Norwegen mit E-Boom überfordert

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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Di 19. Sep 2017, 08:50

Hi,

wenn ich nicht zuhause am Stellplatz laden könnte (minimum 2kw) würde ich mir auch kein E-Auto kaufen PHEV, BEV egal. Oder jemanden dazu raten. So einfach ist das. Von dem her ist die empfehlung des Vereins auch für Deutschland richtig.

VG
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Di 19. Sep 2017, 08:55

motion hat geschrieben:
Da haben wir es doch, was ich immer geschrieben habe. Die wachsende Anzahl an Plug-In-Hybrid-Fahrzeugen wird zum Problem, da sie mit den reinen Elektroautos um Ladeplätze konkurieren.


Was wäre den anders wenn sie statt einen Plugin ein reines Elektroauto kaufen würden? Würde das die Situation das zuwenig Ladesäulen da sind ändern?
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon eDEVIL » Di 19. Sep 2017, 10:33

Wo liegt denn dort nun genau das Problem? Oslo kann sich doch nicht über Geldmangel bejklagen.

Wenn 26% stegerung pro jahr nicht gen+gen, muss man eben 150% steigerung einplanen. :roll:

Einfach auch mal mehr bündeln. Ladepark mit 100 säulen z.B.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon bm3 » Di 19. Sep 2017, 10:51

Wir sind hier doch noch lange nicht so weit wie in Norwegen, uns fehlen noch ein paar Jahre an Eletrifizierungsvorlauf bis wir mal so weit gekommen sein werden.
Ich sehe auch bei Pendlern kein Ladestellenproblem wenn die bei sich zuhause im Speckgürtel der Großstädte laden können.
Die heutigen E-Autos haben mit einmal aufladen genügend Reichweite für 1-10 Fahrten zur Arbeitsstelle und wieder zurück, inklusive noch kleinerer Erledigungsfahrten zuhause. Bei der Arbeitsstelle laden zu können ist "nice to have", aber in den meisten Fällen nicht zwingend notwendig. Ein V2G Anschluss beim Arbeitsplatz wäre gut, aber da wird ja auch von seiten des Staates praktisch nichts dafür getan um das voran zu bringen.
Bei Mehrfamilienhäusern in der Stadt sehe ich das größte Ladestellen-Problem, auch weil die notwendigen Änderungen des Wohnungseigentümergesetzes dahingehend seit geraumer Zeit politisch abgeblockt und unterwandert werden. Ihr könnt ja jetzt bald wählen gehen und eure Stimme entsprechend zu mehr Unterstützung der E-Mobilität abgeben. :lol:

VG:

Klaus
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon Vanellus » Di 19. Sep 2017, 10:54

Wir haben gut 14.000 Tankstellen in Deutschland und 43,5 Mio. Verbrenner-Pkw. Das sind 3.100 Pkw pro Tankstelle, ohne dass jemand zu Hause tanken kann. Auf die 14.000 ist man also angewiesen.

Ich weiß: tanken geht schneller als laden.
Man sollte aber nicht den Fehler machen, für die 50.000 E-Mobile in und um Oslo nun 50.000 Ladestationen zu fordern. Die müssen nicht alle in Oslo laden.
Eine kluge Mischung an 3,7 kW-Stationen für Leute, die den ganzen Tag oder Nacht dort stehen müssen und 11 und 22 kW-Stationen, für Leute, die nur im Kino, beim Einkaufen oder beim Sport sind, ist nötig.
Die größer werdenden Akkus ermöglichen es ja, dass nur alle paar Tage zuhause oder öffentlich geladen werden muss, jedenfalls nicht täglich.
Zuletzt geändert von Vanellus am Di 19. Sep 2017, 11:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon umrath » Di 19. Sep 2017, 11:37

Oslo ist nicht Norwegen.

Und genau dieses Szenario ist der Grund, warum ich so vehement dafür eintrete, massiv die Ladesäulenanzahl zu erhöhen, weit über das aktuell benötigte hinaus. Die Anzahl der Ladesäulen muss immer deutlich über der benötigten Anzahl liegen, damit wir gar nicht erst in so ein Szenario laufen.

Norwegen ist eine schöne Blaupause für uns. Wir können verdammt viel von denen lernen - und natürlich auch deren Fehler vermeiden.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Di 19. Sep 2017, 11:48

umrath hat geschrieben:
Und genau dieses Szenario ist der Grund, warum ich so vehement dafür eintrete, massiv die Ladesäulenanzahl zu erhöhen, weit über das aktuell benötigte hinaus. Die Anzahl der Ladesäulen muss immer deutlich über der benötigten Anzahl liegen, damit wir gar nicht erst in so ein Szenario laufen.


Norwegen ist nicht Deutschland

...wir haben keinen Staatsfond in Billionenhöhe --> http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 68648.html

Da wären mir mal bei der fangfrage wer diese Ladesäulen Finanzieren soll? Für mich wäre die logsichste Konsequenz die E-Autofahrer selber. Dann wird aber wieder über den Strompreis rumgejammert....
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon umrath » Di 19. Sep 2017, 11:50

Der Staatsfond von Norwegen wird immer wieder fälschlicherweise als Argument hergenommen - ist hier aber völlig bedeutungslos. Der Fond ist eine Anlage für die Zukunft und investiert nicht im Inland. Das Geld hat keine Bedeutung für die Infrastrukturplanung.
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon kub0815 » Di 19. Sep 2017, 11:58

umrath hat geschrieben:
Der Staatsfond von Norwegen wird immer wieder fälschlicherweise als Argument hergenommen - ist hier aber völlig bedeutungslos. Der Fond ist eine Anlage für die Zukunft und investiert nicht im Inland. Das Geld hat keine Bedeutung für die Infrastrukturplanung.


Hi dann habe ich den Bericht falsch verstanden?

"Für den Staatsfonds gilt, dass das Vermögen an sich nicht angetastet werden darf, wohl aber die Erträge daraus - also etwa Dividendenzahlungen. Auch dafür gibt es aber eine Begrenzung, die norwegische Regierung darf jährlich höchstens drei Prozent des Fondswertes in den Staatshaushalt fließen lassen. Im Etat für 2017 liegt diese Quote bei 2,8 Prozent - was deutlich macht, dass der Fonds nicht ausschließlich der Finanzierung künftiger Aufgaben dient, sondern bereits jetzt für die vergleichsweise großzügige öffentliche Infrastruktur verwendet wird."
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Re: Norwegen mit E-Boom überfordert

Beitragvon umrath » Di 19. Sep 2017, 12:00

Entschuldigung, dass ich einen eher kleinen Teil des Fonds ignoriert habe, der im Leben nicht ausreichend wird, die strukturellen Nachteile des Landes (enorme Größe bei sehr geringer Einwohnerzahl) auszugleichen.
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