Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallation?

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Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallation?

Beitragvon Turbothomas » Mo 22. Dez 2014, 14:56

Nachdem die dreiphasigen Wallboxen alle extra abgesichert sein müssen (Hausinstallation), habe ich mal über meinen 230V Sicherungskreis in meiner Garage nachgedacht.

Neben zwei Steckdosen a 230V für die Stromversorgung in der Garage hängen da noch der Garagentorantrieb und die Beleuchtung dran.
An dem Sicherungskreis hängt noch der Hauswirtschaftsraum und der Partykeller.

Wenn also im Hauswirtschaftsraum gebügelt wird (Bügeleisen mit 2kW) würde jedesmal die Sicherung fliegen würde ich einen 3,7kW-Lader eines EV einstecken. Da der EV-Ladestecker nur die Temperatur an der eigenen Steckdose misst (was anderes kann er ja nicht) würde im Extremfall - wenn die Sicherung nicht auslöst - die Hütte abbrennen.

Wie haben die 3,7kW-Lader das Problem gelöst?
Ciao
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Beitragvon p.hase » Mo 22. Dez 2014, 15:37

wie misst man die temperatur im schukostecker?
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Hasi16 » Mo 22. Dez 2014, 16:33

Ja, wofür ist eine Sicherung (Leitungsschutz) denn sonst da? Sie soll verhindern, dass die Hütte wegen einer Leitungsüberlastung (nicht Steckdosenüberlastung) abbrennt.
Daher kann man ja bei eigentlich allen ICCBs die maximale Stromstärke einstellen, damit man noch gemütlich bügeln kann. Aber ICCBs, die 16 Ampere können. gibt es wahrlich nicht viele... Die meisten haben maximal 12 oder 13 Ampere. Also sind für den Rest 690 Watt da. Für einen Garagentorantrieb (ca. 250 Watt) und reichlich Beleuchtung also noch genug Spielraum.

Viele Grüße
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Vanellus » Mo 22. Dez 2014, 17:08

ich würde nie 16 A entsprechend 3,7 kW auch noch stundenlang über eine Schuko-Steckdose saugen. Das mag sie nicht.
Für meine 3,7 kW-Schnarch-Ladung hat der Elektriker eine Extra-Leitung vom Verteilerkasten gelegt, sie per eigenem FI-Schutzschalter gesichert und die Leitung mit 20 A abgesichert. Und das ist eine einphasige Nutzung.
Schuko würde ich mit höchstens 10 A entsprechend 2,3 kW belasten. Diese Leistung haben im Haushalt unser Wasserkocher und das Bügeleisen. Beide sind jeweils nur wenige Minuten an. Wenn das Auto 2,3 kW über eine unbedarfte Schuko-Steckdose 6 oder 7 Stunden lang ununterbrochen zieht, halte ich schon das für im Grenzbereich.
Gruß
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon bm3 » Mo 22. Dez 2014, 17:12

..."Da der EV-Ladestecker nur die Temperatur an der eigenen Steckdose misst (was anderes kann er ja nicht) würde im Extremfall - wenn die Sicherung nicht auslöst - die Hütte abbrennen."...

Das ist ja nun mal immer so wenn die Sicherung nicht auslöst. :lol:

Bei Schuko-Ladung würde ich maximal 13A empfehlen, besser nur 10A.
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Elektrolurch » Mo 22. Dez 2014, 18:08

Also ich habe an ausgewählten Steckdosen auch schon stundenlang mit 16A geladen, ohne Probleme. Sogar ohne nennenswerte Erwärmung der Steckdose. Muss man aber vorher checken, ob das gutgehen kann. An mir unbekannten Installationen gehe ich mit dem Strom runter auf 14 oder 12A.
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Bluebird » Mo 22. Dez 2014, 18:34

Schukostecker ab, CEE blau dran und der 16A-Schuko-Drops ist gelutscht. Wenn man außerhäusig lädt, halt einen CEE blau-Schukoadapter anschließen.
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Turbothomas » Mo 22. Dez 2014, 20:42

p.hase hat geschrieben:
wie misst man die temperatur im schukostecker?


Die gängigen Teile machen dass, auch das Zoe-Kabel - baugleich mit Mennekes.

Mein Leistungsstaubsauger hat 2kW Anschlußleistung und wenn ich damit eine Weile gesaugt habe, kann ich den Stecker nicht mehr anfassen, so heiß wird der. Temperatur muß ich da mal messen.
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon Deef » Mo 22. Dez 2014, 21:23

wenn du auf dem land in einem restaurant spachtelst und laden musst und die wirtin schickt dich hinten zum waschhaus und da ist eine steckdose aus den 60ern, wo in den 90ern zum letzten mal strom gezapft wurde, so eine mit abgebrochenem deckel und irgendwelchen kabeln mit irgendwelchen farben, dann - ja dann,dann ist das schon fast fahrlässig, dein auto da dran zu stöpseln - egal mit wie viel ampere. sollte man zu vermeiden versuchen.
vor einem jahr mal gehabt. war auf 10 A eingestellt und wurde sehr warm.

es gibt zu Deiner Frage keine pauschale Aussage, weil die Frage zu schwammig gestellt ist. Keiner weiß ja wie Deine Hausinstallation beschaffen ist. Alles neu, alles leicht überdimensioniert, nur 10 A an Schuko - das sollte NORMALERWEISE gehen. Normal wöre dann aber: Nicht zu viel dran am Stromkreis, keine weiteren Dauerverbraucher und eine gescheihte nicht zu alte Schukodose, korrekte Querschnitte und insgesamt eine Installation vielleicht nach dem Jahr 2.000.

Wenn Du Dir unsicher bist, frag den Elektriker Deines Vertrauens, das er Deine Anlage auf Deine Bedürfnisse hin checkt und ggfsl ertüchtigt.
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Re: Ist 230V-Steckdosenladung gefährlich für Hausinstallatio

Beitragvon DeJay58 » Mo 22. Dez 2014, 21:45

Ich lade immer mit 15A an Schuko. Ist kein Problem. Ich lade nur so, also mit max. Leistung. Und mehr als etwas über 15A nimmt sich der i3 ohnehin nicht.

Ansonsten müsst ihr unterscheiden zwischen stromkreis und Phase. Ein Stromkreis im Haushalt ist jeder Sicherungsautomat. Der ist bei Schuko meist eine Absicherung mit 16A. Steht eh drauf. Dieser wird auslösen wenn diese Stromstärke überschritten wird. Wie eine Schmelzsicherung das auch tut.
Wenn also das Bügeleisen an einem andren Kreis hängt als das Auto wird nix auslösen.
Und davon ist auszugehen, solange Du nicht in der Garage bügelst.

Und dann ist noch jede der drei Phasen mit einer Hauptsicherung (vor dem Zähler) abgesichert. Diese Absicherung ist je nach nach Anschlussleistung, also je nach Hausgröße unterschiedlich. Wenn nun jede Phase auf sagen wir 32A abgesichert ist dann kann schon mal so eine Sicherung auslösen wenn zufällig Trockner, Heizstrahler und Herdplatte und Auto auf der gleichen Phase hängen. Das wäre Pech. Passieren wird aber nix außer dasd wer vom E-Werk kommen müsste wegen der Hauptsicherung. Meist ist die nicht zugänglich für den Eigentümer.

Wenn man sich nicht sicher ist was von den großen. Verbrauchern im Haus auf welcher Phase hängt sollte man einfach dieselbigen nicht mit dem Auto zugleich laufen lassen.
Video Reku Test alte/neue SW: https://youtu.be/mTpot4lZYtA
Video 2: Reku Test: https://www.youtube.com/watch?v=HQd-0jxuzow
Video 3: i3 geht auch quer: https://www.youtube.com/watch?v=lM-mqv72fdY



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