Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

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Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 19:43

Hallo, kann mir kurz und knapp mal jemand die folgenden Fragen beantworten, ohne dass ich stundenlang in den Threads lesen muss, weil mich das Thema sehr interessiert, jedoch an den einfachsten praktischen Antworten mangelt:

1.) Früher bin ich an die Tankstelle gefahren, habe im Optimalfall 5 Min Tankvorgang investiert. Wenn ich nun im Urlaub bin, der Akku auf der Strecke leer ist, was mach ich in der Zeit des Ladevorgangs, sag meinen Kindern, das dauert jetzt ca. 4 Std. dann können wir weiter? Wie soll das praktisch ablaufen, wenn es mal nicht über Nacht geht?

2.) Wie muss ich einen Akkutausch einplanen zeitlich und wirtschaftlich? Sind in 4 Jahren paar Tausend Euro für neue Akkus fällig? Wie weit ist die Industrie tatsächlich mit verlässlichen Akkus? Steckt das nicht noch alles in den Kinderschuhen? Wer kommt für die Zusatzkosten auf, die einem heute noch keiner erzählt?

3.) Wie sind die tatsächlichen Kosten? Heute habe ich im Monat ca. 100 Euro für meine Zwecke, Stadtverkehr. Was kostet eine "Tankfüllung" Elektro bei gleicher Reichweite gegenüber dem Diesel/Benzin?

Ich würde echt gern sachlich ins Gespräch kommen, habe leider noch keine Vorstellung, ob das eine Totgeburt oder eine echte Zukunftsmobiltät ist.
Niklas
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Beitragvon ZehAhEss » Fr 17. Nov 2017, 20:07

1) 45 Minuten -> 80 % voll
2) 8 Jahre Garantie (über 75 % Kapazität)
3) Die Hälfte vom Diesel.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon mobafan » Fr 17. Nov 2017, 20:10

Niklas Bender hat geschrieben:
1.) Früher bin ich an die Tankstelle gefahren, habe im Optimalfall 5 Min Tankvorgang investiert. Wenn ich nun im Urlaub bin, der Akku auf der Strecke leer ist, was mach ich in der Zeit des Ladevorgangs, sag meinen Kindern, das dauert jetzt ca. 4 Std. dann können wir weiter? Wie soll das praktisch ablaufen, wenn es mal nicht über Nacht geht?


Oh je. Fangen wir bei den Basics an... Kaufe kein Auto ohne CCS-Schnelllader. An CCS-Ladern mit 50 kW dauert es von leerem Akku auf 80% Akkuladestand als "Daumengröße" ca. 30 Minuten. Also das, was man normalerweise sowieso nach ca. 3 Stunden an Pause einlegt auf einer Urlaubsfahrt.
Ja, es gibt auch noch ChaDeMo (nutzt z. B. der Leaf) als Schnellladeoption, allerdings halte ich das nicht für sonderlich zukunftstauglich.

2.) Wie muss ich einen Akkutausch einplanen zeitlich und wirtschaftlich?


Für Otto-Normal-Fahrer üblicherweise gar nicht. Oder rechnest Du bei einem Verbrennerfahrzeug einen neuen Benzin- oder Dieselmotor mit rein?
Die Akkus sind viel besser haltbar, als man glaubt. Nicht umsonst sind Werksgarantien von 8 Jahren und 160.000 km nicht unüblich.

3.) Wie sind die tatsächlichen Kosten? Heute habe ich im Monat ca. 100 Euro für meine Zwecke, Stadtverkehr. Was kostet eine "Tankfüllung" Elektro bei gleicher Reichweite gegenüber dem Diesel/Benzin?


Schau in deinen Stromtarif. Bei hauptsächlich Stadtverkehr wirst du vermutlich die meiste Zeit zu Hause laden. Ansonsten sind Ladungen von kostenlos bis Halsabschneider verfügbar - je nachdem, was der Anbieter verlangt. Das in deiner Region zu recherchieren ist deine Aufgabe, nicht unsere.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Isomeer » Fr 17. Nov 2017, 20:11

Niklas Bender hat geschrieben:
Hallo, kann mir kurz und knapp mal jemand die folgenden Fragen beantworten, ohne dass ich stundenlang in den Threads lesen muss,


Vergiss´ es.
Keine Deiner Fragen ist pauschal beantwortbar. Du wirst Dich einlesen müssen, sonst wird das nix ;)
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 20:14

Isomeer hat geschrieben:
Niklas Bender hat geschrieben:
Hallo, kann mir kurz und knapp mal jemand die folgenden Fragen beantworten, ohne dass ich stundenlang in den Threads lesen muss,


Vergiss´ es.
Keine Deiner Fragen ist pauschal beantwortbar. Du wirst Dich einlesen müssen, sonst wird das nix ;)


Also bei zwei Usern hat das schon wunderbar geklappt, bei denen bedanke ich mich audrücklich. Die allgemein hin bekannten "Bitte nutzen Sie die Suchfunktion" oder "Bitte lesen sie sich ein" sind die Killerphhrasen von solchen Foren, trotzdem danke, dass Sie verucht haben, zu unterstützen.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Helfried » Fr 17. Nov 2017, 20:16

Niklas Bender hat geschrieben:
3.) Wie sind die tatsächlichen Kosten?


Bei guter Planung kostet der Strom meistens nichts. Zumindest, wenn man die Gasthäuser und Hotels etc. danach aussucht, ob es im Ort Gratissäulen gibt.

Deine Fragen sind aber schon ziemliche Killerfragen! ;)
Zuletzt geändert von Helfried am Fr 17. Nov 2017, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Spüli » Fr 17. Nov 2017, 20:18

Moin!

1) Die Schnellladung wurde schon erfunden. Je nach Auto und Ladestation sind 200km Reichweite in 20 in nachgeladen.

2) Je nach Hersteller gibt es um die 8 Jahre Garantie auf den Akku.

3) Die Strom kosten liegen je nach Region bei etwa der Hälfte zum Benzin. Auch gibt es kostenlose Angebote von Betreibern (IKEA,Aldi, Hotels,...).
Gruß Ingo
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Beachwood » Fr 17. Nov 2017, 20:25

Hallo :-) Kurz und knapp...

1.) Gehe mit den Kindern Essen, Spielplatz etc. für eine Pause (1 Std.) während dem Laden. Wie wäre es mit einem Buch oder besser ins Spielwarengeschäft, das zieht immer.
Je nach Ladeleistung gehts nach einer Stunde laden für 150 KM weiter, oder mehr.

2.) Die Akkus sind ausgereift und halten viele Jahre. Nach 4 Jahren ist er gerade eingefahren :-)
Zusatzkosten fallen mir keine ein.

3.) Im Vergleich zum Benziner, so ca. die Hälfte an Kosten. Bei einem Verbrauch von 15kwh pro 100 km, sind es 4,50 Euro.
Ausser Du lädst z.B. bei IKEA, da kostet es zur Zeit nichts, dann sind die 100 KM bei 0,00 Euro.

4.) hast Du vergessen. Fahrspass ! Nach einer Probefahrt haben wir den neuen Smart ED sofort bestellt. Daran war zum Teil dieses Forum "Schuld" ;-) Danke Euch :-)

'Totgeburt', ich wage das Wort nicht in den Mund zu nehmen. Quatsch ! Auf keinen Fall. Die Elektromobilität ist die Zukunft.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Isomeer » Fr 17. Nov 2017, 20:26

Ich halte es für nahezu unmöglich, ohne Kenntnisse über Ansprüche zum Fahrzeug, dem Nutzungsprofil, Erst- oder Zweitfahrzeug, finanzieller Reichweite und 51 weiteren Parametern (bis zu Fahrzeug kaufen, leasen, Batterie kaufen/mieten etc) gute Ratschläge geben zu können.
Die schlussendliche Entscheidung ist dermaßen individuell, da gibt es kaum zwei gleiche Fälle.
Ich selbst stand vor Monaten vor der gleichen Herausforderung und es gab und gibt keine allgemeingültigen Fakten. Und es kostet Zeit, wenn man den Ehrgeiz hat, die individuell beste Lösung zu finden.
Bei mir wurde es ein Smart ED als Einstiegsdroge, womöglich wird ein Kona, Stonic oder I-Pace mal das Erstauto ersetzen.

Aber das wirst Du schon noch selbst erkennen, wenn Du erst einmal Blut geleckt hast ;) .
Und zumindest zu den o.a. Rahmenbedingungen ein bisschen mehr Orientierunshilfe gibst.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 20:29

Spüli hat geschrieben:
Moin!

1) Die Schnellladung wurde schon erfunden. Je nach Auto und Ladestation sind 200km Reichweite in 20 in nachgeladen.

2) Je nach Hersteller gibt es um die 8 Jahre Garantie auf den Akku.

3) Die Strom kosten liegen je nach Region bei etwa der Hälfte zum Benzin. Auch gibt es kostenlose Angebote von Betreibern (IKEA,Aldi, Hotels,...).


Ist die Schnelladung nicht auf Kosten der Akkulebigkeit? Es ist richtig, dass man beim Motor nicht mit einem neuen rechnet über die Lebensdauer des Wagens, bei den Akkus habe ich da so meine Zweifel. Alles natürlich aus Erfahrungen mit Kleinst-Akkus bzw. bei Sicherheitsanlagen. Die werden ja nach vier Jahren profilaktisch getauscht. Die genaue Herstellergarantie müsste man sich anschauen.
Irgendein Hybrid-Notbetrieb wäre günstig ,der einspringt, wenn mal geringügig was zu überbrücken ist.
Der Strom wird ja auch von Jahr zu Jahr teurer, Kostenfrei-Angebote habe ich so auch noch nicht gehört, klingt verlockend. Aber ist mir irgendiwe alles noch nicht so richtig griffig, das Vertrauen dazu fehlt noch etwas ehe ich mich da in was reinlocke lasse.

Vielen Dank für die doch recht vielen und vor allem sachlichen Antworten.
Niklas Bender
 
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