Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » So 31. Jul 2016, 18:49

m.k hat geschrieben:
Klar sollen die PHEVs laden. Dann fahren sie mit Strom und verpesten meine Luft nicht unnötig. Wer zuerst kommt mahlt zuerst, wir brauchen einfach mehr Ladepunkte. Von mir aus dürfen sie auch Schnelllader nutzen. Ich warte lieber 15min bis jemand seinen Outlander auf 80% geladen hat, als dass ich nicht laden kann weil ein Leaf den Schnelllader mit vollem Akku blockiert.


Mmhmm, uebernachtest du auch gerne im Hotel weil zwei Porsche und drei fette BMW einen auf "ein bisschen weniger Benzinverbrauch" machen?

Weil ich sehe das in den naechsten 2 Jahren bei mir vorkommen.

Danach ist es mir dann eh wurscht. Da koennt ihr euch eure Ladestationen sonstwohin schmieren. Und ich denke ich sehe das genauso wie 400.000 andere...
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon m.k » So 31. Jul 2016, 18:53

Nein. Für sowas sind Schnelllader da. Und wenn die nicht zugeparkt sind komm ich dort früher oder später zu meiner Schnellladung. Dafür sorgen im Idealfall Minutentarife, die ich äusserst befürworte (ja, Smatrics Single NET ist zu teuer).

Destinationcharge ist toll wenn es funktioniert, weil es eine sehr elegante Lösung ist. Ein Recht darauf nur weil ich einen kleinen Akku habe und komplett drauf spekuliert, dass ich die nutzen kann ohne Plan B, hab ich sicher nicht.

Und du sprichst es an. 400000 Leute haben sich wegen funktionierendem Schnellladen entschieden. Nicht weil sie dann Vorrang am Destinationcharger haben...
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » So 31. Jul 2016, 19:13

m.k hat geschrieben:
Nein. Für sowas sind Schnelllader da. Und wenn die nicht zugeparkt sind komm ich dort früher oder später zu meiner Schnellladung. Dafür sorgen im Idealfall Minutentarife, die ich äusserst befürworte (ja, Smatrics Single NET ist zu teuer).


Da bin ich im Prinzip bei dir, aber wie du siehst haben wir es mehr und mehr mit finanziell gut Betuchten zu tun, die gut und gerne einen Tesla fahren koennten, aber einfach markentreu sind und/oder "was grosses" fahren wollen. Und denen tut, wie meine Erfahrung zeigt, der Zeitladetarif leider nicht weh genug. Ich mach das naechste mal ein Foto von den Preisen die die zahlen, damit ihr das auch selber seht was da abgeht.

m.k hat geschrieben:
Destinationcharge ist toll wenn es funktioniert, weil es eine sehr elegante Lösung ist. Ein Recht darauf nur weil ich einen kleinen Akku habe und komplett drauf spekuliert, dass ich die nutzen kann ohne Plan B, hab ich sicher nicht.


Wie waere es mit "Nimm wenigstens nur den Stecker, der deiner Ladeleistung entspricht"? Bei der EVN sind z.b. meist Schuko blau und Typ 2 nebeneinander, da koennte man sich doch darauf einigen dass der, der nur schnarchladen kann, sich auch an der entsprechenden Dose anstecken sollte, oder?

m.k hat geschrieben:
Und du sprichst es an. 400000 Leute haben sich wegen funktionierendem Schnellladen entschieden. Nicht weil sie dann Vorrang am Destinationcharger haben...


Eigentlich wegen der Batteriekapazitaet. Ob ich SC gleich mitbuche oder Pay per use mache muss ich mir erst durchrechnen wenn die Preise bekannt sind. Primaer brauche ich dann aber ueberhaupt keine Ladesaeulen im Raum Wien mehr. Und *das* war eigentlich mein Argument.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon PowerTower » So 31. Jul 2016, 20:10

Toumal hat geschrieben:
Wie waere es mit "Nimm wenigstens nur den Stecker, der deiner Ladeleistung entspricht"? Bei der EVN sind z.b. meist Schuko blau und Typ 2 nebeneinander, da koennte man sich doch darauf einigen dass der, der nur schnarchladen kann, sich auch an der entsprechenden Dose anstecken sollte, oder?

Schuko ist keine attraktive Alternative zu Typ2 - unhandliches Kabel, keine Verriegelung und lädt langsamer.
Wenn es Typ2 3,7 kW neben einer Typ2 11/22 kW geben würde, dann schließe ich mich selbstverständlich an die 3,7 kW Dose an.

Zu Anfang des Themas bist du gegen PHEV, nun setzt du alle Einphasenlader (auch rein elektrische) auf eine "böse Liste". Dies ist wie gesagt die übliche ZOE Abwehrhaltung, die wir eigentlich schon begraben haben. Vor Allem bei Destination Ladepunkten.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon oliho » So 31. Jul 2016, 20:42

Hi,

ich finde, auch ein PlugIn-Hybrid hat das Recht auf Laden an einer Ladesäule. Für mich zählen auch die elektrischen Kilometer. Und jeder PlugIn-Hybrid ist ja zumindest mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Außerdem müsste ich mich sonst auch über jeden ärgern, der langsamer lädt, als an der Ladesäule möglich. Oder vielleicht schon, wenn er länger, als er für die Fahrt tatsächlich braucht.

Ich gestehe, dass ich auch regelmäßig die Ladesäulen im Ort blockiere. Ich lade lieber dort kostenlos, als kostenpflichtig in meiner Garage. Hab es mir erst heute 1 1/4 Stunden in der Eisdiele gut gehen lassen, bis der Zoe voll war. Und wenn ich bei Ikea einkaufe, stehe ich auch solange da, bis ich mit dem Einkauf fertig bin, auch wenn der Zoe schon bei 99% steht.

Bei mir stehen aber auch die Telefonnummern in der Ladeklappe mit dem Angebot, dass ich gerne Platz mache, wenn jemand den Strom nötiger braucht. Und ich bin in der glücklichen Lage, dass ich hier in Nürtingen bisher immer die Qual der Wahl unter mindestens 2 freien Ladesäulen hatte.

Tschau,
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Bernd_1967 » So 31. Jul 2016, 21:00

Ach,
bald gibt es bei Lidl, Aldi und Co die Möglichkeit während des Einkaufens zu laden und da stehen dann die Hybride.
An den normalen Säulen hoffentlich weniger.
Vielleicht auch zu überlegen, ob man eine Grundgebühr einführt und einen zus. Preis / KWh?
Falls ich einen PHEV haben werde, wird er fast nur zu Hause geladen.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » So 31. Jul 2016, 21:37

PowerTower hat geschrieben:
Zu Anfang des Themas bist du gegen PHEV, nun setzt du alle Einphasenlader (auch rein elektrische) auf eine "böse Liste". Dies ist wie gesagt die übliche ZOE Abwehrhaltung, die wir eigentlich schon begraben haben. Vor Allem bei Destination Ladepunkten.


"Nimm den Stecker der deiner Ladeleistung entspricht" ist die boese Liste? Ja wenn du das so siehst, dann ja, ihr einphasenlader seid auf der "boesen Liste" :)

Ich kann das Unverstaendnis nicht nachvollziehen. Vorallem nicht wenn du die Wahl hast zwischen den Ladebuchsen. Immerhin sagst du, du wuerdest die kleinere Dose nehmen wenn mehrere Alternativen da sind. Das ist ja schon was!

Telefonnummer in der Windschutzscheibe, super sache, die wenigsten machen das leider.

Mich wurmt halt bei der ganzen Sache dass viel davon nicht notwendig ist. Und bei einem fetten BMW haelt sich auch meine Freude ueber die elektrischen Kilometer in Grenzen.

Es bestaerkt mich immer mehr in meiner Ueberzeugung dass wir entweder das hundertfache an destinationchargern brauchen, oder das Thema BEV wird bis zum Eintreffen des M3 gravierend ausgebremst. Und, Recht des ersten hin oder her, Fakt ist nun mal der Hybride *braucht die Ladesaeule nicht*.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Solarstromer » So 31. Jul 2016, 21:45

Toumal hat geschrieben:
Ich bin der Meinung dass PHEVs an 11kW Typ2-Saelen nichts verloren haben.


Wenn du schon dabei bist:

Dürfen deiner Meinung ZOE Fahrer an Triplelader laden, wenn sie damit eine eher seltene/teure CHAdeMO/CSS Lademöglichkeit blockieren? Obwohl sie überall an billigen und verbreiteten AC Typ2 Säulen laden könnten?
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon Toumal » So 31. Jul 2016, 21:52

Bernd_1967 hat geschrieben:
Ach,
bald gibt es bei Lidl, Aldi und Co die Möglichkeit während des Einkaufens zu laden und da stehen dann die Hybride.


Wenn die dort langsamladung anbieten dann waere das ideal - allerdings bedenke dass wir trotzdem die Zahlen gegen uns haben, denn die hybriden verkaufen sich allemal besser als BEVs, und ob sich der Trend in den kommenden 2 Jahren aendern wird? Ich wage es zu bezweifeln.

Bernd_1967 hat geschrieben:
An den normalen Säulen hoffentlich weniger.
Vielleicht auch zu überlegen, ob man eine Grundgebühr einführt und einen zus. Preis / KWh?


Das geht dann zu Lasten aller. Und wir sehen ja schon was die Betreiber jetzt machen, nachdem die grossen Foerderungen auslaufen: Gewinnmaximierung, die sich an den Preisniveaus von Benzinfahren orientiert.

Bernd_1967 hat geschrieben:
Falls ich einen PHEV haben werde, wird er fast nur zu Hause geladen.


Dito. Aber es scheint das mindset zu geben, dass man ja immerhin "ein bisschen was" fuer die Umwelt tut, und ausserdem war man ja als erster an der Saeule. Wenn die Dinger wenigstens billiger waeren koennte ich immerhin den Egoismus nachvollziehen. Bei einem Porsche oder BMW die mit Extras leicht in die Preiskategorie eines Model S kommen, und dann auch noch wie behindert stundenlang an der per-zeit-abgerechneten Saeule stehen und einfach an jeder Ecke Geld verbrennen nur um ein "bisschen gruen" zu sein, da hoerts bei mir mit dem Verstaendnis auf. Wenn ich so ein Teil haette, wuerde ich zuhause laden und unterwegs tanken. Als PHEV-Fahrer brauche ich keinen destination charger, als BEV fahrer schon.


Solarstromer hat geschrieben:
Toumal hat geschrieben:
Ich bin der Meinung dass PHEVs an 11kW Typ2-Saelen nichts verloren haben.


Wenn du schon dabei bist:

Dürfen deiner Meinung ZOE Fahrer an Triplelader laden, wenn sie damit eine eher seltene/teure CHAdeMO/CSS Lademöglichkeit blockieren? Obwohl sie überall an billigen und verbreiteten AC Typ2 Säulen laden könnten?


Sind beides Schnelllader, daher hinkt der Vergleich ein bisschen. Ich wuerde aber sagen ein Zoe hat ueber 80% nichts an einem Triplecharger verloren, bzw. wuerde und habe ich mehrmals sofort unaufgefordert Platz gemacht. Letztlich braucht der Zoe aber fuer 0 auf 80 selbst in der R240er Version nicht so lange, wie die diversen PHEVs zum fuellen ihrer Mikroakkus benoetigen.

Und: Wenn es 11kW Typ2 neben einem 43/50/50kW Triplecharger gibt, und ich weiss dass ich eine Stunde weg bin, dann haenge ich mich nicht an den triplecharger sondern an die 11kW. Und selbst dann gebe ich meine Telefonnummer hinter die Windschutzscheibe, just in case.
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Re: Plug-In Hybride - Gefahr fuer die Elektromobilitaet?

Beitragvon oliho » So 31. Jul 2016, 22:04

Toumal hat geschrieben:
Fakt ist nun mal der Hybride *braucht die Ladesaeule nicht*.


Hm, aber wenn die PlugIn-Hybride elektrisch fahren wollen (und das sollen sie ja möglichst vorrangig), dann brauchen sie die Ladesäule womöglich nötiger als mein Zoe. Deren elektrische Reichweite ist ja viel kleiner. Und ich dürfte dann ja eigentlich in der Nähe meiner Wohnung nie an einer Ladesäule stehen. Schließlich schaffe ich es bei 150km Reichweite ja auch ohne öffentliche Ladesäule heim und brauche die auch nicht zwingend.

Tschau,
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