Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein...

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Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein...

Beitragvon e-lectrified » Mi 7. Jan 2015, 01:08

... dass eine "Strafsteuer" für Stinker nach dem Modell Norwegen durchaus erfolgversprechend für die Förderung der Elektromobilität sein könnte, jedoch für eine Regierung u.U. ein Risiko wäre:

https://www.youtube.com/watch?v=a9Cq4F3Yx-s#t=5m53s

Dr. Bernd Bauche ist Leiter des Projekts Elektromobilität am DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Ruhig mal den ganzen Beitrag anschauen. Ist schon klasse, wie oft der nicht nur virtuell, sondern buchstäblich am Luftschnappen ist, gerade, wenn es um Fragen geht, die die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Autohersteller betrifft.
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Beitragvon Oeyn@ktiv » Mi 7. Jan 2015, 18:27

Hab ich das jetzt richtig verstanden, dass meine kleine Zoe, die ich im Vergleich mit Verbrennerfahrzeugen der selben Fahrzeugkategorie, ohnehin um geschätzte 10.000 € überteuert sehe (denn der Akku wird ja durch die Miete separat bezahlt), durch Wegfall einer "Fahrstrombesteuerung" bereits mit 10.000 € subventioniert wurde? Dann wissen wir ja, was auf uns zukommt, wenn denn in ferner Zukunft irgendwann einmal mangels Verbrennungsfahrzeuge keine Treibstoffsteuer mehr eingenommen werden kann. Na dann....
Also habe ich jetzt alles in allem für meine Elektrokutsche etwa 44.500 € hingelegt und zahle den Akku ja auch noch fleißig ab.
Nee, nee, Angie, so wird das nix.
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon Robert » Mi 7. Jan 2015, 18:52

Ja, führt nur eine Fahrstromsteuer ein. Dann habe ich endlich einen Grund komplett auf ein Auto zu verzichten und auf Öffis und Fahrrad umzusteigen.

"Nationale Katastrophe" darüber sollten die Verantwortlichen mal ernsthaft drüber nachdenken. Die kann nämlich kommen, aber ganz anders als erwartet...
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon Robert » Mi 7. Jan 2015, 19:09

Der Herr macht ja einen recht netten und kompetenten Eindruck.

Aber eine nicht verrechnete Fahrstromsteuer als Bonus für Emobilisten zu verkaufen ist schon ein starkes Stück.

Dann erwarte ich mir aber auch konsequenter Weise die Erwähnung einer nicht verrechneten Feinstaub-, Lärm- und Asthmasteuer bei den Verbrenner. Und eine Steuer für Ölkatastrophen und "Fracking-Probebohrungen" sollte im Think Tank der Bundesregierung auch behandelt werden.

So nebenbei. Bin schon gespannt wann und wie Bundesmutti das Fracking in Deutschland salonfähig machen wird. Für Österreich bin ich ja auf den Tag X vorbereitet. Wollte mich immer schon mal an einem Bagger anketten. 8-)
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon e-lectrified » Mi 7. Jan 2015, 19:30

Nee, ich denke nicht, dass das tatsächlich eine ernsthafte Planung der Bundesregierung je sein wird. Der Punkt ist aber, dass Hr. Dr. Bauche selbst einräumen musste, dass ohne Förderung die Elektromobilität nicht vorankommt. Und als ein möglicher Aspekt wurde z.B. die massive Besteuerung von Verbrennern genannt, die in Norwegen praktiziert wird. Im gleichen Satz sagt er aber, dass eine Regierung das u.U. nicht überleben würde...

So ist das aber nun mal: einer muss die Zeche bezahlen. Die Frage ist also, wo man das Geld dafür herbekommt, Stromer zu finanzieren. Und was ist dann naheliegender als Stinker sukzessive stärker zu besteuern.
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon Super-E » Mi 7. Jan 2015, 19:53

Klar wird man durch die Abwesenheit von Steuern subventioniert...

Und natürlich wird es irgendwann eine Steuer geben. Ich befürworte das sogar (aber erst wenn die EVs sich durchgesetzt haben) Und der kostenlose Strom a la TESLA ist mir ökologisch auch ein Dorn im Auge. Mann soll für Energieverschwendung ruhig bluten! Und jetzt sagt mir nicht, dass ein Model S oder X bei bald 249km/h ja immer noch besser sind als ein Verbrenner von BMW oder Porsche...

zur Einführung finde ich das aber alles OK. Hauptsache EVs kommen...

Man sollte eine Steuer dann natürlich dann gleich geschickt machen und auch "steuern". Steuerfrei ist dann z.B. selbst erzeugter Strom der smart (Überschüsse) geladen wird.

Allerdings fürchte ich hier den Thread in eine falsche Richtung zu lenken und alle Nachfolgeposts gehen nur noch um kostenfreie Supercharger und Fahrstromsteuer...
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon e-lectrified » Mi 7. Jan 2015, 20:08

Nö, Stromverschwendung ist natürlich nicht gut. Andererseits ist die Barrierefreiheit optimal für die Akzeptanz der EV. Ich denke, das kann man dann später wieder steuern und z.B. den Output der SuC bei übermäßigem Verbrauch begrenzen, da ich mir recht sicher bin, dass die sowohl die einzelnen Fahrzeuge identifizieren, als auch relevante Daten, wie z.B. Verbrauchsdaten auslesen können. Irgendwann heißt es dann: "Lieber Tesla-Fahrer. Bedingt durch Ihre Fahrweise wird Ihre aktuelle Ladung auf 50 kW reduziert und sparsamereren Fahrern die Priorität gegeben. Bitte fahren Sie in Zukunft umweltschonender, um wieder die volle Ladegeschwindigkeit zu erhalten.
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Re: Von Norwegen lernen: Dr. Bernd Bauche vom DLR räumt ein.

Beitragvon LeafVille » Mi 7. Jan 2015, 20:26

Fahrstromsteuer???

Ich behaupte mal ganz keck, dass heute schon die Steuern auf Strom doppelt so hoch sind wie auf Benzin:

- 10 kwh Strom kosten ca. 2,60 Euro
- Davon sind ca. 55% direkte Steuern und Abgaben an den Staat: 1,43 Euro Steuern
(Mehrwertsteuer, Stromsteuer, EEG, KWK, Offshore, §19 NEV, Kozessionsabgabe)
- Ein Liter Benzin hat ungefähr den gleichen Energiegehalt und wird bei den aktuellen Preisen ca. mit 0,75 Euro besteuert (auch hier sind Umlagekomponenten enthalten, die z.B. in der Rentenkasse landen...)
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