Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Henry2926 » Fr 9. Feb 2018, 15:11

Natürlich wird die Spitzenleistung, wie beim BEV auch, von der Nennleistung unterschieden. Dank Batteriespeicher werden Beschleunigungsvorgänge auch mit höheren Leistungen als der Nennleistung des Brennstoffzellenstacks erfolgen können. Außerdem trägt er nicht unwesentlich zu einer höheren Systemeffizienz bei.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon zitic » Fr 9. Feb 2018, 15:31

Die Brennstoffzelle des Mirai liefert 114 kW. Der Motor schafft 113. Akku ist nur minimal. Zum GLC finde ich leider direkt keine Angaben. Der Akku hat aber auch nur 9.3 kWh Netto. Damit kommt man nicht im Ansatz an die 147 kW.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Henry2926 » Fr 9. Feb 2018, 16:04

Ah, das ist interessant. Beim Tiguan HyMotion z.B. waren eine Brennstoffzelle mit 80kW und ein Motor mit 100kW verbaut, die Differenz kam aus der Traktionsbatterie. Aber ich nehme an, die Nennleistung wird dort dann auch mit 80kW angegeben, weil sie die maximale Leistung im Dauerbetrieb darstellt. Zumindest sollte es bei Kraftfahrzeugen so sein.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Helfried » Fr 9. Feb 2018, 16:14

Wie schnell ist denn so eine Brennstoffzelle betriebsbereit nach dem Wegfahren? Ist ein häufiges Abstellen des Wagens nach jeweils kurzen Fahrten problematisch?
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon harlem24 » Fr 9. Feb 2018, 16:20

Wenn man 50km aus der Batterie bekommt, sollte es keinerlei Probleme geben, der Mirai ist ja von der Technik her vergleichbar mit den Verbrennerhybrids, was den Hybridteil angeht. Von daher wird die FC ziemlich schnell zu Einsatz kommen.
Ein normaler Prius kann ja auch nur 2km elektrisch fahren.
Gruß

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Vanellus » Fr 9. Feb 2018, 16:43

Für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff im Elektrolyseverfahren (also aus Wasser) werden 55 kWh elektrische Energie benötigt. https://cleanenergypartnership.de/faq/w ... eicherung/
Damit kann das FCEV 100 km weit fahren.

Mit 55 kWh kann ein BEV rund 300 km weit fahren.

Damit ist über die Sinnhaftigkeit des FCEV alles gesagt.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Henry2926 » Fr 9. Feb 2018, 16:53

Vanellus hat geschrieben:
Für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff im Elektrolyseverfahren (also aus Wasser) werden 55 kWh elektrische Energie benötigt. https://cleanenergypartnership.de/faq/w ... eicherung/
Damit kann das FCEV 100 km weit fahren.

Mit 55 kWh kann ein BEV rund 300 km weit fahren.

Damit ist über die Sinnhaftigkeit des FCEV alles gesagt.


Und wie steht es deiner Meinung nach um die Sinnhaftigkeit eines ICE-Fahrzeugs, das mehr als 60kWh/100km benötigt?
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Vanellus » Sa 10. Feb 2018, 00:53

Im Vergleich zum BEV? Die Antwort ist wohl klar.
Oder im Vergleich zum FCEV? In Sachen Energie-Effizienz leichter Vorteil für das FCEV. Es gibt aber Verbrenner, die "nur" 40-50 kWh/100 km (4-5 l/100 km) verbrauchen. Z.B. Toyota Prius. Ist der also besser als ein FCEV? Effizienter wohl allemal. Aber der Prius verbraucht einen fossilen Energieträger, der nur begrenzt verfügbar ist und der in CO2 umgewandelt wird. Das FCEV kann mit erneuerbarer Energie betrieben werden.
Also: so eindimensional ist die Sache nicht.
40 Mio. BEV brauchen 16% der aktuellen deutschen Bruttostromproduktion. Das scheint noch machbar.
40 Mio. FCEV brauchen aber 48% der aktuellen deutschen Bruttostromproduktion. Das wird schon schwieriger, das bereitzustellen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Karlsson » Sa 10. Feb 2018, 09:19

Henry2926 hat geschrieben:
Und wie steht es deiner Meinung nach um die Sinnhaftigkeit eines ICE-Fahrzeugs, das mehr als 60kWh/100km benötigt?

Zur Zeit für Fahrzeuge mit Langstreckeneignung das Mittel der Wohl, weil massig verfügbare Fahrzeuge in diversen Ausprägungen und nahezu perfekte Infrastruktur.
Beides ist bei H2 exakt das Gegegenteil.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Basslo » Sa 10. Feb 2018, 16:14

Vanellus hat geschrieben:
Für die Herstellung von 1 kg Wasserstoff im Elektrolyseverfahren (also aus Wasser) werden 55 kWh elektrische Energie benötigt. https://cleanenergypartnership.de/faq/w ... eicherung/
Damit kann das FCEV 100 km weit fahren.

Mit 55 kWh kann ein BEV rund 300 km weit fahren.

Damit ist über die Sinnhaftigkeit des FCEV alles gesagt.


Die 100km mit 1 kg H2 schaffst aber auch nur bei Schleichfahrt oder bei Kleinwagen.

Bei den Linde H2 Tankstellen wird das Gas auf bis zu 1000 bar Verdichtet, um die Betankungszeit auf paar Minuten zu halten.
Im Großspeicher von der Tankstelle wird er mit rund 5 bar gelagert.
Welches Tankvolumen würde man brauchen um am Tag 100 Autos zu je 5kg betanken zu können?
Bei 500kg H2 und bei der H2 Dichte von rund 5 bar wäre das ein Volumen von über 1100 m³/100 Autos.
Ein Tankwaagen hat ein Volumen von 58m³. Pro Tankwagen der mit 5 bar unterwegs ist können nur 5 Autos betankt werden.
Also ohne verflüssigten H2 geht da in Masse gar nix, beim Tankwagen und bei der Tankstelle.
Praktisch ist das nicht umsetzbar ohne Massive Kosten und Energieaufwand.

Dem Platz vorausgesetzt kannst du mit der gleichen Investition, was ne H2 Tankstelle kostet, mehr Autos in gleicher Zeit an mehreren Ultraschnelllader abfertigen als an der H2 Tankstelle.
BMW i3 BEV 60Ah BJ 4/2016 /// BMW 225xe PHEV BJ 9/2018
Photovoltaikanlage 6,7 kWp /// Wallbox: BMW Wallbox Connect
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