kein Verbrenner mehr

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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon nr.21 » Do 11. Okt 2018, 10:19

Elektrivirus hat geschrieben:
Vielen geht es schon wie euch, sie könn(t)en ihre Mobilität locker mit verfügbaren BEV abdecken, aber für alle trifft das eben noch nicht zu, und wer sind wir, dass wir darüber urteilen dürften, was angemessen ist, und was nicht?


Genau um diese Vielen geht es doch. Wenn sie doch wenigstens darüber nachdenken würden, ob ein E-Auto passt.
Und wenn nur ein Teil dieser Vielen eins haben wollten, käme schon Schwung in die Sache.
In anderen Ländern geht es ja auch.
Hierzulande sind es Autoindustrie und Händler, die immer noch massiv auf der Bremse stehen.
Lange Lieferzeiten tun ihr Übriges
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Jossle » Do 11. Okt 2018, 10:23

Einfach richtig lesen. Ich habe nur von unseren Erfahrungen gesprochen und das es problemlos klappt. Wir wohnen auch nicht auf dem Mond und meditieren auch nicht den ganzen Tag vor dem Lader und warten auf Eingebungen :D . Der Treat ist doch dafür da, Praxiserfahrungen zu erhalten. Eine kleine Ermutigung es vielleicht auch selbst zu versuchen.

Manche Einträge legen aber die Vermutung nahe, dass es dem ein oder anderen Schreiber genau um das Gegenteil geht und um die Selbstbestätigung das es nicht geht. Wenn es für euch nicht geht, keiner zwingt euch? Die Diskussion um die Anforderung der "Eierlegendenwollmilchsau" gibt es übrigens auch nicht beim Verbrenner. Da gab es für mich auch kein Auto das zu unseren Anforderungen gepaßt hat. Deswegen für uns kein Verbrenner mehr und es klappt ;)
Seit dem 07.11.17 mit dem Ioniq unterwegs :D
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon The Stig » Do 11. Okt 2018, 10:30

Ich habe selber erst eine 800km Reise hinter mir. 5 Personen im Kombi. Ja wir haben eine große Pause gemacht die etwas länger gedauert hat (ca. 45-50min), der Rest waren kurze stops für Toilette, einen Kaffee usw. Keiner groß länger als 10 min. Ein weiterer geplanter Stop war das tanken in Innsbruck. Ich hätte auch ohne Tankstop von Italien aus komplett heim fahren können (1200km Reichweite) habe aber die Preise in Italien nicht eingesehen. Tempo waren meist gewählte 110-120 km/h mit Klima, da es sehr warm war. Wären wir das mit einem Ioniq gefahren, hätte ich die Pausen anders setzen müssen. Abgesehen davon das die verfügbaren Ladestationen auf der Strecke besonders in Italien mehr als schlecht gewesen wären.

Meinungen sind wie Unterhosen. Jeder sollte eine haben.
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Michael_Ohl » Do 11. Okt 2018, 10:38

Für ein Urlaubsreise wäre mir derzeit ausser einem Tesla auch noch kein Auto gut genug. Liegt aber nicht am Fahrzeug sondern an der Ladeinfrastruktur. Wäre diese so gut aufgebaut wie heute die Tankstellen Netze, die auch seit Jahrzehnten auf dem Rückmarsch sind wäre das anders.

MfG
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon EVduck » Do 11. Okt 2018, 10:45

@Elektrovirus: Volle Zustimmung. Wer sind wir, dass wir urteilen könnten... Aber darum geht es (mir zumindest) gar nicht, sondern vor allem darum aufzuzeigen, was alles schon ginge (Sollte das als "urteilen" 'rüberkommen, bitte ich das zu entschuldigen!

Vorneweg spiele ich mal den AbRiNgOi: 6,8kg CO2 pro Tag und Person, dass ist die Menge, die wir maximal emitieren dürfen um das Klima einigermaßen im Gleichgewicht halten zu können! (siehe dort)

Ich kann Karlsson zum Beispiel verstehen, wenn er auf seinem (e-)Kombi mit AHK 'rumreitet. Ich fände es auch toll, gäbe es so etwas! Er 'braucht' ihn, da er gerade ein Häuschen baut und er Famillienzuwachs plant. Ich habe zwar 'nur' umgebaut, dafür aber zu 100% in Eigenleistung. Die Zoekupplung kam erst heraus, als ich quasi fertig war.

Der Unterschied zwischen Karlsson und mir ist, ich habe mich entschieden, keinen Verbrennerkombi mit AHK zu kaufen sondern auch den Umbau und alles was damit zusammen hängt mit der Zoe abzuwickeln. Macht mich das zu einem besseren Menschen? Ganz klar: Nein! Ich habe einfach entschieden, dass mir das o.g. Ziel wichtiger ist, als einige unnötige Bequemlichkeiten.

Und nun kommen wir zum 'urteilen'. Kann ich beurteilen ob Karlsson aus Bequemlichkeit so gehandelt hat? Oder gibt es zusätzliche Gründe, die es ihm unmöglich machen anders zu handeln? Das kann ich niemals wirklich beurteilen. Ich kann ihm nur sagen ICH brauche keinen Kombi mit AHK, solange es den nicht in elektrisch gibt, so dass ich das o.g. Ziel erreichen kann, weil mir das Ziel wichtiger ist als meine Bequemlichkeit. Ich kann auch sagen: "Es geht, wenn man will (auch wenn man mit Einschränkungen leben muss),", kann aber nicht urteilen: Bei dir geht es auch. Ich kenne nie das ganze Bild.

Ich nehme mir aber die Freiheit heraus, jeden zu kritisieren, der aus meiner Sicht zu wenig fürs Klima (und damit für die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkel) tut.
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Michael_Ohl » Do 11. Okt 2018, 11:00

Irgend wie finde ich es doch Lustig, das jetzt der Kunde das Heft in die Hand gedrückt bekommt, mit dem er den Fortbestand der deutschen Autoindustrie bestimmen kann. wenn ab 2020 eine CO2 Senkung um 35% ansteht und die Leute weiter SUV kaufen, kann die deutsche Autoindustrie die Strafen bald nicht mehr zahlen und ist weg von Fenster.
Die Kunden haben es also in der Hand, Kleinwagen und E-Autos zu kaufen oder in Zukunft nur noch Chinesische Autos fahren zu können. Irgend wie eine lustige Ironie die sich die Industrie aber selbst eingebrockt hat.

mfG
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Helfried » Do 11. Okt 2018, 11:32

Elektrivirus hat geschrieben:
Vielen geht es schon wie euch, sie könn(t)en ihre Mobilität locker mit verfügbaren BEV abdecken, aber für alle trifft das eben noch nicht zu, und wer sind wir, dass wir darüber urteilen dürften, was angemessen ist, und was nicht?


Das mit deinen erwähnten Schmutzfink-Allüren scheint tatsächlich langsam unmodern zu werden. Sozusagen Umweltschutz 2.0.
Version 1.0 war ja immerhin schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrtausends.
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon jonn68 » Do 11. Okt 2018, 13:05

Helfried hat geschrieben:
Elektrivirus hat geschrieben:
Vielen geht es schon wie euch, sie könn(t)en ihre Mobilität locker mit verfügbaren BEV abdecken, aber für alle trifft das eben noch nicht zu, und wer sind wir, dass wir darüber urteilen dürften, was angemessen ist, und was nicht?


Das mit deinen erwähnten Schmutzfink-Allüren scheint tatsächlich langsam unmodern zu werden. Sozusagen Umweltschutz 2.0.
Version 1.0 war ja immerhin schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrtausends.


Dann gib mir mal einen Vorschlag wie man mit Wohnwagen oder Wohnmobil elektrisch in den Urlaub fahren soll? Mit einem Tesla X 100D sind max 180km machbar, dann muß man auf 100% laden und selbst das SUC Netz ist nicht so dicht um das hinzubekommen.

Und mit Bahn kann ich mit Kajaks, SUP nicht mit ÖPNV in den Urlaub fahren > also sollen alle zuhause bleiben?
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Tesla Model S 135 » Do 11. Okt 2018, 13:10

Eifel-Thomas hat geschrieben:
BTW: Nach über 30 Jahren im Schuldienst ist mir klar geworden, dass Deutschland nicht das Volk der Dichter und Denker ist.

"Man rettet gern aus trüber Gegenwart sich in das heitere Gebiet der Kunst, und für die Kränkungen der Wirklichkeit sucht man sich Heilung in des Dichters Träumen."
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Re: kein Verbrenner mehr

Beitragvon Tesla Model S 135 » Do 11. Okt 2018, 13:12

jonn68 hat geschrieben:
Und mit Bahn kann ich mit Kajaks, SUP nicht mit ÖPNV in den Urlaub fahren > also sollen alle zuhause bleiben?

Ich würd den Krempel am Ferienort einfach mieten. Früher haben wir auch jeden Rotz mitgenommen, das hat ausgesehen als ob Zigeuner on tour waren. Muss ich heute nicht mehr haben. Und der X zieht so´n normalen Camper gut mit 35kWh im Windschatten der LKWs, sind dann beim 100er +- echte 250KM. Bei einem SuC Abstand auf Hauptrouten von max. 140 KM keine challenge.
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