Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon Cavaron » Sa 18. Mär 2017, 15:17

drilling hat geschrieben:
...es geht doch darum das der Fahrstrom an den Säulen so viel kosten soll das letztendlich der Strom pro 100 km genauso viel kostet wie die entsprechende Menge Benzin oder Diesel...

Das habe ich nie gesagt. Wäre mir auch neu, dass das eine politische Vorgabe ist. Klar, Allego und andere versuchen gerade solche Preise an einer Hand voll Schnelllader zu etablieren - aber das sind erstens nicht alle Säulen (wahrscheinlich nicht mal 2% aller Säulen), sondern nur ein par teure Schnelllader und zweitens wird das wohl kaum von Erfolg gekrönt sein. Ich beukotiere die Dinger jedenfalls seit einigen Wochen. Spätestens Tesla wird mit den Supercharger-Preisen schon eine vertretbare Untergrenze etablieren.Crowdfunding-Ladepunkte und Drehstromnetz gibts auch immer noch.
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Beitragvon 150kW » Sa 18. Mär 2017, 17:13

EV-Jens hat geschrieben:
Mit den gleichen 3 Punkten wurde vor 100 Jahren erklärt, warum sich diese komischen pferdelosen Kutschen niemals durchsetzen würden.
Nö, mit diesen Punkten ist das Elektroauto vor fast genau 100 Jahren gescheitert.
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon juliusb » Sa 18. Mär 2017, 17:27

Helfried hat geschrieben:
wenn nun der Schwenk aufs E-Auto nicht so klappen will, könnte ich mir eine handfeste Krise in der Branche vorstellen.

Der KFZ-Handel ist schon seit Jahrzehnten eine Branche mit hohem Konkursrisiko, und das Schicksal der meisten alteingesessenen Automobilhersteller steht jetzt schon ganz offensichtlich und absehbar auf Messers Schneide. Vermutlich wird es dem einen oder anderen Konzern gelingen, gerade noch rechzeitig die nötige Maßnahmen zu ergreifen. Da tippe ich auch eher auf die Asiaten. Aber die meisten werden wohl das tote Pferd so lange reiten, bis sie das Kodak-Schicksal eingeholt hat, das sie durch eigenes Verschulden, Visionslosigkeit und Verdrängung des nötigen Handlungsbedarfs besiegeln.

Wenn es Dich interessiert, such doch mal online nach den Bewertungen und Zukunftsaussichten der Automobil-Größen durch die bekannten Ratingagenturen...
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon MAlfare » Sa 18. Mär 2017, 17:36

meikel66 hat geschrieben:
1. Es ist nicht möglich, eine flächendeckende Lade-Infrastruktur aufzubauen.

Hast du zu Hause eine Zapfsäule für deinen Stinker?
Ich auch nicht.
Aber eine Steckdose für meine ZOE.
Was ist denn flächendeckender verfügbar als Elektrizität?

Gruß
Manfred
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon mstaudi » Sa 18. Mär 2017, 17:50

150kW hat geschrieben:
EV-Jens hat geschrieben:
Mit den gleichen 3 Punkten wurde vor 100 Jahren erklärt, warum sich diese komischen pferdelosen Kutschen niemals durchsetzen würden.
Nö, mit diesen Punkten ist das Elektroauto vor fast genau 100 Jahren gescheitert.

Falsch! Sagt zumindest Reinhold Bauer ;)
https://ecomento.tv/2017/02/10/warum-sich-um-1900-verbrenner-gegen-elektroautos-durchsetzten/
http://www.taz.de/!5377474/
Fazit: Elektroautos sind zu störungsunanfällig, nicht laut genug, zu einfach... einfach zu langweilig für den Abenteurer, den ein "normaler Mann" sein will.
Und genau das würde wieder passieren, wenn die e-Mobilität nur Öko wäre. Also max 100km/h, 15s von 0 auf 100 etc., Ich fahr Windschatten mit 90 km/h hinterm LKW ............
Gottseidank gibt es Tesla, i3 und Co, wo auch ein wenig Spaß mit dabei ist. Wobei ich auch ein Twike immer lustig fand.

Gruß, mstaudi
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon ederl65 » Sa 18. Mär 2017, 19:12

150kW hat geschrieben:
EV-Jens hat geschrieben:
Mit den gleichen 3 Punkten wurde vor 100 Jahren erklärt, warum sich diese komischen pferdelosen Kutschen niemals durchsetzen würden.
Nö, mit diesen Punkten ist das Elektroauto vor fast genau 100 Jahren gescheitert.


Das Elektroauto ist vor 100 Jahren an einem Elektromotor gescheitert - dem Anlasser.
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon ederl65 » Sa 18. Mär 2017, 19:40

Wackelstein hat geschrieben:
Besser wird das erst, wenn die Manager der genannten Autofirmen selbst E-Auto fahren ...


... oder die Kinder bzw. Enkelkinder dieser Manager an einer Atemwegserkrankung leiden.
Zuviel ist nicht genug. ;)
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon juliusb » Sa 18. Mär 2017, 20:04

ederl65 hat geschrieben:
... oder die Kinder bzw. Enkelkinder dieser Manager an einer Atemwegserkrankung leiden.

Den Zusammenhang würden sie doch kaum erkennen wollen. Die Fähigkeit zur Verdrängung ist eine der machtvollsten Eigenschaften unserer Spezies. Oder konsumieren Raucher weniger Zigaretten, nur weil man die Konsequenzen immer plakativer auf den Packungen abbildet? In Österreich haben wir die höchsten Jugend-Raucherquoten der EU, trotz Rauchverbot <16 Jahren, den Horrorbildern auf den Packungen, dem Werbeverbot und den allgemein seit Jahrzehnten bekannten Tatsachen, wie mannigfaltig schädlich das Rauchen ist.

Es werden also wohl andere Mechanismen sein, die bei der Mobilität zu einem Paradigmenwechsel führen werden. z.B. die EU-Verordnungen zu Emissionsgrenzwerten läuten derzeit das Ende des Dieselmotors ein, siehe Stuttgart & Co. 2018 kommt dann der DI-Benziner unter Beschuss, weil durch die Partikelfilter-Pflicht öffentlich breiter bekannt wird, dass er noch gesundheitsschädlicher ist als der bereits gekreuzigte Diesel. Interessant, daß es diesmal die EU sein wird, weil es doch immer heißt, Revolutionen müssen von unten kommen, nicht von oben...
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon EV-Jens » Sa 18. Mär 2017, 21:17

ederl65 hat geschrieben:
150kW hat geschrieben:
EV-Jens hat geschrieben:
Mit den gleichen 3 Punkten wurde vor 100 Jahren erklärt, warum sich diese komischen pferdelosen Kutschen niemals durchsetzen würden.
Nö, mit diesen Punkten ist das Elektroauto vor fast genau 100 Jahren gescheitert.


Das Elektroauto ist vor 100 Jahren an einem Elektromotor gescheitert - dem Anlasser.

Und an Blei-Säure-Akkus mit einer Energiedichte von 20Wh/kg + Peukert-Effekt + grottiger Lebensdauer, und an nicht existierender Leistungselektronik.
Imerhin, bei den Uralt-Bleiakkus konnte man sogar noch die Platten rausziehen und tauschen 8-) .
"Unkraut ist die Opposition der NaturBildgegen die Regierung der Gärtner." (O. Kokoschka)

[Ex: Scootelec, EVT168, Saxi, Renault Express, Th!nk. Zoe R90 seit 24.02.17]
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Re: Warum das E-Auto in Deutschland scheitern muss ...

Beitragvon Themse » Sa 18. Mär 2017, 22:38

Ich bin der Meinung, dass der Thread einen falschen Titel hat !
Er müsste meiner Meinung nach heißen:
Warum Verbrenner weltweit abgeschafft werden müssen !
So wird nämlich das Thema vom Kopf auf die Füsse gestellt.

Auf einer Erde mit 8 Mrd. Menschen, die alle das Recht auf ein gutes Leben haben,
können wir uns die Verbrennung fossiler Rohstoffe im Grundsatz jetzt schon nicht mehr leisten !
Die Schäden, die damit angerichtet werden, sind immer schwieriger reparabel.

Mit den regenerativen Energieträgern, besonders Sonne und Wind
(heute um 10 Uhr - 38 GigaWatt Windleistung in Deutschland), haben wir inzwischen die Möglichkeit,
sehr günstig Strom in den notwendigen Mengen dezentral herzustellen.
Und alles weitere leitet sich daraus ab.

Darum kann das Fazit nur lauten:
Wenn wir auch in Zukunft mobil sein wollen, müssen wir eine dramatische Kehrtwende hin zur Elektromobilität vollziehen.
Verbrenner finden dann ihren Platz auf den Schrottplätzen der Welt, in den Museen der Automobilhersteller und werden auf Oldtimertreffen gezeigt.
Sion reserviert am10.9.2017
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