Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon akg » Di 20. Jun 2017, 21:18

Horse hat geschrieben:
Kürzlich vertrat jemand die Meinung, Wasserstoffantrieb bei Autos sei besser als Elektro - da ein entscheidender Vorteil sei, man könne den Antrieb in bestehende herkömmliche Autos einbauen.
Keine Ahnung - stimmt das tatsächlich?
Immerhin sagte er abschließend noch, Elektroautos seien durchaus gut.


Denjenigen kannst du ja mal auf die Umbauten von Kreisel hinweisen. Die rupfen den fossilen Krimskrams aus den Autos und bauen Stromgedöns rein. Geht besser, ist sogar billiger als so eine Wasserstoffbombe.
Bisher in Probefahrten: Smart ED3/4 • Opel Ampera • Nissan Leaf • Tesla Model S P90D • Renault ZOE R240 • Hyundai IONIQ Electric
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Themse » Di 20. Jun 2017, 21:45

Vecicel to Grid = Autoakku fürs StromNetz

V2G wird hier von manchen ziemlich falsch interpretiert und entsprechend schlechtgeredet.
Dazu kann ich nur sagen, dass zB. das ganz normale gesteuererte Laden bei Stromerzeugungsspitzen
eine Funktion des V2G ist, nämlich negative Regelenergie.
Und jetzt möchte ich einmal denjenigen hören, der sagt, er will auf keinen Fall einen günstigen
Autostromtarif für negative Regelenergie !?
Außerdem geht es bei V2G nicht um eine Zwangsveranstaltung sondern um ein Angebot,
dass Stromversorger ihren Kunden machen können.
Kunden bekommen billigen Strom und die Energiewende bekommt billig Regelenergie.
Wer mitmachen will kanns tun, wer nicht lässt es bleiben.

Abschließend noch meine Meinung zur Alterung von Akkus.
Wenn ich so über die Erfahrungen von Fahrern mit ihren Autoakkus lese, besonders bei Tesla,
habe ich den Eindruck, dass die Alterung von Akkus wesentlich geringer ist, als es oft dargestellt wird.
Dabei muss auch berücksichtig werden, dass es auch Elektroautos gibt,
die definitiv geringste Kilometerleistungen haben, zB. die viele Renault Kangoo Z.E. Vorführer bei den Freundlichen :-)
was die Akkus nicht besonders mögen.
Deren Akkus täte es sogar gut, damit sie nicht völlig verkommen, wenn sie hin und wieder wenigstens
für V2G etwas Strom laden/abgeben könnten !
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon E-lmo » Mi 21. Jun 2017, 07:14

Die V2G-Lösungen, von denen ich bisher gehört habe, bieten als Hauptmerkmal die Energielieferung vom Akku ins Stromnetz und stellen dafür eine DC-Verbindung mit dem Fahrzeug her, um die Energie des Akkus für ein separates Ladergerät und Netzwechselrichter nutzbar zu machen.
Diese Lösung ist allerings so teuer, dass es sich für den normalen Hausgebrauch kaum rechnen wird.
Nur mal so als Beispiel: sollte die Lösung günstigerweise für 4500€ angeboten werden, müsste man den Strom für 100.000 km schon geschenkt bekommen, damit man die Kosten wieder eingefahren bekommt ( 15kWh/100km und 30ct/kwh als Beispiel)

Die von Dir beschriebene gesteuerte Ladung könnte jede halbwegs intelligente Wallbox schon heute erledigen. Der einzige Schwachpunkt ist, dass das Fahrzeug der Wallbox den Akkustand nicht kommuniziert. Eine V2G-light-Variante wäre für mich hier eine AC-Wallbox, die so wie die DC-Ladesäulen eine PLC-Kommunikation mit dem Fahrzeug aufbaut und die Ladung so steuert, dass das Fahrzeug zur gewünschten Abfahrtzeit voll geladen bereit steht.
Da hier der im Fahrzeug befindliche Lader genutzt wird, sollte diese Lösung kaum teurer als eine normale Wallbox sein und damit der Mehrpreis durch eventuelle Einsparungen beim Strompreis wieder eingefahren wird.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Wiese » Mi 21. Jun 2017, 07:41

Themse hat geschrieben:
Vecicel to Grid = Autoakku fürs StromNetz

Wenn ich so über die Erfahrungen von Fahrern mit ihren Autoakkus lese, besonders bei Tesla,
habe ich den Eindruck, dass die Alterung von Akkus wesentlich geringer ist, als es oft dargestellt wird.


Das liegt auch an der Größe des Tesla-Akkus. Wenn man regelmäßig weniger als 50% der Kapazität nutzt, lebt der Akku auch sehr lange. Bei normaler Fahrweise wird der Akku wegen seiner großen Kapazität auch nur sehr niedrig belastet.
Ein großer Akku hat einige Vorteile.

Dem Vorschlag von Super-E eine Methanol-Brennstoffzelle als REX einzusetzen muss ich zustimmen. Das wäre eine relativ saubere Energiequelle für Ausnahmesituationen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Basslo » Mi 21. Jun 2017, 12:28

V2G würd ich sehr begrüßen fürs Eigenheim um den eigenen überschüssigen PV Strom auch in der Nacht oder an schlecht Wettertagen nutzen zu können. Damit würd ich mir den Hausspeicher sparen. Das wär mir schon paar Tausender Wert.

Ist eine Ethanol Brennstoffzelle günstiger? Beim Wasserstoff ist ja der Platin Bedarf ein wesentlicher Kostenfaktor.
Sowas als REX wäre wirklich ne gute Alternative
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Fleckenmüller » Mi 21. Jun 2017, 12:38

[quote="Panoptikum]Ja. man kann den Wasserstoff auch in einem OTTO-Motor verbrennen. Aus dem Auspuff kommt Wasserdampf. Allerdings ist das noch ineffizienter als die Brennstoffzelle und wird in der Entwicklung nicht mehr weiterverfolgt.
[/quote]

Genau Effizienz ist ein Thema, ein zweites sind die Abgase, es Kommt nämlich nicht nur Wasserdampf raus, sondern auch Stickoxide, und da gibt es doch gerade ein nettes Thema :-)

Eine Brennstoffzelle hat gegenüber einem H2 Verbrenner somit mehrere Vorteile
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Elektrolurch » Mi 21. Jun 2017, 17:00

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Super-E » Mi 21. Jun 2017, 18:16

Das ich nicht ganz spinne zeigt Nissan:

https://www.heise.de/autos/artikel/Niss ... 89620.html

Nachtrag. Die 5kw sind natürlich etwas wenig. Es gibt Studien die gehen von 50 Dollar pro kW für eine Brennstoffzelle bei Stückzahlen von tesla m3 dimensionen aus. Eine 20kW Brennstoffzelle sollte bei einem 30kWh akku ausreichend sein und dann 1000 Dollar kosten. Ein 70kWh Akku würde bei sagenhaft günstigen 50 Dollar pro kWh, den Tesla noch lange nicht erreicht hingegen 3500 Dollar kosten. Da wäre also schon was drin...
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon e_el » Mi 21. Jun 2017, 18:53

Wie ist das eigentlich mit dem Diffundieren in der Praxis? Wenn der Wagen z.B. 1 Woche steht ist dann der Tankinhalt verschwunden od. ist das eine veraltete/falsch Info?

Gruß
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Enagon » Mi 21. Jun 2017, 18:59

just_cruise hat geschrieben:
Wenn alle Pkw und Lkw in D rein batterieelektrisch fahren, muss etwa 20 bis 25% mehr Strom als heute erzeugt werden. Bei Brennstoffzellen wären es ca. 40 bis 50% mehr. Unter anderem aus diesem Grund hat das Konzept FCEV / H2-Wirtschaft (in großem Stil) keine Chance. Der auf Dauer einzige Vorteil von FCEV - schnelleres Auffüllen des Speichers - kann diesen systembedingten Nachteil nicht ausgleichen.

Mehr, 50% Wirkungsgrad bei Herstellung und 50% bei dem Auto! Also fast der doppelte Strom
Verbrenner sind keine Option, ich wähle weise das e-auto, auch du kannst das schon :D
Verbrenner kommen bei mir niemals ins Haus, da kommt hinten einfach zu viel raus, das Elektroauto ist emissionsarm und bald werde ich damit sogar spar(e)n!
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