Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

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Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon MXchen » Di 14. Feb 2017, 21:35

Hallo in die Runde,

ich überlege mir ein E-Auto, genauer gesagt einen Hyundai Ioniq zuzulegen. Primär soll es mich bequem zur Arbeit bringen, ca. 80km (Hin- und Rückfahrt (80% Autobahn. 15% Landstraße, 5% Stadt)/ ca. 25.000km/Jahr), sowie halt noch die üblichen Sachen, Einkaufen, Sport usw. Für mich wichtig sind aber auch die finanziellen Aspekte. Daher mein Favorit der Ioniq, macht aus meiner Sicht das meiste Richtig, liegt noch im finanziellen Rahmen, ist gut Ausgestattet und wir ich glaube für meine Bedürfnisse fast perfekt passend.

Da ich dann im Bereich der E-Autos neu bin hab ich vorher ein paar Fragen.
Laden zu Hause:
Ich habe ein Miet-Garage zur Zeit noch ohne Stromanschluss. Daher muss ich meinen Vermieter eine Städtische Wohnungsbaugesellschaft, überreden mir einen Stromanschluss zu legen. Gibt es für den Vermieter vielleicht eine Art Förderung/ Boni wenn die Garagen für E-Autos "umrüsten" bzw. für diese einen Stromanschluss legen?
Und was für ein Stromanschluss wäre ideal, normale Steckdose oder Drehstrom Anschluss?

Laden unterwegs:
Ich hab da das Gefühl, dass es nur Zeit noch ein ganz großer Flickenteppich ist.
Ich weiß auch nicht, wie oft dies nötig ist, daher würde ich ungern irgendein Vertrag mit monatlichen Kosten.
Ich hab mich da ein wenig umgesehen und im Grunde nur die Karte von Vattenfall gefunden, die wohl auch durch Roaming mit anderen Säulen funktionieren soll?
Als alternative die Karte von PlugSurfing.com, die damit werben fast überall akzeptiert zu werden.

Ich gehe mal davon aus, dass die Versicherung genauso ist wie bei jedem anderen Auto auch.
Hab ich was spezielles Vergessen?


Danke schon mal für die Hilfe.

Grüße
Zuletzt geändert von MXchen am Mi 15. Feb 2017, 00:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Vanellus » Di 14. Feb 2017, 22:38

Hallo Mxchen,
erste Frage: Drehstrom, also 3-phasig, 5-polig. Mit einem Querschnitt, der mindestens 16 A dauerhaft zulässt. Muss der Elektriker beurteilen, die Kabellänge ist entscheidend. Du brauchst bei dem Ioniq zwar nur eine Phase mit 16 A, aber vielleicht kommt bei dir ja mal ein Auto, das dreiphasig mit 11 kW laden kann, dann liegt das Kabel schon da.
Schuko ist nur eine Notlösung. Das würde ich mir, wenn ohnehin alles neu verlegt und angeschlossen werden muss, nicht antun.

Ob es irgendeine Förderung gibt, wissen vielleicht eure lokalen Stadtwerke.

Zweite Frage: mit Plugsurfing liegst du richtig, ebenso mit New Motion. Die schließen mit Ladesäulenbetreibern Verträge ab und übernehmen die Abrechnung. So erreichst du mit den beiden rund 30.000 Säulen in Mitteleuropa. Vattenfallsäulen erreichst du auch mit Plugsurfing. Geh mal auf deren Seiten.
Die kannst im Stromtankstellenverzeichnis nachsehen, welche öffentlichen Ladesäulen in deiner Umgebung existieren und mit welchen Karten/apps sie zugänglich sind. Achte auch darauf, ob in der Nähe CCS-Säulen existieren. Nur an denen kannst du mit einem Ioniq schnellladen.
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon mustanse » Mi 15. Feb 2017, 07:21

ich würde vor dem Kauf die Lademöglichkeiten belastbar klären und zwar da, wo das Auto lange steht (Arbeit und/oder daheim). Da langt dann für das gewählte Modell auch eine Schukodose.
Auf öffentliches Laden würde ich mich mit dem Ioniq nicht verlassen, es sei denn, Du hast eine öffentliche Säule dort, wo Du Dich ständig stundenlang aufhälst, dann kann es aber z.B. mit RWE/Inogy teuer werden.
Auf dauerhaft kostenlose T&R-CCS-Lader würde ich nicht wetten und auch nicht täglich nutzen wollen, 30min jeden Tag an der Raststätte verplempern? Also bleibt der erste Satz, s.o..
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon Pol-Pott » Mi 15. Feb 2017, 08:01

Ganz ohne geistige Scheuklappen !
Ich hab mir bei identischem Nutzerspektrum den IONIQ angeguckt.
Wäre das was für mich ?

#1: ich möchte zu hause schnell laden und nicht an einer Ladesäule abstellen, laden, warten, abholen, jedoch möglichst schnell und effektiv. Wertung: IONIQ kann nur einphasig, langsam (16 A; max. 12 Stunden) oder schnell (mit 64A; max. 4 Stunden schnell); 16 A könnte in Tiefgaragen mit Stichleitung funktionieren; 64A einphasig geht nach meiner Einschätzung in Deutschland weder in Eigenheimen, noch in Tiefgaragen - es bleiben also 16 A - einphasig.

#2: unterwegs mit 50 - 100 kWh Gleichspannung in 20 Minute laden, ist ein SuperWert; von anderen Fahrzeugen dieser Preisklasse unerreicht - wenn sich das über kalten Winter und heißen Sommer verifizieren läßt, einfach doll! Nur, wie weit ist eine der teilweise wenigen DC-CCS-Ladesäulen von der Cruising-Area entfernt (mehr als 10km - vergißt es).
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon Tigger » Mi 15. Feb 2017, 08:43

Pol-Pott hat geschrieben:
#1: ich möchte zu hause schnell laden und nicht an einer Ladesäule abstellen, laden, warten, abholen, jedoch möglichst schnell und effektiv. Wertung: IONIQ kann nur einphasig, langsam (16 A; max. 12 Stunden) oder schnell (mit 64A; max. 4 Stunden schnell); 16 A könnte in Tiefgaragen mit Stichleitung funktionieren; 64A einphasig geht nach meiner Einschätzung in Deutschland weder in Eigenheimen, noch in Tiefgaragen - es bleiben also 16 A - einphasig.

Im Ansatz richtig, nur kräftig daneben:

Schuko mit mitgeliefertem Ladeziegel (10A) = 2,3kW = ~12 Stunden (28/2,3)
Wallbox oder z.B. NRGkick (16A) = 3,7kW = ~7,5 Stunden (28/3,7)
Wallbox oder z.B. NRGkick (20A) = 4,6kW = ~6 Stunden (28/4,6)
* Wallbox oder z.B. NRGkick (32A) = 7,4kW = ~4,5 Stunden (28/6,6)

* Laut Datenblatt kann der Hyundai wohl nur 6,6kW einphasig. Ist in Deutschland bzgl. Schieflast aber auch vom Netzbetreiber genehmigungspflichtig.
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon Pol-Pott » Mi 15. Feb 2017, 10:40

Tigger hat geschrieben:
Im Ansatz richtig, nur kräftig daneben:Laut Datenblatt kann der Hyundai wohl nur 6,6kW einphasig. Ist in Deutschland bzgl. Schieflast aber auch vom Netzbetreiber genehmigungspflichtig.

Danke für die Klärung.
Kleine Ergänzung, Genehmigung hin oder her, die Hausversorgung ist in der Regel recht klamm ausgelegt - man muß also unbedingt mit dem Versorger sprechen, also nicht mit dem Stromlieferanten, sondern mit dem in der Stadt, Gemeinde zugelassenen Stadtwerk, dem Eigentümer der Erdverkabelung und Straßenanschluß- HausanschlußBoxen (heißt in D: Grundversorger)
Wenn man also sich 1-phasige schnelle Heimladung gönnen will, ein Stufenplan
- vom Stadtwerk zugelassenen Elektriker fragen (man sagt die benötigte Stromstärke an)
- der Elektriker fragt beim Stadtwerk an
- im einfachsten Fall stellt der Elektriker einen Antrag auf Nutzung von n-kW-einphasig
- im schwierigen Fall kann man, wenn überhaupt möglich, eine kostenpflichtige Hausanschlußerweiterung beantragen
- alles klar - dann muß man sich mit dem Elektriker über Installation / Nutzung der Versorgungsleitung unterhalten.
- dann guckt man noch, ob der Grundversorger einen Anschaffungszuschuß für ein neues E-Mobil gewährt - kann 500 bis 1000 Euro bringen und ob der Versorger Spezialtarife für E-Mobile hat - ob die üblichen freien StromVertragsfirmen das auch bieten ? Zumindest sollte man sich, falls vorhanden, um den Liefervertrag kümmern, wenn ein Festpreis zur Langzeitlieferung besteht - das man schlichtweg für Limitüberschreitung Strafe zahlt. (ich selber hab ein Jahres-Mehrverbrauch von 4.000.000 kWh).

All das sollte man per Kostenvoranschlag durchrechnen.
Zuletzt geändert von Pol-Pott am Mi 15. Feb 2017, 11:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon harlem24 » Mi 15. Feb 2017, 10:56

Und wenn man sich keinen Aufwand machen will, läßt man sich einfach eine CEE32 legen und holt sich eine Khons-Box und gut ist.
Besonders wenn es eine Garage ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls eher gering.
Gruß

CHris

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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon LocutusB » Mi 15. Feb 2017, 14:51

Als ich mich für ein Elektroauto entschieden habe, hatte ich ein ganz ähnliches Profil. Mein Arbeitsweg war etwas kürzer und so kam ich bei meiner Planung auf 15.000km pro Jahr. Geladen wird natürlich nur Zuhause 1-phasig an Schuko und der fehlende 3-phasige Lader wird mich nicht stören. Unterwegs CCS.
Die Praxis sieht jetzt aber anders aus. Jede mögliche Fahrt wird elektrisch und es sind deutlich mehr möglich als ursprünglich gedacht. Zudem macht es elektrisch mehr Spaß. Deshalb bin ich derzeit auch bei rund 24.000km pro Jahr. Ich denke Du darfst bei Dir da auch noch was aufschlagen ;-).
Aber jetzt kommt das Problem. Es gingen noch mehr Fahrten, wenn ich unterwegs nicht auf CCS oder wenigstens auf 22kW AC angewiesen wäre. Bei einer 11kW Typ-2 Säule, die es noch öfters gibt als man denkt, und ebenso bei CEE Rot 16A, geht nicht mehr als Schuko Plus mit 3,6kW (16A). Zudem begrenzen manche 22kW Säulen die Ladeleistung bei Schieflast auf 4,6kW (20A).
Inzwischen würde ich mich daher nur noch für ein E-Mobil mit 3-pasigem Lader mit mindestens 11kW entscheiden. Ist immer noch drei mal schneller als jetzt...
BMW i3 - EZ 02/14 - 80tkm - 13,3kWh/100km (App), 15,5kWh/100km (Zähler) - Entwicklungsstand I001-17-07-500 - Stand 08/17
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon TomTomZoe » Mi 15. Feb 2017, 15:17

Pol-Pott hat geschrieben:
(ich selber hab ein Jahres-Mehrverbrauch von 4.000.000 kWh).


4 Millionen kWh! Wahnsinn ;)
Sind wohl drei Nullen zuviel :)

Schöne Grüße
TomTomZoe
Gut eingefahrene Zoe Q210 mit Klima- (0803-0810) und Batterieupdate (0852/0853).
Seit 08/2016 schon 44t ekm (Diesel 07/2017 verkauft).
Ab 01/2018 AMP+-ERA-e 8-)
Bild (ab Ladeanschluß), laut BC 14,8-16,9kWh/100km (Sommer-Winter)
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Re: Vor dem ersten E-Auto ein paar Fragen.

Beitragvon karo2204 » Mi 15. Feb 2017, 15:46

Letzte Woche ist in der SZ ein großer Artikel über Ladesäulen in gemeinschaftlichen Tiefgaragen erschienen. Demnach müssen alle Hausbewohner gefragt werden, und es muss die Mehrheit dafür sein. Erst dann darfst Du Dir einen Ladeanschluss legen lassen.

Das E-Auto steht eh die ganze Nacht in der Garage, denke ich mal, da reicht Schuko aus.

Zu den Ladekarten. Ich habe mir zwar die New Motion und Plugsurfing Karten/Anhänger geholt, allerdings erst 2 Mal benutzt. Ehrlich sind die mir zu teuer. Schau mal bei Deinem Strombetreiber nach, ob er im Ladenetz Verbund ist. Wenn ja, schau mal was er verlangt. Es gibt Ladenetz Verbünde wo Du ne einmalige Gebühr zahlst und umsonst laden kannst. Einfach mal recherchieren. Ich habe so ne Karte von den Stadtwerken Rosenheim. Geht auch als nicht Einheimischer. Ansonsten gibt es in Städten unzählige kostenlose Ladesäulen. Nach der Weile hast Du es raus und weisst wo Du laden kannst und wo nicht. Wenn es schnell gehen soll oder ich beim Einkaufen bin, lade ich CCS, wenn ich in der Stadt bin AC, da ich dann auch keine Parkgebühren zahle.


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