauto) und niedrigeren Strompreisen (15-17 Cent/kWh bzw. 17-20 Cent/kWh für Ökostrom) für die ZOE noch besser aus.
Bundesförderung für Privatpersonen (4200€) plus Landesförderung (z.B. 1800€ in NÖ) ab 1.1.2017 sind auch auf dem Niveau von Deutschland.
Vom 43kW-Lader der ZOE und (nahezu) flächendeckendem 43kW-Ladenetz entlang der Autobahnen ganz zu schweigen. 8-)
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon panoptikum » Mi 7. Dez 2016, 14:48

Stimmt. Ich bin unter Anderem auch auf ein Elektromobil umgestiegen, weil ich mir was spare.
Bei mir kommen noch 24 € für den Firmenparkplatz dazu, weil ich in der sonst kostenpflichtigen Parkzone mit Ausnahmegenehmigung (BEV und PHEV) gratis parken kann. Diese ist in ganz Graz gültig und wenn das "grüne Kennzeichen" kommt, vielleicht auch in anderen Städten.
Und für den Strom habe ich bis jetzt (bis auf 2 Ausnahmen) noch nichts bezahlt.

Insgesamt spare ich ca. 80 € im Monat gegenüber meinem vorherigen Opel Corsa C. Da sind eventuell geringere Wartungskosten noch gar nicht eingerechnet.
Renault Zoe Intens (Q210, BJ 03/2013 F-Import)
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon Nordlicht » Mi 7. Dez 2016, 16:13

...Ich hätte da mal eine Frage an den Fachmann! Wer fährt (nur) 12 Tkm mit der ZOE? :D
Würdest Du mir bitte einmal einen den Gefallen tun und mit 30 Tkm rechnen?! Bei dieser Laufleistung wäre ein Diesel sicher effektiver als ein Benziner, oder???
Außerdem fände ich es charmant das "nächst größere" Fahrzeug auch mal mit zu berechnen.
Ich glaube zwar das die ZOE bei 3 Jahren Haltedauer auch hier "verlieren" wird, aber wie sieht es bei 7 Jahren Haltedauer aus???
Und übrigens, die Differenz, in Deinem Beispiel ja 6€ monatlich, gebe ich gern für meine kleine Französin und den Mehrwert an Fahrspaß aus... :thumb:

Auf diese Zahlen wäre ich echt gespannt!!!

Liebe Grüße aus dem hohen Norden
09/2009: 29kw Holzpelletanlage für 2 Wohnhäuser
06/2013: 5 kwp PV-Anlage mit S10 Speicher von e3/dc
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon novalek » Fr 9. Dez 2016, 18:08

Den Engpaß finden ...
Mach mal eine Rechnung für 15ooo km / Jahr mit ZOE / CLIO auf.
Zunächst CLIO mit den Durchschnittwerten an Verbrauch (lt. Internet-Sprit-Seite)
  • 15000 km x 6,5 Liter / 100 km mit 1,25 €/l = 1219 Euro
    Gesamt 1219 Euro

Der ZOE laut Eigenmessung, da 95% aller Ladungen an der eigenen Steckdose gemacht wurden
  • 15000 km x 0,19 kWh / 100 km mit 0,29 €/kWh = 841 Euro ** inkl. Vorheizung/Vorklima an heim. Wallbox
  • 12 X 89€ Akku-Miete = 1068 Euro
    Gesamt 1909 Euro

Fixkosten
  • Vernachlässigbar: die Vollkasko-Versicherung ist fast identisch - allerdings braucht ZOE eine VK wg. Leih-Akku.
  • Unwesentlich: Kfz-Steuer bzw. Steuererlaß
  • PRO-E: Inspektionskosten - Verschleißteile
Wertung
  • Gleichstand mit grüner Überzeugung: Unter Einbeziehung der teureren jährlichen CLIO-Inspektionen.
  • Alltagsvorteile des E-Fahrzeugs: häufig freies Parken und Laden in Innenstädten & künftig keine Zufahrtsbeschränkungen zu Innenstädten.
  • Denkwürdig: Lädt man das E-Fahrzeug häufig öffentlich und kostenpflichtig, ist der Betriebskostenvorteil des E-Fahrzeugs schnell aufgefressen (Beispiel 0,50 € / kWh).

Das deckt sich also mit den Schlesner'schen Video-Analysen, bei Vernachlässigung
  • Renault-Kostenbefreiung der Akku.Miete für 1/2 bzw, 1/1 Jahr bei Anwerbung
  • bis zu 1000 Euro E.Mobil-Kaufzuschuß der Stadtwerke
Zuletzt geändert von novalek am Sa 10. Dez 2016, 06:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon JuergenII » Fr 9. Dez 2016, 19:24

Die Sache hat nur einen kleinen Hacken: Den Clio gibt es sehr gut ausgestattet (Navi, Klima etc.) schon unter 15.000 Euro.

Das erhöht die Differenz in der Endsumme schon mal auf über 3.000 Euro. Dafür kann ich viel Benzin tanken in Summe komme ich damit - bei einem Spritpreis von 1,40 Euro (wir sind davon weit entfernt) über 30.000 km weit.
Im preissensiblen Bereich dieser Fahrzeuggruppe sind das Welten. Und den Clio bekomme ich wenn ich auf einige Extras verzichte schon für knapp über 10.000 Euro.

Davon ist E-Mobilität noch weit entfernt. Nicht das ich das toll finde, aber man sollte vor der Realität nicht seine Augen verschließen. Und mit dem 15.000 Euro Clio kann ich ohne große Überlegungen sämtliche Ziele erreichen, die ich will.
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon JoDa » Fr 9. Dez 2016, 19:49

... den günstigsten Neuwagen Deutschlands gibt's schon ab 7.590€ (=Dacia Sandero).
Frag mich warum den nicht alle kaufen!
:ironie:
Aber im Ernst.
Wähle auf der Renault-Homepage beim Konfigurator den Clio, und wähle eine vergleichbare Ausstattung zum ZOE.
Ich und der Themenersteller haben das unabhängig voneinander getan und kommen auf 21.000€ bzw. 20.500€ Listenpreis.
Finde auch man sollte vor der Realität nicht die Augen verschließen. ;)
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon Schneemann » Fr 9. Dez 2016, 20:52

Ich bin auf ein ähnliches Ergebnis wie Mike gekommen bei meiner Berichterstattung im Hamburger Abendblatt, wobei ich den Wertverlust in Ermangelung von Fakten außen vor gelassen habe.

http://kennzeichen-e.de/wp-content/uplo ... 201625.pdf

Wenn man sparen will, verliert das E-Auto ganz klar. Man kann sparen bei der Ausstattung wie auch bei den Inspektionen. Aber der hier angestellte Vergleich ist schon sehr nachvollziehbar.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon JuergenII » Sa 10. Dez 2016, 05:13

@JoDa:
Den Sandero gibt es sogar schon unter 7.000 Euro. Mit Klima sind wir bei 9.000 Euro und Spaß macht eigentlich nur der Sandero Stepway Prestige und der liegt dann schon bei 12.000 Euro. Nur zu dem Preis gibt es auch schon Angebote der Konkurrenz mit ähnlicher Ausstattung. Ein Grund, warum die Zulassungen von Dacia nicht sonderlich hoch sind.

Zu den ganzen Vergleichen mit Französischen Autos und Listenpreis kann ich nur sagen, dass dies jeder Realität entbehrt. Kein Mensch kauft sich einen Renault oder PSA Wagen ohne nicht mindestens zweistellige Abschläge. Ein Clio mit ähnlicher Ausstattung wie der Zoe geht locker für 15.000 Euro über den Tresen.

Bestes Beispiel war ein Fahrzeugkauf innerhalb unserer Familie in diesem Jahr. Einen Citroen C3 in Komplettausstattung, der nach Liste knapp 20.000 Euro betrug, ging für 13.000 Euro über den Tresen. Sogar besser ausgestattet als ein Zoe. Selbst die Automatik hätte nur ein paar hundert Euro mehr gekostet. Dazu ein Wartungsvertrag inkl. Verschleißreparaturen für rund 580 Euro p.a. (5 Jahre oder 100.000 km). Da tut sich jeder E-Wagen schwer.

Ja wir können uns hier in die eigene Tasche lügen, aber noch sind alle E-Fahrzeuge deutlich teurer in der Gesamtbetrachtung wie ein vergleichbarer Verbrenner. Anders sieht es aus, wenn man die persönlichen Grenzkosten bei Seite lässt, dann sind E-Fahrzeuge schon heute ein lohnendes Geschäft.
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Re: Was kostet ein Elektroauto vs. Benziner | VIDEO

Beitragvon novalek » Sa 10. Dez 2016, 07:53

Die Vergleichsdaten zeigen, daß, wenn man den Umstieg forcieren will, die kümmerliche staatliche Stütze nicht durchdacht ist; der Abstand zu konventionellen Pkw ist für Rechenfüchse nicht wahrnehmbar.

Zunächst hilft eine statische Beihilfe nix, die müßte am UVP festgemacht werden, also z.B. 20 % als Abschlag.
Desweiteren müßte der Strompreis für öffentliche Säulenbetreiber und private Wallboxen staatlich subventioniert werden.
Aus welchem Topf nehmen wir das Geld - natürlich aus der Mineralölsteuer !
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