Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

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Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon motion » So 4. Feb 2018, 14:55

Meint ihr der Staat könnte in Zukunft das Laden von E-Autos (auch am Hausstrom) höher besteuern?

Ein Beispiel ist der Öl zum Heizen, welches auch deutlich niedriger besteurt ist als Diesel. Ich hoffe nicht, doch leider ist denen alles zuzutrauen. :roll: Das würde ja auch bedeuten, dass man einen zweiten Stromzähler benötigen würde. Den Aufwand und die Kosten möchte bestimmt auch niemand freiwillig bezahlen.

Hier ist der Artikel.

In Zukunft wird diese Einnahme jedoch sinken, wenn es denn zu einem Erfolg der Elektroautos kommt. „Gäbe es nur noch E-Autos und legt man die heutigen Steuersätze zugrunde, würden die Einnahmen aus der Energiesteuer um 90 Prozent einbrechen“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Christian Küchen.

Ein 100-Prozent-Anteil von Elektrowagen am deutschen Fuhrpark bleibt wahrscheinlich auf Jahrzehnte hinaus Theorie. Doch der Unterschied der Besteuerung ist groß: Aus einem E-Pkw fließen bei einem Verbrauch von 15 Kilowattstunden auf 100 Kilometer dem Staat derzeit 31 Cent an Stromsteuern zu. Ein konventionelles Auto bringt dem Finanzminister bei einem Benzinverbrauch von sechs Litern eine Einnahme von 3,93 Euro. Je höher der Anteil der Elektroautos steigt, desto größer sind die Einbußen bei den Energiesteuern – nach dem derzeitigen Stand.


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... ahren.html
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Beitragvon Jeggo » So 4. Feb 2018, 15:10

Hallo,

da wird sicherlich noch etwas kommen. Zumal der selbst erzeugte PV-Strom auch nicht so richtig Steuereinahmen bringt.
Auch werden erst einmal 10 Jahre keine Kfz-Steuer fällig und danach nur ca. 52€ statt gut 400€ für meinen Diesel.

Wer also jetzt nicht sofort eine eigene PV-Anlage installiert und elektrisch fährt, dem ist nicht mehr zu helfen

Bis bald

Jens
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon zitic » So 4. Feb 2018, 15:18

Da ist es sicherlich praktischer über die Benutzung zu gehen. KFZ-Steuer mit Maut-Faktor je real gefahrenem Kilometer. Dobrindt hat dem ja auch schon die Tür geöffnet.
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon Solarmobil Verein » So 4. Feb 2018, 15:23

Warum, glaubt ihr, will das Verkehrsministerium, daß jedes E-Auto eine eigene ID bekommt, die (auch) dazu dienen soll, die Ladestationen freizuschalten?
Gab dazu vor einiger Zeit mehrere Artikel.

Wenn genau festgestellt werden kann, wieviel das E-Auto lädt, kann dieser Strom anders besteuert werden als normaler Hausstrom. So wie es ja z.B. bei Dieselkraftstoff und Heizöl derzeit auch gemacht wird.
Selbstredend darf man dann zu Hause auch nur zertifzierte und verplompte Wallboxen zum Laden des Fahrzeugs benutzen ... und wehe, man erwischt dich mit einem Notladekabel. Schon der Besitz wird unter Sanktionen gestellt.

Irgendwas in dieser Richtung wird früher oder später kommen.
Und wenn es eine kilometerabhängige Straßenmaut (nicht nur Autobahn) für alle ist.
(Ich verstehe ohnehin nicht, warum E-Fahrzeuge bei der geplanten Maut ausgenommen sein sollen. Mit der Maut wird doch die Abnutzung der Straße abgegolten ...)

Ich habe es schon mal für mich ausgerechnet.
20000 elektrische Kilometer im Jahr. Bei 6 Litern (hypothetischer Durchschnittsverbrauch bei Spritbetrieb) wären das rund 1200l Sprit zu einem Preis von ca. 1500 Euro. In diesen 1500 Euro sind grob 80% Steuern enthalten, sind wir bei 1200 Euro Steuern, die ich nicht bezahlt habe bzw. bezahlen mußte.
Davon müßte man noch den Steueranteil des Stroms abziehen, für den ich bezahlen mußte, um das E-Auto zu laden.

Bleibt sicherlich trotzdem ein dicker Batzen übrig, der dem Staat so durch die Lappen geht.
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon motion » So 4. Feb 2018, 15:56

Ich würde eine höhere Besteuerung unfair finden, Strom ist schon teuer genug.

Betrifft das mit dieser ID nur zukünftige Modelle, oder auch Bestandsfahrzeuge? Davon habe ich noch gar nichts gehört.
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon bash_m » So 4. Feb 2018, 16:01

Genau dafür kommt die PKW Maut

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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon umrath » So 4. Feb 2018, 16:03

Pro kWh wird Strom schon heute erheblich höher besteuert als Diesel und Benzin.
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon bm3 » So 4. Feb 2018, 16:15

Wenn das jemand von der Mineralölindustrie so kundtut und damit versucht Ängste zu schüren, ist das natürlich eine besonders objektive Quelle. :D
Auf der Kilowattstunde Strom liegen tatsächlich schon deutlich mehr Steuern und Abgaben als auf jedem Mineralölprodukt. Da E-Autos aber so sparsam damit umgehen könnten tatsächlich Einnahmelücken für den Staat entstehen.
Neue Abgaben und Steuern einzuführen fällt unseren Politikern aber nicht schwer. Die kümmern sich schon.
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon INRAOS » So 4. Feb 2018, 16:15

umrath hat geschrieben:
Pro kWh wird Strom schon heute erheblich höher besteuert als Diesel und Benzin.


Das ändert aber nix an der Aussage des TE und den angeführten Berechnungen.

Alkohol wird auch pro Liter höher besteuert als Mineralwasser. Das ändert auch nichts an der Aussage und macht trotzdem Sinn
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Re: Umstieg auf Elektroautos gefährdet Steuereinnahmen

Beitragvon bm3 » So 4. Feb 2018, 16:20

Den Rückgang an Einnahmen könnte man ja eine ganze Zeit lang noch auffangen indem man den Sprit höher besteuert.
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