EV in der Familie

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EV in der Familie

Beitragvon Grana Padano » Mo 12. Mär 2018, 02:12

Wie wird euer EV in der Familie aufgenommen?

Bei uns sind es erstaunlicherweise die ältesten Semester (75+) die das E-Auto faszinierend finden. Sie können es sich zwar nicht mehr vorstellen, sich sowas zu kaufen, finden das Konzept aber interessant. Mitlerweile teilen sie uns bei jedem Telefonat mit, wo sie nun eine Ladesäule gesehen haben, oder das sie ein Auto mit dem "E" auf dem Nummernschild UND einem Auspuff gesehen haben! Wieso sowas den sein könne? :-)

Die Generation darunter 50+ findet die EV sind unnötig, so wie es ist, ist es gut und eigentlich müsse man ja nur die Diesel nachrüsten (dann halt auf eigene Kosten) und alles ist OK. Und die Fahrverbote kommen bestimmt nicht!

Die nächste Generation, etwa 35+, fährt lieber einen dicken BMW oder Audi. Oder so einen coolen Mini. EV sind total bescheuert und überteuert und die Batterien sind pures Gift. Die Reaktionen sind dabei zwiespaltig: Zum einen Neid auf das Auto, zum anderen gibt man aber lieber mit dem Firmenwagen und oder dem dicken hochglanzpolierten Audi an. Das in Norwegen nun bei Neuzulassungen 51% elektrifiziert sind wird als postfaktisch abgetan. Was nicht sein darf, kann nicht sein!

Die jüngste Generation, 25+, hat gar kein Interesse an Autos. Man bewegt sich halt irgendwie durch die Welt. Irgendein Mazda oder sowas, keinerlei differenzierende Gedanken zu Diesel, Super oder EV. Irgendwas halt ...

Wie läuft es bei euch in der Familie mit der Diskussionen um EV? Wie sehr seid Ihr genervt von den giftigen Batterien? Es wird so getan als ob man die jede Woche zu hunderten aus dem Auto holt und in den Hausmüll wirft ... :? Und das Stromnetz erst...
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Re: EV in der Familie

Beitragvon joschka » Mo 12. Mär 2018, 07:31

sehr subjektiv denke ich

das hat mit meiner wahrnehmung der dinge so überhaupt nichts gemein
gruesse aus dem sueden 8-)
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Re: EV in der Familie

Beitragvon Grana Padano » Mo 12. Mär 2018, 08:46

joschka hat geschrieben:
sehr subjektiv denke ich


Echt? Ich schildere was aus meiner Familie und Du erkennst das dies sehr subjektiv ist? :lol:
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Re: EV in der Familie

Beitragvon nokasch » Mo 12. Mär 2018, 08:49

Naja, ich weiß es nicht, ob man die Einstellung wirklich am Alter festmachen kann. Vielleicht wird das mal soziologisch untersucht, wäre vielleicht von Interesse für eine wissenschaftliche Arbeit.
Ich selbst, 68, m, würde liebend gerne auf einen Nissan Leaf oder Opel Ampera umsteigen. Bisher fahren wir Golf Diesel, hatten unser ganzes Leben lang nur VW oder Audi. Über die Frage "Nie wieder VW" herrscht bei uns Einigkeit.
Aber was E-Mobilität angeht, könnten die Differenzen zu meiner besseren Hälfte, 74, größer nicht sein. Giftige Batteriebestandteile, Entsorgung ungelöst, keine ausreichende Lademöglichkeiten (die Frage, ob wir die häufig brauchen würden, da wir selten weit fahren), keine ausreichende Reichweite (hier gilt dasselbe wie in der vorigen Klammer), Heizung im Winter nicht ausreichend, außerdem fahren die immer ohne Licht, um Strom zu sparen etc., sind die üblichen und mit großer Verve vorgetragenen Einwände. Am Schluß noch "Nur über meine Leiche!"
Momentan habe ich die Diskussion aufgegeben, warte mal lieber ab, ob sich in der öffentlichen Darstellung etwas ändert, denn das kann ja nicht mehr lange dauern, wenn Fahrverbote drohen. Erstaunlich für mich ist, daß die Hersteller immer noch nicht die Produktion hochfahren, denn wenn die Leute z.T. 1 Jahr auf ein Fahrzeug warten müssen, ist doch Nachfrage vorhanden. Das müsste man ja auch mal einwenden, wenn immer wieder behauptet wird, die Leute hätten an E-Autos kein Interesse.
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Re: EV in der Familie

Beitragvon Helfried » Mo 12. Mär 2018, 08:55

joschka hat geschrieben:
sehr subjektiv denke ich

das hat mit meiner wahrnehmung der dinge so überhaupt nichts gemein
Es darf hier jeder zu seiner (!) Familie schreiben, nicht zu jener vom Thread-Ersteller. ;)
Meine hat keine Ahnung von nichts. Kurz zusammengefasst.
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Re: EV in der Familie

Beitragvon benwei » Mo 12. Mär 2018, 09:14

Die größte Bedenkenträgerin (meine Frau, Hauptnutzerin des Autos) hat das Auto mittlerweile angenommen. Automatik fahren ist wohl doch nicht so schlimm ;) Und das Aufladen passiert mittlerweile nicht mehr nur daheim, sondern sogar unterwegs.

Mein Bruder würde gerne elektrifizieren, darf aber aufgrund der Dienstwagen-Policy seines Arbeitgebers kein BEV oder PHEV ordern.

Der Rest der Familie hat anfangs mal nach der Reichweite pro Ladung von ZOE gefragt - und es danach als „Naja, für euch als Zweitwagen reicht es ja.“ abgetan.
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Re: EV in der Familie

Beitragvon eDEVIL » Mo 12. Mär 2018, 09:36

Am aufgeschlossensten sind noch meine Töchter ( 8 und 4) :lol:
Meine Eltern habe sich letztes Jahr einen fast neuen Caddy Maxi gekauft, zumindest Benziner.
Den werden sie wohl seeehr lange Fahren. Mal schauen, ob die noch auf Elektro umsteigen werden.

Ein Bruder ist beruflich im technisch innovativen Bereich, aber da Firmenwagen, wird das wohl nix vor 2020, wenn VW entsprechende Reichweiten liefern kann.

Anderer Bruder sehr kostenaffin. Wenn es ZOE zum gleichen preis wie den vorletztes Jahr gekauften neuen Corsa geben hätte und natürlich keine Akkumiete, wäre ZOE durchaus interessant gewesen.

Meine Partnerin ist größtenteils Mitfahrerin. Auf kürzeren Strecken findet sie ZOE super, aber von Berlin nach HH ist dann schon Kotzgrenze. Zu Ihren Eltern ins Schwabenländle fuhren wir dann mit dem ICE.

Im engeren Freundeskreis gibt es ein paar, die dem eAuto über aufgeschlossen sind, aber aus Kostengründen nicht können /wollen. Die, die das Geld hätten, fahren dann lieber SUV a la Land Rover Discover Diesel, Alfa Stelvio mit 280 PS.
Da wird halt das gekauft, was gesellschaftlich gerade angesagt ist. Wenn es hipp ist, Elektro zu fahren, wird das dann auch kommen. Vorher vielleicht nochmal einen hybrid.

Sehr aufgeschlossen sind viele, die gar kein Auto haben (wollen).
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: EV in der Familie

Beitragvon Trumpetzky » Mo 12. Mär 2018, 09:50

Meine Familienstruktur sieht folgendermaßen aus:
Ich (knapp unter 40)
Frau (knapp unter 40)
2 Kinder (3,5 und 1,5)

Eltern (65 + 70)

Ich bin vom Thema Elektromobilität schon lange infiziert und davon überzeugt, dass es Mobilitätsanforderungen gibt, die dadurch sehr gut bis perfekt abgebildet werden können.

Meiner Frau wars anfangs total egal. Ein Auto musste hübsch aussehen und fahren. Um alles andere (Wartung, Reifen,....) wurde großzügigerweise an mich deligiert.

Das Interesse wurde erst geweckt, als ich über eine Testaktion unserer Landesverwaltung für eine Woche einen Stromer testen konnte.

Hier kamen ein paar Faktoren zusammen. Die Geräuscharmut, das "Spacige" der neuen Technik, der Automatikantrieb die Fahreigenschaften.

Meinen Eltern war es zuerst auch komplett egal, aber zumindest mein Vater (der Älterste im Haus) ist KFZ-Affin und wollte das E-Auto unbedingt auch testen.

So ist die ganze Familie eine Woche lang mit dem Stromer kreuz und quer in der Weltgeschichte herumgefahren und wir konnten Erfahrungen sammeln und kamen zur Einsicht, dass wir das Auto meiner Frau (Diesel mit Partikelfilter) durch ein EV ersetzen könnten, was wir dann durch die Anschaffung einer gebrauchten Zoe auch gemacht haben.

Wir fahren jetzt seit einem halben Jahr überwiegend den Kurzstreckenverkehr elektrisch; Ladeinfrastruktur ist hier in Niederösterreich, in unserem unmittelbaren Nahbereich, in großer Zahl (dzt. viele Säulen noch gratis) vorhanden, und auch vor unseren Arbeitsstätten gibt es eine Ladesäule in fußläufiger Erreichbarkeit; von da her perfekt.

Mein Vater kann sich den Wechsel auf ein Elektroauto nicht vorstellen; einerseits hat er erst kürzlich ein neues Auto (Fort Tourneo Connect) gekauft, weshalb es wirtschaftlich wenig sinnvoll wäre,
Seinen Fahrzeugwunsch könnte dzt. nur der Nissan Evalia abdecken, und der ist kostenmäßig eben auch eine ganz andere Nummer.
Unsere Zoe fährt er ab und zu aus purer Lust und Neugierde, aber mehr wird's halt nichtmehr werden ;)
Ich finde das ok, das soll so sein.

In unserem Bekanntenkreis, Altersstruktur knapp unter 30 bis Mitte 40; Mittel- bis Hochschulabschluss, erregt das Elektroauto schon Aufmerksamkeit, und da und dort findet man im Gespräch auch Leute, die es Interessant finden, und auch mal testfahren möchten.

In der Diskussion finden sich dann auch häufig praktikable Anwendungsfälle, wo man den Stromer zuverlässig und gut einsetzen könnte, aber dann kommt halt immer das Kostenthema :)

In unserem Fall haben wir die Zoe gegen den Verbrenner fast 1:1 getauscht; das hat faktisch nichts gekostet - die Situation hat man eher selten, wenn man was Neues anschafft.

Das Thema Batteriemiete ist natürlich auch ein Kostenfaktor, den ich derzeit über die wegfallende KFZ-Steuer argumentiere; die Versicherungskosten für eine Zoe sind in Österreich beinahe lächerlich.

Unterm Strich kostet die Zoe also im laufenden Betrieb kaum weniger, als ein vergleichbarer Verbrenner. Die einzige wirkliche Ersparnis liegt in den Wartungskosten und dem derzeit noch geschenkten Strom (Wegfall Tankkosten für 1 Auto).

Rechne ich die Batteriemiete auf den geplanten Zeitraum der Nutzung auf, könnte man auch ein Fahrzeug mit Akku kaufen (Leaf wäre ein heißer Kandidat gewesen); das ist dann auf der Kostenseite fast egal, nur ist der Kaufpreis eben auf den Schlag um den Akku höher.

Meine Überlegungen dazu resultieren aus einem grundlegenden Interesse und dem Besitz eines Elektroautos. Das Thema ist in der Gesellschaft schon angekommen, aber es ist in der öffentlichen Wahrnehmung eher eine Randnotiz, die nur dann etwas in den Fokus rückt, wenn das Thema im näheren Umkreis von jemandem besetzt oder besprochen wird.
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Re: EV in der Familie

Beitragvon Helfried » Mo 12. Mär 2018, 09:51

Generell finde ich es schon arg skurril, wenn in der Familie 70-jährige ausgewachsene, gestandene Männer ihre 75-jährige Ehefrau fragen, ob sie elektrisch fahren dürften. Wie kann denn die Ehefrau das wissen, zumal bekanntlich häufig einige Mädels ein paar Wochen nach der Elektroautopraxis ihre Meinung durchaus zum Positiven ändern?
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Re: EV in der Familie

Beitragvon Heavendenied » Mo 12. Mär 2018, 09:54

Ich zitiere da ja immer gerne meine Tochter. Sie war glaube ich 3,5 Jahre alt un wir fuhren an einer Tankstelle vorbei:
"Papa, was machen die Leute da?", Ich "Die tanken, weil der Tank leer ist", sie "Warum machen die das nicht zuhause? Wir machen das doch immer zuhause" ;-)
Also ich denke dir wird sicher irgendwann EV fahren. Ich denke, bis sie fahren darf gibt es ohnehin keine Verbrenner mehr.
Ansonsten:
Meine Eltern fahren seit 2,5 Jahren auch zu 95% elektrisch.
Meine Schwiegermutter fährt zwar nie mehr als 100km am Tag aber die Reichweite von EVs ist ja nicht ausreichend und Automatik ist nix für sie...
Meine Geschwister:
Bruder braucht ein "repräsentatives Auto", vornehmlich Deutscher Hersteller, Kombi, Schiebedach etc. Aber er beschäftigt sich immerhin damit...
Schwester: Hat nen großen Hund, braucht nen SUV. Immerhin konnte ich sie davon abbringen nen Diesel zu kaufen...
Im Weiteren Verwandtenkreis: Die Älteren finden EV zwar interessent, aber einfach viel zu teuer und viel zu wenig Reichweite und überhaupt noch unausgereift "Wir warten erstmal ab". Die Jüngeren (also alles so bis 40) macht sich tatsächlich wohl recht wenig Gedanken dazu. Zumindest haben die mich noch nie auf EVs angesprochen oder nach Erfahrungen gefragt...
Gruß,
Jürgen
(Citroen C-Zero, Vectrix VX-1 Li+)
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