Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon Kika_384xx » Fr 21. Jul 2017, 07:46

Nordlicht hat geschrieben:
Kika_384xx hat geschrieben:
Bin für jede Information wirklich dankbar.


Hallo Kika_384xx,

ich möchte Dein Anliegen mal so beantworten...
Wenn ich mir Deinen Nikname so ansehe, würde ich mal auf einen Hinweis Deiner PLZ tippen und dies würde dann auf das Wolfsburger Umland schließen lassen.
Nordlicht


Hallo und ja du hast recht es läßt auf die PLZ schliessen.

Habe mich schon sehr intensiv mit dem Thema befasst und wollte einfach nur mal schauen wo die Kehrseite der Medaille nun ist.Schaut wirklich so aus als ist die e-Mobilität perfekt ! Dann nur mal die Frage, Warum wächst dieser Markt nicht massiv und schnell ?
Gibt es doch einen Haken ? Ist es die Reichweitenunsicherheit ? Unsicherheit des Neuen oder der Preis ?
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon acurus » Fr 21. Jul 2017, 07:56

Kaufpreis, Ladeinfrastruktur (sowohl die Variationen von Steckern und Geschwindigkeiten als auch das Ladekarten bzw. Preischaos).
Eine andere Meinung ist kein persönlicher Angriff, und kein Fahrzeug ist das einzig wahre und optimale Fahrzeug!

Unser Blog zur Elektromobilität im Allgemeinen und zum e-Golf im Besonderen: https://1.21-gigawatt.net
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon Helfried » Fr 21. Jul 2017, 07:57

Kika_384xx hat geschrieben:
Warum wächst dieser Markt nicht massiv und schnell ?


Das ist eine gute Frage!

Generell liegt es wohl hauptsächlich an der extremen Unkenntnis im Volk. Weit offen stehende Münder von Passanten, wenn sie hören, dass der Wagen in 30 Minuten fast voll ist ("Ich dachte, das dauert 8 Stunden"), oder dass er immerhin 240 Kilometer weit fährt, zeugen davon.

Dann ist natürlich die Negativwerbung von Politikern und Medien nicht gerade förderlich.
Dazu kommt die menschliche Trägheit, weiters der teils durchaus begründete Verdacht, "Es kommt nix Besseres nach" nach dem Verbrenner und natürlich auch nix Billigeres.

Mit Strom stehen viele Leute seit der Schule (Physikunterricht) generell auf Kriegsfuß, obwohl man im Haushalt "tausende" Sachen damit betreibt. Handy-Akkus erwecken nicht gerade den Eindruck von Langlebigkeit.

Natürlich sind Kosten und Reichweite immer noch der Hauptkiller, in Verbindung mit der Unkenntnis, dass das Laden mittlerweile schon ganz gut funktioniert.

Mann muss freilich zugeben, dass für die typische Hausfrau mit Hund die Vorteile eines E-Autos die krassen Kosten nicht überwiegen, zumal dann, wenn man sich kaum für Autos interessiert.
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon HubertB » Fr 21. Jul 2017, 08:06

Kika_384xx hat geschrieben:
Warum wächst dieser Markt nicht massiv und schnell ?

Ich denke Haupthindernis war bisher der Preis. Zumindest ich wäre bereits früher umgestiegen, war aber nicht bereit für einen iMIEV 35.000€ auszugeben, oder 15.000€ für einen Umbau. Als Zwischenschritt hatte ich einen Prius.
Inzwischen ist E-Mobilität zwar immer noch teurer, aber für mich gut machbar. Ein Verbrenner kommt nicht mehr in Frage.
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon Rudi L » Fr 21. Jul 2017, 08:16

Bedrückend ist der falsche Ausdruck.

Solange das Elektroauto innerhalb seiner Reichweite bewegt wird ist alles gut. Der Fahrkultur gepaart mit Ruhe beim fahren. Umständlich wird es wenn man laden muß.

Daher, wenn das Elektroauto als Zweiwagen bzw. Kurzstreckenfahrzeug dient und am Standort geladen werden kann wirst Du keine bedrückenden Erlebnisse haben. Mußt Du unterwegs laden kann es lästig werden, Ladesäulen funktionieren nicht oder sind zugeparkt oder ein Schnarchlader blockiert, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon Odanez » Fr 21. Jul 2017, 08:22

wenn ich mich in meinem Umfeld umschaue, dann kann der Preis eigentlich nicht das Problem sein. Die Autos, die >30000 kosten sind hier schon fast in der Überzahl. zu 90% aber auf Raten oder geleased. Natürlich. Ohne MINDESTENS einen Audi A4 braucht man sich ja garnicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen.

Ich glaube, der größte Haken ist die Unwissenheit. Wenn alle deutschen wenigstens die ganzen Fakten wüssten, dann wäre E-Mobilität in Deutschalnd schon eine ganz andere Nummer. Man kann ja zumindest schonmal einen erheblichen Anteil der Zweitwagen (25%) mit E-Autos austauschen, und einen kleinen Anteil (5%) sogar Erstwagen. (vorausgesetzt es gibt genug E-Autos auf dem Markt und die Ladeinfrastruktur wird auch angepasst)
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon cpeter » Fr 21. Jul 2017, 08:46

Ich würde nicht sagen, dass mich etwas "bedrückt" aber man muss umdenken:

* Für den Alltag mit Kurzstrecken bzw. Strecken innerhalb der Reichweite des EVs muss man sich überlegen, wie man laden möchte. Am bequemsten geht das zu Hause (oder in der Arbeit) in der eigenen Garage oder Abstellplatz mit zumindest einer Schuko-Steckdose. Bequemer ist eine Wallbox. Alternativ kann man natürlich auch eine Ladesäule in der Nähe verwenden. (Anm.: Ich lade meinen 30 kWh Leaf nur alle 2 - 3 Tage, 2x pro Woche zu einer Ladesäule zu fahren wäre also ausreichend. In Gehreichweite gibt es sogar eine gratis Ladesäule.)

* Die Langstrecke erfordert mehr Planung
** Ladesäulen auf der Strecke findet man (im Gegensatz zu Tankstellen) nicht so einfach (sind nicht von weitem sichtbar)
** aber mit einem Ladesäulen-Verzeichnis (App, Internet) geht das gut
** empfehlenswert ist der GE Routenplaner hier (in den Optionen das eigene EV einstellen)
** und (Stand heute) muss man noch wissen, welche Ladekarten bzw. Apps man pro Ladesäulen-Betreiber braucht
** Die Preise pro Ladevorgang sind noch sehr unterschiedlich gelöst, meist mit Zeitabrechnung (daher sollte man nicht bis 100% laden, weil die Ladeleistung abnimmt, wenn der Akku voller wird)
** Bei Schnelladungen (CCS, CHAdeMO, 43 kW Typ 2) gibt es meist nur einen Ladepunkt pro Anschluss-Variante, wenn der nicht funktioniert, braucht man einen "Plan B" - wohin fahre ich, wenn ich dort nicht laden kann
** Bei Problemen: die meisten Ladesäulen haben eine Hotline Nummer deutlich sichtbar, die können oft sehr schnell helfen (Freischaltung, Ladesäule neu booten, etc.)
** und ja: auf Langstrecken braucht man mit einem EV mehr Zeit (Daumenregel: durchschnittlich (Summe aus fahren und laden): zwischen 60 bis 70 km pro Stunde) - und mit den meisten der heutigen EVs sollte man nicht viel schneller als 110 km/h auf längeren Streckenabschnitten fahren, sonst verbraucht man so viel, dass man länger lädt als fährt

In Summe: es funktioniert gut und macht Spass.
Seit 01/2017 Nissan Leaf Tekna 30 kWh mit 6,6 kW AC Lader
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon Greenhorn » So 23. Jul 2017, 20:28

Willkommen und schön, dass Du an dem Thema interessiert bist.

Was bedrückt mich: nichts! 99% der bereits geschilderten Dinge belasten mich nicht.

Deine Herangehensweise ist aus meiner Sicht völlig verkehrt. Dich sollte nicht interessieren was andere bedrückt, Du solltest Dich damit befassen wie das Einsatzgebiet deines Fahrzeuges aussieht.

Willst Du nur zur Arbeit und 50 km um Deinen Wohnort pendeln? Kauf was dir gefällt. Können alle.
Willst Du jedes Wochenende auch Mal 300 km fahren? Schau Dir Dein Umland an. Gibt es Ladestationen mit welcher Technik. Danach schränkt sich die Auswahl eventuell ein. Mit einer Zwischenlösung ist das machbar.
Willst Du regelmäßig noch weiter fahren? Da wird die Auswahl schon weniger, oder es stört Dich nicht für Deine Strecken auch Mal 2-3 Stunden länger zu planen um zu laden.

Technisch gibt es keinerlei Probleme, Versicherung ist günstiger als Verbrenner und das Fahren ist sowieso schöner.

PS: wenn Du Dich wie beschrieben sehr intensiv beschäftigt hast, verstehe ich diese sehr allgemeine Frage nicht. Die Antworten stehen alle hier im Forum.

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Gruß Bernd
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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon joschka » Mo 24. Jul 2017, 05:53

willkommen im ge-forum .... du bist richtig und deine fragen sind hier bereits in jeder couleur behandelt ... einfach stoebern und lesen .... :thumb:

mich bedrueckt als e-auto-fahrer nichts :mrgreen:
gruesse aus dem sueden 8-)
joschka

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Re: Was bedrückt die e-Auto-Fahrer ?

Beitragvon wrzlpfrmft » Mo 24. Jul 2017, 07:48

Da wäre doch eine Umfrage mal ganz interessant - wer initiiert denn eine? Man könnte z.B. fragen, ob man sich wieder ein EV zulegen würde. Oder man fragt die Zufriedenheit ab oder was auch immer...
i3 94 Ah nonREX, Protonic Blue, seit 20.10.16
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