Smart Meter => gut oder böse?

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Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon sensai » Mi 30. Aug 2017, 12:22

In Österreich sowie auch in Deutschland hat die Umstellung von den alten Ferraris Zähler auf die
neuen Smart Meter Stromzähler begonnen.

Ablehnen kann man den Umbau nicht (zumindest nicht in AT)
Aber kann mittels einen "Opt-Out" Antrages die Aktivierung der intelligenten Funktion verhindern.
Damit wird die Datenaufzeichnung und Übermittlung deaktiviert.

Derzeit gibt es keinen Strompreisunterschied zwischen der Ladung eines E-Autos und z.B. eines Kühlschrankes.
Der Staat wird sich aber Gedanken machen müssen, wie er die verlorenen Steuereinnahmen vom Erdölverkauf
wieder hereinbekommt.
Der Smart Meter könnte ihm dabei helfen und, meine persönliche Meinung, den Indikator für unterschiedliche
Stromtarife liefern.

Was ist eure Meinung dazu?
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon Ilchi » Mi 30. Aug 2017, 12:34

Die entfallene KFZ-Steuer über eine zusätzliche Stromsteuer, welche nur beim Laden von Elektroautos erhoben wird, ist meines Erachtens nicht umsetzbar. Hier gibt es zuviele Möglichkeiten, daran vorbei zu kommen (z. B. Inselanlage). Meines Erachtens kann das nur über einen gesonderten Zähler am Auto selbst erfolgen, wobei dies vermutlich auch nicht wirklich umsetzbar ist.

Ich denke, dass die entfallenen Einnahmen über die Maut erhoben werden. Hierzu muss diese aber auf alle Straßen erweitert werden. Grund hierfür ist, dass es sonst Vermeidungsverkehr gibt, welcher zu einer höheren Belastung kleinerer Straßen führt. Ich würde sogar kleine Straßen stärker bemauten als große Autobahnen, da ja genau dort der Verkehr eigentlich hin sollte.
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon mlie » Mi 30. Aug 2017, 13:06

Statt Mineralsteuer zahle ich eben Stromsteuer, Netznutzungsentgelte (deren Gewinn Steuern verursachen) usw - also habe ich als Elektroautofahrer mit fehlenden Steuereinnahmen wenig zu tun. Ansonsten eben Maut, die zahlen dann ja hoffentlich alle.

Smartmeter würden mir nur helfen, wenn ich damit aktiv am Regelmarkt teilnehmen könnte und damit mein Auto und meine Waschmaschine dann laden kann, wenn der Strompreis niedrig ist.
Dafür reicht aber auch der Ferrari-Zähler, ein einfaches Netzwerkgesteuertes Gerät (zur Not GSM, falls es tatsächlich noch Leute ohne DSL in bewohnten Häusern geben sollte) als Rundsteuerempfängerersatz täte es dann auch. Die Stromaufnahme des einzelnen Haushaltes ist vollkommen irrelevant, und die Summe (zum Regeln) weiß der Netzbetreiber spätestens am Umspannwerk.
Smartmeter brauche ich nicht, ich habe einfach Zwischenzähler gesetzt und Werte die mittels RasPi aus, besser und genauer als jeder Smartmeter.

Es geht also bei den Smartmetern nur und ausschliesslich darum, Profile zu erstellen ("Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts", Dr. Merkel bzw deren reell Regierende aus der Industrie), nichts anderes steckt dahinter.
Der Kunde hat da keinen Vorteil, ganz im Gegenteil, der Strompreis wird eher gleich bleiben und zu laststarken Zeiten TEURER. So rum, wie wir uns das wünschen (nachts laden zum halben Preis) wird eher nicht passieren.

Offizielle Begründung für die Wanzen im Sicherungskasten sind ja Spielereien wie "Ich sehe, wieviel mein Geschirrspüler/Licht/Radio verbraucht". Schön, das kann ich jetzt schon (siehe oben) und zum anderen hab ich von dieser Information absolut keinen Nutzen. Im Dunkeln sitzen, um Strom zu sparen ist Nonsens, das Radio auszulassen, um Strom zu sparen ist Nonsens und der Geschirspüler braucht ja immer seine Energie. Und ich wähle bewusst das 70° Programm, denn es bringt mir nix, 20€ Strom zu sparen und danach 4 Jahre eher eine neue Spüline zu kaufen, weil die alte total versifft ist durch diese tollen"Energiesparprogramme".

(Bei 800€ für eine Spüline müsste man bei 4 Jahren eher Exitus halt mindestens 200,01€ einsparen im Jahr. Und nein, jede Woche eine Chemiekeule gegen Fettablagerungen in der Spüline ist auch nicht besser oder billiger.
Dito Waschmaschine, lieber 40/60/95° mit wenig Waschmittel aus dem Solarpufferspeicher und echt saubere Wäsche als Kaltwäsche und jede Menge Chemie in den Abwässern. Aber bei den meisten muss die Wäsche nach dem Waschen ja dermaßen nach Parfüm vom Waschmittel stinken, dass man eine ganze Werkhalle beim betreten neu beduften kann. Allergien lassen dann irgendwann grüßen...)

Übrigens reicht es aus, sich einmal im Jahr mit dem Strombedarf zu befassen, die meisten Netzbetreiber bieten so praktische Koffer mit Messgeräten. Dann tauscht man ein paar Leuchtkörper gegen LED aus und dann ist gut. Senkt die Stromkosten dann im Jahr um 30€, nachdem man für 600€ LED gekauft hat, die einen Bruchteil der versprochenen 50k Stunden halten...
Also auch da ist kein Smartmeter notwendig.

So, und nur dürft ihr auf mich als technikfeindlich einprügeln...
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon Solarmobil Verein » Mi 30. Aug 2017, 13:09

sensai hat geschrieben:
Aber kann mittels einen "Opt-Out" Antrages die Aktivierung der intelligenten Funktion verhindern.
Damit wird die Datenaufzeichnung und Übermittlung deaktiviert.
Habe eine Kurzfassung (für Deutschland) gefunden: https://www.verbraucherzentrale.de/smart-meter

Aktuell stellt sich noch die Frage:
Was kann das EVU mit dieser Info überhaupt anfangen?
Ok, anhand der Aufzeichnungen im Portal meiner PV-Anlage (das der PV-Hersteller schon jetzt einsehen kann, ganz ohne Smartmeter), meinem Wissen darüber, wann welches Gerät läuft, weiß ich, welche Kurven welche Geräte sind (so ungefähr jedenfalls).
Aber z.B. ob die Spülmaschine im Sparprogramm läuft oder das vielleicht die Waschmaschine mit Feinwäsche ist, das kann man da trotzdem nicht oder kaum unterscheiden.
E-Auto laden? Ja, das sieht man klar. Sofort hoch auf (bzw. um) 3.3kW, dort bleibt es eine Zeit lang konstant, dann geht es stufenförmig alle paar Minuten abwärts um jeweils ca. 50W bis die Ladung beendet ist.
Spülmaschine im Vollprogamm? Sieht in der Kurve aus wie "Katzenohren" (Aufheizphase - viel Strom, Waschphase - wenig Strom, Trockenphase - viel Strom).
Schwieriger wird es, wenn Geräte parallel laufen, die einen konstanten Stromverbrauch haben, ein Wäschetrockner zum Beispiel. Könnte auch ein E-Auto sein, daß mit konstant 2.2kW geladen wird. Würde praktisch genauso aussehen.

So, und was würde das EVU bei mir tatsächlich sehen?
Daß ich im Sommer meist zwischen Mitternacht und ca. 7 Uhr morgens ein wenig Strom beziehe (oder hin und wieder auch gar nichts, je nachdem wie lange der Akkustrom reicht). Dazu ein wenig der Phasenausgleich wegen der Saldierung (Hausspeicher ist nur auf einer Phase).
Wie das intern mit PV-Anlage und Speicher abläuft, sieht der Smartmeter gar nicht.

Nachdem bei mir gemäß obigen Link der erste Anstrich erfüllt ist (PV hat 9.81kWp), müßte eigentlich ein Smartmeter eingebaut werden. Es fehlt allerdings das Gateway ...
Vmtl. wurde der "Startschuß" seitens des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik noch nicht gegeben ...
:mrgreen:
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon sensai » Do 31. Aug 2017, 10:53

wenn ich mir meine Stromaufzeichnungen ansehe, erkenne ich klar den Ladevorgang vom E-Auto
11 kW (manchmal sogar mehr, wenn notwendig) und nach einer gewissen Zeit dann abfallend.

Im tiefen Winter aber sieht der Startvorgang meiner modulierenden Wärmepumpe aber ähnlich aus.

Ich gebe euch somit recht, dass es auch für einen Smart Meter derzeit nicht zu 100% klar es, ob es sich um ein E-Auto
oder um ein anderes Gerät handelt.
Mit den Zeit Tarifen der Stromanbieter ist es ja auch in unserem Interesse, die Großverbraucher in den günstigeren
Nachzeiten laufen zu lassen. Ich habe allerdings ein Problem, wenn mir jemand von außen eingreift und meine
Heizzeiten oder Ladezeiten steuern will.

@mlie
:lol: :lol: das gleiche denke ich mir auch, wenn mir jemand erzählt, er habe um xt euros sein Haus auf LED umgerüstet
und enttäuscht ist, wenn sich sein Jahresstrombedarf nicht drastisch reduziert hat.
Zur Haltbarkeit: Mein Haus ist jetzt 6 Jahre alt. Ich habe einige LED innerhalb der ersten beiden Jahre tauschen müssen.
Nicht einmal wenn ich sie 24/7 laufen gelassen hätte, wäre damit die angegebene Haltbarkeit erreichbar gewesen.

@Ilchi
Zum Thema: Ausweichen auf das niedere Straßennetz, wenn das höhere mittels Maut besteuert ist.
In Österreich haben wir schon viele Jahre die Autobahnmaut. Deine Vermutung hatte ich bei der Einführung auch. Das ist
jedoch nicht eingetreten. Zuviele Geschwindigkeitsbeschränkungen, Ortschaften und zu kurvenreiche Strecken auf
den niederen Straßen will sich die breite Masse dann doch nicht antun und bleibt auf den Autobahnen.
Mit der Umstellung auf die digitale Vignette und den bereits gut ausgebauten Überkopftafeln ist es hier bei uns nur mehr
ein sehr kleiner Schritt zu einer Kilometer abhängigen Maut. Meiner Meinung nach wird die Umsetzung nicht mehr lange
dauern.

Ob damit mit unterschiedlichen Tarifen für Verbrenner / E-Autos die entgangenen Millionen aus der Erdölsteuer geholt wird?
Oder ob es dann doch zu einer Gateway Verbindung E-Auto zu Smart Meter kommt?
Ich weiß es nicht.
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon eDEVIL » Do 31. Aug 2017, 11:19

Smartmeter könnten ja theoretisch einen nutzen haben, aber aktuell sieht es nicht danach aus, das der Verbraucher etwas davon hat.

P.S. LED-Leuchtmittel kosten doch kaum mehr als herkömliche Leuchtmittel.

Ich kenen jemanden, der kauft die Orsam Halogel Energy saver, die stt 40 dann 28W brauchen. LED bekommt man mittlerwiele füprs gleiche Geld.
Wenn man das doppelte aus gibt auch ähnlich schönes licht.
Bei mir ist alles auf LED. Wer genr noch ESL (kompaktleuchtstofflampen) haben möchte, kann die von mir gegen versandkostenerstattung gern geschenkt haben.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon Ilchi » Do 31. Aug 2017, 11:58

sensai hat geschrieben:
wenn ich mir meine Stromaufzeichnungen ansehe, erkenne ich klar den Ladevorgang vom E-Auto
11 kW (manchmal sogar mehr, wenn notwendig) und nach einer gewissen Zeit dann abfallend.

Im tiefen Winter aber sieht der Startvorgang meiner modulierenden Wärmepumpe aber ähnlich aus.

Ich gebe euch somit recht, dass es auch für einen Smart Meter derzeit nicht zu 100% klar es, ob es sich um ein E-Auto
oder um ein anderes Gerät handelt.
Mit den Zeit Tarifen der Stromanbieter ist es ja auch in unserem Interesse, die Großverbraucher in den günstigeren
Nachzeiten laufen zu lassen. Ich habe allerdings ein Problem, wenn mir jemand von außen eingreift und meine
Heizzeiten oder Ladezeiten steuern will.

@mlie
das gleiche denke ich mir auch, wenn mir jemand erzählt, er habe um xt euros sein Haus auf LED umgerüstet
und enttäuscht ist, wenn sich sein Jahresstrombedarf nicht drastisch reduziert hat.
Zur Haltbarkeit: Mein Haus ist jetzt 6 Jahre alt. Ich habe einige LED innerhalb der ersten beiden Jahre tauschen müssen.
Nicht einmal wenn ich sie 24/7 laufen gelassen hätte, wäre damit die angegebene Haltbarkeit erreichbar gewesen.

@Ilchi
Zum Thema: Ausweichen auf das niedere Straßennetz, wenn das höhere mittels Maut besteuert ist.
In Österreich haben wir schon viele Jahre die Autobahnmaut. Deine Vermutung hatte ich bei der Einführung auch. Das ist
jedoch nicht eingetreten. Zuviele Geschwindigkeitsbeschränkungen, Ortschaften und zu kurvenreiche Strecken auf
den niederen Straßen will sich die breite Masse dann doch nicht antun und bleibt auf den Autobahnen.
Mit der Umstellung auf die digitale Vignette und den bereits gut ausgebauten Überkopftafeln ist es hier bei uns nur mehr
ein sehr kleiner Schritt zu einer Kilometer abhängigen Maut. Meiner Meinung nach wird die Umsetzung nicht mehr lange
dauern.

Ob damit mit unterschiedlichen Tarifen für Verbrenner / E-Autos die entgangenen Millionen aus der Erdölsteuer geholt wird?
Oder ob es dann doch zu einer Gateway Verbindung E-Auto zu Smart Meter kommt?
Ich weiß es nicht.
Ich komme aus München. Wenn wir ins Alpbachtal zum Skifahren fahren, fahre ich über die Landstraße. Das ist aber definitiv auch meine Schmerzgrenze.
In Summe finde ich nur die Logik einer Autobahnmaut sehr unlogisch. Eigentlich haben wir mit der Mineralölsteuer eine sehr faire Lösung, da hier alle Fahrten bemautet werden und größere Motoren stärker zahlen müssen (die Unlogik der Dieselsteuer mal außen vor). Leider hat man hier wieder das Problem der Grenzen... Insofern wäre eine einheitliche europäische Mineralölsteuer eine sehr einfache und meines Erachtens auch sehr faire Lösung - bis die Elektroautos kommen :-). Also bleibt für mich weiterhin nur eine Straßenmaut für alle auf allen Straßen...
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon SL4E » Do 31. Aug 2017, 12:10

eDEVIL hat geschrieben:
Smartmeter könnten ja theoretisch einen nutzen haben, aber aktuell sieht es nicht danach aus, das der Verbraucher etwas davon hat.


Seh ich auch so. Leider haben die Energieversorger nach wie vor kein Interesse daran tarife für Smartmeter anzubieten. Vielleicht ändert sich das irgendwann, bis dahin haben Smartmeter keinen nutzen.
In Österreich ist man da schon weiter: https://www.awattar.com/tariffs/hourly
Lieber jetzt elektrisch fahren, als noch länger warten!
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon Fire » Do 31. Aug 2017, 12:12

In der Schweiz ist in Zukunft eine pauschale Abgabe für Elektroautos geplant um die fehlenden Mineralölsteuern auszugleichen
https://www.srf.ch/news/schweiz/jahresg ... n-betragen

Laut aktuellen Plänen soll sie wohl etwas tiefer liegen als das was ein durchschnittlicher Autofahrer im Jahr so übers Benzin bezahlt. Allerdings ist das alles noch nicht sehr ausgereift.
Vorteil so einer Lösung ist deren Einfachheit und dass man sich nicht einer Totalüberwachung unterwerfen muss.
Nachteil natürlich dass es nie für alle fair sein wird. Ich schätze Wenigfahrer werden so ganz klar benachteiligt.

Da ich kein Freund von Totalüberwachung, sei es über Kilometererfassung im Auto als auch über Smartmeter bin, würde ich so eine Lösung dennoch bevorzugen.
Da ich recht nahe am durchschnittlichen Fahrprofil liege würde ich allerdings auch nicht übermässig benachteiligt.

Smartmeter halte ich auf jeden Fall nicht für die geeignete Lösung um die Gebühren für die Strassenbenutzung abzurechnen.
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Re: Smart Meter => gut oder böse?

Beitragvon yadiori » Do 31. Aug 2017, 12:16

sensai hat geschrieben:
Derzeit gibt es keinen Strompreisunterschied zwischen der Ladung eines E-Autos und z.B. eines Kühlschrankes.
Der Staat wird sich aber Gedanken machen müssen, wie er die verlorenen Steuereinnahmen vom Erdölverkauf
wieder hereinbekommt.
Der Smart Meter könnte ihm dabei helfen und, meine persönliche Meinung, den Indikator für unterschiedliche
Stromtarife liefern.


Den letzten Teilsatz sehe ich auch so, aber mit umgekehrten Vorzeichen. Der Kühlschrank zieht jede Stunde ungefähr die gleiche Energiemenge, egal ob die Sonne scheint, der Wind weht oder das Netz platzt. Das Elektroauto muss je nach Einsatzzweck nur 1x pro Tag, 1x pro Woche oder vielleicht sogar nur alle paar Wochen mal aufgeladen werden und kann dabei oft eine gewisse Flexibilität nutzen (Ausnahme eigentlich nur an öffentlichen Ladesäulen). Zumindest in einem Fenster von einigen Stunden kann der Ladevorgang fast immer verschoben werden, oft aber sicher auch z.B. von Freitag aufs Wochenende.

Das werden die Netzbetreiber und Stromversorger finanziell honorieren. Tun sie es nicht, entstehen ihnen massive Mehrkosten (weil der Ladevorgang sehr vieler Elektroautos dann zuverlässig täglich um ~17-20 Uhr startet und das Netz überlastet). Sicherlich wird es dann automatisierte Lösungen für das Lade-Zeitmanagement geben, dem ich nur via App o.ä. vorgeben muss, wann das Auto wie voll sein muss, der Rest wird auf Kosten, Ökoanteil, Netzdienlichkeit optimiert.

mlie hat geschrieben:
Der Kunde hat da keinen Vorteil, ganz im Gegenteil, der Strompreis wird eher gleich bleiben und zu laststarken Zeiten TEURER. So rum, wie wir uns das wünschen (nachts laden zum halben Preis) wird eher nicht passieren.


Ist das jetzt nur Stammtisch oder hast du auch einen Grund dafür, warum du das vermutest? Zweifellos sorgt ein Netzmangement (etwa via Smart-Meter-Stromtarif) für Kosteneinsparungen bei der Stromerzeugung und beim Netzbetrieb. Du behauptest nun, dass im Gegenzug die Strompreise gleich bleiben und zu laststarker Zeit sogar erhöht werden. Geringeren Kosten stehen bei den Stromversorgern also höhere Preise entgegen – und wer steckt sich dann die zusätzliche Marge ein? Und warum entstehen keine Konkurrenzfirmen, die mit etwas weniger Marge (=billiger) arbeiten und alle Kunden abwerben? (Bei den Netzbetreibern ist Konkurrenz natürlich nicht möglich, aber deren Marge ist dafür gesetzlich gedeckelt..)
yadiori
 
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