Merkel und die Selbstfahr-Ente

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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Klebaer » Di 13. Jun 2017, 09:28

Die Diskusion hier könnte so vor 100 Jahren auch übers Pferd und Automobil geführt worden sein. :lol:

Spätestens 2025 dürften die ersten funktionierenden Autopilote verfügbar sein.
Sobald das erste Modell voll automatisch auf der Straße unterwegs ist, MÜSSEN alle anderen Hersteller nachziehen.
Nissan Leaf Acenta Baujahr 2014 :D
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Helfried » Di 13. Jun 2017, 09:30

Aber leistbar wird es erst weitere 17 Jahre später für Betuchte.

Der Spurassi brauchte 27 Jahre bis ins Hausfrauen-Auto.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Odanez » Di 13. Jun 2017, 09:34

ich sehe die Hürde, die für die autonomen Fahrsysteme bestehen, noch sehr hoch, weil sie die Felerquelle "Mensch" erstmal extrem gut bewältigen müssen, bevor sie in der breiten Masse akzeptiert werden. Damit meine ich, dass ein autonom fahrendes Auto auf der Autobahn jeden möglichen Fahrfehler der Autofahrer auf der Autobahn einschätzen kann und dementsprechend drauf reagieren kann.
Wenn aber dann keiner mehr selber fährt, und nur noch autonome Fahrzeuge unterwegs sind, dann ist die Fehlerquelle "Mensch" weg, und die autonomen Fahrsysteme sind eigentlich viel zu gut, und hätten aus der Sicht eigentlich schon früher Massenreif sein können - nur ist eine Übergangsphase, wo beides auf den Straßen fährt, nun mal nicht zu umgehen.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Jochen2003 » Di 13. Jun 2017, 09:46

Ich fahre für mein Leben gerne selbst und eigentlich möchte ich das garnicht an einem Computer abgeben, aber ich gebe Frau Merkel recht, es wird so kommen, vielleicht nicht bis 2037, aber es wird kommen das der Mensch selber nicht mehr fahren darf.

Der Schlüssel wird die Kommunikation der Autos untereinander sein, dann sollten Unfälle sogut wie ausgeschlossen sein.

Trotzdem ich sehr gerne Auto fahre hoffe ich doch das das Autonome Fahren doch kommt, 2037 / 40 bin ich 72 / 75 Jahre alt und autonome Autos können mir eine gewisse Freiheit und Mobilität erhalten wo es doch immer wieder zu den Diskussionen kommt ältere Verkehrsteilnehmer zu testen und ihnen das Fahren bei Bedarf dann auch völlig richtig zu untersagen.
Das wäre beim autonomen Fahren dann hinfällig.

Um ehrlich zu sagen, wie lange das noch dauert weiß ich nicht, es kann auch sehr schnell gehen wenn gewisse Parameter einmal gesetzt / entdeckt worden sind. Schließlich entwickeln Maschinen mittlerweile Maschinen die immer schneller neue Maschinen entwickeln können.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon akg » Di 13. Jun 2017, 10:45

Helfried hat geschrieben:
Aber in 20 Jahren ist das völlig unrealistisch. Technisch sowieso, aber auch politisch und finanziell.

In drei Menschen-Generationen wäre es denkbar. Aber nicht so rasch von heute auf morgen. Dann hätten wir bis dahin auch genügend Leute, die den Führerschein nicht schaffen, wodurch genug politischer Druck für führerscheinfreie Autos vorhanden sein könnte. :)

Da kommt ja das papierlose Büro noch schneller (welches für 1985 prognostiziert war).


Dass in 20 Jahren, zumindest in Deutschland, wo auch sonst, kein autonomes Fahren Pflicht sein wird, hat nichts mit der Technik zu tun. Man muss sich nur den technologischen Fortschritt der letzten 20 Jahre anschauen, diesen exponieren und ein klein wenig Weitsicht zeigen.

Das große Problem ist die gesellschaftliche Akzeptanz, das ewig wiedergekaute Mantra von Freiheit und Arbeitsplätzen. Es wird lieber akzeptiert, dass Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt werden oder gar sterben, als einen Fuß breit das eigene Ego für einen winzigen Anteil am Gesamtkonstrukt Gemeinschaft aufzugeben.

Ich kann das ein Stück weit nachvollziehen. Autofahren macht ja an sich auch Spaß. Das Problem ist nur, dass die Gesellschaft gerade auf den Straßen zusehend verroht. Da wird gedrängelt, genötigt und gefährdet. Blinken ist zu einem Glücksfall geworden, Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzung sind für viele eine intellektuelle Herausforderung, die sie nicht meistern.
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Elektrolurch » Di 13. Jun 2017, 11:28

Jochen2003 hat geschrieben:
Der Schlüssel wird die Kommunikation der Autos untereinander sein, dann sollten Unfälle sogut wie ausgeschlossen sein.

Wenn da die Scheunentore genau so sperrangelweit offenstehen wie bei derzeitiger Hard- und Software des IoT, wird Autos hacken Volkssport... Ich möchte nicht in einem autonom fahrenden Vehikel sitzen und eine Display-Meldung sehen wie:

Ihr Auto wurde gerade von uns übernommen und wird erst nach Überweisung von 10 Bitcoins stoppen. Wir erhöhen die Geschwindigkeit alle 5 Minuten um 10km/h.

:o
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Alex1 » Di 13. Jun 2017, 11:39

Widdy2000 hat geschrieben:
Problem werden die Versicherungen sein...

Was wird man als menschlicher Fahrer zwischen einem Großteil autonomer Fahrzeuge wohl für eine Versicherungssumme blechen müssen?

Welche Versicherung will dann noch das Risiko "Mensch" versichern?
Die Versicherungen werden sich drum reißen. Autonome werden doch erst zugelassen, wenn sie mindestens 10-mal sicherer sind als Menschen. Volvo hatte schon angekündigt, die Versicherung gleich voll zu übernehmen.

1/10 der Versicherungskosten, wo ist das Problem? :mrgreen:

In Einem geb ich eLurch aber Recht: Wenn die Software so toll ist wie RLink... :roll: :lol: Aber es gibt ja noch andere Hersteller :D
Herzliche Grüße
Alex
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Re: AW: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon Helfried » Di 13. Jun 2017, 12:51

akg hat geschrieben:
Dass in 20 Jahren, zumindest in Deutschland, wo auch sonst, kein autonomes Fahren Pflicht sein wird, hat nichts mit der Technik zu tun. Man muss sich nur den technologischen Fortschritt der letzten 20 Jahre anschauen,


Also die Software in unseren Autos ist aber oft zum Gruseln, etwa bei Einbau-Navis oder bei BMS- Systemen französischer Autos. Wenn ich das extrapoliere, wird das nix.
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Re: AW: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon akg » Di 13. Jun 2017, 14:51

Helfried hat geschrieben:
Also die Software in unseren Autos ist aber oft zum Gruseln, etwa bei Einbau-Navis oder bei BMS- Systemen französischer Autos. Wenn ich das extrapoliere, wird das nix.


Also Navis sind jetzt nicht der technologische Gradmesser, auch wenn manche Hersteller da Raketenwissenschaft draus machen wollen ... ;)
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Re: Merkel und die Selbstfahr-Ente

Beitragvon wchriss » Di 13. Jun 2017, 16:40

Ich sag nur das ist er erste Schritt zum "Terminator" !
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