Sicherheit von One-Pedal-Fahren

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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon DeJay58 » So 28. Jan 2018, 23:31

BMW jedenfalls erkennt es. Der Notbremsassistent greift dann also. Es scheint nur entscheident zu sein wie schnell und fest man die Bremse drückt. Muss auch fast so sein denn der Assistent sollte auch im Tempomatbetrieb funktionieren.
Video: i3 geht auch quer (neu 2018): https://youtu.be/yZzz71pzOQA


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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Schüddi » So 28. Jan 2018, 23:50

Aber trotzdem misst zumindest ein Sensor die Kraft die auf das Bremspedal einwirkt sowie die Zeit, wie schnell diese Kraft auf das Bremspedal einwirkt. Wenn der Fuß jetzt die ganze Zeit „bremsbereit“ auf dem Bremspedal verweilt, wird das nicht in der selben Intensität geschehen wie wenn man einmal richtig drauf latscht (meine Theorie).
Das kann man glaub ich ganz leicht testen: man nehme eine Plastikflasche ohne Deckel und lege seine Hand darauf. Nun versucht man auf Zuruf so schnell und so fest man kann sie zu zerdrücken. Das gleiche Experiment macht man dann einfach wenn die Hand neben der Flasche liegt. Ich denke man wird den Unterschied sehen können.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon DeJay58 » Mo 29. Jan 2018, 00:54

Glaub mir doch dass JEDER viel zu fest mit links bremst wenn er ungeübt darin ist. Jeder der irrtümlich mit links auf die Bremse steigt legt eine Vollbremsung hin mit ABS einsatz obwohl er nur auf die Kupplung steigen will. Dadurch entstehen immer wieder Unfälle.
Ein letztes Mal: Wenn Du dazu nicht in der Lage bist lass es einfach sein. Aber lass andere tun wie sie wollen.
Und wer es nicht schafft ohne Bremsassistent voll zu bremsen der sollte sich sowieso was überlegen...

Und Du hast es noch nie versucht und vermutest nur. Ich praktizier das seit Jahren. Sowohl auf der Rennstrecke wie auch auf der Straße. Auf der Rennstrecke macht es übrigens jeder. Und da bremst keiner zu schwach ;)

Also: Jeder wie er will und kann. Und als Möglichkeit der Problemlösung kann man es wohl geben zumal ich auch andere konstruktive Lösungsmöglichkeiten gab im Gegenteil zu fast allen anderen hier.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Schüddi » Mo 29. Jan 2018, 08:59

DeJay58 hat geschrieben:
Glaub mir doch dass JEDER viel zu fest mit links bremst wenn er ungeübt darin ist. Jeder der irrtümlich mit links auf die Bremse steigt legt eine Vollbremsung hin mit ABS einsatz obwohl er nur auf die Kupplung steigen will. Dadurch entstehen immer wieder Unfälle.

Und dein Rat ist es, zu einer Maßnahme zu greifen, die immer wieder zu Unfällen führt?

DeJay58 hat geschrieben:

Ein letztes Mal: Wenn Du dazu nicht in der Lage bist lass es einfach sein. Aber lass andere tun wie sie wollen.
Und wer es nicht schafft ohne Bremsassistent voll zu bremsen der sollte sich sowieso was überlegen...

Ich habe doch geschrieben - jeder wie er möchte. Hauptsache sicher. Aber man darf doch wohl hinterfragen, oder? Das ist ein Diskussionsforum. Soll ich dir jetzt noch Geschichtsunterricht geben und erzählen weshalb der Bremsassistent eingeführt wurde?
Viele Menschen wissen nicht, wie man eine richtige Vollbremsung macht. Sie bremsen zwar stark aber mit einer Vollbremsung hat das wenig zu tun. Oft ist auch das Problem des falschen Sitzens, das man die volle Kraft nicht während des gesamten Bremsvorgangs aufrecht erhalten kann. Auch das übernimmt der Bremsassistent. Er ist auch gekoppelt mit anderen Assistenten wie dem Gurtstraffer z.B.

DeJay58 hat geschrieben:

Und Du hast es noch nie versucht und vermutest nur. Ich praktizier das seit Jahren. Sowohl auf der Rennstrecke wie auch auf der Straße. Auf der Rennstrecke macht es übrigens jeder. Und da bremst keiner zu schwach ;)

Gutes Sprichwort: Rennstrecke - da kann man alles machen - da du selbst sagst, das diese Methode oft zu Unfällen führt wäre das ein gutes Einsatzgebiet.

DeJay58 hat geschrieben:

Also: Jeder wie er will und kann. Und als Möglichkeit der Problemlösung kann man es wohl geben zumal ich auch andere konstruktive Lösungsmöglichkeiten gab im Gegenteil zu fast allen anderen hier.

Sage ich auch - ich habe nur in meinen 35 Jahren noch nie davon gehört das jemand mit links bremst und das hat bestimmt auch seine Gründe. Ich habe dagegen sehr oft gehört das man nie mit links bremsen soll. Ist diese Aussage ein Relikt aus alten Zeiten?
Mich hat lediglich interessiert, ob es aus technischer Sicht passieren kann, das der Bremsassistent evtl. nicht anspringt, wenn man den linken Fuß auf der Bremse schlummern lässt und ich finde diese Möglichkeit lässt Fragen offen.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Taxi-Stromer » Mo 29. Jan 2018, 11:11

@Schüddi:
Jetzt weißt Du doch woher DeJay58's links-brems-Methode kommt - von der Rennstrecke!

Dort wird sie wohl zu Recht häufig/dauernd verwendet um Hundertstelsekunden zu bringen, und dort soll sie auch bleiben!
Auf der Straße hat diese Methode, außer für Nerds, absolut *nichts* zu suchen, denn von einem Ungeübten bzw. Durchschnittsfahrer angewendet würde sie weit mehr schaden als helfen!

Ich habe im Laufe meiner Autofahrerkarriere weit mehr als eine Million Kilometer abgespult und bin *niemals* auch nur annähernd in eine Situation gekommen, in der die links-brems-Methode angebracht gewesen wäre.

Einmal habe ich unbeabsichtigt das Kupplungspedal zu weit rechts getreten und dabei auch das Bremspedal erwischt, das Ergebnis war eine veritable Bremsung mit blockierenden Rädern!

Und ein bewußter links-brems-Versuch hat mir gezeigt, daß man als Ungeübter mit dem linken Fuß kein ausreichendes Gefühl hat, um richtig dosiert bremsen zu können....
Zuletzt geändert von Taxi-Stromer am Mo 29. Jan 2018, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
Seit 11.11.2015 Leaf Tekna (EZ 3/2015), bisher 65.000 selbst gefahrene (und jeden Einzelnen davon genossenen!) Kilometer! 8-)
7.10.2017: Tachostand 50.000 überschritten.... :D
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Poolcrack » Mo 29. Jan 2018, 11:56

+1
Taxi-Stromer hat geschrieben:
Und ein bewußter links-brems-Versuch hat mir gezeigt, daß man als Ungeübter mit dem linken Fuß kein ausreichendes Gefühl hat, um richtig dosiert bremsen zu können....

Das merkt man spätestens beim Indoor-Kartfahren (ich meine auf rutschigem Belag, nicht die Asphaltpisten). Dort bremst man ja mit links.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Floschi » Mo 29. Jan 2018, 12:21

Onepedaldrive ist im Stadtverkehr für mein Empfinden echt großartig.
Der Twizy mit gepimpter Reku macht das astrein.
Problem: die Bremslichter gehen dabei nicht an UND man meint man müsse immer recht dicht auf mich auffahren.
Ergo: Bremslicht manuell leuchten lassen.
Wie: linker Fuss ganz sacht platzieren. Geht super.

Der iMiev hat zum Glück eine Verstellmöglichkeit.
Landstraße und AB in Stufe C (wenig Reku) und Stadt in B (viel Reku bis ca 10-15km/h).
Da leuchtet auch kein Bremslicht, aber man muss früher auf die Bremse als beim Twizy.

Manchmal ist mir beim iMiev die Reku zu schwach.

Beim i3 ist es jedenfalls besser mit der Rekuleistung.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon DeJay58 » Mo 29. Jan 2018, 13:40

Solange hier sinnerfassendes Lesen nicht funktioniert schreib ich nichts mehr. Es scheint nur um Rechthaben zu gehen.
Video: i3 geht auch quer (neu 2018): https://youtu.be/yZzz71pzOQA


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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Schüddi » Mo 29. Jan 2018, 21:02

DeJay58 hat geschrieben:
Solange hier sinnerfassendes Lesen nicht funktioniert schreib ich nichts mehr. Es scheint nur um Rechthaben zu gehen.

Du musst doch davon ausgehen das hinterfragt wird, wenn du quasi alles das was man vom Autofahren weis und sein Leben lang eingetrichtert worden ist, in Frage stellst - nein sogar behauptest wir würden falsch Auto fahren.
Du hast mir ja bereits durch die Blume gesagt, es habe mehr oder weniger mit dem reinen Glück zu tun das ich trotz rechtsfußbremse seit 17 Jahren Unfallfrei durch die Gegend fahre. Dazu sind gewisse Sicherheits- und Assistenzsysteme im Auto nicht auf eine solche Nutzung ausgelegt. Daher hinterfrage ich rein aus Interesse ob es denn passieren könnte, das das Assistenzsytem bei einer solchen Nutzung mal nicht anspringen KÖNNTE weil die Sensoren die Situation falsch interpretieren könnten.

Ich habe heute ber mal verstärkt darauf geachtet - je nach Fahrzeugeinstellung rekuperiert oder segelt der e-tron auch. Ich habe keine Situation sehen können, bei der ich mir einen zusätzlichen Bremsfuß gewünscht hätte, der bereits auf dem Pedal schlummert.
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Re: Sicherheit von One-Pedal-Fahren

Beitragvon Wiese » Mo 29. Jan 2018, 22:27

Liebe Freunde

nun muss ich auch noch was zum Thema beisteuern, auch wenn ich mich damit unbeliebt mache, oder noch unbeliebter als ich es schon bin. :?

Grundsätzlich kann man jemandem der auf der Rennstrecke das "links Bremsen" lange geübt hat nicht unbedingt verbieten das auch im Straßenverkehr zu tun. Er scheint es ja zu beherrschen.
Bedenklich ist es jedoch, diese Praxis Anderen als besonders effektive Lösung vorzuschlagen, und "normale Autofahrer" zu animieren das "links Bremsen" auszuprobieren.
Ich möchte ungerne auf die Beerdigung meiner Enkel gehen, weil so ein Depp, der meint er müsse im öffentlichen Straßenverkehr seine "Linksbremskünste" ausprobieren, sie überfahren hat. Nehmen wir doch mal an, so ein experimentierfreudiger Fahrer bremst an einer Kreuzung mit dem linken Fuß, und plötzlich taucht ein Radfahrer auf, den er fast zu spät erkennnt. Er erschrickt, und reagiert wie er es gewohnt ist. Was tut ein Fahrer, der einen Schaltwagen gewohnt ist und jetzt in einem Automatik unterwegs ist? Er tritt beide Pedale gleichzeitig. Vermeintlich Kupplung und Bremse, weil es in seinen Hirnwindungen so abgespeichert ist. Jetzt aber, weil er seit kurzem einen Automatik fährt, drückt er gleichzeitig Gas und Bremse. Beim Elektroauto mag da nichts passieren, ich weiß es nicht, bei einem normalen Automatik gibt der Motor aber alles, und die Bremse muss dagegenhalten. Eine Vollbremsung sieht anderst aus.
Vielleicht überlegt er aber vorher noch, wie er denn nun seine Füße sortieren muss, und die Sekunde in der er nichts tut, ist dann das Pech für den Radfahrer.

Also um es mal mit meinen Worten zu sagen:
Lasst doch bitte diesen Quatsch, und fahrt mit Euren Autos so wie es sich gehört. Öffentliche Straßen sind keine Rennstrecken und auch keine Übungsplätze für Fuß- und Handexperimente. Da kann man nur noch hoffen, dass es bald nur noch autonom fahrende Fahrzeuge gibt, und niemand mehr mit seiner Unfähigkeit, Dummheit oder Leichtsinnigkeit Andere gefährden, zu Krüppeln fahren, oder umbringen kann.

Danke für Eure Aufmerksamkeit.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab Mai 2006 Honda Civic Hybrid
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
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