VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,7kW

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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon Waldbaer » Sa 13. Mai 2017, 23:33

Bin ich der einzige, der bei diesen Veränderungen lauter kleine Schritte in eine bestimmte Richtung sieht?
Es zeichnet sich eine Veränderung in Richtung Elektromobilität ab.
Somit langfristig ein Wegfall von Mineralölsteuer.
Die muß kompensiert werden.
Vor paar Jahren bin ich noch mit Pflanzenöl gefahren.
Das war billig, und wir dachten auch gut für die Umwelt.
Schnell wurde der Gesetzgeber aktiv und erklärte Pflanzenöl zu einem Mineralöl.

Jetzt werden mit den Anmeldungen die Adressen gesammelt.
“Autostromsteuer“ - Ich habe den Begriff hiermit erfunden.

Wenn du Strom fährst, der nicht über den “Autostromzähler“ läuft
Ist das dann wie Heizöl in den Diesel kippen.

Ich tippe auf 8 Jahre, also bis 2025 sind wir so weit.
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Beitragvon kub0815 » Sa 13. Mai 2017, 23:53

Nur das man Elektronen nicht so leicht einfärben kann.
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon Waldbaer » So 14. Mai 2017, 00:24

Deinem neuen Smartmeter fällt auf, dass du jeden Werktag ab 18:30h 12kWh mit 2,5kW ziehst.
Ich weiß nicht mehr wo es war, aber da gab es doch die Geschichte, wo Beschäftige in
einem E-Werk Adressen von Urlaubern an Einbrecher verkauften.
War ein einfacher Algorithmus für die Auswertung der Smartmeter Daten.
Datenschützer warnen schon länger.
Geräte wie Kühlschränke, Mikrowellen und Fernseher lassen sich leicht erkennen.

Mir wird bei diesen Aussichten fast schlecht.
Ich hoffe ich sehe das zu düster.
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon JoDa » So 14. Mai 2017, 10:38

Bernd_1967 hat geschrieben:
Was passiert eigentlich, wenn man im Netz (230V, Niederspannung) eine Schieflast hat?

Die Schieflast im Niederspannungsnetz bewirkt höhere Leitungsverluste und Verringerung der maximal möglichen Netzleistung.
Daher verlangen die Netzbetreiber, dass Verbraucher mit über 20A*230V=4,6kVA dreiphasig angeschlossen werden.

Der Elektriker schließt eine einphasige Ladestation sowieso an die am wenigsten belastete Phase an. (Dazu schaut er sich die angeschlossenen Verbraucher im Zählerkasten an und misst die einzelnen Phasenspannungen.)
Das 230V/400V Niederspannungsnetz in Österreich (und vermutlich auch in Deutschland) hätte m.E. daher kein Problem wenn alle Elektroautos zu Hause einphasig mit max. 32A*230V=7,4kVA laden würden.
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon bm3 » So 14. Mai 2017, 11:00

Das Problem dabei ist doch immer dass die Kontrolle mittels Anmeldepflichten immer weiter verstärkt werden soll. Die Richtung in die es gehen soll sieht man ja. Die Schieflast des einzelnen Hauses interessierte innerhalb eines ganzes Straßenzuges eigentlich nicht, jedenfalls in Wohngegenden, das hebt sich normalerweise bis zum Ortstrafo statistisch auch wieder ganz gut auf. Bei größeren Betrieben wird schon sowieso auf solche Dinge mehr geachtet. Sind trotzdem große Schieflasten vorhanden muss der Ortstrafo im Endeffekt die wieder ausgleichen, da gibt es dann für die (wenigen) schwierigen Fälle auch Zick-Zack-Schaltung etc. . Die 4,6 kW-Schieflastregel gibts ja auch noch nicht so lange, als ich die ersten PV-Anlagen aufbaute gabs die noch nicht. Ich kenne ältere PV-Anlagen die mit dem Segen des Netzbetreibers noch 6 kVA und mehr einphasig einspeisen. Die Tendenz ist schlimm, es läuft immer mehr darauf hinaus dass man für jeden Sche... sich die Zustimmung des Netzbetreibers vorher einholen muss, der die auch hier und da mal nicht geben wird und das muss man dann scheinbar so akzeptieren, und noch dazu registriert wird (sich registrieren lassen muss) in irgend welchen Registern. Es heißt ja auch die BNA möchte das so haben und betreibt das federführend und der VDE ist dabei nur ihr Gehilfe. So wie ich das verstehe wird es mit der neuen Norm auch schwieriger für privaten Ladestellen > 11kVA, da wird also jetzt die nächste "Schikane" für die Betreiber gerade eingeführt.
Das ist halt nun mal so bei Behörden, eine Art Selbstdynamik :mrgreen: , sie wachsen ständig indem sie neue Dinge zur Gängelung der Bürger wie Registrierungs- und Genehmigungspflichten kreieren.
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon JoDa » So 14. Mai 2017, 16:18

+1 @bm3

Wenn ich erzähle was ich alles erlebt habe um meine PV-Anlage mit >5kWp zu Genehmigen glaubt mir das Keiner.
Bei PV-Anlagen <5kWp wartet man "nur" 2 Wochen auf den "Stempel" des Netzbetreibers zur Genehmigung des Zählpunktes.
Die legale (aber nicht unbürokratische ;) ) Errichtung von Minikraftwerken (=Steckdosenkraftwerken) mit <600VA ist mittlerweile in Österreich möglich. (In Deutschland sind diese immer noch illegal.)

Die mit den neuen Smartmetern kommenden leistungsabhängigen Netzgebühren werden m.E. zu folgendem Ladeverhalten führen:
Die Mehrheit wird zu Hause einphasigen mit bis zu 4,6kVA, oder dreiphasigen mit <12kVA laden.
Leute die (warum auch immer) schneller laden müssen, werden dafür höhere Netzgebühren zahlen.
Insofern halte ich die Diskussion über eine neue TAR in D (bzw. TOR in Ö) für einen "Sturm im Wasserglas"! ;)
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon Paul_S » So 14. Mai 2017, 17:49

Ich finde die aktuelle Entwicklung für die Integration der Ladestationen geht in die falsche Richtung.
Viel naheliegender finde ich folgendes Modell:

Der Strompreis pro kWh ist grundsätzlich variabel.

Nur Kleinverbraucher oder Klein-Einspeiser bis zu 1000 kWh p.a. dürfen einen altmodischen Zähler verwenden und zahlen bzw. erhalten einen mittleren kWh-Preis. Das gilt auch z.B. für alte PV-Anlagen, die eine zugesicherte Vergütung für n Jahre bekommen.
Alle anderen (smarten) Zähler bekommen regelmäßig automatisch den aktuellen kWh-Preis mitgeteilt. Die Zähler zählen dann direkt in Euro. Der Verlauf von Leistung und Preis wird aber vom Zähler gespeichert, um die Summe überprüfen zu können.

Das Ergebnis wäre:
Alle Verbraucher würden sich bemühen, zu den Zeiten der niedrigen Preise zu verbrauchen. Automatische Steuergeräte würden z.B. e-Mobile laden, wenn es gerade Überschüsse im Netz gibt. Wer dringend laden muss, zahlt einen höheren Preis.
Alle Erzeuger würden sich bemühen zu den Zeiten hoher Preise (mehr) einzuspeisen. Z.B. bei Biomasse durchaus möglich!

Dieses Modell würde zu einer massiven Entlastung der Stromnetze führen. Gerade zu Spitzenzeiten, wenn es sehr teuer wird, würden schon einige Haushalte und auch die Industrie eine Möglichkeit finden ihre Last zu verringern.

Die Preise könnten durchaus regional unterschiedlich sein. Damit würden Haushalte z.B. von den Windkraftanlagen vor ihrer Haustür profitieren.

Es gäbe durch die Preisdifferenzen automatisch ein Geschäftsmodell für Batteriespeicher, BHKW usw. Auch der Bau von Leitungen hatte einen Wert aus der Preisdifferenz.

Es müssten keine Daten vom Verbraucher ins Netz transportiert werden - es gibt kein Datenschutzproblem. Lediglich z.B. monatlich könnte der Monats-Rechnungsbetrag automatisch hochgeladen werden.

Und... niemand müsste bestimmte Verbraucher oder Erzeuger melden oder fernsteuern. Alleine der Preis regelt das ganze System. Das funktioniert bei anderen Dingen auch so:

Knappheit -> hoher Preis -> Anreiz zur Verringerung der Knappheit -> mehr Angebot -> niedrigerer Preis...

Wenn ich mir so ansehe wie viele Jahre jetzt schon über Smart-Meter geredet wird, und was wir bis heute damit machen, ist meine Hoffnung nicht so groß, dass wir so bald da hin kommen... :roll:
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon drilling » So 14. Mai 2017, 18:20

Bei mir festigt sich immer mehr der Vorsatz mich ganz vom Netz abzukoppeln, mir kommt weder Smartmeter ins Haus noch lasse ich mich mit variablen Preisen oder absurden Einschränkungen gängeln, da investiere ich lieber in meine eigene autarke Stromversorgung (auch wenn es mich letztendlich mehr kosten wird, es geht mir um die Unabhängigkeit von diesen Gängelungen).
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon bm3 » So 14. Mai 2017, 18:22

Die Smartmeter sind aber schon ein beschlossenes Faktum, Einführung schon in diesem Jahr, woran es momentan noch hängt sind dass genügend verfügbare, auch in hohen Stückzahlen,auf dem Markt sind die den (viel zu geringen) gestellten Anforderungen überhaupt jetzt entsprechen. Das soll sich aber bis Ende dieses Jahres noch ändern. Dann bekommt man zwangsweise "dumme" Smartmeter installiert, beispielsweise zuerst für PV-Anlagen mit mehr als 6 kWp Generatorleistung, die PV-Anlagen sind immer ganz vorne bei der Gängelung dabei :mrgreen: und bezahlt die auch noch vielfach in Form deutlich erhöhter Messstellen-Gebühren dem Netzbetreiber.
Das haben unsere Politiker schon längst so beschlossen und die Gesetze dazu verabschiedet.
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Re: VDE plant neue TAR: Meldepflicht für Ladestationen ab 4,

Beitragvon drilling » So 14. Mai 2017, 18:25

bm3 hat geschrieben:
die Smartmeter sind aber schon ein beschlossenes Faktum


Bisher war es nur für Verbraucher über einer bestimmten KWh/Jahr beschlossen (glaube 5000KWh, kann mich aber nicht mehr an den Wert erinnern), nicht für alle . Mein Verbrauch ist deutlich unter 3000KWh/Jahr insofern bin ich bisher davon ausgegangen das ich nicht betroffen bin, denn es wurde schon oft gesagt das sich bei so niedrigen Verbrauch die Mehrkosten für den Smartmeter nicht rechnen.
Zuletzt geändert von drilling am So 14. Mai 2017, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.
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