Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

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Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon novalek » Di 19. Dez 2017, 08:37

Derzeit gibt es sie schon, die Lade-Preise, 30€/Stunde.
Ein Experte spricht hierzu demnächst auf dem Chaos-Computer-Club-Kongress (sinngemäß aus Die Welt) , "Ladekarten enthielten die RFID-Auslesedaten: Vertreiber-ID und die Seriennummer"; mit einer Scan-Folie auf der Ladesäule sicherlich leicht zu kapern.
Was macht der Räuber ? Er ordert sich einige Pärchen und nutzt diese zufällig, um nicht, weil es dem Besitzer aufgefallen ist, eine Sperre vorzeitig einzuleiten. Der ursprüngliche Besitzer guckt sicher nicht täglich in die Ladeabrechnung, sondern evtl. am Monatsende.
Aus Aufwandsgründen wird dann voraussichtlich die lästige Ladekartensammlung verschwinden --> Handy-Identifikation.
novalek
 

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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon Misterdublex » Di 19. Dez 2017, 08:46

Oder Abrechnung mittels gängigem Zahlungsmittels:

Giro-Card
Kreditkarte
(Bar-Geld) ;)
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smart Ed (451) als Pendelauto
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon KyRo » Di 19. Dez 2017, 09:28

Das Problem hat doch schon jemand hier im Forum öffentlich gemacht (finde es gerade auf die schnelle nicht) und ist sogar noch einfacher, weil die Nummern zumindest bei TNM fortlaufend sind und damit einfach erraten werden können.

Die Lösung ist aber nicht, in Zukunft grundsätzlich darauf zu verzichten, sondern einfach mal die Verschlüsselungsmöglichkeiten der Karte zu benutzen.
Hyundai Ioniq Electric seit 19.11.16 :idea:
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon mweisEl » Di 19. Dez 2017, 10:31

KyRo hat geschrieben:
weil die Nummern zumindest bei TNM fortlaufend sind und damit einfach erraten werden können.

Also ich habe zwei TNM-Karten, im Abstand von etwa 1 Jahr besorgt, deren UIDs um 36 Bitstellen voneinander abweichen. Wenn TNMs Karten-UIDs wirklich fortlaufend wären, müssten sie in diesem Jahr ca. 68 Milliarden Kunden gewonnen haben.

Aber das mit der Scan-Folie ist ein guter Witz. Echte Experten, diese Aluhütler.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1.8 kWh-Akku) und seit 1991 an keiner Sprit-Zapfsäule mehr.
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon AndiH » Di 19. Dez 2017, 11:19

Das gibt selbst für einen Betrüger einen miesen Stundenlohn. Sobald die Betrugs ID bekannt ist kann der Betreiber beim nächsten Ladevorgang die Polizei zur Säule schicken, wo sie den Dieb mit leerem Akku erwischen...
Wenn die Säulen mal 150kW haben und man damit den 200kWh Akku füllen kann wird das vielleicht ein Geschäftsmodell, zur Zeit wohl eher nicht.
Seit 02/2016 über 1.900 Liter Diesel NICHT verbrannt...
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon NotReallyMe » Di 19. Dez 2017, 11:52

150 kW heisst aktuell CCS, und da werden Informationen über das Fahrzeug (VIN) an die Säule übertragen. Da muss man also schon tiefer eingreifen um unerkannt zu bleiben.
Bisher I001-17-07-500 Max.Kapa. 29.1 kWh, jetzt I001-17-11-520 Max.Kapa. 28.6 kWh
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon Volker.Berlin » Di 19. Dez 2017, 12:12

Die Diskussion wird hier bereits seit 12 Seiten geführt:
:arrow: oeffentliche-ladeinfrastruktur/ladekarten-sind-unsicher-wie-man-auf-fremde-rechnung-laedt-t27590.html

@mod: Diesen Thread vielleicht schließen?
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon novalek » Di 19. Dez 2017, 16:15

Es geht ja um den anstehenden Vortrag des CCC in Hamburg - oder ?
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Re: Fake-Ladekarten-Vertrieb, ein neuer schwarzer Markt ?

Beitragvon Langsam aber stetig » Mi 20. Dez 2017, 22:39

Ja, und derjenige, der den von Volker verlinkten Thread eröffnet hat (gonium alias Mathias Dalheimer) ist der gleiche, der auf dem CCC spricht. Daher brauchen wir nicht noch einen Thread.
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