SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon Oeyn@ktiv » Mo 10. Nov 2014, 18:50

Nachdem mal wieder gebetsmühlenartig der Hinweis auf den durchschnittlichen Strommix erfolgte, auf dem die Berechnungen beruhen, habe ich aufgehört weiterzulesen. Ich kann´s wirklich nicht mehr ertragen. Was können wir E-Mobilisten dafür, dass unsere Regierenden die Erneuerbaren Energien so konsequent bekämpfen. Und wenn ich hier im Forum richtig mitgelesen habe, bezieht ein Großteil der E-Mobilisten schon aus einer inneren Einstellung heraus Ökostrom, oder hat eine eigene PV-Anlage, aus welcher das Fahrzeug zumindest teilweise geladen wird. So ist es zumindest bei mir. Und dies war auch das Umfrageergebnis auf unserem ersten Stromer-Treffen in Bad Oeynhausen. Und wenn man dann noch berücksichtigt, dass Elektroautos derzeit nur einen verschwindenden Anteil am gesamten Fahrzeugbestand haben, fällt der "Strommix" umso weniger ins Gewicht. Das Argument der umweltschädlichen Ressourcenausbeutung will ich nicht verniedlichen; da besteht eindeutig Verbesserungsbedarf. Aber wenn der zitierte Herr Schmidt-Bleeke schon auf die kriminelle Ausbeutung nach Afrika schaut, wird er doch sicherlich auch schon mal was von den Ölbohrungen im Nigerdelta gehört haben, wo die Firma Shell einen beispiellosen Umweltfrevel begeht. Und Öl ist nun mal der Stoff, aus dem Verbrennerträume sind. Sei es für den Antrieb, oder sonst als Schmiermittel, dass beim jährlichen Ölwechsel erneuert werden muss. Ich für meinen Teil würde gerne vollständig auf ein Auto verzichten (obwohl insbesondere Elektroauto fahren natürlich Spaß macht). Aber ich wohne nun mal nicht in einer Stadt mit entsprechendem ÖPNV-Angebot und sowohl mein Sohn, als auch meine Frau müssen wie ich für den Arbeitsweg auf ein Fahrzeug zurück greifen. Und da haben wir uns eindeutig für die umweltschonendere Variante der Elektromobilität entschieden, eben weil nur diese Verkehrsart es ermöglicht, auf erneuerbare Energien zurück zu greifen. Und das kann auch kein gasgetriebenes Auto (es sei denn irgendwann einmal mit Windgas). Für unsere Entscheidung gibt´s auch keinen Weg mehr zurück. Wir wollen Teil der Lösung sein - und nicht des Problems.

Gruß
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon JuergenII » Mo 10. Nov 2014, 19:35

Keepout hat geschrieben:
Klar der Mitsu, hinter dem bin ich ja her. Aber warum soll das "Schrott" sein, frage ich mich? Ist doch gscheiter als ein neuer Touran oder Tiguan Diesel? Ich möchte übers Jahr elektrisch fahren und das Auto mit meiner PV laden. Und die Urlaubstage mit dem Wohnwagen wegfahren. Den Spagat schafft derzeit nur der Outlander PHEV.

Na, dann mal viel Spaß bei den 40 elektrischen Kilometern. Hoffe, Du hast eine Lademöglicheit auf der Strecke, sonst wird es in der Realität etwas knapp:
Erste Glanzleistung: Dank seiner im Boden versenkten Lithium-Ionen-Batterie von 12 kWh kann der Outlander theoretisch 52 km rein elektrisch zurücklegen. In der Praxis sind es eher rund 30 km, denn die Reichweite wird geschmälert durch die winterlichen Bedingungen, die Topografie der Strassen und das Einschalten der Klimaanlage.
Quelle: tcs

Auch unter dt. Straßenbedingungen sind 40 km kaum zu schaffen. Und das zu Preisen von 40 bis 50.000 Euro!!!!

Ich empfehle den Wohnwagen zu verkaufen, einen gebrauchten Zoe für rund 16.000 Euro + Batteriemiete anzuschaffen und für die jährliche Urlaubsfahrt sich ein Camper zu mieten. Die gibt es für 4 Wochen schon unter 3.000 Euro.
Da kann man viel Geld sparen.

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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon DaftWully » Mo 10. Nov 2014, 19:35

Was ebenfalls tunlichst unterschlagen wird, ist die Wirkung von Verbesserungen bei der Energiegewinnung hinsichtlich der Umweltbelastung bezogen auf Verbrenner oder der Stromgewinnung.

Die Steigerung der Effektivität bei der Stromgewinnung und der Abbau der Umweltbelastung bei einem Kraftwerk hat unmittelbar Auswirkung auf die Umweltbilanz der EVs, die Strom aus diesem Kraftwerk beziehen.

Ein effektiverer Verbrennungsmotor braucht wie lange bis er in allen Autos läuft und die alten Stinker ersetzt?

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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon graefe » Mo 10. Nov 2014, 19:52

Der Strommix ist für das Elektrofahrzeug schon entscheidend und da zählt das Jetzt. Eigene PV oder Ökostromanbieter spielen auch keine Rolle: was an grünem Strom in das Elektroauto gepackt wird, fehlt im Zweifelsfall bei der Waschmaschine oder spätestens im Aluminium-Werk und wird fossil ersetzt.
Aber die Belastung der Umwelt ist doch insbesondere in den Ballungsgebieten ein Problem. Und hier geht es überhaupt nicht um das völlig ungiftige CO2, sondern vor allem um CO, Stickoxide, CKWs, Ruß - und auch die Lärmverschmutzung sollte man hier auf keinen Fall vergessen! Diese lokalen Probleme sind durch das Elektroauto definitiv gelöst.
Und die fossilen Kraftwerke draußen haben viel bessere Verbrennungs- und Filtermöglichkeiten.
Ich frage mich auch, wie Unglücke wie das des Exxon-Valdez-Tankers, die havarierte Deepwater-Horizon-Bohrplattform, undichte Nigeria-Pipelines oder sogar der Irak-Krieg in eine Öko-Bilanz eingearbeitet werden.
Aber so ist das eben mit Ökobilanzen: man kann die so gestalten wie es gerade Recht ist. Im Zweifel entscheidet der Auftraggeber über das gewünschte Ergebnis.
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon TeeKay » Mo 10. Nov 2014, 20:08

graefe hat geschrieben:
Der Strommix ist für das Elektrofahrzeug schon entscheidend und da zählt das Jetzt. Eigene PV oder Ökostromanbieter spielen auch keine Rolle: was an grünem Strom in das Elektroauto gepackt wird, fehlt im Zweifelsfall bei der Waschmaschine oder spätestens im Aluminium-Werk und wird fossil ersetzt.

Das liegt aber in der Entscheidungskompetenz des Waschmaschinen- oder Aluminium-Werk-Betreibers. Die können ja auch Ökostrom beziehen.
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon Keepout » Mo 10. Nov 2014, 20:15

JuergenII hat geschrieben:
Na, dann mal viel Spaß bei den 40 elektrischen Kilometern. Hoffe, Du hast eine Lademöglicheit auf der Strecke, sonst wird es in der Realität etwas knapp:
Auch unter dt. Straßenbedingungen sind 40 km kaum zu schaffen. Und das zu Preisen von 40 bis 50.000 Euro!!!!
...
Ich empfehle den Wohnwagen zu verkaufen, einen gebrauchten Zoe für rund 16.000 Euro + Batteriemiete anzuschaffen und für die jährliche Urlaubsfahrt sich ein Camper zu mieten. Die gibt es für 4 Wochen schon unter 3.000 Euro.
Da kann man viel Geld sparen.


Also ich bin die Strecke schon mit dem Vorführer gefahren und hatte Restweite, und der Arbeitsplatz hat ebenfalls
PV, und 20km eine Strecke geht auch bei Minusgraden! Zu deinem Preisvergleich: ein neuer Touran kostet ähnlich ausgestattet gleich viel (kein 4x4), ein Tiguan mehr. Die Empfehlung des WW - Verkaufs lasse ich unkommentiert.
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon AbRiNgOi » Mo 10. Nov 2014, 20:51

Es bleibt natürlich jedem selbst zu entscheiden was mit seinem PV Strom gemacht wird. In einem PHEV verbrauchst Du halt im Schnitt doppelt so viel Strom wie in einem EV.
Die 110 gCO2 waren aus dem Bericht vom Anfang, dass wenn man die Verbrenner Km dazurechnet kommt man nicht auf die 60 eines EV der "nur" seine Anschaffung in der CO2 Bilanz drinnen hat.
Vom Preis her kann man natürlich einen VW mit einem Mitsubishi vergleich, je nach dem was Du ausagen möchtest. Tatsache ist, dass Du zwei Antriebssysteme kaufen musst und daher ist das DIng immer Teurer als ein EV. Du ersparst Dir "nur" die halbe Batterie und zahlst aber für den Verbrenner den vollen Preis.

Für mich ist ein PHEV halt mal so ne halbe Sache, aber jeder wie er mag.
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon graefe » Mo 10. Nov 2014, 21:00

TeeKay hat geschrieben:
graefe hat geschrieben:
Der Strommix ist für das Elektrofahrzeug schon entscheidend und da zählt das Jetzt. Eigene PV oder Ökostromanbieter spielen auch keine Rolle: was an grünem Strom in das Elektroauto gepackt wird, fehlt im Zweifelsfall bei der Waschmaschine oder spätestens im Aluminium-Werk und wird fossil ersetzt.

Das liegt aber in der Entscheidungskompetenz des Waschmaschinen- oder Aluminium-Werk-Betreibers. Die können ja auch Ökostrom beziehen.


Eben nicht. Mit dem Ökostrom-Label verkaufen die Anbieter einfach einen Teil des Stroms teurer. Am Strommix ändert das erstmal nichts, denn dafür wird keine kWh Strom anders erzeugt. Wenn man etwas am Mix ändern will, muss man schon auf Strom aus neu erstellten Anlagen bestehen. Ich glaube, u.a. Naturstrom macht das so.

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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon TeeKay » Mo 10. Nov 2014, 21:03

Ich denke, die meisten hier wissen ganz genau, dass Ökostrom von RWE sinnlos ist und meiden solche Pseudo-Angebote. Greenpeace, Lichtblick, Naturstrom und EWS erzeugen den verkauften Strom in neuen Anlagen. Die von mir mitfinanzierten Anlagen erzeugen zudem ein Vielfaches des von meinen Autos verbrauchten Stroms.
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Re: SPON - Alternativantriebe: Warten auf Grün

Beitragvon kai » Mo 10. Nov 2014, 21:40

Hi Leute,

die CO2 Menge zur Erdölförderung wird ja auch jedes Jahr mehr. Wurde das auch mitbedacht ?
Und woher nehmen wir eigentlich das Erdöl wenn es uns Putin nicht mehr gibt ?

Vom Weihnachtsmann ?

Gruß

Kai
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