Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon mstaudi » Di 16. Aug 2016, 12:04

Der ist gut [GRINNING FACE WITH SMILING EYES]
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Beitragvon MasterOD » Do 31. Aug 2017, 14:46

holobro hat geschrieben:
Ich denke in einigen Fällen ist der Plug-In Hybrid sogar umweltfreundlicher als ein BEV.
Wir wohnen z.B. in einer Stadt mit ca 130.000 Einwohnern und fahren fast nie mehr als 30 km am Tag.
Wenn wir uns dann einen 60kWh Akku kaufen, würden wir bei der Akku Produktion viel mehr Co2 Ausstoß als nötig verursachen. Da ist es ökologischer und ökonomischer nur 10kWh + Rex zu fahren. Deswegen finde ich die Kritik von vielen an den PHEVs auch etwas unangebracht.

Da ist was dran, es ist in etwa auch mein Fahrprofil.
Als Haushaltslader störe ich auch die BEV Infrastruktur nicht und komme ohne Ladenot zu meinen Zielen die über 50 Km hinaus gehen.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon satmax » Do 31. Aug 2017, 14:52

Jogi hat geschrieben:
Hybrid fahren ist irgendwie wie Schorle trinken...

...man bekommt zwar seinen Durst gelöscht, aber so richtig besoffen wird man nicht...

Oder mat hat den guten Geschmack und darf dafür 2-3 trinken und weiter mit dem PHEV fahren. :)

Meinen PHEV habe ich erst seit einer Woche, ca. 700 KM bei ca. 5-7 Liter Sprit. DIe Tankuhr zeigt halt noch über 90% bei 48 Liter Tankinhalt. Für mich scheint es das perfekte Fahrzeug zu sein (Wohnwagen, kleiner Hänger, viel Kurzstrecke).
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon eDEVIL » Do 31. Aug 2017, 15:03

Klar, kommt immer auf das Fahrprofil an. Ich habe ja öfter Tage dabei, wo ich dann ohne Nachladen nur mit nem ZE40 hin kommen würde.
Die Aktuellen PHEV bringen mir da nix, da es da, wo ich nachladen müsste keine Säulen gibt oder es zu lange dauern würde.

Wenn Röno den ZE40 Akku halbieren würde und das mit nem REX a la BMW in einen Kangoo stecken würde, wäre das noch was.

Karlsson hat geschrieben:
Einen elektrischen Ersatz für den klassischen Familien Focus Kombi 1.6TDCI für 25k€ Listenpreis gibt es halt noch nicht. Wenn die ersten Jahreswagen unter 25k liegen, denke ich evtl drüber nach.

Warum unbedingt jahreswagen? 3 Jähre gibts für ab 25k € :geek:

Damit man Jahreswagen ab 25 sieht, müsste der neupreis ja deutlich sinken
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Odanez » Do 31. Aug 2017, 15:10

holobro hat geschrieben:
Ich denke in einigen Fällen ist der Plug-In Hybrid sogar umweltfreundlicher als ein BEV.
Wir wohnen z.B. in einer Stadt mit ca 130.000 Einwohnern und fahren fast nie mehr als 30 km am Tag.
Wenn wir uns dann einen 60kWh Akku kaufen, würden wir bei der Akku Produktion viel mehr Co2 Ausstoß als nötig verursachen. Da ist es ökologischer und ökonomischer nur 10kWh + Rex zu fahren. Deswegen finde ich die Kritik von vielen an den PHEVs auch etwas unangebracht.

Kann man so pauschal nicht sagen, folgendes ist da noch zu beachten:
- Bei einem PHEV ist bei der Autoproduktion zusätzlich der komplette Verbrenner-Antriebsstrang mit dabei - kostet in der Produktion natürlich auch so einiges.
- Der Umwelteinfluss eines PHEVs vs BEVs mit größeren Akku ist bei der Produktion nur noch ziemlich klein, und wird in der Zukunft noch kleiner werden, wenn Akkus effizienter und umweltfreundlicher produzierbar werden. Selbst bei BEV vs Verbrenner ist der Nachteil bei der Produktion nach in paar tausend bis spätestens ein paar zigtausend km eh schon wieder drin. Momentan fällt ja nur negativ auf, dass die Akkuproduktion viel Energie kostet. Umstellung auf erneuerbare, und wir haben garkein Problem mehr.
- Auf jeder Strecke, wo man mehr als 50km fährt, fällt die Ökobilanz positiver für das BEV aus, und somit wird auch hier auf Dauer der Unterschied kleiner
- Wartung und Unterhalt des Verbrenners, auch wenn er nicht benutzt wird, kostet auf Dauer Ressourcen.
- CO2 ist nicht alles
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon MasterOD » Do 31. Aug 2017, 15:35

Odanez hat geschrieben:
- Auf jeder Strecke, wo man mehr als 50km fährt, fällt die Ökobilanz positiver für das BEV aus, und somit wird auch hier auf Dauer der Unterschied kleiner
- Wartung und Unterhalt des Verbrenners, auch wenn er nicht benutzt wird, kostet auf Dauer Ressourcen.

a) Da gebe ich dir mal voll Recht. Kommt bei mir i.d.R. aber nur am Wochenende vor, dafür bin ich von der Stromsuche "ausserhalb" befreit. :)
b) Da gebe ich dir wieder Recht. Und das ist der Punkt wo ich neidisch auf die 50 Minuten Inspektionsvorgabe vom BEV schaue. :x
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon phonehoppy » Do 31. Aug 2017, 15:36

Meine bescheidene Meinung:
  • Jeder Kilometer, der ohne das Verbrennen fossiler Brennstoffe gefahren wird ist ein besserer Kilometer, ob mit dem Fahrrad, einer Bahn, einem BEV oder einem PHEV.
  • Die meisten aktuellen Plug-In-Hybride sind Mogelpackungen, die schöngerechnet werden, damit der Hersteller bestimmte CO2-Vorgaben einhalten kann. Ausgenommen sind für mich PHEV-Kleinwagen wie z.B. der i3 REx, bei denen die elektrische Reichweite die Verbrennerreichweite deutlich übersteigt.
  • Das Verfahren zur Verbrauchsermittlung von PHEVs ist eine Farce.
  • Solche PHEVs (E-Reichweite ca. 40km) zu den E-Fahrzeugen zu rechnen, ist ebenfalls eine Farce.
  • Ein PHEV ist eigentlich ein Schritt in die falsche Richtung, da hier ohne große Notwendigkeit die Fahrzeugtechnik noch viel komplexer wird als beim reinen Verbrennungsmotor.
  • Für die meisten Anwendungsfälle reichen die Leistungen eines BEV heute aus.
  • Für die Fälle, wo das nicht der Fall ist, kann das Mieten eines effizienten Verbrenners für den Besitzer eines BEVs umwelttechnisch günstiger sein, als dauerhaft mit einem PHEV herumzufahren.
  • Gefühlt genügt vielen Kunden die Reichweite eines reinen BEVs nicht. Für diese Zielgruppe ist ein PHEV offensichtlich eine gute Wahl. Allerdings behaupte ich, dass bei genauerer Analyse des tatsächlichen Nutzungsverhaltens der Sinn eines PHEV stark abnimmt. Entweder, man fährt im Stadtverkehr hunderte Kilo eines Verbrennungsantriebes mit herum, der gar nicht genutzt wird, oder man hat auf der Autobahn eine Batterie und einen Elektromotor dabei, der dort ebenfalls wirkungslos ist. Wenn man viel Langstrecke fährt und dabei keine Ladepausen akzeptieren will, kann man sich einen Verbrenner kaufen und im Nahbereich auf Carsharing-Angebote mit E-Antrieb zurückgreifen. Fährt man kaum Langstrecke oder machen einem die Ladepausen nichts aus, ist ein BEV definitiv technisch die bessere Wahl, und wenn es doch mal weit und gleichzeitig schnell gehen muss, gibt es die Bahn oder die klassische Autovermietung.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon MasterOD » Do 31. Aug 2017, 16:02

Logisch und rational gebe ich Dir zu 90% Recht
Aber
ein Auto hat auch eine emotionelle Seite "meins" es hat eine private Ausrüstung wie Regenschirm, Bonbons, Campingdecke & Stuhl, Getränke, Notbesteck und als Raucher will dich außerhalb; also in Bus & Bahn und im Leihwagen auch keiner mehr haben. Da ist die eigene fahrende "Burg" mit Ascher & Schiebdach dann mit Argumenten nicht so leicht zu vertreiben. 8-)
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon kub0815 » Do 31. Aug 2017, 17:26

phonehoppy hat geschrieben:
[*] Das Verfahren zur Verbrauchsermittlung von PHEVs ist eine Farce.


Ich habe aber noch von keinem einen vorschlag gehört wie man das besser fairer berechnen könnte.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Kalocube » Do 31. Aug 2017, 17:27

kub0815 hat geschrieben:
Ich habe aber noch von keinem einen vorschlag gehört wie man das besser fairer berechnen könnte.


Durch Tests auf der Strasse und nicht auf einem Rollenprüfstand, das betrifft allerdings alle Antriebsarten (Verbrenner, PHEV, BEV)... ;)
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