Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnten

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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Schneemann » Mo 16. Okt 2017, 19:35

Wenn man das so sieht, kann der Akku ja gar nicht groß genug sein. Ich halte das allerdings für leichte Schönrechnerei. Mehr als doppelte Lebensdauer kann ich mir nicht vorstellen. Der Akku altert doch nicht nur durch den Ladevorgang. Aber da bin ich ehrlichgestanden technisch raus. Ich sehe dagegen eher den Materialaufwand. Wenn der mal nicht mehr ins Gewicht fällt, wovon ich einfach mal ausgehe, ist das natürlich nicht mehr relevant. Punkt 4 bleibt weiterhin reine Relativität. Ab einer gewisse Größe gibt es keinen Zeitgewinn mehr, wenn man nicht sich und seine Mitmenschen wegen Übermüdung gefährden will.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Schneemann » Mo 16. Okt 2017, 19:36

Mei hat geschrieben:

Kein Mensch will ständig das Auto anstöpseln......


Ist das wirklich so schlimm, oder ist es einfach nur, weil man das beim Verbrenner auch nie getan hat?
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon kriton » Mo 16. Okt 2017, 20:43

Wenn ich mir das auf eigenem Grund so eingerichtet habe, dass es weniger als eine Minute dauert an- oder abzustöpseln, dann akzeptiere ich das. Aber in der Hinsicht sind wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Eine eigene Lademöglichkeit setzt andere Grenzen.
warte auf den Sion
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Karlsson » Mo 16. Okt 2017, 20:59

Schneemann hat geschrieben:
Ist das wirklich so schlimm, oder ist es einfach nur, weil man das beim Verbrenner auch nie getan hat?

Ich finde es nervig, weil ich dafür das Kabel aus/einrollen muss und das ist nass und schmutzig. Von wegen der schmutzige Tankvorgang fällt weg - jetzt rolle ich 10x häufiger das Kabel ein.
In einem Jahr sollte ich dann allerdings die Box mit festem Kabel im Carport haben, dann ist das viel schneller und sauber.

Schneemann hat geschrieben:
Wenn man das so sieht, kann der Akku ja gar nicht groß genug sein. Ich halte das allerdings für leichte Schönrechnerei. Mehr als doppelte Lebensdauer kann ich mir nicht vorstellen. Der Akku altert doch nicht nur durch den Ladevorgang.

Klar kann der gar nicht groß genug sein :D Doch, er kann zu voluminös und schwer sein und das stört auch wieder. Wir haben aber bei fast allen E-Autos das gegenteilige Problem.
Der Akku altert zum einen durch Zyklen und zum anderen kalendarisch. Wodurch er mehr altert, hängt von der Nutzung ab.
Aber auch wenn er rein kalendarisch altert, hält der große Akku länger, da für ihn dieselbe Leistung weniger Stress bedeutet.
Auch bedeutet dieselbe Ladeleistung weniger Stress. Auch dadurch altert der Akku wieder weniger und wenn die Kapazität mal sinkt, bleibt immer noch mehr nutzbare Kapazität übrig.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Priusfahrer » Di 17. Okt 2017, 06:39

Irgendwann werden die heutigen Fahrzeuge 10 Jahre alt sein. Dann macht es schon einen erheblichen Unterschied ob ein 20kWh Akku noch 70% Kapazität aufweist oder ein 30kWh Akku noch bei 80% liegt.

Ich glaube in Deutschland brauchen wir uns über die kalendarische Alterung nicht so große Sorgen machen, da wir hier im Jahresmittel nur 15 Grad haben, halten die Akkus mindestens 20 Jahre kalendarisch. Die Zyklenzahl und hohe C Raten lassen den Akku aber eher altern. Daher ist es von Vorteil, wenn er eine größere Kapazität aufweist.

Jeder kennt die Ladeverluste seines Fahrzeuges. Ein Großteil davon geht direkt im Akku verloren und erwärmt diesen. Und das nicht nur beim Laden an der Säule sondern auch beim Rekuperieren und natürlich beim Entladen. Jede Kilowattstunde geht 2-4 Mal durch den Akku. Und jedes Mal genehmigt sich der Akku seinen Teil und erwärmt sich dadurch, was zum einen nicht gut für die Lebensdauer ist, wenn er über 40 Grad kommt und zum anderen ist der Strom eben weg,

Bei einem Akku mit doppelter Kapazität sind die Verluste aber nur halb so hoch. Das macht sich im geringerem Verbrauch deutlich bemerkbar. Genaue Zahlen kenne ich da nicht, aber bei der ZOE sind es gefühlt 1-2kWh/100km Einsparung mit dem 40er Akku trotz leicht höherem Gewicht. Während ich im Frühjahr mit der 20kWh ZOE kaum unter 13kWh kam, war mit der 40er vor kurzem 11-12kWh machbar.

Aber auch beim Laden hat man unter dem Strich mehr kWh im Akku. Die Kilometerkosten sinken also noch stärker als der Verbrauch.

Daher macht sich ein gewisser Aufpreis für einen größeren Akku irgendwann bezahlt.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Tengri_Lethos » Di 17. Okt 2017, 11:07

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Wollte darauf hinaus , das es mehr bringt genau diese Plätze zu Ladepunkten zu machen wie "wenige" Schnelllader!

Das macht nur Sinn wenn diese Plätze exklusiv für E-Fahrzeuge sind und die Nutzer auch wirklich sicher sein können, dort etwas zu bekommen. Am besten als reservierter Anwohnerparkplatz.
Und das deckt dann auch nur einen Radius von maximal 500m ab im Gegensatz zu einem Supermarkt mit 10 Schnelladern mit Lastmagement. In den 150kWh Akku pumpt man ja auch 150kW, da bringt ein kurzer Einkauf schon ziemlich viel Reichweite. Und zwar vielen Nutzern am Tag und auch nicht nur denen im 500m Umkreis sondern auch welchen, die 2km weiter wohnen oder auf deren täglicher Strecke das liegt.
Auch hilft das Nutzern spontan weiter im Gegensatz zur nächtlichen Schnarchladung.


Hab ja zb auch die Analyse zitiert....150 kW Ladepunkt kostet ja auch einiges... dafür könnte man hunderte wenn nicht tausende "Schnarchladeplätze" schaffen. Das Ziel der Infrastruktur sollte eher dahin gehen das wirklich überall geladen werden kann (Langsam) und nur auf Langstrecke wirklich teuere Schnelllader benötigt werden. Klar ist größer und schneller immer besser aber Kosten steigen halt auch exponenziell.....deshalb finde ich 150 kWh Akku und 150 kW Ladepunkte (auf Langstrecke) vollkommend ausreichend ; dazu dann wirklich in Masse Schnarchladepunkt, wo die Autos im Alltagsbetrieb eh Stunden lang stehen und TOP.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Karlsson » Di 17. Okt 2017, 12:17

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja zb auch die Analyse zitiert....150 kW Ladepunkt kostet ja auch einiges... dafür könnte man hunderte wenn nicht tausende "Schnarchladeplätze" schaffen.

Ich glaube eher nur 10 und der einzelne Ladeplatz hilft nur 5% der Nutzer des Schnellladers. Investition für den Schnelllader wäre damit doppelt so effektiv. Das können ja auch 8x 50kW und 2x150kW sein.

Denk an die Erdarbeiten, die bei vielen einzelnen Punkten eben auch sehr oft anfallen und bei den großen Akkus sollten es dann auch 11kW sein, damit der Wagen morgens voll ist. Dann könnten sich auch 5 Nutzer abwechseln und jeder lädt 1x die Woche.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Priusfahrer » Di 17. Okt 2017, 15:08

Karlsson hat geschrieben:
Ich glaube eher nur 10 und der einzelne Ladeplatz hilft nur 5% der Nutzer des Schnellladers. Investition für den Schnelllader wäre damit doppelt so effektiv. Das können ja auch 8x 50kW und 2x150kW sein.


War gerade in einer Neubautiefgarage. Da wurden aller 2 Stellplätze abschließbare Schukos installiert. Kosten je Dose vermutlich unter 100€ inkl. Installation. Da stehen die Autos über Nacht und können so täglich 20-30kWh ziehen. Ausreichend für 150-250km. Selbst für einen Fernpendler bis 80km einfache Strecke noch ausreichend.

Ich stelle mir gerade das Rangiere vor, wenn stattdessen nur 2-4 22KW Anschlüsse installiert worden wären, wie ich es in einer anderen neugebauten Tiefgarage neulich gesehen habe.

Beim Supermarkt ist das eine andere Sache. Hier stehen die Fahrzeuge selten länger als 1h. Aber trotzdem wären 10x22KW besser als 1x150KW. Denn wenn es mehr als 10% E-Fahrzeuge gibt, wird man selten eine freie 150KW Dose vorfinden. Bei 10 22KW Plätzen ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher.

Ob die 150KW Säule mehr Strom verkauft als 10x22KW wage ich zu bezweifeln. Selbst wenn die meisten nur mit 7KW laden. Viele werden bei 150KW anstöpseln und dann einkaufen gehen. Meist wird der Akku nicht leer sein sondern einen SOC über 50% aufweisen. Viele werden auch nur mit 50KW laden können. So oder so wird der Ladeplatz vermutlich für mindestens 30min blockiert sein. Selbst wenn ich bei den 10x22KW nur von 30% Auslastung ausgehe, werden so deutlich mehr kWh in der Stunde durch die Stromleitungen fließen.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Tengri_Lethos » Di 17. Okt 2017, 15:35

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja zb auch die Analyse zitiert....150 kW Ladepunkt kostet ja auch einiges... dafür könnte man hunderte wenn nicht tausende "Schnarchladeplätze" schaffen.

Ich glaube eher nur 10 und der einzelne Ladeplatz hilft nur 5% der Nutzer des Schnellladers. Investition für den Schnelllader wäre damit doppelt so effektiv. Das können ja auch 8x 50kW und 2x150kW sein.

Denk an die Erdarbeiten, die bei vielen einzelnen Punkten eben auch sehr oft anfallen und bei den großen Akkus sollten es dann auch 11kW sein, damit der Wagen morgens voll ist. Dann könnten sich auch 5 Nutzer abwechseln und jeder lädt 1x die Woche.

Nein muss nicht 11 kW sein! Nein Wagen muss nicht voll sein! Wie gesagt gibt ne Analyse dazu auf die ich mich bezogen hatte ;mit Zitat zur selben!!
"Erhöht sich die Reichweite der Fahrzeuge um 50 Prozent, so reduziert sich der Bedarf an öffentlichen Ladepunkten um lediglich 17 Prozent. Gleichzeitig wird durch den höheren Anteil von privaten Ladepunkten der Bedarf an öffentlicher- und halböffentlicher Ladeinfrastruktur sehr deutlich verringert. Bereits eine Steigerung der Lademöglichkeit in privaten Haushalten um 10 Prozent lässt den Bedarf an öffentlichen Stationen um 20 Prozent sinken. Doch nicht jeder Nutzer verfügt über einen privaten Ladepunkt, so dass ein großer Bedarf im öffentlichen Raum bestehen bleibt"
Zitat zu einer Analyse des Deutsche Zenrtum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Lese ich so , das Geld sinnvoller in private Ladepunkte und nicht in öffentliche investiert werden sollte halt.
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Re: Reine Elektroautos, die als Alleinfahrzeuge taugen könnt

Beitragvon Tengri_Lethos » Di 17. Okt 2017, 15:38

Priusfahrer bringt es sehr gut auf den Punkt ! Breite Mass leichter und besser über Masse von langsamen Ladern zu sichern und vorallem auch im Alltag ausreichend. Wozu dann teuere und aufwendigere 150+ kW Lader?

Nachtrag: Bei mir würde zb schon ein Schuko Anschluss beim Arbeitgeber ODER zu Hause reichen für meinen Alltag; und ich bin noch einer der im Betrieb den weitesten Pendelweg hat (30 km eine Richtung!) Im Zweifel könnte ich so ja sogar 1-2 mal pro Woche vergessen zu laden! (Akku hab ja schon mal gesagt 100-150 kWh was ich brauch!(hab halt auch einige Langstrecken wo zumindest bei Hinfahrt jede Minute zählt aber halt genug Zeit am Ziel dann wieder!)
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