Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustrie?

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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Andi_ » Sa 21. Okt 2017, 20:11

motion hat geschrieben:
Im Premium-Segment werden Porsche, BMW und Audi Tesla den Rang ablaufen, im günstigen Segment die Asiaten. Ich denke daher, dass Tesla scheitern wird. Aber sie haben es versucht und das verdient Anerkennung.

Nach meinem Wissen kommt bei Porsche erst ab 2020 überhaupt was, bei BMW kommt bis 2020 auch fast nix (nur i3 mit etwas mehr Reichweite und 2-türiger e-Mini mit Akku ähnlich wie i3 mit 94 Ah). Ob Audi sich endlich entschließt was vollelektrisches zu verkaufen werden wir sehen (ich glaube es nur wenn ich es gesehen habe :lol: ). Also Konkurrenz sehe ich bis 2020 höchstens nur von Audi, wenn sie das mit dem e-SUV überhaupt durchziehen und nicht nur ankündigen (und dann auch noch in entsprechenden Mengen verkaufen, und natürlich zu konkurrenzfähigen Preisen...).
Oder hast Du vielleicht andere Infos, die ich nicht kenne?
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon motion » So 22. Okt 2017, 21:05

Es sind doch nur 2 Jahre. Und bis das Model 3 nach Europa kommt, ist es Ende 2018.

@Karlsson

http://www.autobild.de/bilder/die-guens ... tml#bild24
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Helfried » So 22. Okt 2017, 22:16

Volkswagen könne an seiner Arroganz zugrunde gehen.
VW habe die Rohstoffbeschaffung komplett verschlafen:

https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... en-lassen/
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon JuergenII » Mo 23. Okt 2017, 00:49

Rudi L hat geschrieben:
VW wird die Kurve kriegen, notfalls mit Hilfe der Steuerzahler. Nach derartiger Bedürftigkeit sieht es derzeit nicht aus, an den Zahlen gemessen machen die zur Zeit alles richtig.

Wo nimmst Du den grenzenlosen Optimismus her?

Alleine in den USA haben sie bis jetzt 25 Milliarden Euro dank ihrem Betrug verbrannt. Das sind alleine schon die Gesamtgewinne von zwei Jahren. Ihr Glück ist, dass sie momentan in Europa relativ ungeschoren davonkommen. Die Frage ist, ob das so bleibt!

Momentan bricht die CashCow Diesel ein, mit der die Autofirmen richtig Geld verdienen. Was zur Folge haben wird, dass neben massiven Umsatzrückgängen sie die Emissionsgrenzen nicht mehr einhalten. VW hat mit ihrer Kernmarke schon vor dem Skandal unterdurchschnittlich verdient, nach dem Skandal können sie nur mit massiven Preisabschlägen und Eigenzulassungen bis auf den China-Markt noch glänzen. Man sehe sich die Eigenzulassungen im Juni 2017 in Deutschland an: SEAT 38,9% Skoda 28,6, VW 28,3% Porsche 26% und Audi 26%. Der Golf wird zur Zeit mit bis zu 44% unter Neupreis verkauft. Audi A4 haben bis zu 40% Abschläge und der Skoda Oktavia ist mit 46% dabei! Kein Wunder das sie mit diesen Nachlässen mehr Fahrzeuge verkaufen. Ob sie damit aber noch Geld verdienen steht auf einem anderen Blatt.

Zusätzlich brauchen sie Milliarden für den Umbau auf E-Mobilität.

Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit wann sich die VW-Gruppe von Vermögensteilen trennen wird. Das letzte was ich heute kaufen würde wären VW-Aktien.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon 150kW » Mo 23. Okt 2017, 06:05

Andi_ hat geschrieben:
..., bei BMW kommt bis 2020 auch fast nix (nur i3 mit etwas mehr Reichweite und 2-türiger e-Mini mit Akku ähnlich wie i3 mit 94 Ah).
Hast den X3 vergessen.

Andi_ hat geschrieben:
Ob Audi sich endlich entschließt was vollelektrisches zu verkaufen werden wir sehen (ich glaube es nur wenn ich es gesehen habe :lol: ). Also Konkurrenz sehe ich bis 2020 höchstens nur von Audi, wenn sie das mit dem e-SUV überhaupt durchziehen und nicht nur ankündigen (und dann auch noch in entsprechenden Mengen verkaufen, und natürlich zu konkurrenzfähigen Preisen...).
Zulieferer haben schon Jahresmengen von ~60.000 Stück bestätigt. Und wenn 2019 der Sportback nachkommt, gibt es von Audi schon zwei Konkurrenzfahrzeuge.

Daimler (EQC), sollte man auch beachten. Die haben in Norwegen ja schon ne Menge Reservierungen abgestaubt.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon 150kW » Mo 23. Okt 2017, 06:13

Helfried hat geschrieben:
Volkswagen könne an seiner Arroganz zugrunde gehen.
VW habe die Rohstoffbeschaffung komplett verschlafen:
Soll Tesla nicht anders gegangen sein:

"Elon kam zu mir, weil wir einen Nickelsulphat- und Cobaltsulphatbetrieb in Australien haben, und eben nicht im Kongo. Und Elon sagte: ´Ich habe die grösste Batteriefabrik der Welt, sodass ich dein Nickel und Cobalt zum aktuellen Marktpreis für die nächsten 10 Jahre kaufen will, und zwar weil ich der grösste Käufer bin´.
[...]
Wenn du also nicht bereit bist, unser Cobalt und Nickel zum Marktpreis auch in der Zukunft zu kaufen, dann wirst du nicht in der Lage sein, Batterien in deiner eigenen Gigafactory zu bauen..."
https://www.wallstreet-online.de/nachri ... dungsmacht


Finde es auch komisch VW (oder irgendjemanden) vorzuwerfen arrogant zu sein weil sie bei Verhandlungen mit einem niedrigen Preis einsteigen. Ist doch klar das man niedrig einsteigt, erhöhen kann man ja noch.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Solarstromer » Mo 23. Okt 2017, 20:16

JuergenII hat geschrieben:
Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit wann sich die VW-Gruppe von Vermögensteilen trennen wird. Das letzte was ich heute kaufen würde wären VW-Aktien.


Da muss man sich nur die Bilanz ansehen. Gewinn vor Steuern:

2013: 12.4 Mrd.€
2014: 14.8 Mrd.€
2015: -1.3 Mrd.€
2016: 7.3 Mrd.€
2017: 14.2 Mrd. € (Schätzung Durchschnitt aller Analysten)

Mich haut es echt um, wie wenig diese Krise den VW Konzern tangiert. Da gibt es einmal in 2015 einen kleinen Verlust, ich meine das waren Rückstellungen und nach 2 Jahren ist alles wieder ausgebügelt. Ich meine ich habe gelesen, der VW Konzern verkauft in 2017 rund 9% mehr Fahrzeuge wie im Jahr zuvor.

Wo du dein 'Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit wann sich die VW-Gruppe von Vermögensteilen trennen wird' bei diesen Zahlen her nimmst, ist mir schleierhaft.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Helfried » Mo 23. Okt 2017, 20:53

Solarstromer hat geschrieben:
Wo du dein 'Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit wann sich die VW-Gruppe von Vermögensteilen trennen wird' bei diesen Zahlen her nimmst, ist mir schleierhaft.


Man könnte daraus ableiten, der Zenit sei überschritten. Zumindest einen schönen Aufwärtstrend sieht man bei den Zahlen nicht.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Naheris » Mo 23. Okt 2017, 21:06

Dir ist aber schon klar, dass die Zahlen bedeuten, dass VW mal in zwei Jahren eben 30 Mrd. an Verlusten* weggesteckt hat? Und sie zahlen ja dieses Jahr auch noch. Addier die doch mal auf die Ergebnisse. Dann hast Du Deinen Aufwärtstrend. :twisted:

Oder wollen wir mal die Zahlen gegen die von Tesla legen, der einzigen Firma, die ja eigentlich die "neue Mobilität" vertritt? Da werden die Zahlen auch immer größer - nur leider mit einem negativen Vorzeichen. :mrgreen:

(*) Es waren faktisch weniger, weil darunter auch Investitionsverpflichtungen stehen, für die aber bereits Gelder zurück gestellt wurden. Will heißen: das Geld ist schon da. Zu diesen Verpflichtungen kommen noch die Kosten der Rückrufe sowie Mehrinvestitionen in die Elektromobilität.

Der Untergang von VAG ist offensichtlich abgesagt.

Der von BMW aber wohl auch, so als #4 der EV-Hersteller weltweit. Mercedes könnte noch untergehen, und Opel, wenn man sie als Deutsch ansieht. Ford auch. Aber VAG? :lol:

Die haben im Gegensatz zu den Foren hier auch bei vielen Leuten jetzt einen Bonus, weil sie...
A) viele ihrer Bosse rausgetreten haben (das kommt gut an wenn man die Stammtische so fragt),
und B) einen Sympathiebonus, weil ja alle auf VW rumtreten, und jeder weiß, dass es alle sind. Der arme Sündenbock kriegt häufig einen solchen Bonus.
Und C) sind die umgetauschten Fahrzeuge in der USA alles Neuverkäufe. ;)
Ladeleistung und Übersicht derzeit gängiger EVs (Link im Forum)

Passat GTE Bild
e-Golf 300 (voraussichtlich ab Dezember 2017)
... and I paced (#22).
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Andi_ » Di 24. Okt 2017, 05:49

motion hat geschrieben:
Es sind doch nur 2 Jahre. Und bis das Model 3 nach Europa kommt, ist es Ende 2018.

In 2 Jahren ist 2019, und da kommt von den deutschen "Premiumherstellern" eben nur das, was ich geschrieben habe ("fast nix").

150kW hat geschrieben:
Andi_ hat geschrieben:
..., bei BMW kommt bis 2020 auch fast nix (nur i3 mit etwas mehr Reichweite und 2-türiger e-Mini mit Akku ähnlich wie i3 mit 94 Ah).
Hast den X3 vergessen.

Ne, das ist das was dann ab 2020 bei BMW kommt (neben dem sagenumworbenen neuen BEV-BMW-Modell, der aber noch 1 Jahr später kommt, nicht vor 2021).
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