Was Elektromobilität bei mir für praktische Fragen aufwirft

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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 20:33

Isomeer hat geschrieben:
Ich halte es für nahezu unmöglich, ohne Kenntnisse über Ansprüche zum Fahrzeug, dem Nutzungsprofil, Erst- oder Zweitfahrzeug, finanzieller Reichweite und 51 weiteren Parametern (bis zu Fahrzeug kaufen, leasen, Batterie kaufen/mieten etc) gute Ratschläge geben zu können.
Die schlussendliche Entscheidung ist dermaßen individuell, da gibt es kaum zwei gleiche Fälle.
Ich selbst stand vor Monaten vor der gleichen Herausforderung und es gab und gibt keine allgemeingültigen Fakten. Und es kostet Zeit, wenn man den Ehrgeiz hat, die individuell beste Lösung zu finden.
Bei mir wurde es ein Smart ED als Einstiegsdroge, womöglich wird ein Kona, Stonic oder I-Pace mal das Erstauto ersetzen.

Aber das wirst Du schon noch selbst erkennen, wenn Du erst einmal Blut geleckt hast ;) .
Und zumindest zu den o.a. Rahmenbedingungen ein bisschen mehr Orientierunshilfe gibst.


Das ist alles vollkommen richtig. Und genau das schreckt auch ab, ein Auto muss das machen, wofür es da ist und nicht tausend und ein zusätzliches Alltagsproblem aufwerfen. Deshalb ist es für mich zwar lohnenswert, sich mit den Dingen mal auseinander zu setzen, aber Bananentechnik,die beim Kunden reift, habe ich schon immer wie die Pest gehasst.
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Beitragvon Beachwood » Fr 17. Nov 2017, 20:36

Nach dem letzten Kommentar von Niklas habe ich meine Zweifel ob ein Elektroauto etwas für ihn ist...
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 20:40

Beachwood hat geschrieben:
Nach dem letzten Kommentar von Niklas habe ich meine Zweifel ob ein Elektroauto etwas für ihn ist...


Diese Zweifel kann ich reinen Gewissens bestätigen. Nur wird das ja gemeinhin als die Technologie der Zukunft beschrieben. Ich wette, dass es noch ca. 60 Millionen deutsche Niklasse gibt. Das ist jetzt ja auch nichts Schlimmes. Aber es muss ja auch irgendwie passen. Und da habe ich tatsächlich sehr große Bauchschmerzen.

Auch ind er Hinsicht, dass der Striom dazu auch nicht auf Feldern wächst wie man immer annimmt.
Zuletzt geändert von Niklas Bender am Fr 17. Nov 2017, 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Isomeer » Fr 17. Nov 2017, 20:40

Niklas Bender hat geschrieben:
Und genau das schreckt auch ab, ein Auto muss das machen, wofür es da ist und nicht tausend und ein zusätzliches Alltagsproblem aufwerfen.

Vermutlich vertrete ich nicht den Meinungsquerschnitt hier, aber aus meiner Sicht ensteht spätestens dann eine Herausforderung, wenn andere Familienmitglieder als technikverliebte und entsprechend kompromissbereite Ehemänner/Väter im Nutzerkreis sind. Der Aspekt ist nicht ohne.
Als ich mal vorsichtig erwähnte, die Reichweite sei eben auch (stärker als beim Verbrenner) abhängig von der Außentemperatur und dem Wetter insgesamt (Regen/Schnee/Schneematsch/Gegenwind) , erntete ich keine begeisterten Blicke.

Spielt natürlich alles bei heimischer Über-Nacht-Ladung und Fahrten in direkter Reichweite einer Akkuladung keine Rolle. Aber alle diese Aspekte müssen berücksichtigt werden. Da muss man durch oder weiter Verbrenner fahren ;)

Andererseits: Mache eine Probefahrt und dann werden sich die Gewichtungen der Argumente stark verändern. Jede Wette :lol:
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon HubertB » Fr 17. Nov 2017, 20:44

Klingt mir eher so als solltest Du mal eine Probefahrt mit einem Plugin Hybrid machen. Da kannst Du das elektrische gleiten schon mal ausprobieren ohne irgendwelche Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 20:46

Isomeer hat geschrieben:
Niklas Bender hat geschrieben:
Andererseits: Mache eine Probefahrt und dann werden sich die Gewichtungen der Argumente stark verändern. Jede Wette :lol:


Schlimm genug, dass ich das jetzt so zugeben muss, das hängt auch gewaltig von anderen Aspekten wie Größe des Stauraumes und aber auch von der Optik und Haptik des Wagens ab. Das hat jetzt zwar auch nicht unbedingt was mit der Technologie zu tun, aber die Studien sind ja alle traumhaft und was dann für eine Kiste draus wird, ist manchmal richtig schade.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Isomeer » Fr 17. Nov 2017, 20:48

Niklas Bender hat geschrieben:
...aber die Studien sind ja alle traumhaft und was dann für eine Kiste draus wird, ist manchmal richtig schade.


Würde ich jetzt für Kona, MX und demnächst I-Pace nicht so sehen. Aber Geschmackssache.
Wenn Du jetzt und heute ein 7sitziges E-SUV brauchst: Kann man bei Tesla problemlos bekommen.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Tobi42 » Fr 17. Nov 2017, 21:00

Meiner Meinung nach muss man sich eben genau überlegen, ob ein E-Auto zum eigenen Anforderungsprofil passt. Ein paar einfache Fragen helfen da schon weiter:

Kann zuhause über Nacht geladen werden? Oder steht zumindest am Arbeitsplatz eine Lademöglichkeit zur Verfügung, die man zuverlässig immer nutzen kann? Falls zweimal nein, wäre für mich die Frage nach dem E-Auto für den Moment erledigt.

Falls die Lademöglichkeiten vorhanden sind, wäre die nächste Frage:
An wie vielen Tagen im Jahr fährt man mehr Kilometer als die Reichweite des geplanten E-Autos hergibt?
Braucht man nur wenig zusätzliche Reichweite und gibt es gute Schnelllademöglichkeiten an der Strecke?
Dann ist es kein Problem.

Gibt es ein weiteres Auto mit Verbrennermotor in der Familie, welches zu Not für längere Fahrten genutzt werden kann?

Bei mir persönlich waren es in den letzten Jahren vielleicht maximal 10 Tage pro Jahr, die mit 250 - 300 km streckenmäßig über der Reichweite von Zoe, E-Golf oder Ioniq lagen, wobei im Prinzip dabei immer die gleiche Strecke gefahren wurde. Da es dort Schnelllader gibt, war dies für mich kein Grund gegen ein E-Auto.

Die im ersten Beitrag gestellten Fragen wurden ja schon beantwortet, dem gibt es wenig hinzuzufügen.
Gruß Tobi

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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Niklas Bender » Fr 17. Nov 2017, 21:14

Tobi42 hat geschrieben:
Meiner Meinung nach muss man sich eben genau überlegen, ob ein E-Auto zum eigenen Anforderungsprofil passt. Ein paar einfache Fragen helfen da schon weiter:

Kann zuhause über Nacht geladen werden? Oder steht zumindest am Arbeitsplatz eine Lademöglichkeit zur Verfügung, die man zuverlässig immer nutzen kann? Falls zweimal nein, wäre für mich die Frage nach dem E-Auto für den Moment erledigt.

Falls die Lademöglichkeiten vorhanden sind, wäre die nächste Frage:
An wie vielen Tagen im Jahr fährt man mehr Kilometer als die Reichweite des geplanten E-Autos hergibt?
Braucht man nur wenig zusätzliche Reichweite und gibt es gute Schnelllademöglichkeiten an der Strecke?
Dann ist es kein Problem.

Gibt es ein weiteres Auto mit Verbrennermotor in der Familie, welches zu Not für längere Fahrten genutzt werden kann?

Bei mir persönlich waren es in den letzten Jahren vielleicht maximal 10 Tage pro Jahr, die mit 250 - 300 km streckenmäßig über der Reichweite von Zoe, E-Golf oder Ioniq lagen, wobei im Prinzip dabei immer die gleiche Strecke gefahren wurde. Da es dort Schnelllader gibt, war dies für mich kein Grund gegen ein E-Auto.

Die im ersten Beitrag gestellten Fragen wurden ja schon beantwortet, dem gibt es wenig hinzuzufügen.


Das ist gut auf den Punkt gebracht. Trotzdem bestätigt mich das doch in vollem Umfang, dass das E-Auto als Ziel eines alleinigen Fortbewegungsantriebes wie es zum Beispiel die Grünen fordern, vollkommen weltfremd ist. Zumindest heute und wenn nicht ein vollkommenes Umdenken -auch von Vereinen und Verbänden sowie der Autoindustrie sattfindet. So bleibt das ein Nischen- bzw. Randprodukt, welches nicht so ohne Weiteres alltagstauglich ist.
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Re: Was Elektromiobilität bei mir für praktische Fragen aufw

Beitragvon Themse » Fr 17. Nov 2017, 21:18

Ich würde noch hinzufügen, dass ich meinen ZOE überwiegend an einer öffentlichen Ladesäule lade,
die Kostenlos ist :-) - Also Stromkosten = 0,00 €
Wer so eine um die Ecke hat ist fein heraus !
Und zum Thema Akku möchte ich auf das Thema "second Life" für Auto-Akkus verweisen.
Dies sind auto-Akkus, die nach ihrer Zeit im Auto noch viele Jahre für Regelenergie das
Stromnetz unterstützen.
So schlecht kann es um die Haltbarkeit von Auto-Akkus also nicht bestellt sein ;)
Sion reserviert am10.9.2017
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