Spritpreise bremsen die Elektromobilität

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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Alex1 » Do 17. Dez 2015, 00:15

Danke für den Link! Auszug:
Die Analyse der Klimabilanz eines Elektroautos, genauer gesagt der spezifischen klimarelevanten Emissionen pro Fahrzeugkilometer über die Fahrzeuglebensdauer1, zeigt, dass die Treibhausgasemissionen eines batterieelektrischen Fahrzeugs2 (kurz: Elektroauto) selbst unter Berücksichtigung des deutschen Strommix3,4 geringer ausfallen als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren5 (verbrennungsmotorisches Fahrzeug), und das schon heute.
Noch Fragen, Kienzle?
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Do 17. Dez 2015, 00:22

Ich denke die Quelle ist da auch mal vertrauenwürdig, damit hätten wir das Thema ja auch endlich mal abgehakt ;)
Manche wussten es durch ein bisschen Nachdenken schon immer.

Nützt der E-Mobilität leider gerade auch nichts. Den meisten ist Nachhhaltigkeit doch schlichtweg egal. Musste mir kürzlich schon anhören, ob ich mich nicht ärgern würde, dass ich den Diesel verkauft hätte, wo das Zeug jetzt so billig ist.
Es geht eigentlich immer nur darum, was die Kiste kann (Reichweite, Tankstellennetz) und was das kostet. Und bei beidem floppt E-Mobilität heute.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon soho » Do 17. Dez 2015, 17:14

@Alex

Ich habe die Grafik gepostet, wegen den Vergleich zwischen Erdgas und Heizöl. Im Bezug auf die CO2-Emissinen.
Zudem verbrennt Erdgas geruchslos, auch im Auto. Und fast rückstandslos.
Von der Förderquelle bis zum Verbraucher hat Erdgas auch die bessere CO2-Bilanz als Öl.

Und ja, lieber russisches Gas als aus Katar, Lybien oder sonst woher.

Das Problem bei der Wärmepumpe ist, dass du eben einiges an Strom verbrauchst. Gerade in der kalten Jahreszeit kann aber PV nicht genug Energie dafür liefern. Solarthermie ist wesentlich effizienter und günstiger. Natürlich bietet sich aber PV an, wenn man ein E-Auto hat. Das bestreitet niemand. Ideal ist PV eine Ergänzung zur Solarthermie.


Karlsson hat geschrieben:
Zum Thema Umwelt...
http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Verkehr/emob_klimabilanz_2015_bf.pdf

soho hat geschrieben:
Eine Wärmepumpe geht auch nicht im sanierten Altbau. Dann würde man zu viel elektrisch zuheizen.

Kann man so pauschal nicht sagen. Grundsätzlich ist die energetische Sanierung bis hin zum Passivhaus möglich.


Ja. Die Frage ist ob man das bezahlen kann. Für ein Passivhaus-Standard brauchst du eigentlich auch ein Lüftungssystem. Sodass ein Fensteröffnen nicht mehr notwendig ist. Die verbrauchte Raumluft wird abgeführt, neue zugeführt und die in der Raumluft vorhandenen Wärme wird weiter genutzt.

Viel Spass bei der nachträglichen Integration dieses Systems. Jedes Haus ist anders, man braucht immer eine individuelle Lösung.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Rudi L. » Do 17. Dez 2015, 17:51

Ich schrieb es schon, wer von solchen Schwankungen seine Kaufentscheidung abhängig macht denkt nicht nach.

Mich verspotteten auch welche wegen meinem "rollenden Elektroschrott". Da stehe ich drüber.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Alex1 » Do 17. Dez 2015, 18:58

soho hat geschrieben:
@Alex: Ich habe die Grafik gepostet, wegen den Vergleich zwischen Erdgas und Heizöl. Im Bezug auf die CO2-Emissinen.
Zudem verbrennt Erdgas geruchslos, auch im Auto. Und fast rückstandslos.
Von der Förderquelle bis zum Verbraucher hat Erdgas auch die bessere CO2-Bilanz als Öl.
Jadoch, zum 427. Mal :roll: Wir haben es verstanden. Aber Strom hat eine noch viel bessere CO2-Bilanz! Immer noch nicht angekommen?
Und ja, lieber russisches Gas als aus Katar, Lybien oder sonst woher.
Von Putin, der Blatter und Trump lobt? Dann doch lieber Strom aus deutschem Wind.
Das Problem bei der Wärmepumpe ist, dass du eben einiges an Strom verbrauchst. Gerade in der kalten Jahreszeit kann aber PV nicht genug Energie dafür liefern.
Geheimtip: Es gibt auch Wind.
Solarthermie ist wesentlich effizienter und günstiger.
Fürs Heizen? Ist das Dein Ernst? Ich hatte das auch mal früher gedacht. Aber Solarthermie ist sehr aufwendig und macht im Sommer keinen Sinn, weil Du die meiste Energie nutzlos vernichten musst. Und im Winter macht sie keinen Sinn, weil der Ertrag fehlt. Wesentlich mehr Sinn macht es, Alles mit PV zu bedecken. Strom wird auch im Sommer gebraucht.
Natürlich bietet sich aber PV an, wenn man ein E-Auto hat. Das bestreitet niemand. Ideal ist PV eine Ergänzung zur Solarthermie.
PV auch nur dann, wenn Du A) alles ins Netz bringst oder B) eine Powerwall oder das Pendant von sonnen hast.
Die Frage ist ob man das bezahlen kann. Für ein Passivhaus-Standard brauchst du eigentlich auch ein Lüftungssystem. Sodass ein Fensteröffnen nicht mehr notwendig ist. Die verbrauchte Raumluft wird abgeführt, neue zugeführt und die in der Raumluft vorhandenen Wärme wird weiter genutzt.
Halb richtig. Du sollst im Passivhaus sehr wohl auch Fenster öffnen, z.B. für die Nachtauskühlung im Sommer.
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Du wirst staunen, es gibt Leute, die verdienen sogar Geld damit :lol:
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Fr 18. Dez 2015, 20:27

Alex1 hat geschrieben:
Aber Solarthermie ist sehr aufwendig und macht im Sommer keinen Sinn, weil Du die meiste Energie nutzlos vernichten musst.

Das Warmwasser erzeugt sie ja schon und ist damit nicht nutzlos. Es könnte nur halt mit PV ein größerer Nutzen aus der gleichen Fläche gezogen werden.

Rudi L. hat geschrieben:
Ich schrieb es schon, wer von solchen Schwankungen seine Kaufentscheidung abhängig macht denkt nicht nach.

Naja, es gibt ja schon viele, die ein Auto ohnehin nur 3 Jahre fahren. Und es sieht gerade nicht so aus als ob Öl morgen deutlich teurer wäre als heute.

soho hat geschrieben:
Ja. Die Frage ist ob man das bezahlen kann. Für ein Passivhaus-Standard brauchst du eigentlich auch ein Lüftungssystem. Sodass ein Fensteröffnen nicht mehr notwendig ist. Die verbrauchte Raumluft wird abgeführt, neue zugeführt und die in der Raumluft vorhandenen Wärme wird weiter genutzt.
Viel Spass bei der nachträglichen Integration dieses Systems. Jedes Haus ist anders, man braucht immer eine individuelle Lösung.

Ich schaue mir ja gerade auch viele gebrauchte Häuser an und würde das nicht pauschal so schlecht sehen. Manchen Häusern kann man noch ganz gut eine neue Hülle verpassen und den Energieverbrauch deutlich runter bringen. PH Standard muss es ja nicht gleich sein, ist aber grundsätzlich halt auch möglich.
Bei der WP muss man halt eine Fußbodenheizung haben, sonst muss die Vorlauftemperatur zu hoch sein. Bei schlechter gedämmten Altbauten ist dazu eine Luftwärmepumpe halt nicht die beste Wahl, da wäre ein Erdwärmertauscher oder Sole die bessere Wahl.
Auch ist es so eine Sache, wenn man einen völlig intakten Klinker hat und den nicht überdämmen will. Klinker abtragen, dämmen und wieder drauf machen wird meist völlig unwirtschaftlich sein.
In meiner Firma wurde ein Gebäude einfach noch mal über dem Klinker üppig gedämmt, vorghängte moderne Fassade davor, auf der Südseite üppig PV. Aber da sieht die Rechnung auch anders aus, die Flächen werden halt viel intensiver genutzt.
Man muss wohl immer den Einzelfall sehen. Die Energiewende beim Heizen wird aber wohl noch anspruchsvoller als beim Verkehr. Einfach auch weil wir noch verdammt viel alten Bestand mit mieser Dämmung haben, der vom Gebäudezustand halt noch viele Jahrzehnte vor sich hat.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon bm3 » Fr 18. Dez 2015, 20:54

Altbauten, genau, da kommt noch enorm viel nach weil es irgendwann mit diesem Dämmstandard dann einfach nicht mehr geht, die Bausubstanz aber noch locker für etliche weitere Jahrzehnte gut sein wird.
Deshalb finde ich ja so schlimm dass wir bei bei den Neubauten heute immer noch ein gutes Stück weit vom Passivhaus-Standard entfernt sind und gerade wieder gewisse Bauindustriekreise eine Attacke auf den nur mäßig weiter verschärften Wärmeschutz ab 2016 am reiten sind , mit dem Hinweis auf erhöhten Wohnungsbedarf durch Flüchtlinge. :mrgreen:
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Fr 18. Dez 2015, 20:57

Na schau, der Viebrock baut gar nichts schlechteres mehr als KFW40, das ist doch schon klagen auf hohem Niveau. Wenn jetzt - auch durch die Förderung - viele KfW40 plus gebaut werden, ist das doch schon sehr ordentlich.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Alex1 » Fr 18. Dez 2015, 21:00

Es gibt auch schöne Klinkerfassaden zum Verblenden, die wie echt aussehen :D
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Fr 18. Dez 2015, 22:34

Alex1 hat geschrieben:
Es gibt auch schöne Klinkerfassaden zum Verblenden, die wie echt aussehen :D

Hab ich neulich präsentiert bekommen. Dachte das wäre billiger, war aber sogar teurer. War eine Lösung, um bei Passivhäusern nicht ganz so dicke Mauern zu haben. Also nur 17,5cm Wand und drauf nur Styropor und diesen quasi Klinker, der vielleicht mal 5mm dick war.

Die Lüftungsanlage ist heute aber wohl halt schon Standard. Macht ein Haus natürlich auch nicht billiger.
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