Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

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Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon Man-i3 » So 20. Nov 2016, 19:08

Ich hab mal ein paar Fakten zusammengesucht:

Deutschland hat einen pro-Kopf-Stromverbrauch von ca. 7.200 kW/h * 82 Mio = 590,4 Terawatt/h

In D fahren heute ca. 44 Mio PKW je 14.200km pro Jahr (Die Fahrzeuge sind im Schnitt 9,2 Jahre alt, also viele davon bald austauschbar)

Welchen Mehrbedarf an elektrischer Energie kommt durch eine Elektrifizierung des PKW-Verkehrs auf uns zu?

22 Mio * 142 * 15 kW/h *1,2 (Ladeverlust) ergibt 56,232 Terawatt/h

14200 km / 100 KM = 142
15kW/h wäre mein angenommener Durchnittsverbrauch auf 100 km

Hab ich etwas vergessen?

Ich hätte - aus dem Bauch - mit mehr gerechnet.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon Schneemann » So 20. Nov 2016, 19:20

Gesamtstromverbrauch in Deutschland sind Ca. 600 Mrd kWh. Von in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen zurückgelegte km/a sind 700 Mrd. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 20 kWh (inkl. Busse, LKW...) kommst du auf rund das doppelte des von dir errechneten Werts. Trotzdem wird einem da nicht Bange.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon spark-ed » So 20. Nov 2016, 19:22

Ja, warum nur 22Mio EVs? Gehst du davon aus, dass die EVs alle autonom im Carsharing fahren oder warum hast du die Zahl halbiert?

Ansonsten stimmt die Rechnung. Die Größenordnung 20% gegenüber dem aktuellen Stromverbrauch ist hier schon an verschiedenen Stellen hochgerechnet und kann man realistisch kommunizieren.
Die gute Nachricht: Bei weitgehender Verlegung der Aufladephasen in die Schwachlastzeit bräuchte dafür hinsichtlich Netz/ Leistungsvorhaltung absolut gar nichts ausgebaut werden.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon Helfried » So 20. Nov 2016, 19:30

Spannend wird auch, ob die Auto-Fahrten eher zunehmen oder eher abnehmen werden. Abnehmen könnten Langstreckenfahrten, zunehmen könnten billiger werdende Spaßfahrten und Kurzstreckenfahrten, die umweltfreundlicher als bisher ablaufen.

Die Mobilität der vielen Einwanderer bringt weitere Fragen. Die neuen Autos sind dermaßen teuer, dass sich die neuen Bevölkerungsschichten diese nicht so leicht leisten können werden. Auf welche Art der Mobilität werden sie ausweichen?

Merke stets: kWh statt kw/h. Kilowatt kann man niemals durch die Stunden dividieren.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon Buschmann » Mo 21. Nov 2016, 00:29

Die Rechnung unterschlägt, das die Produktion von Kraftstoffen auch viel Strom benötigt.
Dieser Verbrauch müsste wieder runter gerechnet werden, da weniger Kraftstoff benötigt würde.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon hartmut49 » Mo 21. Nov 2016, 04:08

Buschmann hat geschrieben:
Die Rechnung unterschlägt, das die Produktion von Kraftstoffen auch viel Strom benötigt.
Dieser Verbrauch müsste wieder runter gerechnet werden, da weniger Kraftstoff benötigt würde.

Hallo,
das ist richtig.
Mir hat man gesagt : je Lieter Treibstoff 10 kwh Strom.
Das ist doch wohl, ne Hausnummer , oder
Gruß
Hartmut
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon spark-ed » Mo 21. Nov 2016, 06:49

Buschmann hat geschrieben:
Die Rechnung unterschlägt, das die Produktion von Kraftstoffen auch viel Strom benötigt.
Dieser Verbrauch müsste wieder runter gerechnet werden, da weniger Kraftstoff benötigt würde.

Diese hier vielfach wiederholte These dürfte ein Mythos sein.
Die aus verschiedenen Quellen genannten 0,8 bis 1,5kWh Eigenverbrauch pro Liter Kraftstoff bei der Herstellung sind sehr wahrscheinlich weitgehend thermische und nicht elektrische Energie.
Allerdings macht das die Sache hinsichtlich CO2 nicht besser, man müsste demnach auf CO2 Angaben bei Verbrennern ~10-15% aufrechnen. (plus die 20-40% Defizit zu den Realverbräuchen)
hartmut49 hat geschrieben:
Mir hat man gesagt : je Lieter Treibstoff 10 kwh Strom.

Sorry, da hat man dir Quatsch erzählt.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon graefe » Mo 21. Nov 2016, 07:29

spark-ed hat geschrieben:
Die gute Nachricht: Bei weitgehender Verlegung der Aufladephasen in die Schwachlastzeit bräuchte dafür hinsichtlich Netz/ Leistungsvorhaltung absolut gar nichts ausgebaut werden.

Elektroautos könnten ein integrativer Bestandteil eines SmartGrids im Rahmen der Energiewende werden. Es gibt ja jetzt schon Elektroauto-Tarife, die Strom nur bei Überschuss liefern.
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon redvienna » Mo 21. Nov 2016, 07:43

https://www.heise.de/forum/heise-online ... 5096/show/

Der Wert kommt mir realistischer vor.

1,585 kWh / Liter

Ist aber auch nicht wenig wenn man von 5 Liter Verbrauch auf 100 km ausgeht.

Das sind dann 7,325 kWh / 100 km.
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https://www.goingelectric.de/garage/red ... eslaS/706/
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https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... 768868062/
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Re: Future: 22 Mio e-Mobile in D; Auswirkungen Stromnetz

Beitragvon ElektroAutoPionier » Mo 21. Nov 2016, 07:54

graefe hat geschrieben:
spark-ed hat geschrieben:
Die gute Nachricht: Bei weitgehender Verlegung der Aufladephasen in die Schwachlastzeit bräuchte dafür hinsichtlich Netz/ Leistungsvorhaltung absolut gar nichts ausgebaut werden.

Elektroautos könnten ein integrativer Bestandteil eines SmartGrids im Rahmen der Energiewende werden. Es gibt ja jetzt schon Elektroauto-Tarife, die Strom nur bei Überschuss liefern.

@graefe hast du mal Bsp?. Wäre gut für die Argumentation, wenn mir mal wieder jemand dagt, dass doch alles teurer ist. Hat die Regierung eigentlich schon Konzepte für Smart-Grid und Co.? das wäre doch eine Anwendung für Firmenladen. Du bist ein Teil unseres Grids und dafür ist ein Auto zu 80% kostenlos geladen, wenn du fährst.
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