n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 17:13

Vanellus hat geschrieben:
Dank der Seehoferschen Blockade beim Netzausbau, die nur mit der Zusage einer sauteuren Erdverkabelung überwunden wurde, wird der Netzausbau natürlich zulasten aller Stromkunden nun deutlich teurer.


Und ich danke Seehofer dafür das er den Willen der Bevölkerung durchgesetzt hat und nicht dem Willen der (Strom)Lobbyisten nachgegeben hat! Das machen leider sehr wenige Politiker.
Und wenn ich mir zb hier anschaue das Tag ein und Tag aus mehrere GW dauerhaft nach AT, CH und CZ fließen, frage ich mich schon, ob es diese Trassen wirklich braucht oder ob es nur dem Vorwand dient den billigen Kohlestrom weiterhin in die südlichen Länder zu exportieren.
Aktuell 18:40 (Hochlastzeit) Export nach AT, CH und CZ 5,73GW

Man könnte also das AKW Gundremmingen B und C Problemlos vom Netz nehmen und immer noch 3GW nach Süden exportieren.
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Beitragvon bm3 » Do 13. Apr 2017, 17:52

Vanellus hat geschrieben:
Schwer zu verstehender "Info-Krümel".
Richtig ist wohl, dass der Netzausbau vom Stromkunden bezahlt wird.

Der Netzausbau wird von den Haushalts-Stromkunden und den kleinen Unternehmen bezahlt, die großen Stromababnehmer sind praktisch aus der EEG-Umlage schon lange raus.
Vanellus hat geschrieben:
Der wesentliche Grund für den laufenden Netzausbau ist meines Wissens die Tatsache, dass die Produktionsorte für Windstrom und die Orte mit dem größten Stromverbrauch viele 100 km auseinander liegen.

Ja, das ist richtig, allerdings möchte man den Süden auch mit dem billigen Kohlestrom aus dem Nordosten der Republik versorgen,nicht nur mit Windstrom. Die Kohlestromerzeugung liegt aktuell etwa bei 40-50% Anteil an der gesamten deutschen Stromerzeugung. Und dafür braucht man ebenfalls die teure "Stromautobahn".
Vanellus hat geschrieben:
Das hat mit E-Mobilität zunächst mal nichts zu tun. Der Herr Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft sagt ja auch nur, dass nicht der Stromverbraucher, sondern der Steuerzahler den Netzausbau zahlen soll. Er hat dabei - unterstelle ich mal - die Stromgroßverbraucher in der Industrie im Hinterkopf, denen er einen Teil der Kosten so vom Hals halten kann.

Wie oben geschrieben hat man ihnen die Kosten der Energiewende schon längst vom Hals geschafft.
Vanellus hat geschrieben:
Dank der Seehoferschen Blockade beim Netzausbau, die nur mit der Zusage einer sauteuren Erdverkabelung überwunden wurde, wird der Netzausbau natürlich zulasten aller Stromkunden nun deutlich teurer.

Seehofer blockiert auch den Großteil des Zubaus an WEA mit der 10H-Regelung in Bayern. Mag ja sein dass die Mehrheit der bayrischen Bevölkerung dabei noch hinter ihm steht, die Sankt-Florian-Prinzip-Denke ist ja weit verbreitet,immerhin wird er ja auch immer schön gewählt, aber dadurch braucht man jetzt auch mehr Stromautobahnen wenn der Strom nicht regional erzeugt wird, beziehungsweise mehr Übertragungskapazität nach Bayern denn die AKW (die sind eher im Süden konzentriert) möchte man ja in naher Zukunft vom Netz nehmen. Grundsätzlich dürfte aber die Frage erlaubt sein, warum die gesamtdeutsche Allgemeinheit für Seehofers Blockaden mit zur Kasse gebeten wird, wer die Kosten verursacht sollte auch die entsprechende Rechnung für sein Handeln geschickt bekommen.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 17:56

bm3 hat geschrieben:
... denn die AKW (die sind eher im Süden konzentriert)


Lüge!

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... chland.png
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon bm3 » Do 13. Apr 2017, 18:01

Entschuldige bitte SL4E, ich kenne halt viele AKW-Standorte im Süden und habe es bis jetzt so gelesen und auch geglaubt. Mag sein dass es nicht so ist, aber trotzdem bleibt die Tatsache bestehen dass in Zukunft hauptsächlich Strom vom Norden nach dem Süden transportiert werden muss.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 18:07

Das bestreite ich auch nicht das dies notwendig ist, genau wie bei Windflaute die massive Solarenergie aus dem Süden ja auch in den Norden muss. Ich bezweifel aber das diese Trassen aktuell nötig sind um Windenergie in den Süden zu bringen. Wenn nämlich die Kohlekraftwerke in der Mitte das Netz mit Braunkohlestrom verstopfen. Sieht man ja wieviel Strom nach CH und AT geht, tagtäglich. Ich denke das es erst Probleme geben wird wenn die großen Braunkohlemeiler in NRW vom Netz gehen, weil dann schlichtweg im Süden nichts mehr ankommt.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Alex1 » Do 13. Apr 2017, 18:07

Ja, die Ausgleichstrassen hat der Seehofer wirklich klasse verhindert.
Und neue Windräder hat er auch klasse verhindert.

Ganz nach dem alten bayerischen St-Florians-Prinzip :roll:

Bayern hat (hatte?) den größten Anteil an "billigem" Atomstrom, wehrt sich aber am heftigsten gegen ein Endlager. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Passt irgendwie alles zusammen... :twisted:

eAutos könnten ja - erst recht, wenn sie bidirektional laden könnten - viele Ausgleichstrassen verhindern. Aber die will Drehhofer ja auch nicht, weil die Verpesterbauer noch ihre SUFF-Gewinne einfahren müssen. Da sind Klima und Volksgesundheit nunmal Nebensache :twisted:
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Alex1 » Do 13. Apr 2017, 18:08

SL4E hat geschrieben:
Ich denke das es erst Probleme geben wird wenn die großen Braunkohlemeiler in NRW vom Netz gehen, weil dann schlichtweg im Süden nichts mehr ankommt.
Und dafür hat Seehofer ja trefflich gesorgt :twisted:
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon Yorch » Do 13. Apr 2017, 18:40

Ahhh, einfach da Ladestationen bauen, wo Windräder oder Solarparks an der Autobahn sind, oder Windräder und Solarparks an die Autobahn bauen!

Ein Windrad hat typischerweise 1-3MW, damit könnte man bei Windstille 20-60 50 kW Lader GLEICHZEITIG betrieben, und wenn der Wind weht entsprechend noch mehr, OHNE dass das Netz wesentlich ausgebaut werden muss, ja der WKA Betreiber könnte ggf. den Strom direkt verkaufen und somit Netzentgelte sparen etc... eine WIN-WIN Situation....rein technisch
gesehen.
("Heute windig und sonnig, Sonderangebot an der Raststätte, die kWh nur 5 cent!" Achne, ist ja ne deutsche Raststätte, wo alles teuer mit dem Hubschrauber eingeflogen werden muss, da darf es nix günstig geben!)

Verwaltungstechnisch geht das ja mal gar nicht!
-Unterschiedliche Grundstücke
-Unterschiedliche Eigentümer
-Unterschiedliche Behörden
-Stromverkauf von nicht-Energieunternehmen
-Stromverkauf ohne Abgaben und EEG Umlage geht auch nicht.
-Flächennutzungsplan um das Windrad sieht Feld vor und nicht Raststätte
-Windrad darf nicht errichtet werden da Lärmbelastung durch Strasse schon so hoch ist
Versucht man es wieter voranzutreiben, kommen wahrscheinlich noch 100 Hindernisse dazu....


Kurzum: Es ist günstiger, eine Mittelspannungsleitung + Trafo extra zur Raststätte zu legen als Synergieeffekte zu nutzen.
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon bm3 » Do 13. Apr 2017, 18:45

Na SL4E, ...Lüge... :?: :?
Habe jetzt nochmal nachgeschaut,es laufen zur Zeit schon noch die meisten AKW in Bayern und BW. Unter "Süden" sollte man ja auch BW verstehen. Allerdings wird da deutlich weniger blockiert. ;)

http://www.bmub.bund.de/themen/atomener ... utschland/
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Re: n-tv "Elektroautos sorgen für höhere Strompreise"

Beitragvon SL4E » Do 13. Apr 2017, 18:55

Ok Gundremmingen C und B habe ich als 1 Kraftwerk gezählt. steht also 5:3 bei Süd vs. Nord. Alles andere als eine konzentration. Eine Konzentration von AKW ist das: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... nce-de.png :(
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