Quote nicht durchdacht

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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon Toumal » Mi 16. Aug 2017, 07:44

Südstromer hat geschrieben:
Die Statistik spricht aber nicht darüber, das manche am Tag zwar nur 18 KM weit fahren, aber jedes zweite Wochenende ausgedehnte Fahrten haben. Wir müssen die Reichweitendiskussion nicht erneut kauen...


Nein muessen wir nicht, denn dein Beispiel entspricht nicht der Mehrheit. Eurostat hat sich sehr wohl die maxima und minima angeschaut, u.a. auch mit welcher Frequenz laengere Trips eine Serie von Kurztrips unterbrechen.

https://setis.ec.europa.eu/sites/defaul ... survey.pdf

Zitat:

Several conclusions can be derived in terms of the significance of driving patterns in
relation to the potential use/substitution of a larger portion of the car fleet with electric
drive vehicles. In particular, the average distance that is daily driven in 6 members states
ranges from an average of 40 km (UK) to an average of 80 km (Poland). Such distances can
be comfortably covered by battery electric vehicles that are currently already available on
the market. Further R&D improvements in battery systems could ensure that the “range
anxiety” factor is minimized.

...

Overall it seems that the driving and parking patterns of the current drivers in the 6
Member States that are included in the study are compatible with a potential larger scale
introduction of EDVs on the market.
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon eDEVIL » Mi 16. Aug 2017, 08:16

Mal ein paar ideen, die mehr bringen könnten:

Durchschnittsnormreichweite alle reinen verbrenner eines Herstelelrs darf nicht über der Durchschnittsnormreichweite liegen.
:twisted:
Bei Hybridfahrzeugen muss die elektro reichweite min bei der hälfte der reinen Verbrenenr-Reichweite liegen.

Creditsysteme sind für den Laien undurchsichtig und können sehr leicht manipuliert. Hat ja mit den Zertifkaten für Kohlestrom auch wunderbar geklappt. :roll: :roll: :roll:

Mehr Elektroautos werden verkauft, wenn man die Attraktivität dier steigert. Ansatzpunkte:
- Verbrenner in UNterhalt und anschaffung teurer machen z.B. Co2 Normwert nach Praxisgerechtem Zyklus hoch 3 geteilt durch 1000 = Einmalige eAuto-Umlage in EUR, welche für den Ausbau der e-Infrastruktur / e-carsharing-Projekte zweckgebunden verwendet wird.
Bei 100 g CO2 sind das dann 1000 EUR, bei 50 g 125 EUR und bei 267g 19034 EUR (Cayenne Turbo S)

Diesel zusätzlich mal 2 z.B. Cayenne S Diesel: 215g für 19876,75
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon Toumal » Mi 16. Aug 2017, 08:32

eDEVIL hat geschrieben:
Bei Hybridfahrzeugen muss die elektro reichweite min bei der hälfte der reinen Verbrenenr-Reichweite liegen.
...
Mehr Elektroautos werden verkauft, wenn man die Attraktivität dier steigert. Ansatzpunkte:
- Verbrenner in UNterhalt und anschaffung teurer machen z.B. Co2 Normwert nach Praxisgerechtem Zyklus hoch 3 geteilt durch 1000 = Einmalige eAuto-Umlage in EUR, welche für den Ausbau der e-Infrastruktur / e-carsharing-Projekte zweckgebunden verwendet wird.


Idee 1 finde ich nicht schlecht, wuerde aber hybride noch unnoetiger machen als sie eh schon sind. Immerhin wuerde damit der rein elektrische Anteil potentiell steigen.
Ich sage potentiell denn es ist immer noch schneller Benzin nachzufuellen als nachzuladen, und Erfahrungsgemaess darf man nicht davon ausgehen dass ein PHEV-Fahrer stets optimal faehrt - auch wenn die meisten nicht muede werden dies zu behaupten ;)

Idee 2: Sehr gut, aber wohl politisch nicht umsetzbar. Bedenke ausserdem dass das Konzentrieren aufs CO2 nicht unbedingt gut ist, denn es wird immer auf einzelne Bestimmungen und Grenzwerte hin optimiert. Vielleicht sollte man prinzipiell auf einen Mix von Emissionsgrenzwerten setzen, der sowohl Klimafolgen als auch lokale Gesundheitsschaeden einbezieht.
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon eDEVIL » Mi 16. Aug 2017, 08:54

Toumal hat geschrieben:
Ich sage potentiell denn es ist immer noch schneller Benzin nachzufuellen als nachzuladen..

Ja, aber es nervt trotzdem und das bewußtsein für den Verbrauch steigt. Wer eine Strecke bei sparsamer Fahrweise mit einem Tankstopp fahren könnte und beim Rasen zwei benötigen würde, fährt dann evtl. langsamer.

Vielleicht sollte man prinzipiell auf einen Mix von Emissionsgrenzwerten setzen, der sowohl Klimafolgen als auch lokale Gesundheitsschaeden einbezieht.

Ja, das wäre besser, aber es dauert, bis man überhaupt solche Werte vorliegen hat. Co2 werte sind ja schon eine Weile Pflicht.
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon Schneemann » Mi 16. Aug 2017, 09:09

Ich bin der Überzeugung, dass das Umsetzen einer solchen Quote - ob sie nun sinnvoll ist oder nicht, sei mal dahingestellt - möglich ist. Die ganzen Klein- und Zweitwagen könnten schon heute problemlos ohne den Einsatz von Monsterakkus ersetzt werden. Wenn die meisten Haushalte schonmal einen Verbrenner als Erstwagen und ein E-Auto als Zweitwagen hätten, wären wir schon weit über das Ziel von 2020 hinaus gekommen.

Die Industrie sollte in der Werbung mal darauf eingehen, wie man ein E-Auto fährt. Dann würde das Thema Reichweite auch nicht mehr präsent sein. Auch die Autoverkäufer müssten darauf geschult sein, das dem Kunden zu verdeutlichen. Auch die Mobilitätskosten mit Mietakku müssten transparent dargestellt werden. Das ist ja nicht viel mehr als bei einem kleinen Benzinstinker, der 6-7 Liter Super schluckt.
Meine Erfahrungen mit der E-Mobilität auf Kennzeichen E

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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon INRAOS » Mi 16. Aug 2017, 13:53

Wiese hat geschrieben:

Was mich an der Quote stört, ist die Festlegung auf das E-Auto. Man zwingt so die Industrie eine bestimmte Technik zu verwenden. Wir brauchen aber kein E-Auto, sondern ein abgasfreies, oder stark abgasreduziertes Auto. Im Moment ist das E-Auto die beste Alternative, ob vielleicht auch andere Lösungen möglich sind ist offen.


Grundsätzlich bin ich da auch bei Dir - jetzt kommt das große ABER:

Das mit den maximal zulässigen Schadstoff-Ausstoßwerten haben wir ja gerade gehabt. Auch ich dachte: Die neuen Diesel sind ziemlich gut schadstoffreduziert. Ist aber nicht so. Und wer soll das alles im laufenden Betrieb kontrollieren? Wenn man z.B. den Diesel durch AdBlue sauber bekommt (was ja verschiedene Tests z.B. bei LKW gezeigt haben) : Wie einfach ist es, das System ausser Betrieb zu setzen oder einfach kein AdBlue nachzufüllen. Einfach nur aus Kostengründen ...

Und genau deshalb macht vielleicht doch die eAuto-Quote Sinn - es sei denn, die Industrie bringt uns manipulationssichere andere saubere Techniken.

Denn das eAuto stösst ja während der Fahrt keine Schadstoffe aus (OK - Reifenabrieb und ganz geringer Bremsstaub mal ausgeschlossen). Und nach meiner Ansicht ist es deutlich einfacher, den Schadstoffausstoß einiger Großkraftwerke für unseren Strom zu überwachen und zu reduzieren, als bei jedem der zig Millionen PKW.

VG Ingo
BMW i3 BEV 94 Ah seit 29.12.2016. Mittlerweile schon über 14.000 km vollelektrisch gefahren
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon Themse » Mi 16. Aug 2017, 16:34

Frau Merkel und ihre 1 Million Elektroautos bis 2020 - das war durchdacht :lol:
Das war eine Zuflüsterung unserer Autolobby und die Bundeskanzlerin war so bl...
und hat es geglaubt.
Aber ohne Elektroauto-Modellauswahl gibt es auch keine Elektroautoverkäufe.
Solange es mehr Autohersteller gibt, die gar keine Elektroautos im Programm haben
als Hersteller die Elektroautos anbieten, kann das nix werden mit der Elektromobilität :-(
Mit der Elektroautoquote und wenn es nur 2,5 % sind, müssen alle diese Hersteller
Elektroautos verkaufen, dh. zuerst einmal entwickeln und dann anbieten und dann verkaufen.
So könnte Skoda, bisher 0 Elektroauto im Angebot, den Octavia Kombi mit e-Golf Technik (gleiche Plattform)
von dem es schon mal ein paar Exemplare zur Erprobung gab (2012) wiederbelebt werden !
Oder Fiat würde den knuffigen e-500 nicht nur in Kalifornien, sonder auch in Deutschland in den Verkauf bringen.
Aber damit nicht genug, da die Elektroautoquote nur verkaufte Elektroautos zählt,
müssen diese auch attraktiv sein, sonst kauft die ja niemand.
Also Mercedes, rüstet seine elektrische B-Klasse mit einem größeren Akku und einer
Schnelllademöglichkeit auf und schon wäre ein attraktives Elektroauto bei Mercedes lieferbar.
Oder Renault mit seinem Kangoo Z.E 33, ein gar nicht übles Wägelchen. Leider nur mit Schnarchlader lieferbar.
Da wird ein Schnellader mit angeboten und wenns nur 22 KW AC ist und schon findet der seine Käufer.
Wahrscheinlich wäre es dann sogar möglich für Elektroautos Anhängerkupplungen zu bekommen :?
Und da sich alle diese schönen Eektroautos entsprechend der Quote verkaufen müssen,
dürfen auch keine Mondpreise verlangt werden :-)
Und so ergibt das Eine das Andere und schwuppdiwupp, haben wir eine schöne Auswahl Elektroautos in D.
Das geht dann so wie zur Zeit mit China. Täglich lese ich neue Nachrichten, welche Verbenner als Elektroausgabe
für den chinesischen Markt produziert werden sollen.
Und das schönste:
Es ist allein Sache der Autohersteller, wie sie es machen und es ist ohne großen bürokratischen Aufwand
und ohne staatliche Subventionen durchführbar.
Und es kann nicht per Software manipuliert werden :thumb:
Sion reserviert am10.9.2017
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon Karlsson » Mi 16. Aug 2017, 16:48

Jochen2003 hat geschrieben:
Südstromer wie meinst du denn wie man eine Quote durchsetzen kann, wenn der Kunde nicht kaufen will kauft er auch nicht.

500€ Strafe auf jeden Verbrenner wenn die Quote nicht eingehalten wird.
Ist doch ganz einfach.
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Quote nicht durchdacht

Beitragvon fbitc » Mi 16. Aug 2017, 18:46

Wenn man z.B. den Diesel durch AdBlue sauber bekommt (was ja verschiedene Tests z.B. bei LKW gezeigt haben) : Wie einfach ist es, das System ausser Betrieb zu setzen oder einfach kein AdBlue nachzufüllen. Einfach nur aus Kostengründen ...

VG Ingo


Komisch, mein Auto springt ohne AdBlue im Tank nicht mehr an
Grüße Frank
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Re: Quote nicht durchdacht

Beitragvon kub0815 » Mi 16. Aug 2017, 20:21

Jochen2003 hat geschrieben:
Südstromer wie meinst du denn wie man eine Quote durchsetzen kann, wenn der Kunde nicht kaufen will kauft er auch nicht.
Ich finde eine Quote völligen Quatsch


Vielleicht geht es ja auch darum die etablierten Hersteller dazu zu animieren interresante altagstaugliche bezahlbare Modelle anzubieten. Ob das klappen kann weiss ich auch nicht.
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