Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustrie?

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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Isomeer » Sa 21. Okt 2017, 09:07

Müller und auch schon Winterkorn - einfach nur peinlich in der Öffentlichkeit. Schlechtere PR kann man der eigenen Marke nicht antun. Wen meinte Müller nur mit "Ankündigungsweltmeister"? Sein Spiegelbild?
Die investieren ansonsten doch lieber in Lobbybüros als durch Ingenieurskunst in die ehrlich verdiente, technische Zukunft.
Das größere Problem ist für mich allerdings die Kumpanei mit der Politik auf dem Rücken der Steuerzahler und Autobesitzer.
Wer es noch nicht kennt: Einfach mal nach der Reportage "Autoland abgebrannt" suchen; Youtube oder ARD-Mediathek.

Und da ich jetzt auch erfahren habe, dass ich (der Kunde) die eigentliche Schuld trage:
Allein diese Art "VW-Werbung" machen einen Kona oder I-Pace für mich schon mal doppelt so sympathisch.
Selbst bei Preis-/Leistungs-Gleichstand würde ich kein VAG-Fahrzeug mehr kaufen, mir kommt kein Auto aus dem VW-Konzern mehr in die Garage. Habe fertich :evil: !
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Beitragvon motion » Sa 21. Okt 2017, 09:41

Ich sehe die Entwicklungen bei Tesla kritisch, möglicherweiße fliegt der Laden bald um die Ohren.
Aktien würde ich jetzt verkaufen.

Die Produktionsprobleme beim Model 3 scheinen doch wohl schwerwiegend zu sein. Und es ist doch wirklich nicht klar, ob in der Gigafactory noch die aktuelle Batterietechnik produziert wird, wenn andere eine neue Technik etablieren.

Im Premium-Segment werden Porsche, BMW und Audi Tesla den Rang ablaufen, im günstigen Segment die Asiaten. Ich denke daher, dass Tesla scheitern wird. Aber sie haben es versucht und das verdient Anerkennung.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon André » Sa 21. Okt 2017, 10:19

"...möglicherweise, ...würde ich, ...scheinen, ...nicht klar, ...scheitern..."

Boww ehh!
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Helfried » Sa 21. Okt 2017, 10:27

motion hat geschrieben:
Ich sehe die Entwicklungen bei Tesla kritisch, möglicherweise fliegt der Laden bald um die Ohren.
Aktien würde ich jetzt verkaufen.


Vor allem macht mir Sorgen, dass sich im Aktienchart eine obere Umkehrformation zu bilden scheint, nämlich eine "umgekehrte Schüssel", das heißt, der Aufwärtstrend verläuft nicht mehr linear, sondern bildet einen langmonatigen Bogen aus. Das ist eine typische Top-Formation und normalerweise kein gutes Omen.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Rudi L » Sa 21. Okt 2017, 10:37

Tesla wird nicht untergehen, dazu ist die Marke zu wertvoll. Vielleicht kauft die mal jemand, hoffentlich der richtige und nicht GM. Die können keine Marken pflegen.

VW wird die Kurve kriegen, notfalls mit Hilfe der Steuerzahler. Nach derartiger Bedürftigkeit sieht es derzeit nicht aus, an den Zahlen gemessen machen die zur Zeit alles richtig.

Also, Aktien von VW und Tesla sollte man halten.
Zuletzt geändert von Rudi L am Sa 21. Okt 2017, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Karlsson » Sa 21. Okt 2017, 10:40

Wiese hat geschrieben:
Alle Hersteller haben betrogen und tun es immer noch. Kein einziges Verbrennerfahrzeug erreicht die Vorgaben im normalen Straßenverkehr.

Doch, schau Dir einfach mal die Messungen der DUH an. Und der Verein steht ja wohl keineswegs im Verdacht, irgendein gutes Haar an den Herstellern zu lassen.

Isomeer hat geschrieben:
Selbst bei Preis-/Leistungs-Gleichstand würde ich kein VAG-Fahrzeug mehr kaufen, mir kommt kein Auto aus dem VW-Konzern mehr in die Garage. Habe fertich :evil: !

Ich tendiere dazu, bald einen gebrauchten EU6 Diesel von denen zu kaufen. Mit ein Argument dafür sind die Messungen der DUH, wo der für mich interessante VW halb so viel NOx emittiert wie die alternativen Opel und Ford Modelle.
Elektrische Alternativen gibt es ja noch keine und der Hybrid Toyota ist erheblich teurer bei gleichem Alter und Kilometerstand.

Ich mag den Müller auch nicht, aber die Alternativen sind doch dasselbe in grün.
Und e-Autos nicht von VW zu kaufen halte ich für totalen Unsinn, das bestärkt doch nur noch die Verweigerung'shaltung, weil die Kunden angeblich die e-Autos ja nicht wollen.

Die Zukunft von Tesla halte ich auch für noch nicht gesichert, hoffe aber, dass das möglichst gut aussehen wird. Allein schon als Arschtritt für die anderen, sonst fallen die vom langsamen Gehen auch wieder ins Kriechen zurück. Das ganze Gesocks braucht doch ständig Druck von außen, sonst hätten die den 3 Wege Kat heute immer noch nicht eingeführt.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon motion » Sa 21. Okt 2017, 10:51

@Karlsson

Euro 6 Diesel sind eine schlechte Idee. Wenn es unbedingt Diesel sein muss, dann Euro 6d. Aber die sind nicht mal als Neuwagen verfügbar, sondern kommen erst noch.

Rudi L hat geschrieben:
Tesla wird nicht untergehen, dazu ist die Marke zu wertvoll. Vielleicht kauft die mal jemand, hoffentlich der richtige und nicht GM. Die können keine Marken pflegen.

VW wird die Kurve kriegen, notfalls mit Hilfe der Steuerzahler. Nach derartiger Bedürftigkeit sieht es derzeit nicht aus, an den Zahlen gemessen machen die zur Zeit alles richtig.

Also, Aktien von VW und Tesla sollte man halten.


Warum sollte ein anderer Konzern Tesla kaufen und zu welchen Preis? Autos mit ähnlicher Reichweite sind zum Marktstart des Model 3 verfügbar, teilweise sogar günstiger (Nissan-Leaf, GM-Bolt in den USA).

Ohne Panasonic kann Tesla auch kein Akkupack realsieren. Die Patente öffentlich zu machen war auch ein Fehler.
Ich sehe den echten Wert von Tesla für etablierte Volumenhersteller nicht.

Mit so einer Übernahme nimmt ein Konzern auch eine große Last auf, die erst mal verdaut werden muss. Das Geld fehlt dann z.B. in der Entwicklung.

Eine Übernahme erfolgt wenn überhaupt nur, wenn der Börsenwert im Keller ist. Aber selbst dann würde eine Übernahme eine schwere Kost sein.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Karlsson » Sa 21. Okt 2017, 11:18

motion hat geschrieben:
Euro 6 Diesel sind eine schlechte Idee. Wenn es unbedingt Diesel sein muss, dann Euro 6d. Aber die sind nicht mal als Neuwagen verfügbar, sondern kommen erst noch.

Doch, die gibt es schon. Nur nicht in meiner Preisklasse. Wir werden einen 2015er oder 2016er Golf, Focus, Astra oder Octavia kaufen als Kombi mit 1,5-1,6er Maschine.
Oder einen Auris TS Hybrid, falls der gleich alt bis höchstens 2000 mehr kostet. Das geht zur Zeit aber in Richtung 5000 mehr.
Klar wäre EU6d schöner, aber geht halt nicht. Wir haben den Kauf schon Jahre hinaus gezögert, groß länger als Ostern 18 warten wir nicht mehr.
Auch mit EU6b ist man wohl vor Fahrverboten sicher und wir wollen einen ökonomische Lösung für 6-7 Jahre. Bzw bis der Wagen dann durch ein E-Auto ersetzt werden kann und ich rechne damit für Mitte der 2020er und denke da an eines der Derivate mit mehr Platz vom VW ID oder ein Model 3. Jeweils als Gebrauchtfahrzeug.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon motion » Sa 21. Okt 2017, 12:23

Besser den Auris-Hybrid. Der Mehrpreis wirst du wieder beim Wiederverkaufswert herausholen.
Außerdem sollte der Hybrid haltbarer sein. Moderne Diesel sind nicht mehr so robust wie früher.
Ein Piezo-Einspritzventil kostet locker mal 700€! Mit dem Rußpartikelfilter hat auch so mancher ein Problem.

Außerdem ist der Auris besser für Kurzstrecken geeignet und verfügt über Automatik. Ich würde beim Gebrauchten nur noch ZF8-Gangautomatik nehmen, VW verbaut aber das DSG. Ein Turbolader hat der Auris auch nicht.

Das der Diesel wesentlich lauter als der Auris arbeitet muss ich dir ja nicht sagen und man weiß nie, ob Fahrverbote kommen oder nicht. Besser für die Umwelt ist der Auris.

Nur um kurzfristig 2.000€ zu sparen würde ich keine Risiken eingehen.
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Re: Die letzten Zuckungen der "alten" deutschen Autoindustri

Beitragvon Karlsson » Sa 21. Okt 2017, 12:39

motion hat geschrieben:
Besser den Auris-Hybrid. Der Mehrpreis wirst du wieder beim Wiederverkaufswert herausholen.

Nein, das glaube ich nicht. Der Wertverlust wird bei unserer Haltedauer mindestens genaus hoch sein.

motion hat geschrieben:
Ein Piezo-Einspritzventil kostet locker mal 700€!

Es waren 500€ bei Nippon-Denso. Die Bosch Injektoren lassen sich für 100€ überarbeiten.

motion hat geschrieben:
Außerdem ist der Auris besser für Kurzstrecken geeignet und verfügt über Automatik. Ich würde beim Gebrauchten nur noch ZF8-Gangautomatik nehmen, VW verbaut aber das DSG. Ein Turbolader hat der Auris auch nicht.

Wir nehmen natürlich einen Handschalter und nicht so ein aufwändiges DSG Gedöns. Die Automatik beim Auris ist nett - wie gesagt, für 2000 mehr wäre ich dabei und nehmen auch den kleineren Kofferraum und das altbackene Interieur noch in Kauf. Aber darüber hört es auf. Mit den Kurzstrecken haben wir nicht das Problem, der Wagen kriegt oft genug Autobahn und brennt sich frei.

Der Hybrid ist technisch schon toll, aber er ist derzeit zumindest im Gebrauchtmarkt zu teuer und kommt zu spät. Für mich ist das auch nur ein Verbrenner. Für ein E-Auto oder auch PHEV würde ich schon noch mehr ausgeben, aber nicht für ein Fahrzeug, das letzten Endes dann doch nur Benzin tanken kann.
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