Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Basslo » Sa 24. Feb 2018, 00:03

oh man. das tat richtig weh den Bericht zu sehen. Da sieht man wie man die technisch nicht so wissenden hinhalten will damit sie auf das "Wunderauto" warten und bis dahin noch Verbrenner fahren
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Themse » Sa 24. Feb 2018, 00:28

Natürlich gibt es große Interessensgruppen, denen das Prinzip Elektroauto gehörig gegen den Strich geht,
da am BEV, ist es einmal verkauft, in den meisten Fällen nicht mehr viel zu verdienen ist.

Denken wir nur an den Sion, der erzeugt Fahrstrom für 5.000 km im Jahr selber.
Und wenn der Rest dann noch von der eigenen PV kommt, da gibt es quasi nix mehr zu verdienen.

Dies sind die Alpträume der Manager von Shell, BP, aber auch Linde und Air Liquide usw.
Denn wir werden in Deutschland noch viele Jahre den Grünstrom für ganz andere Sachen benötigen
als für die ineffiziente Umwandlung für Mobilitätsanwendungen.
Und Strom in der Sahara produzieren und dann dort oder in Deutschland in Wasserstoff umzuwandeln,
ist ein schöner Traum, der bisher in allerersten Ansätzen in Marokko begonnen wird.
Allerdings muss dieser Strom zuerst einmal, den Bedarf in Marokko selber decken.
Und allein schon das ist es ein langer Weg.

Deshalb und weil PV und Windstrom auch in Deutschland unschlagbar billig ist,
wird das BEV sich durchsetzen und die alten Treibstoffkonzerne
werden sich nach anderen Geschäftsfeldern umschauen müssen !

Allerdings bin ich davon überzeugt, dass auch LKWs zunehmend als BEV auf die Straße kommen.
Ist erst einmal Teslas Semi auf den Straßen, wird die Entwicklung relativ schnell gehen
und wir können uns diese Strippen über den Autobahnen wirklich sparen.
Sion reserviert am10.9.2017
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon motion » Sa 24. Feb 2018, 01:13

Du kennst aber schon die Lobby der E-Mobilität? Die Energiekonzerne (EnBW, Vattenfahl, RWE und eON) und die ganzen Produzenten der Zellen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Karlsson » Sa 24. Feb 2018, 10:15

Themse hat geschrieben:
da am BEV, ist es einmal verkauft, in den meisten Fällen nicht mehr viel zu verdienen ist.

Ich zahle 1000€ Akkumiete im Jahr und die letzten beiden Wartungen lagen über 200€.
Es lässt sich auch weiter verdienen, ist halt etwas weniger.
Vor allem aber ist es anders, das ist wohl eher das Problem für Firmen, die nicht mit der Zeit gehen.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon E-lmo » Sa 24. Feb 2018, 10:18

Ich habe von einem Mitarbeiter einer Wasserstofftankstelle erfahren, dass an diesem Standort der Wasserstoff per Elektrolyse gerade die Energiekosten deckt( Abgabepreis 10€/kg H2 bei 15ct/kWh Industriestrom) Die Elektrolyse-Anlage wurde durch Fördermittel gebaut. Herkömmlicher Wasserstoff wird für ca 6-8€ angeliefert. Man setzt auf weitere Abgabenbefreiung für diese Anwendung...
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Nordstromer » Sa 24. Feb 2018, 10:54

Karlsson hat geschrieben:
Themse hat geschrieben:
da am BEV, ist es einmal verkauft, in den meisten Fällen nicht mehr viel zu verdienen ist.

Ich zahle 1000€ Akkumiete im Jahr und die letzten beiden Wartungen lagen über 200€.
Es lässt sich auch weiter verdienen, ist halt etwas weniger.
Vor allem aber ist es anders, das ist wohl eher das Problem für Firmen, die nicht mit der Zeit gehen.


Akkumiete ist ja nicht bei jedem gegeben. Und die werden sich langfristig was einfallen, um wieder eine Melkkuh zu haben. Mobilität soll auch in Zukunft ein kleiner Luxus bleiben.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Nordstromer » Sa 24. Feb 2018, 10:57

Basslo hat geschrieben:
oh man. das tat richtig weh den Bericht zu sehen. Da sieht man wie man die technisch nicht so wissenden hinhalten will damit sie auf das "Wunderauto" warten und bis dahin noch Verbrenner fahren


Ein Teil davon sind aber auch knallharte Lobbyisten in vorwiegend eigener Sache. Aus Angst* vor Fahrverboten und weil man gegen das BEV inzwischen keine starken Argumente mehr haben wird die Chimäre Brenstoffzellen Auto aus dem Hut gezaubert.
Bei Gegenargumenten wird sich in Diskussionen feige verpisst und anderer Stelle wieder wissentlich und erwiesen gelogen. :x

* Wer in den Foren von Focus und Co. genau reinliest kann die Angst förmliche riechen. :twisted: :lol:
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon IO43 » Sa 24. Feb 2018, 12:29

Ich arbeite nur 2km Luftlinie von der Lindezentrale entfernt. Von einer Wasserstofftankstelle weit und breit keine Spur. Dafür sieht man immer wieder mal solche rollenden Chemielabore mit Linde-Aufklebern rumfahren. Hier habe ich auch mal einen Mirai sehen können. In der letzten Zeit ist es aber deutlich weniger geworden...

Ich habe mich gerade wegen des einfachen Aufbaus für ein BEV entschieden. Eine teure High-Tech Kiste mit Wasserstoff Range Extender kann nicht die Alternative sein. Auch wenn die graue Theorie allzu verlockend dargestellt wird.
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Alex1 » Sa 24. Feb 2018, 13:09

motion hat geschrieben:
Du kennst aber schon die Lobby der E-Mobilität? Die Energiekonzerne (EnBW, Vattenfahl, RWE und eON) und die ganzen Produzenten der Zellen.
Langsam drehst Du wirklich ab. Ich kenn auch so jemand, der allen Ernstes sowas behauptet, gleich im typischen Stakkato der Verschwörungstheoretiker (Mondlandung, 9/11, eSmog).

Ansonsten bedienst Du nur das alte "alles-auch-nur-Lobby"-Gambit durch absichtliche Verdrehung der Tatsachen.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Geht der Trend jetzt doch in Richtung Wasserstoff?

Beitragvon Vanellus » Sa 24. Feb 2018, 13:53

Nordstromer hat geschrieben:
Ich habe mal gelesen das 1kg Wasserstoff 9 Liter Wasser und 55kWh Strom kosten und man damit aber nur 100km weit kommt. Mit 55kWh kommen einige BEV 400km weit.

Das erinnerst du richtig. Wobei eine Wasserstoffwirtschaft nicht an den 9 Liter Wasser pro kg H2 scheitern wird sondern hoffentlich an den 55 kWh Strom pro kg H2.
Die Zahl stammt von clean energy partnership:
https://cleanenergypartnership.de/faq/w ... eicherung/
Clean energy partnership (CEP) gibt es eit 2002, ist ein Zusammenschluss der großen Autohersteller, der Erdölkonzerne sowie der Gaswirtschaft (Linde, Air Liquide u.a.) und wurde unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums gegründet. Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine vergleichbare Lobby-Organisation zugunsten des BEV geben würde. Oder übersehe ich da etwas?
Jedenfalls ist CEP völlig unverdächtig, wenn es um die Angabe: wieviel elektrische Energie braucht man für 1 kg H2 im Elektrolyseverfahren, geht.

Es gibt ja immer wieder Pappnasen, die sich Sorgen um den vielen Strom machen, den all die elektrischen Autos verbrauchen werden. Manche rechnen es dann in zusätzliche Kohle-, wahlweise Atomkraftwerke um. Da sind Zahlen von 20-40 im Gespräch. Und alles nur wegen der E-Autos! :o Und dann empfehlen sie das Wasserstoffautos, nicht wissend, dass dies auch ein E-Auto (mit Akku) ist, mit dem gravierenden Unterschied zum BEV, dass der Strombedarf beim FCEV 3mal so hoch ist.

Der einzige Vorteil des FCEV ist, dass ich wie gewohnt, weiterhin zum Tanken fahren kann (oder muss). Der Gedanke, dass dies ein notwendiges Übel ist, kommt den meisten Verbrennerfahrern aber nicht.
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