Spritpreise bremsen die Elektromobilität

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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon soho » Mi 16. Dez 2015, 16:23

bm3 hat geschrieben:
xado1 hat geschrieben:
was bringen 10 elektroautos,wenn dafür 20 ölheizugen installiert werden?


Ob nun beheizt mit Öl oder Gas ist eigentlich Wurst. Das wird beides aus der Erde geholt. Wichtiger ist dass der Dämmstandard alter Gebäude angehoben wird.


Du hast ja nicht so die Ahnung... :roll:

Bild

Außerdem ist das Abgas sehr viel sauberer. Zudem muss man Erdgas lediglich aufbereiten (entschwefeln und trocknen). Heizöl ist Diesel und dieser kommt aus der Raffinerie. Erdgas nicht.
Auch braucht man kein Tankschiff (welches mit Diesel betrieben wird) und auch keinen Tanklaster.

Bio-Gas der dritten Generattion kann man aus Klärschlamm, Mist und Bio-Abfällen gewinnen. Ohne mit Nahrung (Anbaufläche) zu konkurieren.

Und dann wäre da noch Windgas. Deutschland bezieht sein Erdgas überwiegend aus Russland und Norwegen.
Bei Öl ist das ähnlich, aber nicht gleich. Da ist z.B. Libyien dabei.
Auch wird gerne vergessen, dass die Erdgasvorräte viel länger reichen und gerechter verteilt sind. Im Übrigen verbrennt Erdgas sauberer als Holz, selbst wenn dieses im Vergaser energetisch genutzt wird.

Wie heizt denn du?
Zuletzt geändert von soho am Mi 16. Dez 2015, 18:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Alex1 » Mi 16. Dez 2015, 18:17

Och nöö, soho, nicht schon wieder der alte Unsinn!

Hast Du Dir mal angeschaut, wie groß das Potenzial für Biogas aus Abfällen ist? Kannste schlicht vergessen.

Und die Angabe, dass Biogas null CO2 erzeugt, ist schlichtweg Bullshit. Schon bei BioDiesel waren die Bilanzen lächerlich schlecht, bei Biogas erst recht.

Und natürlich "vergisst" unser Gas-Fanboy soho wieder mal :roll: , dass mit Solarenergie auf der selben Fläche die 20-fache Energie pro Hektar gewonnen wird. Ohne Monokultur, Spritzmittel und aufwendige chemische Aufbereitung. BioGasHerstellung ist nicht zum Nulltarif zu haben und hat schon für erhebliche Gewässerschäden gesorgt.

Also nochmal, soho, vielleicht raffst Du es diesmal: Regenerative Energien sind auf mittlere Sicht (20-30 Jahre) ausschließlich über Akkus sinnvoll. Egal, ob man Wirkungsgrad, Potenzial oder Preis nimmt.

Und lass doch mal die kindische Frage nach unserem Heizverhalten! Das hat HIER überhaupt nichts zu suchen! Mach einen eigenen Fred auf über das Heizverhalten oder poste bei dem schon vorhandenen Fred. Aber lass das unreife "woanders ist es aber auch schlecht"!
Herzliche Grüße
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Alex1 » Mi 16. Dez 2015, 18:30

Wie bm3 völlig richtig schrub, ist es bei einer guten Dämmung VÖLLIG egal, womit geheizt wird. Sogar eine Strom-Direktheizung wäre bei einem Passivhaus denkbar.

Warum überhaupt noch andere Dämmstandards als das Passivhaus aktuell zugelassen sind, wundert mich eh. Unsere ex-Klimakanzlerin hat da wohl andere Prioritäten.

Zum Unsinn des BioGasWahns noch Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Biogas#Kl ... weltschutz

Zum Glück werden aktuell die Subventionen für Biogas vom Feld drastisch runtergefahren. Brot gehört nicht in den Tank!

Wiki sagt auch was zu den Potenzialen:
Im Jahr 2014 entspricht die Biogasproduktion in Deutschland etwa 20 % der Erdgasimporte aus Russland. Mit dem verbleibenden Potenzial können etwa weitere 10 % ersetzt werden, unter Berücksichtigung technischer und demografischer Entwicklungen bis zu insgesamt 55 %
Vergleichsmaßstab ist nur das russische Gas.

Es mag ja Leute geben, die Putin mögen und seine aggressive Politik gegenüber Tschetschenien, der Ukraine, Syrien gutheißen. Die dürfen ihn gerne mit ihren Gaskäufen stützen :roll:
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon soho » Mi 16. Dez 2015, 19:04

Biogas ist nicht gleich Biogas. 0g C02 stimmen natürlich nicht. Aber es ist weniger.
Eigentlich bin ich sogar gegen Biogas, jedenfalls wenn es vom Acker kommt. Dann sollte man es lassen.
Und danke, ich habe genug Reportagen darüber geschaut. Ich kenne die Problematik.

Darauf wollte ich gar nicht hinaus, denn bm3 schrieb, dass es egal sei ob mal Öl oder Erdgas verheizt. Defintiv nicht.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/l ... 68114.html
Ich wüsste nicht, dass wir Erdgas aus Libyien bekommen. Aber Öl schon.

Dämmung... ist wichtig. Aber nicht alles. Und gerade auf diesem Gebiet läuft einiges falsch.
Am liebsten würde ich auschließlich mit Sonnen-Energie heizen. Solarthermie + passive Sonneinstrahlung. Geht aber nicht.

Eine Wärmepumpe geht auch nicht im sanierten Altbau. Dann würde man zu viel elektrisch zuheizen.
Zuletzt geändert von soho am Do 17. Dez 2015, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon bm3 » Mi 16. Dez 2015, 19:20

Ich dachte mir schon dass unser "Gas-Fuzzi" hier nicht mehr lange auf sich warten lässt. :lol:
Zwischen "mit Öl heizen" und "mit Öl heizen" gibts auch noch ein paar Unterschiede, die erschließen sich aber meistens nur dem Fachmann. Blaubrenner mit Brennwertausnutzung, schwefelarmes Öl etc. .
Ich sehe das aber so, man verbrennt so-und-soviel Gramm fossilen Brennstoff und das dann möglichst effizient und umweltschonend. Am besten ist aber man verbrennt überhaupt nichts mehr was aus der Erde kommt.Da bietet sich dann eigentlich nur noch Biomasse an inklusive Biogas und beispielsweise mit überschüssiger Windenergie erzeugtes Gas.Das läuft dann auch endlich mal in Richtung Kreislauf und Nachhaltigkeit.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon soho » Mi 16. Dez 2015, 19:40

Na wenn du solchen Unsinn verzapfst. Im Übrigen sollte ein Moderator neutral sein und eine gemäßigte Wortwahl pflegen.

Ist dir wohl fremd. Und das Gas schadstoffärmer verbrennt als Öl ist doch allgemein bekannt.
Richtig, am besten ist es gar nichts zu verbrennen. Aber das geht nicht immer und überall (Altbau). Und auch nicht zu jedem Preis. Meinst du man macht Jubelsprünge, wenn man die Gasrechnung vom Anbieter bezahlt, oder die an der Tankstelle?

Es gilt das geringste Übel zu finden. Sowohl ökologisch und ökonomisch.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Michael_Ohl » Mi 16. Dez 2015, 22:29

Beim tanken habe ich heute jedenfalls etwas geprügelt. 40€ für 680km mit dem Diesel sind 5,88€ auf 100km für den i30 der Renault verbraucht etwa 20kWh für 100km beim derzeitigen Wetter. Bei etwa 0,25€ / KWh sind das etwa 5,00€ auf 100km da kann man sich nicht mal mehr die Batteriemiete schönrechnen.
Hamburg hatte heute an fast allen Markentankstellen 0,959€ / Liter Diesel. Weniger habe ich nicht gesehen.
Ist natürlich etwas unfair die Schrankwand mit einem kleinen Kombi zu vergleichen, der dank Vorheizung keinen Kaltstart kennt und dank E-Auto erfahrener Fahrer genau die Werks- Verbrauchsangaben schafft.
Leichter macht es die Situation nicht andere vom E-Auto zu überzeugen.

mfg
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Tho » Mi 16. Dez 2015, 23:44

Der Benziner, der noch bei mir rumsteht und vor der Zoe meine täglichen 160km gemacht hat, steht immernoch bei 1,33€ je Liter (Super E5).
Da ist die Zoe auch mit Batteriemiete günstiger...
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Alex1 » Mi 16. Dez 2015, 23:59

soho hat geschrieben:
Eigentlich bin ich sogar gegen Biogas, jedenfalls wenn es vom Acker kommt. Dann sollte man es lassen.
Und danke, ich habe genug Reportagen darüber geschaut. Ich keinne die Problematik.
Na also. Geht doch.
Darauf wollte ich gar nicht hinaus, denn bm3 schrieb, dass es egal sei ob mal Öl oder Erdgas verheizt. Defintiv nicht.
Es ist insofern egal, als Beides fossile Energien sind.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-islamischer-staat-auf-dem-vormarsch-regierungen-uneins-a-1068114.html
Ich wüsste nicht, dass wir Erdgas aus Libyien bekommen. Aber Öl schon.
Hat das jemand behauptet? Findest Du russisches Gas (frisch vom Lupenreinen) besser?
Dämmung... ist wichtig. Aber nicht alles.
Doch. Ohne gescheite Dämmung kommst Du auf keinen grünen Zweig. Mit gescheiter Dämmung brauchst Du Dich um Heizung nicht mehr zu kümmern.
Und gerade auf diesem Gebiet läuft einiges falsch.
Meinst Du damit die anti-Dämm-Deppen? Da hast Du völlig Recht.
Am liebsten würde ich auschließlich mit Sonnen-Energie heizen. Solarthermie + passive Sonneinstrahlung. Geht aber nicht.
Photovoltaik, gescheite Dämmung und Wärmepumpe wären viel effektiver.
Eine Wärmepumpe geht auch nicht im sanierten Altbau. Dann würde man zu viel elektrisch zuheizen.
Falsch. Wenn er gut saniert ist, kommt man mit Wärmepumpe und echtem Ökostrom locker zurecht.
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Re: Spritpreise bremsen die Elektromobilität

Beitragvon Karlsson » Do 17. Dez 2015, 00:10

Zum Thema Umwelt...
http://www.bmub.bund.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Verkehr/emob_klimabilanz_2015_bf.pdf

soho hat geschrieben:
Eine Wärmepumpe geht auch nicht im sanierten Altbau. Dann würde man zu viel elektrisch zuheizen.

Kann man so pauschal nicht sagen. Grundsätzlich ist die energetische Sanierung bis hin zum Passivhaus möglich.
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