Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 17. Mai 2017, 15:11

jetzt hasste aber die 0,2kWh/100km pro 100kg Gewicht bei besten EV Reifen ignoriert, oder?
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Alex1 » Mi 17. Mai 2017, 15:12

AbRiNgOi hat geschrieben:
Da ich es gerade mal ausgerechnet habe, die Energie die im Reifen verbraten wird, ohne Verluste in den Radlagern wäre bei einem Label A Reifen (0,006 N/N), also 6N Widerstand bei 1000N Last, und einem Gesamtwirkungsgrad von 80% genau 1kWh/100km für 500kg Gewicht, oder 0,2kWh/100km für 100kg....

(Berechnung: Masse (100kg) x Erdbeschleunigung (9,81) x Rollwiderstandskoef. (0,006) = Kraft aus Rollwidertsand
Energie auf 100km [Ws] = Kraft aus Rollwiderstand [N] x 100000 [m] und dann die Umrechnung auf kwh mittels Division durch 3,6 Millionen. )
Passt :mrgreen: Für die Zoe also 3 kWh/100 km bei Fußgängertempo ohne Licht, Radio, Navi, Gebläse etc. Tango hatte ja glaubich 4 kWh/100 km ausgerechnet bei v gegen null. Größenordnung stimmt also.

Anders gesagt macht der Rollwiderstand, wenn man 12 kWh/100 km braucht, ein Viertel bis ein Drittel des Verbrauchs aus.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon tango » Mi 17. Mai 2017, 15:24

Der Energiebedarf für die Überwindung des Rollwiderstandes hängt NUR EINFACH von der Geschwindigkeit ab. Sie ist also ein fester Wert. Einfluss darauf nimmt im weiteren das Gewicht und das System (!) Reifen/Straße.

Ja, das Gewicht hat einen Einfluss, auch beim Elektroauto. Aber nur in einem von vier Thermen, nur mit einfacher Funktion (kein Quadrat, kein Quadrat der Geschwindigkeit).

Ganz anders sieht das bei unseren Freunden von der Verbrennerfraktion aus:

Da das Gewicht sowohl bei der Beschleunigung, wie auch bei der Lageenergie reinspielt und diese beiden Energieen, die bei Elektroautos rekuperiert werden können, direkt in Wärme umgewandelt werden, spielt hier das Gewicht von Anfang eine bedeutende Rolle!
Gruß

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Karlsson » Mi 17. Mai 2017, 15:30

tango hat geschrieben:
Der Energiebedarf für die Überwindung des Rollwiderstandes hängt NUR EINFACH von der Geschwindigkeit ab. Sie ist also ein fester Wert

Ersetze Energie durch Leistung, dann stimmt der Satz.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon secuder » Do 18. Mai 2017, 10:04

na, ihr wollt wohl wirklich alle verwirren... :-) , das kann ich auch:
Der Energiebedarf für die Überwindung des Rollwiderstandes hängt nur einfach von der zurückgelegten Strecke ab (und vom Gewicht und den Reifen, natürlich...)
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon AbRiNgOi » Do 18. Mai 2017, 10:24

Stimmt. Die Leistung ist aber von der Geschwindigkeit abhängig.
Doppelte Geschwindigkeit ergibt den doppelten Leistungsbedarf, verwirrt?

Weil ich aber diese doppelte Leistung bei doppelter Geschwindigkeit nur halb so lange brauch, ist die aufgebrachte Energie nicht von der Geschwindigkeit abhängig, die kürzt sich raus. Deswegen ist es so wichtig zwischen Energie und Leistung zu unterscheiden, weil die Leistung steigt natürlich mit der Geschwindigkeit an, die Verbraucht Energie pro Weg aber nicht

Trotzdem will ich das Thema nicht unter den Tisch kehren, weil 3-4kWh/100km bei Leerem Fahrzeug sind nicht nix, und 1kWh/100km pro 500kg Zuladung auch nicht. Und das bei besten verfügbaren Reifen.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon secuder » Do 18. Mai 2017, 11:16

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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon Alex1 » Do 18. Mai 2017, 11:34

Mit 200 W Dauerleistung könnte man also eine Zoe in 15-20 Stunden 100 km weit schleppen... :mrgreen:
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon spiegl » Sa 9. Sep 2017, 20:18

Laut
https://www.leifiphysik.de/mechanik/reibung-und-fortbewegung/ausblick/rollwiderstand-beim-auto gilt:
Der Anteil des Rollwiderstands am Gesamt-Fahrwiderstand liegt zwischen 30 Prozent in der Stadt und etwa 20 Prozent auf der Autobahn. Die Überwindung der Fahrwiderstände kostet Energie, die im Tank als Kraftstoff gespeichert ist. Entsprechend kann man den Anteil des Rollwiderstands auch als Spritverbrauch berechnen. Ein Beipiel: Bei einem Fahrzeug, das im gemischten ECE-Fahrzyklus 6,71/100 km verbraucht, bewegt sich der Verbrauchsanteil der Reifen im Schnitt zwischen 1,4 Liter (Autobahn) und 2,6 Liter auf 100 km (Stadt). ......
Mit anderen Worten ist die Walkarbeit nicht proprotional der Geschwindigkeit!
Inwieweit das gewicht in den Rollwiderstand eingeht bin ich mir nicht sicher: natürlich ist laut Formel der Rollwiderstand proportional zum Gewicht. Allerdings sind die Reifen/Felgen natürlich auf das höhere Gewicht ausgelegt, so dass sich der Rollwiderstandsindex von Autos mit 1200kg (Benziner) und 1600kg (e-Auto) unterscheiden.
Bei einem Wirkungsgrad bis 90% der Rekuperation bleibt die Frage, wie hoch der Anteil der Bremsenergie am Gesamtenergieverbrauch (also vor allem Luftwiderstand/Rollwiderstand und Wirkungsgrad des Antriebs) ist, wozu ich auf die schnelle nichts gefunden habe.
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Re: Mehr Gewicht = Höherer Verbrauch; oder doch nicht?

Beitragvon TY12 » Sa 9. Sep 2017, 22:16

Um die Diskussion mal zusammenzufassen :D :
ein leichtes BEV mit cw x A sehr niedrig und geringer Motorleistung (da die elektrischen Verluste proportional zum Quadrat der Ströme sind und es von denen eine Menge im Fahrzeug gibt), guter Isolierung und Wärmepumpe hat den geringsten Energieverbrauch auf 100 km. Der Einfluß der Masse ist wie hinlänglich ausgeführt merklich geringer als bei einem Verbrenner.
Gruß Rudi
PS: Schade, dass Audi nicht verstanden hat, dass es mit dem A2 3L eigentlich schon so ein Fahrzeug hatte. Nur mal so, was da um 2000 auf die Beine gestellt wurde: Kofferaum wie Golf, vier Sitzplätze bei 4 m Länge, 850 kg Masse + Insassen, cw = 0,25! Das als Blaupause wäre ein Knüller BEV!!!!
Golf 300 ab Mai 2018 :cry: :cry:
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