Praxistest BEV im hessischen Fernsehen, defacto

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Re: Praxistest BEV im hessischen Fernsehen, defacto

Beitragvon bangser » Di 24. Okt 2017, 14:37

Touché.
Immer gerne verweise ich auf meine Fahrt in den Skiurlaub: Villach -> Frankfurt in 10h. Mit dem Diesel bin ichs in 9h gefahren. So what?
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Re: Praxistest BEV im hessischen Fernsehen, defacto

Beitragvon mobafan » Mi 25. Okt 2017, 12:19

harlem24 hat geschrieben:
Und wenn man bedenkt, dass man mittlerweile bei nem Tesla eine Stunde auf 800km langsamer als wie mit einem Verbrenner, dann fällt selbst das nicht mehr so ins Gewicht.


Und wenn man mit dem Verbrenner richtige Pausen macht, braucht man sogar genauso lange wie mit dem Tesla. Allerdings muss man auch zugeben, dass ein Tesla noch nicht mit anderen Elektroautos vergleichbar ist, da den anderen einfach noch nicht eine vergleichbare Infrastruktur an Fernstrecken zur Verfügung steht. Es nähert sich gerade an, aber noch hat Tesla da einen Vorsprung.

OT:
Und es kommt natürlich auch immer darauf an, mit welchem Fahrzeug man auf die Strecke gehen will. Bei VOX hatten sie Anfang des Monats eine 22kW-Zoe gegen einen Tesla MS antreten lassen. Logisch, dass die Zoe gerade so noch am Ziel ankam und trotzdem über eine Stunde später. Hätten sie statt der Zoe z. B. einen Ioniq oder zumindest einen eGolf genommen (gerade weil letzterer auch dem Massengeschmack noch am ehesten treffen dürfte), wäre der Unterschied lange nicht derart krass gewesen - er wäre nämlich weitgehend auf die unterschiedliche Akkukapazität zusammengeschmolzen.

Wobei auch die Testbedingungen recht willkürlich waren. So durfte die Zoe auch nur kostenfrei laden, weil das beim doppelt so teuren Tesla ja auch im Preis drin wäre. Ich wäre da eher der Meinung gewesen, dass man mit der Zoe ganz schon lange hätte laden dürfen, bis man den Kaufpreis des Teslas erreicht hat...
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Re: Praxistest BEV im hessischen Fernsehen, defacto

Beitragvon JuergenII » Mi 25. Okt 2017, 21:13

Isomeer hat geschrieben:
Das finde ich nicht; ich finde ihn eher neutral und angemessen.

Neutral an dem gezeigten ist gar nichts. Hier wird eher suggeriert: Schaut her es geht gar nicht, kauft Euch weiter Verbrenner, ganz zum Wohle der fossilen Hersteller.
Wenn man aber denkt, sich einfach mal ein BEV anstelle eines Verbrenners zu kaufen, stolpert man über alle diese Dinge.
Genau wie der Journalist. E-Mobilität geht nur mit viel Enthusiasmus/Leidensfähigkeit, zusätzlichem Reisezeitbedarf und Technik-Verständnis. Aber wer, außer aktuell einer klitzekleinen Minderheit, hat das alles schon?

Zeig mir mal die Leute, die zwischen 25.000 und 50.000 Euro für ein E-Fahrzeug ausgeben, wohl wissend, dass die Reichweite gering ist, und dann über "all diese Dinge" erst im nach hinein stolpern. Da kenne ich außer einer Handvoll Millionären, die sich so was aus der Portokasse leisten können niemand.
Ich kenne selbst niemanden aus Familie oder Freundeskreis, der eine E-Tour oberhalb einer Akkuladung frustfrei schaffen würde. Die meisten würden aus Angst zu stranden erst gar nicht losfahren.

Ich möchte bei der Aussage weder mit Deiner Familie noch mit Deinem Freundeskreis tauschen. ;)
Wobei die größte Hürde aus meiner Sicht nicht das Auto, sondern die Ladeproblematik ist. Bezahlsysteme, zugeparkt, Stecker, 24/7, Preisniveau bzw. Transparenz etc.
E wird zwar langsam besser, aber es ist noch lange nicht alltagstauglich für die Mehrheit der Fahrer.

Ist doch wohl eher ein Horrorszenario für Anti EV Fahrer, als dass dies noch der Realität entspricht. Eine TNM Karte, evtl. noch eine PF App und Du kommst durch halb Europa. Klar muss ich mir bei den heutigen EV's und längeren Strecken ein paar Minuten Zeit nehmen, um die für einen notwendigen Ladepunkte auf der Karte zu finden. Aber ein Hexenwerk ist das nicht. Da ist so manche Zugfahrt komplizierter zu finden.

Das erste EV hatten wir 2012 für 3 Monate. Kaum Reichweite (Leaf), so gut wie keine Ladestationen weit und breit, das war eine Challenge! Als es dann 2014 der i3 wurde, war die Situation zwar geringfügig besser, aber CCS Lader waren so gut wie nirgends zu finden.

Heute steht an jeder Autobahnraststätte hier im Süden ein Schnelllader - fast alle noch kostenlos. Die Netzverbünde werden immer besser und dichter. Gut, manche langen unverhältnismäßig beim Preis zu, aber was juckt mich das, wenn ich kaum Langstrecke fahre. Wichtig ist - und das dürfte beim EV Kauf ausschlaggebend sein - das es im Alltagsgebrauch funktioniert. Klappt das nicht, oder hat man Bedenken fährt man halt kein E-Fahrzeug.

Hat man sich mal an sein EV gewöhnt, wird man sich auch zutrauen die eine oder andere längere Strecke zu fahren, denn es macht einfach keinen Spaß mehr sich in dieser Krawallkisten zu setzen und damit zu fahren.
i3 REX - der einzige BEV Ableger ohne Reichweitenangst und Ladestress
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