n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Alex1 » Do 13. Apr 2017, 19:01

SL4E hat geschrieben:
5:3 bei Süd vs. Nord. Alles andere als eine konzentration.(
Aber eine erdrückende Mehrheit. Die hätte die CSU auch gerne... :lol:
Herzliche Grüße
Alex
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Langsam aber stetig » Do 13. Apr 2017, 19:11

Nochmal zum Threadtitel:

Erstmal zu den Preisen vom Strom selbst (ohne Netzentgelt):

- kurzfristig führt eine Erhöhung der Nachfrage zu einer Erhöhung der Preise
- langfristig führt dieser höhere Preis dazu, dass die Produktionskapazität erhöht wird
- dies senkt die Preise wieder so dass sie wahrscheinlich ähnlich hoch sind wie vor der Elektroautowelle

Zu den Netzkosten:

Da das Netz einen großen Fixkostenanteil hat, sinken die Kosten pro kWh, wenn mehr der Verbrauch insgesamt steigt.

Also: Strompreis bleibt etwa gleich hoch, Netzkosten gehen runter

Der Netzausbau wegen Windenergie im Norden hat erstmal nichts mit E-Autos zu tun und muss sowieso erfolgen. Hier gilt aber wieder: wenn insgesamt mehr Strom verbraucht wird, sind die Kosten des Ausbaus pro kWh geringer. Eine doppelt so dicke Leitung kostet deutlich weniger als doppelt so viel.

Fazit: n-tv erzählt Quatsch.

PS: die Schnelllader-Karte bei Minute 1:05 ist völlig veraltet...
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Wiese » Do 13. Apr 2017, 19:18

bm3 hat geschrieben:
Entschuldige bitte SL4E, ich kenne halt viele AKW-Standorte im Süden und habe es bis jetzt so gelesen und auch geglaubt. Mag sein dass es nicht so ist, aber trotzdem bleibt die Tatsache bestehen dass in Zukunft hauptsächlich Strom vom Norden nach dem Süden transportiert werden muss.


Aber nur, weil die EnBw in BaWü Jahrzehnte lang Windkraftanlagen verweigert hat und voll auf Atomstron setzte. In BaWü gibt es so gut wie keinen Windstrom, und jetzt wo die Akw abgeschaltet werden hat die EnBw Probleme.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 19:55

Wiese hat geschrieben:
Aber nur, weil die EnBw in BaWü Jahrzehnte lang Windkraftanlagen verweigert hat und voll auf Atomstron setzte. In BaWü gibt es so gut wie keinen Windstrom, und jetzt wo die Akw abgeschaltet werden hat die EnBw Probleme.


Das ist ja der Witz, alle prügeln auf Bayern ein, dabei bekommt BaWü mit Grünen Ministerpräsidenten in 2. Amtszeit nicht mal Windenergie zustande. Und das die Gegner der oberirdischen HGÜ Stromtrassen nicht nur in Bayern sitzen zeigte ja auch die "Hamelner Erklärung" und der Vorfall der Sondergenehmigung des BMWi im Wahlkreis von Sigmar Gabriel für eine unterirdische Verkabelung der HGÜ ... :lol:

Ich gehöre zu den betroffenen der Südlink Passage und will einfach nicht noch eine Trasse vor der Nase. Ich habe in 500m Entfernung eine 380kV Leitung vor der Nase und auf der anderen Seite eine 220kV Leitung in 800m Entfernung und dazwischen noch die 20kV Leitung die direkt 100m vor meinem Haus lang geht. Hat mich bisher nicht gestört aber noch eine brauche ich echt nicht. Buddelt das DIng ein und setzt Gewächshäuser oben drüber um die Mehrkosten über die Abwärme wieder einzuspielen ;)
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon bm3 » Do 13. Apr 2017, 20:32

In BW wird ebenfalls zu wenig zugebaut aber die Zahlen gehen immerhin nach oben. Zubau in 2015: 53 WEA, in 2016: 142 WEA.
Anlagengesamtanzahl 2015: 445, Nennleistung 697 MW 2016: 572, Nennleistung 1041 MW
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 20:46

Das ist weniger wie die Hälfte davon was in Bayern steht. Dazu kommt das BaWü nur 1/3 der Wasserkraft hat. In Bayern stehen 2,9GW. So gesehen sollte man eigentlich auf die Grünen in BaWü einprügeln und nicht auf die Bayern. BaWü ist nämlich deutlich abhängiger vom Südlink wie Bayern.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Schneemann » Do 13. Apr 2017, 21:32

Ich habe mir das hier jetzt nicht angesehen, aber ich denke, es wird die Grundlage für eine Meldung in den Nachrichten von Radio NDR2 heute morgen sein, wo es hieß, dass der Kunde den Mehrverbrauch an Strom für die E-Mobilität wird bezahlen müssen.

So ein Mist wird jetzt über ein eigentlich seriöses Medium verbreitet. Als ob wir in 10 Jahren schon irgendwas von Strommehrverbrauch durch E-Mobilität spüren würden. Dass wir unseren Stromverbrauch trotz Einführung von immer stromsparenderen Elektrogeräten immer weiter erhöhen, das interessiert da niemanden.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon wchriss » Do 13. Apr 2017, 21:52

SL4E hat geschrieben:
Man könnte also das AKW Gundremmingen B und C Problemlos vom Netz nehmen und immer noch 3GW nach Süden exportieren.


Genau und bei mir um die Ecke steht das modernste Gaskraftwerk, das läuft im schnitt etwa 4 Monate im Jahr, da wurde schon verhandelt dies abzubauen weil unwirtschaftlich. Da sind genug reserven also vorhanden. Von daher ist es gut das Seehofer erstmal ein neuen Trassenbau abgewürgt hat, bzw. auf unterirdisch dirigerit hat. Wir hoffentlich dann so teuer das diese gar nicht gebaut wird, das wäre dann ja auch das Ziel. ;)
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon erunner » Do 13. Apr 2017, 21:55

Schneemann hat geschrieben:
Dass wir unseren Stromverbrauch trotz Einführung von immer stromsparenderen Elektrogeräten immer weiter erhöhen, das interessiert da niemanden.


Dem ist auch nicht so, soweit ich das weiß.

https://www.bdew.de/internet.nsf/id/76A ... _final.pdf

Seite 5ff

Seit 2011 sinkt der Stromverbrauch eigentlich kontinuierlich in Deutschland.
Seit 2014/15 stagniert er wohl fast. 2016 ist er wohl gering gestiegen.

"Seit 2011 zeigt sich ein rückläufiger Stromverbrauch - trotz positiver Wachstumsraten des
Brutto-Inlandsprodukts. Bis 2014 ist im Vergleich zu 2010 ein Minus von rund 37 Mrd. kWh
aufgelaufen (Abb. 1). "
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Schneemann » Do 13. Apr 2017, 22:16

Ich spreche eher von Seite 6 und der Entwicklung seit 1971. Das ist eine etwas langfristigere Betrachtung. In den 70ern hatten wir noch wenige stromintensive Geräte, heute haben wir viele stromsparende.
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