Merkel und die Selbstfahr-Ente

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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon nr.21 » Sa 3. Feb 2018, 22:17

das Thema wird gegessen sein, wenn die Versicherungen für Selbstfahrer den x-fachen Tarif wie für autonome Fahrten berechnen oder bei abgeschaltetem Assistenten im Schadensfall eine Selbstbeteiligung fordern. An den meisten Unfällen ist nun mal nicht das Auto schuld (außer durch die schlichte Tatsache, dass es existiert und fährt..)
Für die nervtötenden Fahrten in der Stadt wünsche ich mir schon jetzt ein autonomes Auto.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon INRAOS » Sa 3. Feb 2018, 22:26

Warum sollten die normalen Versicherungen der ‚selbstfahrer‘ deutlich teurer werden? Die berechnen sich ja nach Schadensquoten und Reparaturkosten. Ich sehe nicht, dass sich da extrem was ändern sollte.

Dann könnte es ja nur darauf rauslaufen, dass die Versicherungen der autonomen Fahrzeuge um soviel günstiger wären wie ihr behauptet/vermutet.

Mag sein - wenn die Tests der Hersteller eine Schadensquote nahe null ergeben, und sich dieses dann als realistisch erweist.

Wen ich derzeit mit den Kosten meiner Versicherung klarkomme, dann sehe ich für die nähere Zukunft keinen Grund, dass sich dieses ändern müsste
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Karlsson » So 4. Feb 2018, 00:11

Ist mir völlig wurscht, ob das dann halt noch günstiger wäre. Ein Auto, wo ich nicht selbst lenken darf, interessiert mich nicht.
Heißt nicht, dass ich was gegen autonomes fahren hätte. Würde ich auch sicher nutzen, wenn es denn überzeugend sein sollte. Aber die Pflicht dazu lehne ich entschieden ab.
Das können andere ja anders handhaben, aber ich fahre auch gern mal selbst und werde mir das auch in Zukunft nicht nehmen lassen.
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Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon zitic » So 4. Feb 2018, 01:05

Karlsson, wir haben es ja begriffen, was dein Hobby ist, aber von Fahrverboten ist ja keine Rede. Pferde darf man auch noch reiten.

Der LKW hat sicherlich sehr großes Potential.

Und auch wenn die Richtlinie 96/53 pro längerer Schnauze zwecks Aerodynamik doch nicht überarbeitet wurde, weil Scania oder Volvo(wer war’s noch?) gerade einen neuen LKW rausgebracht hatte, so ergeben sich da ja doch wieder neue Designmöglichkeiten. Nagut, der Einsitzer Tesla Semi stößt da auch schon was an.

Automatisierung würde beim LKW sicherlich auch der Elektromobilität Vorschub leisten. Sicherlich sind die ausbleibenden Standzeiten ein Vorteil und wohl generell mit ausschlaggebend. Beim e-Truck kommt hinzu, dass man nur dann Pause machen muss, wenn das ladetechnisch passt. Das spart dann Redundanz bei der Infrastruktur.

Betrachtet man nur die Autobahn, so ergeben sich da ganz neue Verfahrensweisen. Autonomie auf der Autobahn ist wohl schon relativ praktikabel. Grundsätzlich könnte es dann rein autonome Autobahnpendler geben, die am Autobahn-Parkplatz des jeweiligen Ballungsraums an Fahrer-LKW übergeben, die den Verteilerverkehr übernehmen, der ja noch besser für Elektromobilität geeignet ist. Weniger LKW brauchen Mega-Akkus und man braucht weniger Megacharger, die ja quasi nur die Autobahn-LKW bedienen müssen.

Durch diese generelle Arbeitsteilung (bei der der LKW-Fahrer nach der Schicht zuhause schlafen kann), kann man dann sogar die Bahn wieder besser in das System einbinden.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Alex1 » So 4. Feb 2018, 14:35

INRAOS hat geschrieben:
Warum sollten die normalen Versicherungen der ‚selbstfahrer‘ deutlich teurer werden? Die berechnen sich ja nach Schadensquoten und Reparaturkosten. Ich sehe nicht, dass sich da extrem was ändern sollte.
Richtig, für die Selbstfahrer wird es nicht teurer, für die Autonomen wird es billiger.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Schwani » So 4. Feb 2018, 16:00

Vor gefühlten 300 Seiten hatte ich es ja schon einmal geschrieben - es ist alles Gewöhnung.

Wenn die Kinder einer zukünftigen Generation nur noch autonomes Fahren in Mietfahrzeugen gewohnt sind und der Opa ihnen am Wochenende auf einer abgesperrten, ehemaligen Rennstrecke mal zeigen will wie man manuell fährt, werden sie schreiend das Auto verlassen, weil sie Angst haben und es ihm nicht zutrauen.
Da gehe ich jede Wette ein!
Man wird sich nicht mehr vorstellen können, das jeder ein oder mehrere ‚Autos‘ besessen hat, diese von Hand gesteuert und die Dinger irgendwelche Flüssigkeiten verbrannt haben.

Und das alles wird nicht lange auf sich warten lassen.
Nur zur Erinnerung: Das Auto gibt es auch erst seit etwas mehr als 100 Jahren und dessen Weiterentwicklung ist expotentiell was die Elektronik angeht. Ich gehe davon aus, dass ich (50) noch einiges davon erleben werde, sofern ich ein ‚normales‘ Alter erreiche. Vielleicht bin ich ja der oben beschriebene Opa...

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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Karlsson » So 4. Feb 2018, 16:31

Schwani hat geschrieben:
Man wird sich nicht mehr vorstellen können, das jeder ein oder mehrere ‚Autos‘ besessen hat,

Ich wiederum kann mir nicht vorstellen, dass das jemals kommen wird. Vielleicht wird es nicht mehr nötig sein, ein Auto zu besitzen, aber trotzdem wird es möglich sein und Menschen werden das tun. Sicher nicht nicht alle, aber das wars dann auch.
Ich kenne viele Leute, die für ihr Hobby stets viel Kram im Auto liegen haben, teils dafür auch Camper etc. Wüsste nicht, wie das mit Mietfahrzeugen gehen soll wenn man dann 3x am Tag den ganzen Krempel da rausholen muss.
Das wird natürlich nur eine Minderheit betreffen, aber die wird auf jeden Fall hinreichend groß sein, um es als normal erscheinen zu lassen, dass Jemand ein Fahrzeug besitzt. Die meisten Menschen besitzen auch keinen Wohnwagen, fallen aber auch nicht aus allen Wolken wenn sie dann erfahren, dass Jemand doch einen besitzt.

Schwani hat geschrieben:
Wenn die Kinder einer zukünftigen Generation nur noch autonomes Fahren in Mietfahrzeugen gewohnt sind

Das ist ja nun eine pure Behauptung. Vielleicht sind sie es auch nur gewohnt, dass die Fahrzeuge autonom fahren können, aber nicht, dass das auch ausschließlich gemacht wird. Vielleicht kommt Level 5 auch gar nicht und es läuft nur auf einen besseren Tempomaten für die Autobahn hinaus.

Schwani hat geschrieben:
Was sind schon 10 Jahre - aber stellt Euch mal ein neues Auto in 10 Jahren vor!
Wisst Ihr noch, wann es das erste iPhone gab?

Schau Dir mal Zukunftsperspektiven für das Auto aus dem letzten Jahrhundert an. Da ging man von Atomreaktoren aus, von Wasserstoff und alle haben eigentlich angenommen, dass die Autos schweben. Stattdessen fahren sie immer noch auf Reifen und nichts dergleichen ist passiert. Auch die Züge fahren weiter auf Rädern.
Denk mal etwas drüber nach, dass nicht jede Annahme richtig sein muss. Manche Dinge kommen so, manche kommen viel schneller, manche kommen nie und manche auch ganz anders.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Schwani » So 4. Feb 2018, 20:03

Deine Einschätzung deckt sich halt nicht mit meiner - kein Problem - wir spekulieren beide nur. Mehr können wir zur Zeit leider nicht machen. Das macht aber auch nichts - im Gegenteil - die Zukunft bleibt spannend.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon holobro » Mo 5. Feb 2018, 13:03

https://www.golem.de/news/kooperation-mit-bosch-daimler-will-2018-autonome-taxis-anbieten-1802-132575.html

Daimler und Bosch wollen termingerecht noch in diesem Jahr Taxis in den Probebetrieb schicken, die teilweise autonom durch den Verkehr steuern können.

Zunächst werden wohl Fahrzeuge mit autonomen Fahrfunktionen des Level 3 getestet. Stark sagte, dass in absehbarer Zeit auch Fahrzeuge mit Level 4 und 5 unterwegs seien
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Karlsson » Mo 5. Feb 2018, 13:15

"Teilweise autonom" ist nur ein Assistenzsystem. Ein autonomes Fahrzeug kann immer autonom fahren, sonst ist es kein autonomes Fahrzeug.
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