Stromversorgung für Laternenparker

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Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Di 17. Okt 2017, 17:35

Ausgelagert wegen OT von hier:
https://www.goingelectric.de/forum/allgemeine-themen/reine-elektroautos-die-als-alleinfahrzeuge-taugen-koennten-t20775-200.html

Priusfahrer hat geschrieben:
War gerade in einer Neubautiefgarage. Da wurden aller 2 Stellplätze abschließbare Schukos installiert. Kosten je Dose vermutlich unter 100€ inkl. Installation. Da stehen die Autos über Nacht und können so täglich 20-30kWh ziehen. Ausreichend für 150-250km. Selbst für einen Fernpendler bis 80km einfache Strecke noch ausreichend.

Das ist eine super Sache, geht aber am Thema Laternenparker vorbei. Diese Steckdosen sind eben für einzelne Nutzer mit Zugangsberechtigung. Dann reicht auch Schuko aus, wenn es auch nicht optimal ist.
Mit den 100€ wirst Du aber auch nicht hinkommen. Zu der Dose kommen noch Sicherung, FI und ein geeigneter Stromzähler. Dazu außerdem das benötigte Kabel - hier können die Kosten je nach Umständen extrem unterschiedlich sein.
Und dabei sind wir immer noch bei billiger Aufputzmontage.

Priusfahrer hat geschrieben:
Beim Supermarkt ist das eine andere Sache. Hier stehen die Fahrzeuge selten länger als 1h. Aber trotzdem wären 10x22KW besser als 1x150KW. Denn wenn es mehr als 10% E-Fahrzeuge gibt, wird man selten eine freie 150KW Dose vorfinden. Bei 10 22KW Plätzen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher.

Eine einzelne ist quasi nichts wert, da hast Du recht. Aber 22kW ist auch zu wenig, das bringt nur Wenigfahrer oder Leute mit echter Leidenschaft weiter. Es sollten zumindest 50kW sein, um bei einem Einkauf auch halbwegs was rein zu kriegen. Sonst muss man zu viel Extrazeit investieren. Also Zeit, die über das, was da man eigentlich erledigen wollte, hinaus geht.

Priusfahrer hat geschrieben:
Ob die 150KW Säule mehr Strom verkauft als 10x22KW wage ich zu bezweifeln. Selbst wenn die meisten nur mit 7KW laden.

7kW kannst Du für Laternenparker völlig vergesser. Es sei denn sie wohnen im 300m Umkreis und müssen da auch nach der Ladung nicht gleich freimachen.

Man muss halt unterscheiden zwischen Ladung über Nacht und Ladung während man den Einkauf etc erledigt.
Die Säulen, die einen Laternenparker ohne Nachtlademöglichkeit (bzw beim Arbeitgeber) glücklich machen sollen, sollten eine völlig andere Liga bieten. Nicht unter 50 /43kW.
Und es sollten am Standort gleich 6 Säulen sein. 20 wären besser - siehe Tesla Supercharger.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Nachtrag: Bei mir würde zb schon ein Schuko Anschluss beim Arbeitgeber ODER zu Hause reichen für meinen Alltag; und ich bin noch einer der im Betrieb den weitesten Pendelweg hat (30 km eine Richtung!) Im Zweifel könnte ich so ja sogar 1-2 mal pro Woche vergessen zu laden! (Akku hab ja schon mal gesagt 100-150 kWh was ich brauch!(

Das macht Dich auf Dauer auch nicht glücklich. Wenn Du am Mittwochabend erfährst, dass Dir Freitag nach der Arbeit eine längere Fahrt bevorsteht, kriegst Du den Akku bis dahin unter Umständen noch nicht mal voll.
Auch für eine Nachtladung sollten in 10 Stunden 50% Ladung möglich sein. Sprich 7,5kW bei 150kWh Akku. Wegen Schieflast sind mit 1P maximal 4,6kW drin. Sprich man ist hier dann eigentlich sowieso bei 3P Ladung, um auf irgendwo noch akzeptable Ladezeiten zu kommen.

Und noch mal zu den Kosten - wenn wir von Laternenparkern reden, meine ich sowas:

Unbenannt.JPG


Und da hat keiner einen eigenen Parkplatz, sondern man kurvt abends auch mal 15 Minuten um den Block und parkt dann kreativ in zweiter Reihe, wo man morgens um 7 wieder weg sein muss (ich hab da mal gewohnt, das ist nicht ausgedacht).

Ladesäulen machen hier nur Sinn wenn die Stellplätze wirklich exklusiv für E-Autos sind.
Und das ist dann auch keine Schuko mehr, sondern zumindest 3,7kW Typ2. Und zwar eine Säule, die einbetoniert werden muss. Mit Abrechnungssystem und Vandalismussicher.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 18. Okt 2017, 10:57

Karlsson hat geschrieben:

Priusfahrer hat geschrieben:
Beim Supermarkt ist das eine andere Sache. Hier stehen die Fahrzeuge selten länger als 1h. Aber trotzdem wären 10x22KW besser als 1x150KW. Denn wenn es mehr als 10% E-Fahrzeuge gibt, wird man selten eine freie 150KW Dose vorfinden. Bei 10 22KW Plätzen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher.

Eine einzelne ist quasi nichts wert, da hast Du recht. Aber 22kW ist auch zu wenig, das bringt nur Wenigfahrer oder Leute mit echter Leidenschaft weiter. Es sollten zumindest 50kW sein, um bei einem Einkauf auch halbwegs was rein zu kriegen. Sonst muss man zu viel Extrazeit investieren. Also Zeit, die über das, was da man eigentlich erledigen wollte, hinaus geht.


Ich finde an Alltagszielen sollte die Ladepower darauf ausgerichtet sein, das sowohl die An- wie Abfahrt geladen wird, mehr nicht! Und dies dafür dann im Zweifel als kostenlosen Service für "Kunden". Zb. Schwimmbad (Einzugsbereich ca 30 km Besseres vielleicht 100 km) braucht sicher keinen 150 kW Lader.

Karlsson hat geschrieben:
Priusfahrer hat geschrieben:
Ob die 150KW Säule mehr Strom verkauft als 10x22KW wage ich zu bezweifeln. Selbst wenn die meisten nur mit 7KW laden.

7kW kannst Du für Laternenparker völlig vergesser. Es sei denn sie wohnen im 300m Umkreis und müssen da auch nach der Ladung nicht gleich freimachen.

Man muss halt unterscheiden zwischen Ladung über Nacht und Ladung während man den Einkauf etc erledigt.
Die Säulen, die einen Laternenparker ohne Nachtlademöglichkeit (bzw beim Arbeitgeber) glücklich machen sollen, sollten eine völlig andere Liga bieten. Nicht unter 50 /43kW.
Und es sollten am Standort gleich 6 Säulen sein. 20 wären besser - siehe Tesla Supercharger.


Warum über 50 kW? Wenn jeden Tag laden kann reicht deutlich weniger! Sehe ich da wie schon oben bei Alltagszielen beschrieben.

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Nachtrag: Bei mir würde zb schon ein Schuko Anschluss beim Arbeitgeber ODER zu Hause reichen für meinen Alltag; und ich bin noch einer der im Betrieb den weitesten Pendelweg hat (30 km eine Richtung!) Im Zweifel könnte ich so ja sogar 1-2 mal pro Woche vergessen zu laden! (Akku hab ja schon mal gesagt 100-150 kWh was ich brauch!(

Das macht Dich auf Dauer auch nicht glücklich. Wenn Du am Mittwochabend erfährst, dass Dir Freitag nach der Arbeit eine längere Fahrt bevorsteht, kriegst Du den Akku bis dahin unter Umständen noch nicht mal voll.
Auch für eine Nachtladung sollten in 10 Stunden 50% Ladung möglich sein. Sprich 7,5kW bei 150kWh Akku. Wegen Schieflast sind mit 1P maximal 4,6kW drin. Sprich man ist hier dann eigentlich sowieso bei 3P Ladung, um auf irgendwo noch akzeptable Ladezeiten zu kommen.


Reicht locker für den Alltag (wäre immer nach Abeit bzw vor Arbeit voll) und bei Sonderfahrten (Urlaub, Tagestrip oder co) gehts nach ca 600 km halt an Schnelllader (nach/auf so einer Strecke sollte man eh mindestens 30 min Pause machen)

Karlsson hat geschrieben:
Und noch mal zu den Kosten - wenn wir von Laternenparkern reden, meine ich sowas:

Unbenannt.JPG


Und da hat keiner einen eigenen Parkplatz, sondern man kurvt abends auch mal 15 Minuten um den Block und parkt dann kreativ in zweiter Reihe, wo man morgens um 7 wieder weg sein muss (ich hab da mal gewohnt, das ist nicht ausgedacht).

Ladesäulen machen hier nur Sinn wenn die Stellplätze wirklich exklusiv für E-Autos sind.
Und das ist dann auch keine Schuko mehr, sondern zumindest 3,7kW Typ2. Und zwar eine Säule, die einbetoniert werden muss. Mit Abrechnungssystem und Vandalismussicher.


Hab ja auch meist eher von "privaten" Ladepunkten gesprochen.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Karlsson » Mi 18. Okt 2017, 12:22

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja auch meist eher von "privaten" Ladepunkten gesprochen.

Richtig. Und bei denen hast Du auch völlig recht.
Aber es ging ja nun um Laternenparker. Das sind die, die keine private Ladepunkte haben und komplett mit einer öffentlichen Infrastruktur auskommen müssen. Damit ist auch ausdrücklich kein persönlicher Parkplatz vor der Firma mit Steckdose gemeint.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Warum über 50 kW? Wenn jeden Tag laden kann reicht deutlich weniger! Sehe ich da wie schon oben bei Alltagszielen beschrieben.

Die Ladeleistung muss zur Aufenthaltsdauer passen. Und es kann ja wohl nicht die Lösung sein, dass man 2x die Woche 4h in die Sauna muss, um sein Auto wieder voll zu kriegen. Solche Dinge kann man mal in den Alltag integrieren, sie decken aber nicht zuverlässig die Grundversorgung.
Einkaufen muss man noch relativ oft, 1-2x die Woche vielleicht für je 10-30 Minuten. Um sich mit Ladungen während dieser Zeit komplett zu versorgen, braucht es schon 50kW aufwärts.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Reicht locker für den Alltag (wäre immer nach Abeit bzw vor Arbeit voll)

Ähm, Dein 150kWh Akku lädt >75 Stunden an Schuko.
Wenn Du am WE vorher gerade mit leerem Akku von der weit entfernten Oma kamst und jeden Tag bei der Arbeit lädst, ist der am nächsten Freitag noch nicht wieder voll, um wieder zu Oma zu fahren (weil Oma ist gerade krank und als guter Enkel fährst Du da natürlich hin).
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon harlem24 » Mi 18. Okt 2017, 12:33

Wer redet denn davon, dass man den Akku vollladen muß?
Es reicht den täglichen Bedarf nachzuladen.
Also die Strecken, die man täglich fährt. Und dafür reichen kleine Leistungen aus.
Und für das Beispiel von der Oma lädt man nicht zuhause sondern auf dem Weg zur Oma. da wird auf die 30min Ladepause auch nicht ankommen...
Gruß

CHris

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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 18. Okt 2017, 12:41

Zu diesem Thema hatte ich gestern auf der e-Mobilität.jetzt Konferenz 2017 ein sehr interessantes Gespräch (beim abschließenden Wein Buffet... Wien halt, in Bayern hätte es Weißbier gegeben) mit einem Beamten der Wiener Magistratsabteilung 33 ("Wien Leuchtet", Öffentliche Beleuchtung und Verkehrslichtsignale).

Wir sind so zum Sprechen gekommen, Ladesäulen in Wien. Er hat eine Erhebung gemacht wie viele Ladesäulen es in Wien gibt (jede sieht anders aus, wie findet Ihr die überhaupt...) und das es viel zu viele sind, weil bei dieser Erhebung gaben die Beamten gerade mal eine einzige gefunden die Belegt war.

Das war natürlich aufgelegt für mich und so ist es los gegangen. Ich hab ihm alles erzählt über Sinn von Schnellladesäulen im Stadtzentrum von Wien, von Destination Ladesäulen bei Supermärkten und so weiter. Ich denke, jetzt hat er verstanden was Wien benötigt, und warum die 1000 Ladepunkte in Wien langsam verrosten.

Neben seiner Querschnittsaufgabe Ladepunkte ist die Magistartsabteilung 33 ja genau für Laternen zuständig. Das Wort Laternenparker hat er daher sehr schnell kapiert.

Wir (Thomas, Obmann des ZOE Clubs Österreich, war dann auch noch am Stehtisch, er hat sich am Rotwein versucht) haben den Kontakt, auch könnte es der Einstieg für ein ZOE Treffen in Wien sein, beide waren sich einig, der Ring muss abgesperrt werden, na ja, aber das ist eine andere Geschichte.

Kurz: wer hier Ideen hat (zum Laternenparker, nicht zum ZOE Treffen), nur ran an das Thema, ich denke die Wiener Beamten-schafft hat es nun gerafft, nun sollten wir konstruktiv werden!

(Wer den Kontakt direkt haben möchte, einfach PN an mich...)
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Priusfahrer » Mi 18. Okt 2017, 13:14

harlem24 hat geschrieben:
Wer redet denn davon, dass man den Akku vollladen muß?
Es reicht den täglichen Bedarf nachzuladen.
Also die Strecken, die man täglich fährt. Und dafür reichen kleine Leistungen aus.
Und für das Beispiel von der Oma lädt man nicht zuhause sondern auf dem Weg zur Oma. da wird auf die 30min Ladepause auch nicht ankommen...


Genau so sehe ich das auch. Manchmal besucht man 2 oder mehr Einkaufcentren oder Supermärkte am Tag, die wenige Kilometer entfernt liegen. Da muss ich beim ersten nicht schon voll haben. In der Regel wird man ja auch nicht mit leerem Akku ankommen. Man läd einfach mal so während des Einkaufes 20-30min für 50-100km nach. Das ist bei 22KW mehr als ausreichend. Selbst bei nur 7KW hat man die 20-30km im Akku. (Ich hoffe, dass die Fahrzeuge die AC weniger als 11KW laden können, bald aussterben)
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 18. Okt 2017, 13:15

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja auch meist eher von "privaten" Ladepunkten gesprochen.

Richtig. Und bei denen hast Du auch völlig recht.
Aber es ging ja nun um Laternenparker. Das sind die, die keine private Ladepunkte haben und komplett mit einer öffentlichen Infrastruktur auskommen müssen. Damit ist auch ausdrücklich kein persönlicher Parkplatz vor der Firma mit Steckdose gemeint.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Warum über 50 kW? Wenn jeden Tag laden kann reicht deutlich weniger! Sehe ich da wie schon oben bei Alltagszielen beschrieben.

Die Ladeleistung muss zur Aufenthaltsdauer passen. Und es kann ja wohl nicht die Lösung sein, dass man 2x die Woche 4h in die Sauna muss, um sein Auto wieder voll zu kriegen. Solche Dinge kann man mal in den Alltag integrieren, sie decken aber nicht zuverlässig die Grundversorgung.
Einkaufen muss man noch relativ oft, 1-2x die Woche vielleicht für je 10-30 Minuten. Um sich mit Ladungen während dieser Zeit komplett zu versorgen, braucht es schon 50kW aufwärts.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Reicht locker für den Alltag (wäre immer nach Abeit bzw vor Arbeit voll)

Ähm, Dein 150kWh Akku lädt >75 Stunden an Schuko.
Wenn Du am WE vorher gerade mit leerem Akku von der weit entfernten Oma kamst und jeden Tag bei der Arbeit lädst, ist der am nächsten Freitag noch nicht wieder voll, um wieder zu Oma zu fahren (weil Oma ist gerade krank und als guter Enkel fährst Du da natürlich hin).


Ich nehme jetzt mal den Fall an das jeder zumindest auf Arbeit oder "zuhause" einen Schukoanschluss zur Verfügung hat (das sollte das Ziel sein) dann braucht man keine extra Ladungen beim Einkaufen oder so (rein was dafür verbraucht wurde). Wenn man doch noch mehr braucht reichen extrem wenige Schnelllader auf Autobahnen oder so!
Ich hatte in den letzten Jahren nicht eine Strecke , die nicht ohne extra Zeit mit einem 150 kWh Akku und sogar nur 50 kW Laden geschafft hätte (und ja auch am Ziel genug Zeit voll zu laden!) Längste war ca 750 km, da hab eh ne 30 Minuten Pause gemacht und wenn in der mit 50 kW laden kann , reicht 150 kWh Akku (voll bei Start natürlich!)

harlem24 hat geschrieben:
Wer redet denn davon, dass man den Akku vollladen muß?
Es reicht den täglichen Bedarf nachzuladen.
Also die Strecken, die man täglich fährt. Und dafür reichen kleine Leistungen aus.
Und für das Beispiel von der Oma lädt man nicht zuhause sondern auf dem Weg zur Oma. da wird auf die 30min Ladepause auch nicht ankommen...


Genau, oder halt zb. schon mal etwas auf Rückweg vollladen (muss ja nicht leer am Montag sein!) Also mit 150 kWh kommt man schon recht weit, und ich hatte in den letzten Jahren einmal eine Strecke über 600 km am Tag (dafür aber auch 3 Tage komplett Nachladezeit dann) , sonst hätte ich alle Strecken mit 30-60 min nachladen bei 50 kW NACH der Fahrt (dann wieder voll) gemeistert
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 18. Okt 2017, 13:31

Zusammenfassung:

Wenn man da laden kann wo man eh steht, reicht auch Schuko dann für den Alltag. An Alltagszielen sollte , Nachlademöglichkeit angepasst an den Einzugsbereich und Verweildauer sein.
Beispiele: Einkaufscenter 30 km Einzug 30-60 min Dauer = 11 kW Lader
Schwimmbad 60 km Einzug 2-4 Stunden Dauer = 11 kW Lader
reichen vollkommen aus.
Bei zb. Freizeitparks mit 300 km+ Einzug 5-10 Stunden Dauer wird es schwer.....aber auch hier sehe ich keine Lader über 22 kW als nötig an.

Schnelllader über 50 kW gehören für mich rein auf Langstrecke , sprich an Autobahnen und co.

Und zum Thema Laternenparker: Weiß da nicht welcher Studie ich glauben soll aber denke auch diese haben regelmäßig die Möglichkeit ausreichend zu laden wenn wirklich in Masse Schuko und co verbaut wird. Schnelllader immer das TankenfahrenPrinzip dabei, dies wird immer unnötiger , wie ja aktuelle E-Autofahrer schon bestätigen....(ja meist keine reinen Laternenparker, aber das Ziel sollte es sein , das genau dieses Argument nicht mehr zählt. Und damit meine ich, das überall nebenbei geladen werden kann und nicht, das die dann halt regelmäßig an Schnelllader müssen)
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon panoptikum » Mi 18. Okt 2017, 13:40

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Ich nehme jetzt mal den Fall an das jeder zumindest auf Arbeit oder "zuhause" einen Schukoanschluss zur Verfügung hat (das sollte das Ziel sein) dann braucht man keine extra Ladungen beim Einkaufen oder so (rein was dafür verbraucht wurde).

Da wäre aber die Gesetzgebung gefordert, um bei Genossenschaftswohnungen entsprechende Ladeanschlüsse bauen zu müssen. Es kann nicht sein, selbst wenn ich die gesamten Kosten übernehmen würde (da könnte ich aber seeeehr lange dafür öffentlich laden), ein Mehrheitsbeschluss der Miteigentümer den Bau verhindern könnte.
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Re: Stromversorgung für Laternenparker

Beitragvon eDEVIL » Mi 18. Okt 2017, 13:48

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Ich nehme jetzt mal den Fall an das jeder zumindest auf Arbeit oder "zuhause" einen Schukoanschluss zur Verfügung hat (das sollte das Ziel sein) dann braucht man keine extra Ladungen beim Einkaufen oder so (rein was dafür verbraucht wurde).

Halte ich für uptopisch. Es wird genügend Menschen geben, die keins von beiden haben und die auch nicht das Geld übrig haben 1-2x die Woche am teuren Schnellader zu laden.
Trotzdem benötigt man auch Schnellader in den Städten, wenn es mal ungeplant schnelelr gehen muss oder man ein Auto hat, dass nur AC-Schnarchladen kann.

Zu den Laternenladelösungen habe ich bisher noch nichts gesehen, was wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Dinger sind derart teuer, dass man die kosten über den Strom nicht wieder kompensieren kann.
Man sollte eher schauen, das man in der nähe eines Stromverteiler oder idealer Weise gleich in Trafo nähe mehrere LAdepunkte bündelt, um zusatzkosten wie erdarbeiten zuminieren.

Bei eh anstehenden Straßensanierungen sollte es verpflichtend sein, dass entsprechende Kabel gleich mitverlegt werden.
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