Unmut über EV-Förderung

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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Majaleia » Fr 6. Mai 2016, 15:35

Mein Mann war ja jahrelang Mitglied bei Greenpeace und wir haben selbstverständlich auch das Greenpeace Magazin bezogen. Nachdem er aber feststellen musste, dass Greenpeace nicht mehr seine (also die von meinem Mann) Ziele verfolgt, ist er ausgetreten. Das GP Magazin wird auch nicht mehr gekauft. Greenpeace Energy haben wir aber noch, denn das sind halt die einzigen Anbieter, die grünen Strom in Kombination mit Windgas anbieten. Die Antwort von Herrn Stukenberg finde ich gelinde gesagt frech, irgendwie scheint GP nicht auf unserer Seite zu sein. Schade. :( Und ja, enttäuscht bin ich auch.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon TeeKay » Fr 6. Mai 2016, 22:04

Die wichtigste Frage lautet doch: An welcher Esso-Tankstelle gibt es eine Ladesäule und wo kostet die Ladung dann nur 2 Euro?
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon e-future » Fr 6. Mai 2016, 23:33

Würde mich auch interessieren. Wieso gerade bei esso?

Der Herr Stukenberg hat wie mir scheint sowieso keine Ahnung von Elektromobilität. Die Antwort ist doch ziemlich entlarvend.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon i300 » Sa 7. Mai 2016, 13:55

Geht mir auch so, dass ich denke dass er keine Ahnung hat, sich nicht informiert hat und nur zufällige, persönliche Beobachtungen (Esso-Tankstelle) und Vorurteile (Motivation für EV sind die Kosten :roll: ) als Argumente heranzieht. Indem er mich als leuchtendes Beispiel (Ökostrom-Kunde) lobt, unterstellt er indirekt, dass dies die Ausnahme wäre. Gibt es dazu eigentlich ein Forschungsergebnis?
Ich wusste bisher auch nicht, dass Esso auch Stromsäulen anbietet und denke dass in HH dort nur teilweise welche von anderen Anbietern stehen, so wie in B an den Total-Tanken von Vattenfall. Soviel ich weiß liefern die Ökostrom, auch wenn der Sprit an diesen Tankstellen sicher nicht mit Ökostrom hergestellt wurde.
Die Aussage, ein EV nützt nicht der Umwelt verstehe ich auch nicht, es sei denn es ist im Vergleich zum Fahrrad gemeint. Aber was nützt ein Fahrrad der Umwelt - im Vergleich zum zu Fuß gehen oder zu Hause bleiben..?
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon e-future » Sa 7. Mai 2016, 22:54

Frag doch mal bei der eMo an, die forschen doch unentwegt. Der Senat hat doch zuletzt über 2,3 Mio Euro für 2016/2017 bewilligt. :D

Das ist alles nicht ernst zu nehmendes Gelaber. Politics, nothing else.

Ich habe meinen i3 die letzten Tage wunderbar mit Solarstrom beladen bei vieeel Sonnenschein. Mehr öko geht nicht. Da kann mir ein Herr Stukenberg oder andere Wichtigtuer gestohlen bleiben.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon kai » Fr 13. Mai 2016, 09:59

Majaleia hat geschrieben:
Die Antwort von Herrn Stukenberg finde ich gelinde gesagt frech, irgendwie scheint GP nicht auf unserer Seite zu sein. Schade. :( Und ja, enttäuscht bin ich auch.


Habe meinen Jahresbeitrag in 2014 von 80€ auf extrem geringe 25€ reduziert.
Wenn das so weitergeht, werde ich auch GP verlassen.

Und enttäuscht bin ich auch. Und zwar extrem.
Die haben Windräder in Hamburg auf dem Dach aber noch nicht mal eine TYP2 Ladestation.
Das Maritime MUSEUM daneben hat eine Ladesäule. Natürlich mit Ökostrom.
Daran sieht man wie rückständig GP ist, in Hamburg werden sie von einem Museum überholt.

Gruß

Kai
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon ziltoid81 » Do 19. Mai 2016, 14:53

Das Witzige ist doch, dass man es als grosses Entgegenkommen und vor allem als grün verkauft.
Jeder sollte mal gegenrechnen wieviel Millionen die Autoindustrie jedes Jahr an Förderungen aus dem Steuertopf bekommt und jetzt feiert man sich für Almosen.
Da werden Forschungshallen mit 30Mil gefördert und dann geschlossen etc.
Gibt es auch schöne Dokus zu.

Das ganze soll die Wirtschaft ankurbeln, nicht mehr und nicht weniger.
Zusätzlich soll es natürlich die CO2 Bilanzen der Herstellerflotten drücken, sonst drohen Strafzahlungen.
Für jedes E Auto darf man dann auch wieder 2 SUV verkaufen.

Würde man wirklich grüne Absichten haben, würde man Radfahrer fördern.

Ein 1.5Tonnen Auto mit einem Akku zu bestücken ist nicht grün.
Das ist eine Materialschlacht.
Nachgewiesen nichtmal grüner als ein Verbrenner.
Bis sich das theoretisch für die Umwelt rechnet, fährt das nähste neu gebaute E-Auto schon.

Man müsste die Leute dann auch verpflichten das E-Auto mind. 200000km zu fahren.
Wobei dann wieder neu gerechnet werden darf, wenn der 2te Akku drin ist.

Ich finds fast traurig wie alle dieses Märchen vom grünen E -Auto nachplappern, nur weil es direkt erstmal kein CO2 ausstösst und das wird dann auch noch gefördert.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Tho » Do 19. Mai 2016, 14:59

ziltoid81 hat geschrieben:
Ich finds fast traurig wie alle dieses Märchen vom grünen E -Auto nachplappern, nur weil es direkt erstmal kein CO2 ausstösst und das wird dann auch noch gefördert.

Gelungener Einstand in einem Elektromobiltätsforum. :? Herzlich Willkommen :lol:
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher zu Hause + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon Super-E » Do 19. Mai 2016, 15:39

Mein Kollege, der der Elektromobilität recht offen gegenüber ist und eigentlich schon vor zwei Jahren sagte, sein nächstes Auto wird ein EV war gestern ziemlich angefressen. Er meinte, er dürfe jetzt auch noch Steuern dafür zahlen, dass sich Reiche ein EV leisten können, denn die 4000€ bringen ihn kein bisschen näher zum EV. Er hat sich vor einigen Wochen einen fast neuen Familienkombi für 12k€ gekauft. Ein anderer Kollege hat sich vor zwei Monaten auch einen gebrauchten für ähnliches Budget zugelegt. Der hatte auch auf EVs geschaut und in Gedanken schon mit der Prämie kalkuliert. Da sein alter aber Schrott war hat er gleich etwas Neues gebraucht. Beide wollen jetzt bei Ihrem nächsten Autokauf zuschlagen. Es wird allerdings erwartet, dass die Fahrzeuge dann als Jahreswagen für 15-20k zu kaufen sind und zumindest irgendwo zwischen 30kWh Leaf und Bolt sind. Ein weiterer Kollege hatte sich eigentlich schon für einen Zoe entschieden, nachdem er einige EVs Probe gefahren war. Als er aber das Leasingangebot von seinem Händler bekommen hat, hat er es doch gelassen…

Mein Fazit. Die Leute, die nicht so emotional wie wir zu dem Thema sind, sind nicht bereit Einschränkungen hinzunehmen und dafür noch mehr zu bezahlen. Ich bin aber positiv. Die Fahrzeuge werden zukünftig immer besser und gleichzeitig billiger. Das wird dafür sorgen, dass die Sache zugunsten EVs langsam kippt.
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Re: Unmut über EV-Förderung

Beitragvon ziltoid81 » Do 19. Mai 2016, 16:05

Tho hat geschrieben:
Gelungener Einstand in einem Elektromobiltätsforum. :? Herzlich Willkommen :lol:


Nunja, ich fahre seit gut 4 Jahren mit dem Rad zur Arbeit, mit dem E-Bike seit 3.
Völlig ohne Prämie.
Nur weil das hier ein E-Autoforum ist, heisst das nicht, man müsse sich gegenseitig was vorlügen, falls ich da einen ironischen Unterton rauslese. ;)
Ein Grossteil der aktuellen E-Autos ist einfach nicht grün.
Die Richtung Twizy schon eher, aber noch immer zu schwer.
Mit dem Akku im E-Golf kann man wahrscheinlich 4 Twizys bestücken und selbst der ist noch ineffizient im Vergleich zum Pedelec.

Aber wie gesagt, um die Umwelt geht es bei dieser Prämie ja nicht.
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