Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Nordstromer » Di 6. Mär 2018, 21:32

Die Frage ist schwer bis gar nicht zu beantworten zumal schon die beiden ersten Annahmen gewagt sind und so mit Sicherheit nicht in 7 Jahren eintreffen werden.
Wir haben darüber ja schon diskutiert. Das Car-Sharing in dieser Form in 7 Jahren den normalen PKW in Eigenbesitz ablöst sehe ich nicht auch dann nicht wenn er vollautonom wäre. Wenn man dann noch berücksichtigt welche Schwierigkeiten die Hersteller haben auch nur kleine Mengen an BEV herzustellen halte ich 2025 sogar für normale nicht vollautonome BEV für viel zu amibitioniert.
Jetzt zeichnet sich zudem ab, das der neue Verkehrsminister die Diesel und damit auch die Verbrenner schonen will. Wenn der sich durchsetzt wird das die Verbreitung von BEV auch weiterhin einbremsen was m.E. auch gewollt ist. Vermutlich mit Ausnahme von Tesla wohl von jedem Hersteller.
Und in 7 Jahren wird die Zahl derer die einen eigenen PKW wollen immer noch sehr groß sein und kein Hersteller wird auf diese Einnahmen verzichten wollen zugunsten von etwas was heute und auch morgen noch ein Hirngespinst sein wird. Wenn der Zeitpunkt kommt werden die Hersteller damit auf den Markt gehen und dann können beide Konzepte mit einander konkurrieren. Ich bin jetzt schon immer wieder erstaunt wie viele Menschen schon kleine Automatisierungen und Fahrhilfen wie bei meinem Ioniq ablehnen und das Heft nicht aus der Hand geben wollen. Sicher die werden älter. Aber die werden uns noch einige Jahrzehnte begleiten und unsere Bevölkerungspyramide ist ja eher so das die Alten in Zukunft immer mehr in der Überzahl sein werden. Und damit auch deren Vorstellungen.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Nordstromer » Di 6. Mär 2018, 21:44

kriton hat geschrieben:
Rudi L hat geschrieben:
Komisch, wieso fällt mir nur das Wort "Aluhut" ein? 8-)
Ebenso gut könnten wir mit einem Zeugen Jehovas über die Evolution diskutieren.


Aber er hat nicht ganz Unrecht. Wenn man an die gazen Probleme mit AGs denkt. Man selber spart fürs Alter und investiert in Aktien und Fonds. So eine Gesellschaft kauft den AG des Sparers und rationalisiert damit die Rendite passt und der Sparer fliegt am Ende raus. Kein Job und vielleicht auch keine Perspektive, weil zu alt. Damit er über die Runden kommt muss er alles aufzehren. Wenn das Rentenalter erreicht ist ist nichts mehr da. Altersarmut.

Das System frisst zu viele auf und die Kollateralschäden sind beträchtlich. Die berühmte Schere geht immer weiter auseinander. Alles wird für das Wachstum geopfert. Zwangsläufig denn man steht immer auch im globalen Wettbewerb. Und dann kommen auch noch die Globalisierungsopfer der armen Länder zu uns in dem Glauben hier würde es besser und landen als Lohnsklaven und direkte Konkurrenten unseres Prekariats ganz unten.

Und von oben schaut man zu. Düster und pessimistisch ja sicher, aber sicher nicht falsch und schon gar nicht Aluhut. Es ist natürlich einfach so was einfach abzukanzeln und ich bin auch überzeugt man sollte nicht immer die dunkelsten Stifte hervorkramen. Aber fragil bleibt das ganze Gebilde und es liegt an uns allen das es nicht auseinanderbricht. Risse sind in jedem Fall da und klar erkennbar.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon paxxi » Mi 7. Mär 2018, 02:17

Nordstromer hat geschrieben:
... . Aber fragil bleibt das ganze Gebilde und es liegt an uns allen das es nicht auseinanderbricht. Risse sind in jedem Fall da und klar erkennbar.


Da bin ich leider pessimistisch. Wir als "Fußvolk" können nur fleißig weiter konsumieren um den Laden am laufen zu halten. Der Zins(eszins) ist eine Expotentialfunktion, das durch ihn erzungene ewige Wachstum kann auf der endlichen Grundlage "Planet Erde" nicht funktionieren. Das ist simple Mathematik, systemimmanent. Hören wir auf zu konsumieren bricht das System nur schneller zusammen.

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh“ (wird Henry Ford zugeschrieben)

@Lebenszauber:
Obwohl ich ebenfalls kein Problem damit habe als Spinner oder Verschwörungstheoretiker bezeichnet zu werden, habe ich es aufgegeben Leute aufzuklären. Den allermeisten ist das "aufwachen" zu unbequem. Sollen sie halt weiter schlafen.
Möglicherweise stehen diejenigen, die du versucht hast aufzuwecken nach dem Tag X vor deiner Tür, verzweifelt und hungrig...

Verbrenner als Mittel der Masenmobilität - in welcher Qualität auch immer - wird es so lange geben bis bis der Dinosprit rar und teuer genug ist. Vielleicht verballern wir ja vor seinem endgültigem Aussterben noch die Methanhydratvorräte, motion wird sich bestimmt freuen. :roll:
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Nordstromer » Mi 7. Mär 2018, 07:13

@paxxi
Kritisch sehe ich die Erwartung ständigen Wachstums. Das Länder wie China als Paradebeispiel Nachholbedarf haben und so stark wachsen ist normal. Das es dabei zu Verschiebungen und Verwerfungen kommt ist auch normal.
Mein Geku Lehrer hat mal gesagt das man wenn man wachsen will mindestens eine Generation an Arbeitern „verheizen“ muss. Das Zitat stammt vermutlich nicht von ihm. Egal. Und das passiert in China, aber das wird sich ändern. Die Menschen wollen erst Wohlstand und soziale Sicherheit und dann politische Teilhabe. Haben sie Letztere kann ein Staat nicht mehr „diktatorisch“ bestimmen und durchgreifen und Politiker müssen dann die Mehrheiten im Auge behalten. Das Mandat ist nämlich immer nur auf Zeit.
Das ist das wir hier sehen. Und einen Sumpf kann man nur dann austrocknen wenn die Zahl der Frösche nicht zu groß ist, obwohl ich sagen würde Sümpfe sind für eine Landschaft und das Ökosystem sehr wichtig. Man sollte Sümpfe nicht austrocknen und Fröschen nicht den Lebensraum nehmen.
Um aber noch mal auf meine Engangskritik zurückzukommen. Wenn ein Unternehmen hier nicht wächst, sondern „nur“ den status quo erhält ist es schon in Gefahr. Dann kommen Experten und Sanierer und erklären wie man effizienter arbeiten und produzieren kann. Und das ist oft der Anfang vom Ende. Wo gehobelt wird fallen Späne (oder für ein Omelett muss man Eier zerschlagen). Nur kümmern niemanden hinterher mehr die Späne, die jetzt am Boden herumfliegen. Eine ganzheitliche Betrachtung ist zu teuer und meist global nicht konkurrenzfähig. Wenn sich das ändert und das auch global gibt es Chancen.
Aber die Menscheit tut schon mit dem Uterus aktuell alles um den Karren möglichst schnell und möglichst krachend vor die Wand zu fahren. Dabei sind die Menschen in den wohlhabenden Ländern in der Pole Position so lange sie ihre Grenzen dichten halten. Bis es am Ende Alle gegen Alle heisst ist es kein so weiter Weg mehr. Alle gegen Alle wird auch hier und heute schon praktiziert. Darüber eine ganz dünne und glänzende Schicht Lack, die sich Zivil Gesellschaft nennt.
Aber haben wir diesen Begriff überhaupt noch verdient wenn es Tafeln benötigt? Oder ist es gut das sich Menschen privat organisieren und anderen aus Empathie helfen. Ich finde das schon gut und es gibt einem vielleicht auch den Glauben an die Menschen zum Teil wieder. Aber man darf nicht ausblenden das der Staat versagt hat. Und der Staat sind wir! Denke ich zumindest immer noch.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon kriton » Mi 7. Mär 2018, 07:47

Auch in einer Wirtschaft, die nicht wächst, kann es Zinseszins geben, ohne dass etwas zusammenbricht. Das Prinzip von diesen Apokalyptikern ist der Aufbau einfacher Modelle, die scheinbar ins Chaos laufen müssen. Dass ihre Modelle aber für bestimmte Fragen nicht genügen, übersteigt ihre Möglichkeiten. Ich hatte mir den Link angeschaut. Diese Argumentation ist voller Fehler. Da macht es auch keinen Sinn zu diskutieren.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon eDEVIL » Mi 7. Mär 2018, 08:24

Welche Fehler sind das denn?
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Rudi L » Mi 7. Mär 2018, 10:16

Halbwahrheiten, gespickt mit Pseudowissenschaft und ein Schuss Verschwörungstheorien. Das machen Eiferer seit Jahrhunderten do, nur die Themen wechseln. Grundsätzlich geht es aber immer um apokalyptische Thesen.

Zeitverschwendung!
Rudi L
 

Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Nordstromer » Mi 7. Mär 2018, 10:52

SW-Denke hilft hier nicht. Die Lösung bzw. die Lösungen liegen irgendwo dazwischen.
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon Alex1 » Mi 7. Mär 2018, 11:06

Rudi L hat geschrieben:
Halbwahrheiten, gespickt mit Pseudowissenschaft und ein Schuss Verschwörungstheorien. Das machen Eiferer seit Jahrhunderten do, nur die Themen wechseln. Grundsätzlich geht es aber immer um apokalyptische Thesen.

Zeitverschwendung!
Ach wie schön, dass der differenzierte Blick von Rudi uns erhellt. Zu jedem Thema hat er ja die selbe Antwort: Halb so schlimm, passt schon, locker bleiben, nix tun... :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Wann werden Verbrenner bewusst schlechter hergestellt

Beitragvon kriton » Mi 7. Mär 2018, 11:31

eDEVIL hat geschrieben:
Welche Fehler sind das denn?

Aus dem Ding kann man nichtmals was rauskopieren. :? Auf Seite 6 wird die Formel Y=W+R aufgestellt. Dann kommt die Folgerung, dass bei steigendem R und konstanten Y das W (also die Löhne) fallen müssen. Einmal ist das Festzins-Einkommen der privaten Haushalte vergleichsweise gering. Aber trotzdem, wenn sich die Geldmenge erhöht aber nicht die Güterproduktion, kommt es zur Inflation, ohne dass es zum Chaos führt oder Arbeitslosigkeit, wie dort behauptet.

Im Prinzip sind diese Untergangs Szenarien uralt. Das begann schon mit Marx, der behauptete der Kapitalismus sei zum Wachstum verdammt. Was aber nicht stimmt. Hinter diesem Unsinn steht die tiefe Sehnsucht nach Instabilität. "Das kann alles nicht funktionieren, solange nicht endlich das gemacht wird, was ich mir wünsche." :D

Sahra Wagenknecht ist promovierte Volkswirtin und bestimmt keine Sympathisantin des Großkapitals. Warum springen eigentlich solche nicht auf diese apokalyptischen Verschwörungstheorien? Da ist zu viel Sachverstand dahinter.
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