PKW Maut beschlossen - was nun

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Re: PKW Maut beschlossen - was nun

Beitragvon Micky65 » So 26. Mär 2017, 22:36

Mit einem Emissionsfaktor könnte man auch verschwenderische oder große Autos stärker und damit gerechter bemauten.

Es geht auch nicht um die Abnutzung allein, sondern auch um die Nutzung. Auch PKWs nehmen Platz ein. Es gibt auch genug Straßen, auf denen keine LKWs fahren.

Und um einen antriebsunabhängigen Ersatz für die Mineralölsteuer.


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Ladesäulen sind genug da, aber es gibt zu viele Verbrenner, die diese zuparken...
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Re: PKW Maut beschlossen - was nun

Beitragvon Klebaer » Mo 27. Mär 2017, 08:29

Die Maut löst Mineralölsteuer ab.
Je weniger Verbrenner fahren, desto höher wird die Maut. Auch für Elektrofahrzeuge!

Einerseits verständlich, irgendwoher muss das Geld für Infrastruktur kommen.
Und da die Maut nicht nur KM-Abhängig ist, sondern auch die Umweltbillanz mit kalkuliert, könnten Umweltsünder stärker belastet werden als saubere Fahrzeuge.
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Re: PKW Maut beschlossen - was nun

Beitragvon Super-E » Mo 27. Mär 2017, 09:17

Das witzige an der Maut ist eigentlich die Aufregung darüber. Das ist genau wie mit dem Abgasskandal. Nicht die Grenzwertüberschreitung war der Skandal, sondern die Abschaltautomatik. Wird die deaktiviert, werden zwar die Grenzwerte weiter überschritten, aber die illegale Abschaltautomatik ist weg – und juristisch ist wieder alles gut.

Bei der Autobahnmaut hat man den Spagat den Wählern zu versichern, dass das „nur die böhhhhsen Ausländer was kostet“ und der EU gleichzeitig zu versichern, dass EU-Bürger anderer Staaten nicht diskriminiert werden. Das an sich ist halt irgendwie lächerlich. Es wäre überhaupt gar kein Problem genau das zu erreichen, aber man muss ja schön plakativ darstellen, dass es auch garantiert nur die Ausländer trifft. Man könnte es einfach so machen wie die anderen Länder und eine normale Maut einführen. Da man dann weniger Geld aus den übrigen Staatsmitteln benötigt könnte man entweder Steuern senken, oder man hat einfach mehr für die Infrastruktur (was ich bevorzugen würde). Im Endeffekt ist aber die Empörung unserer Nachbarn dagegen ziemlich verwunderlich. Immerhin haben die alle eine Maut, die größtenteils viel höher ausfällt (man muss nur einmal quer durch Frankreich fahren und man zahlt mehr wie in Deutschland fürs ganze Jahr geplant ist). Und nur weil deren Maut nicht ganz so plakativ doof diskriminierend ist, erzeugt sie doch den gleichen Effekt. Es ist ja nicht so, dass ein Österreicher in Deutschland dann mehr zahlen würde als ein Deutscher in Österreich…

Meiner Meinung nach ist das aber trotzdem ein riesen Mist. Ich bin für deutlich mehr Staatsausgaben in die Infrastruktur. Man hätte daher einfach eine moderate (entweder unbürokratisch simple - oder wenn aufwändiger dann streckenbezogene) Straßenbenutzungsgebühr für alle erheben sollen und fertig. Das überwiegend LKWs die Straßen kaputt machen kann ja sein, aber wenn man Autobahnen nur für die LKWs bauen würde, könnten sie deutlich einfacher trassiert werden und statt 4-6 würden 2 Spuren reichen. Des Weiteren gibt es zahlreiche Unterhaltskosten, die nicht LKW verschleißbedingt sind. Vom Winterdienst, Pflege & Unterhalt von Parkplätzen, über die Wartung und den Ausbau von Verkehrsleitsystemen etc.

Und eigentlich sollte man noch viel mehr Geld für den Lärmschutz von Anwohnern ausgeben (keiner mag gerne eine Autobahn neben sich haben und alle wollen schnell von A nach B kommen, aber die, die die Last tragen müssen werden allein gelassen).
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