Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Rudi L » Mi 7. Mär 2018, 12:33

kriton hat geschrieben:
Sahra Wagenknecht ist promovierte Volkswirtin und bestimmt keine Sympathisantin des Großkapitals. Warum springen eigentlich solche nicht auf diese apokalyptischen Verschwörungstheorien? Da ist zu viel Sachverstand dahinter.


So ist es.
Rudi L
 

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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon wgetarier » So 11. Mär 2018, 10:09

So ein Technologiewechsel wäre doch gerade auch ein Anlaß, das Thema Modularität wieder ins Spiel zu bringen.

Klare Aufteilung der Funktionalität von Baugruppen und saubere Schnittstellen dazwischen.

Oder auch den Kabelbaum-Anachronismus, das regt mich schon seit JAHRZEHNTEN auf: Warum bitteschön zu jedem einzelnen Lämpchen, Türkontakt oder sonstigem Winzigteilchen quer durch die ganze Karre jeweils eine einzelne Strippe ziehen, und das dann auch noch auf dem umständlichstmöglichstverschnörkelsten Weg, und obendrein bei jeder noch so winzigen Ausstattungsvariante anders?!?

Bussysteme traten einst an, daran was zu ändern, herausgekommen ist dabei i.a. nur ein ZUSÄTZLICHER Kabelverhau für selbige. Mal ganz abgesehen von der damit einhergehenden Geheimniskrämerei mit obskuren Spezialprotokollen, die dann wiederum maximalen Aufwand erfordern, um mal was auszulesen oder so. OK, mit der OBD Schnittstelle wurde für einige gaaaaaaanz wenige für Abgasuntersuchung etc. relevante Parameter ein irgendwie so lala einheitliches Protokoll auf den Weg gebracht, aber alles was darüber hinausgeht, bleibt weiterhin Geheimwissenschaft des jeweiligen Herstellers, und erfordert das Engagement von Lötkolben-Enthusiasten mit ausgeprägtem Macgyverkomplex, um auch nur halbwegs "entzaubert" zu werden.

Und dann wäre da noch das Trauerspiel mit dem Autoradio.
Typischerweise hält ein Auto lang genug, daß darüber 2-3 "Generationen" der dann jeweils gerade aktuellen Empfangs-/Wiedergabetechnik ins Land gehen.

In der guten alten Zeit(tm) kein allzu großes Problem, dank Standardradioschacht die alte Möhre raus, neue rein und gut war. Die bei jedem Hersteller anderen Stecker usw. waren zwar ein Ärgernis aber ein handhabbares.
Bald kamen dann auch die ISO Stecker und damit EIGENTLICH eine klare Belegung und "plug&play" für die Grundfunktionen... die aber sowohl seitens der Radio- als auch der Autohersteller (z.B. Dauer- und Zündplus mal so und mal so rum belegt) gerne mal eigenwillig interpretiert wurden. Statt sich da mal zu einigen wurde es über die Jahre schlimmer (widersprüchliche Belegung selbst der "Basisstecker" mit irgendwelchen Zusatzfunktionen etc.), und irgendwann war das Chaos dort dann groß genug, daß die Hersteller wieder anfingen, die Geräte mit seltsamen Egotrip-Steckern zu versehen.
Parallel dazu ging es dem Einbauschacht selbst an den Kragen, Radios und Schächte zunächst "nur" mit teils grotesker Überbreite, bald darauf noch mit aberwitzig geformten Blenden wurden der Normalfall und machten es ohne massive Bastelarbeiten zunehmend schwerer, die typischerweise meist ebenso absurd überteuerten wie technisch bereits bei Vorstellung des Fahrzeugs -erst recht während des Produktzyklus- hoffnungslos veralteten Werksradios gegen was "Richtiges" zu ersetzen.

Und schließlich verpaßte man dem Autoradio als im Laufe des Fahrzeuglebens austausch- bzw. updatefähiger Komponente durch die oft ebenso vermeidbare wie sinnfreie Verwurstung seiner Funktion und seiner Bedienteile mit denen von Klimaanlage oder sonstwas den Todesstoß...
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