Kurzbericht aus Norwegen

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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon Grana Padano » Do 15. Mär 2018, 13:31

Am Lader hatte ich mit dem Fahrer eines Tesla-Taxis gesprochen. Er meinte in D gibt es etwa 25 Teslas die als Taxi unterwegs sind. Durch Probleme mit dem Taxameter, ging das längere Zeit nicht. Irgendwas mit Eichung und Abnahme in einem EV war das Problem.
Erst vor kurzem hätte sich Tesla darum gekümmert und in D ist der Einbau und die Abnahme wieder möglich.
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon Pianist » Do 15. Mär 2018, 14:59

Aber welcher Berliner Taxiunternehmer würde so viel Geld für einen Tesla ausgeben, wenn er dafür drei Priusse kaufen kann?

Matthias
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon spark-ed » Do 15. Mär 2018, 15:47

Immerhin bekommen die Tesla wieder eine Taxi-Zulassung
Und nicht nur in Oslo, sondern auch in Berlin gibt es Teslataxis:
https://www.welt.de/motor/petrolheads/a ... empft.html
Das sollte auch bei uns mehr gefördert werden. Die durchschnittlich 200km, die z.B. dieses Taxi täglich fährt, werden vermutlich zu einem großen Teil im Stadtbereich abgespult. Halt genau da, wo die lokale Emissionsfreiheit eines Elektroantriebs seinen positiven Effekt voll ausspielen kann.
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon geko » Do 15. Mär 2018, 15:48

Welches Taxiunternehmen kauft Fahrzeuge statt sie zu leasen?
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon Pianist » Do 15. Mär 2018, 16:01

In Berlin so ziemlich jeder. Die streben eine lange Nutzungsdauer an, alles andere ist denen zu teuer.

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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon UliK-51 » Do 15. Mär 2018, 16:38

spark-ed hat geschrieben:
Ja, so funktioniert die Welt leider.
Es wäre den Konzertbesuchern vermutlich nicht zuzumuten gewesen, wenn der Künstler mit einem vor Ort geliehenen Cello gespielt hätte.


Lieber spark- ed, verschwende bitte kein Ressourcen mehr, ein Konzert zu besuchen. Kauf Dir stattdessen eine CD. Das genügt schließlich auch- und laß- bitte- andere ihr Leben gestalten, wie sie möchten.

Nebenbei bemerkt: Ich habe genug von den Veggi Tag Vorschriften der Grünen. Andere auch, wie die Wahlergebnisse zeigen.
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon spark-ed » Do 15. Mär 2018, 18:10

Lieber UliK-51,

sei dir sicher, dass ich weder etwas verbieten kann noch irgendwas mit Veggiedays am Hut habe.
Bin wohl auch ein ziemlich unzivilisierter Kulturbanause, denn ich war noch nie in der Royal Albert Hall oder habe gar ein Konzert der New York Phiharmonics beigewohnt und jetzt lege ich mich in einem Elektroautoforum ausgerechnet mit Musikern an...

Es war mir aber ein Bedürfnis, die mit unseren liebgewonnen Lebensgewohnheiten oft einhergehende gigantische Ressourcenverschwendung anhand dieses in der Nachbetrachtung zugegeben schlecht gewählten Beispieles zu verdeutlichen.

Der Ressourcenverbrauch für einen reservierten Sitzplatz im Flugzeug ist durch entsprechende Berechnungstools in einer realistischen Größenordnung nun mal ziemlich gut zu ermitteln und in diesem Fall tatsächlich auf den Transport eines einzelnen Cellos zurückzuführen.
Mir ist schon klar, dass ein Berufsmusiker oft eine besondere Bindung zu seinem Instrument hat. Auch ist zu vermuten, dass die klimatischen Bedingungen im Frachtraum eines Flugzeuges der Stimmung eines Saiteninstruments abträglich sein können und vielleicht sogar eine längere Re-Akklimatisierung am Spielort erforderlich machen.

Es schadet trotzdem nicht, die Auswirkungen unseres Handelns in allen Bereichen beurteilen zu können und mindestens auf Erfordernis und Alternativen zu hinterfragen, auch wenn wir in unserem Handlungsspielraum oftmals sehr gefangen sind, wie von AbRiNgOi gut erläutert.
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon UliK-51 » Do 15. Mär 2018, 20:19

spark-ed hat geschrieben:
Mir ist schon klar, dass ein Berufsmusiker oft eine besondere Bindung zu seinem Instrument hat. Auch ist zu vermuten, dass die klimatischen Bedingungen im Frachtraum eines Flugzeuges der Stimmung eines Saiteninstruments abträglich sein können und vielleicht sogar eine längere Re-Akklimatisierung am Spielort erforderlich machen.


Ja, mir ist kürzlich während der eiskalten Trockenperiode im leicht geheiztem Zimmer der Boden (Rücken) des Kontrabasses auf eine Länge von 60 cm aufgerissen. Nicht etwa an einer 'Naht', sondern das Holz selbst ist gesplissen- und noch dazu in leichtem Bogen. Inzwischen hat ein Bassbauer den Boden abgenommen. Die Reparatur wird sich auf ca. 1700 € belaufen. (inkl. einiger Kleinigkeiten, die man dann mit erledigen läßt.)
Wer weiß, was für ein Klima im Gepäckraum eines Flugzeugs in 11.000 m Höhe herrscht?
Rechne mal mit 8000- bis Ende offen für ein gutes Cello.

Ja, ich habe auch schon mit Leihbässen gespielt: Das geht von OK bis unspielbare Katastrophe. Da mußte mir der Veranstalter noch über Nacht einen Ersatz besorgen. Hat er auch. Statt unspielbar dann dreckig, daß ich am liebsten mit Gummihandschuhen gespielt hätte. :shock:
Grüße
Uli
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon geko » Do 15. Mär 2018, 21:16

Könnt ihr eure Musik-Diskussion nicht woanders führen?
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Re: Kurzbericht aus Norwegen

Beitragvon Horse » Di 20. Mär 2018, 23:59

Wieso? - Ist doch mal ganz interessant, was für "Hobbys" es hier außer Autos noch gibt...
spark-ed hat geschrieben:
Hi Matthias,
schöner Bericht. Danke.

Eine Sache stößt mir aber leider etwas sauer auf:
...
Sorry, dass ich das hier stellvertretend für so viele andere ähnliche "Kleinigkeiten" anprangere, aber diese Zusammenhänge sind den meisten Leuten gar nicht bewusst (oder werden bewusst verdrängt)

Ist ja gut, das auch im Alltag zu bedenken und darauf hinzuweisen - ich weiß z. b. nicht, ob alle (mich eingeschlossen) täglich solche ähnliche "Kleinigkeiten" präsent haben, wie etwa dass das Internet und E-Mails alles andere als klimaneutral sind.

Allein schon googeln... http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 85217.html


Oder, um beim Auto zu bleiben
Auf alle Anfragen bezogen, kostet Google pro Stunde genau so viel Energie, wie ein Auto auf 12.000 Kilometern Fahrt an CO2 ausstößt.

Wie viel Energie kostet das Surfen?
... Schätzungsweise verbrauchen Rechenzentren auf der ganzen Welt etwa 152 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Weltweit wären inzwischen 25 Atomkraftwerke notwendig, um genügend Strom für das Internet zu produzieren.https://www.wasistwas.de/details-wissen ... -6658.html


Würde es sich bei dem anhaltend ständigen bzw. sogar steigenden Verbrauch nicht eher lohnen anzusetzen, als bei einer relativ seltenen Kontrabaß-Konzertreise?
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