Sicherheit von One-Pedal-Fahren

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Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon rollo.martins » So 21. Jan 2018, 19:56

Hallo allerseits

Ich hatte über die Festtage einen i3 geliehen und habe mir in der Folge Gedanken zur Sicherheit gemacht.

Mein Smart ed hat Paddles, damit mache ich unter Anderem das, was ich vor vielen Jahren in der Fahrschule gelernt habe: Ich fahre in Bremsbereitschaft. Fuss auf der Bremse, ohne diese zu treten, dabei kann ich beim ED mit den Paddles bestimmen, ob das Auto rollen soll oder leicht oder etwas stärker bremsen soll (Reku). Der Fuss auf der Bremse sorgt für eine rasche Reaktion bei Bedarf.

Der i3 hat keine solche Funktion zur Steuerung der Reku, wie auch andere E-Autos nicht (bspw. Tesla, Ampera-e).

Ich fühlte mich daher im i3 oft latent unsicher, weil ich beim Rollen den Fuss auf dem Gas lassen musste.

Stört das euch nicht?

Aus meiner Sicht muss man schon aus Gründen des Strassenverkehrsrechts teils in Bremsbereitschaft fahren. Für mich sind das all jene Fälle, in denen eine unübersichtliche Situation herrscht oder bestimmte Gefahren, wie zB kleine Kinder am Straßenrand. Auch wenn ich einfach das Auto rollen lassen kann, kommt der Fuss reflexartig auf deine Bremse. Mit One-Pedal-Fahren geht das nicht mehr.

Gruss und danke für Eure Gedanken

R.


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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon s2m » So 21. Jan 2018, 20:23

Nö stört kein bisserl.
Nach drei Tagen geht das so ins Blut über, dass man bei gelegentlichen Fahrten mit anderen Automatikfahrzeugen sich daran stört die Bremse treten zu müssen. Der Wagen wird wenn man das "Gas"pedal loslässt doch von alleine langsamer bis zum Stillstand. Ist doch so eigentlich sogar sicherer - sonst muss man immer noch mit dem Fuss auf die Bremse.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon IO43 » So 21. Jan 2018, 20:24

Ich glaube Du siehst das im Vergleich mit herkömmlichen Autos falsch.
Beim normalen Auto bist Du ja auch eher mit dem Fuß auf dem Gaspedal und bist in gefährlichen oder unübersichtlichen Situationen bremsbereit, d.h. Du könntest sehr schnell mit dem Fuß auf die Bremse wechseln. Bei vielen modernen Autos würde dabei schon der Bremsassistent aktiv werden und eine Notbremsung einleiten. Bei den EV's fängt der Wagen dabei das Rekuperieren an, verlangsamt also auch schon ein wenig die Geschwindigkeit bis man das Bremspedal erreicht hat.

Meiner Meinung nach ist das alles besser als früher, wo man diese ganzen Systeme noch nicht hatte. Ich sehe da keinen Grund zur Panik, abgesehen davon sind viele EV's ja auch mit Notbremssystemen ausgestattet.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon KrickKrack » So 21. Jan 2018, 20:26

Wo hast denn bei einem Verbrenner mit manueller Handschaltung (also ohne Segel-Modus) deinen Fuss, wenn du „rollst“, die Geschwindigkeit also nicht per Schubumkehr merklich reduzierst? Ich tippe mal auf dem Gaspedal, es sei denn du bist Rallyefahrer und bremst mit dem linken Fuß.
Somit für mich ein Problem, das es eigentlich gar nicht gibt.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon berrx » So 21. Jan 2018, 20:30

Ich bin ganz froh das ich bei dem e-Golf das selber entscheiden kann. Habe meist immer Rekuperation eingeschaltet oder fahre sogar auf Stufe B. Doch mich stört das nicht beim langsam rollen sondern auf der Autobahn. Fährt man gerade nicht mit Abstandstempomat sondern selbst finde ich das doch sehr anstrengend wenn der Wagen sofort beim loslassen des Gaspedals anfängt zu bremsen. Hier liebe ich es auch einfach mal loszulassen und zu rollen. Immer den Fuß auf dem Gaspedal gedrückt zu halten finde ich auch anstrengend.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon energieingenieur » So 21. Jan 2018, 20:32

Ich denke, dass der grundlegende Verfassungszustand/Wachheit des Fahrers und dessen momentane Aufmerksamtkeit einen zeitlich deutlich wichtigeren Einfluss auf eine Bremsung hat, als die Tatsache, ob der Fuß grad auf dem Gas- oder Bremspedal ruht.

Und ein Verbrenner verzögert beim loslassen des Gaspedals durch die Motorbremse ebenso nicht unerheblich stark und baut Geschwindigkeit ab. Bei manchen E-Fahrzeugen verhält es sich ähnlich stark, bei anderen etwas stärker.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon iOnier » So 21. Jan 2018, 20:39

Kann man Eure Autos nicht auf "N" schalten? Bei meinem iOn klappt das wunderbar und er "segelt" frei im "Leerlauf" :-)
Gruß
Werner
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Michael_Ohl » So 21. Jan 2018, 20:51

Von einer Fahrschule, die Schülern beibringt mit dem linken Fuß zu Bremsen, habe ich noch nie gehört. Weder beim Automatikwagen, noch beim Schaltwagen noch beim E-Auto würde ich je auf die Idee kommen mit dem linken Fuß zu bremsen. Ich hätte da auch nur so viel Gefühl beim Bremsen um zuzusehen, wie mein Beifahrer durch die Windschutzscheibe fliegt.
Da der Kangoo ZE schon immer mit einem Pedal Gefahren werden kann ist es sicher für die Hintermänner etwas sinnvoller sein den Sicherheitsabstand einzuhalten. Bremslichter machte er nicht an rekuperieren kann er mit etwas über 40kW nicht einstallbar.

Mfg
Michael
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon berrx » So 21. Jan 2018, 21:19

Wer hat denn hier erzählt dass jemand mit links bremst und das in der Fahrschule auch so beigebracht bekommen hat? So wie ich das verstanden habe geht es hier um die Bremsbereitschaft das bedeutet das ich vom Gas gehe und den Fuß auf das Bremspedal stelle ohne es zu treten um bereit zu sein. Das könnte zum Beispiel eine unübersichtliche rechts vor links Situation sein oder vor einer Schule etc. Wenn ich den Thread Ersteller richtig verstanden habe kann er das bei den I3 nicht weil wenn er das Gaspedal loslässt der Wagen sofort reduziert d.h. der Fuß muss immer auf dem Gas bleiben ein bisschen weil der Wagen sonst zu langsam wird. Somit habe ich nicht diese schnelle Bereitschaft zu bremsen weil der Fuß erst wechseln muss. Würde er mit links bremsen wäre das Problem nicht da, das macht hier keiner darum ging es auch nicht.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Schwarzwald-Stromer » So 21. Jan 2018, 21:37

Alles Gewöhnungssache. Ich möchte dieses Feature am i3 nicht missen.
Einziger Nachteil, wenn beim steilen Bergabfahren bei Schneeglätte auf der Hinterachse plötzlich kein Grip mehr vorhanden ist.
Neigt dann ein Hinterrad zum Blockieren wird die Reku sofort abgebrochen und es ist plötzlich keine Bremswirkung mehr vorhanden. War nicht gefährlich. Wenn man das ein zwei mal erlebt hat ist es kein Problem mehr und man ist bremsbereit. Zuerst gab’s natürlich mal ein Adrenalinschub.
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