Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

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Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon ngier » Mo 8. Okt 2018, 07:26

Dazu nehme ich jetzt eine Kaffeemaschine, mit einer versiegelten Kaffeevorratsbox. (auf die Produktlebensdauer bestimmt)

Dann könnte ich doch (obwohl auf dem Markt allerlei Kaffee verfügbar) nach Entleerung der Box, die Maschine nicht mehr zum Kaffee machen gebrauchen. Jedenfalls so lange nicht, so lange es keine freie Anbieter von Kaffeeboxenauffüller gibt!

Dann wären wir bei den Kaffeemaschinen genau so weit, wie bei den Tintendruckerpatronen. Aber heute gibt es ja Laserdrucker, aber schon wieder mit dem gleiche Ablauf.

Beim Elektroauto kommt mir es gerade genau der gleiche Ablauf in den Sinn.

Was kommt danach?
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Kellergeist2 » Mo 8. Okt 2018, 07:58

Welche Komponente im E-Auto soll denn dieser Kaffeevorratsbox entsprechen?

Der Akku?
Wenn der leer ist, lade ich ihn einfach wieder auf. Wenn der Kapazitätsverlust zu hoch ist (wieviel % Degradation sind Zuviel?), dann könnte man den Akku doch durch einen neuen ersetzen, so wie man bei einem Verbrenner auch einen neuen Motor einbauen könnte.

Ein Tesla Model S hat nach 400.000 km immer noch eine Akku-Kapazität von 93%.
Selbst wenn mein S85 aus 2015 irgendwann einen Kapazitätsverlust von 50% hätte, käme der immer noch weiter als jedes andere im Jahr 2015 verfügbare Elektroauto, daher stellt sich die Frage, wieviel Kapazitätsverlust ist hinnehmbar?

Ich kenne jetzt nicht die Kapazitätsverluste der anderen E-Autos, aber ich könnte mir vorstellen, dass die ähnlich gering sein dürften.
Dann wird aus einem e-Golf (auf die Reichweite bezogen) ein e-Up, ein(e) ZOE zum Twizzy, ...
Der einstige Erstwagen wird dann zum Zweitwagen degradiert, der nur noch im Nahbereich unterwegs ist, und das Erstfahrzeug wird neu angeschafft.
Oder man besorgt sich einen neuen Akku und fährt nochmal 500.000 km.
Gruß, Kellergeist2
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Elestra » Mo 8. Okt 2018, 08:00

https://www.google.com/amp/s/ecomento.d ... erien/amp/

Akkus sind Wertstoffe und kein Müll. Es wird einen Markt dafür geben.
Mfg
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Helfried » Mo 8. Okt 2018, 08:53

Kellergeist2 hat geschrieben:
Oder man besorgt sich einen neuen Akku und fährt nochmal 500.000 km.


Das könnte aber ähnlich wie bei der erwähnten Druckertinte schwierig bis zu teuer werden.
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon ngier » Mo 8. Okt 2018, 09:34

Kellergeist2 hat geschrieben:
.....könnte man den Akku doch durch einen neuen ersetzen, so wie man bei einem Verbrenner auch einen neuen Motor einbauen könnte.



hätte, wäre, wenn .....

Das Problem liegt in den Taten.

Bekommst du von Tesla einen Neuen?

Einen Tesla 200 wohl schon, aber einen 100er Akku eben nicht. (Gutschein vll noch, aber nur für den neuen Wagen)
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Priusfahrer » Mo 8. Okt 2018, 10:24

Ich glaube der Vergleich mir Drucker oder Kaffeemaschine hinkt etwas.

Die Akkus halten länger als die meisten glauben. Kann ich aber verstehen, da die Akkus in Handys und Laptop extra auf Verschleiß gebaut werden, damit man sich aller 3-4 Jahre was Neues kauft. Diese Erfahrungen werden dann auf die Fahrzeugakkus übertragen.

Aber bei Fahrzeugakkus ist genau das Gegenteil der Fall. Diese werden auf Langlebigkeit getrimmt und halten somit um ein Vielfaches länger wie ein Handyakku. Technisch steht nicht entgegen, dass ein Akku bei ordentlicher Behandlung deutlich über 10 Jahre lang seine Kapazität bei über 80% bereitstellen kann. Auch wenn er schon 1000 oder mehr Vollladezyklen hat.
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Kellergeist2 » Mo 8. Okt 2018, 11:39

Wenn ich wollte, würde ich bei Tesla einen neuen Akku kaufen können, man muss halt nur genug Geld auf den Tisch legen.
Als Tesla den 90 kWh Akku rausbrachte, gab es ein Eintauschprogramm für die 85er.
Man kaufte den 90er und der 85er wurde in Zahlung genommen.
Preis damals für den 90er: 30.000,- €
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon ngier » Mo 8. Okt 2018, 20:15

Priusfahrer hat geschrieben:
I
Die Akkus halten länger als die meisten glauben.
Diese werden auf Langlebigkeit getrimmt und halten somit um ein Vielfaches länger wie ein Handyakku. Technisch steht nicht entgegen, dass ein Akku bei ordentlicher Behandlung deutlich über 10 Jahre lang seine Kapazität bei über 80% bereitstellen kann.


Anscheinend sind die ersten Akkus der BEV besser als die Handyakkus. Ob das aber so bleibt, wenn sich die Parameter verändern?




Kellergeist2 hat geschrieben:
Als Tesla den 90 kWh Akku rausbrachte, gab es ein Eintauschprogramm für die 85er.
Man kaufte den 90er und der 85er wurde in Zahlung genommen.
Preis damals für den 90er: 30.000,- €


Wenn das wirklich stimmt, dann wäre Tesla ja gut. Ich habe da mal etwas anderes gelesen und ging davon aus, das bei Tesla nach dem Akku ende, der Schrottplatz fällig wird.
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon Priusfahrer » Di 9. Okt 2018, 08:14

ngier hat geschrieben:
Anscheinend sind die ersten Akkus der BEV besser als die Handyakkus. Ob das aber so bleibt, wenn sich die Parameter verändern?


Ja natürlich spielt auch die Akkuchemie eine Rolle. Jedoch haben alle eins gemeinsam: Es sind LiIon Akkus. Die reagieren auf Ladezyklen und Alterung alle ähnlich.

Maßgebend ist das Ladefenster. Genauer gesagt die Lade- und Entladespannung. Mein Samsung läd zum Beispiel bis zu einer Zellspannung von 4,4V. Das ist schon sehr knapp am "kawumm". In einigen Handys hatte es Samsung auch etwas übertrieben und die sind daher abgebrannt. Wenn man aber immer bis 4,4V läd braucht es keine 500 Ladungen ehe der Akku unter 80% fällt. Ähnlich ist es bei Leer. Da werden die Akkus gerne mal bis auf 2,5V heruntergenuckelt.

Beim BEV wird die Zellspannung bei 4,2V begrenzt. Dabei erreicht man zwar nur etwa 90-95 der Kapazität, aber dafür halten die Zellen viele länger. Kaum jemand fährt sein Auto ständig so leer, dass es stehen bleibt. Aber selbst wenn, liegt die Zellspannung noch deutlich über 2,5V. Bereits bei ca. 2,8V kommt die Schildkröte. Auch hier bleibt etwas Kapazität ungenutzt.

Das ist auch der Grund warum Fahrzeugakkus eine Nettokapazität haben, die ca. 10-20% unter der Bruttokapazität liegt. Bei PHEV auch bis zu 40%.
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Re: Vergleich eines Elektroautos mit einer Kaffeemaschine

Beitragvon ngier » Di 9. Okt 2018, 18:12

Bei den Handys wird halt durch die nahezu komplette Ausnutzung des Ladefenster ein größerer (teurer) Akku eingespart. Gleichzeitig bräuchte man früher einen Neuen. (oder besser ganzes Handy)

Das Stimmt schon.

Beim Entladen ist es aber von Bedeutung, wie hoch der Strom ist, beim Messen der Spannung. Bei 2,8 V wäre eine Belastung von >10 C sicher kein Problem, aber dann wären wir beim 94 Ah Akku bei 940 A!

Bei 2C sind 2,8 V eigentlich wenig. Da wundert mich, dass der dann so alt wird.
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