Endlich mal ein guter Vorschlag

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Keepout » Fr 19. Dez 2014, 13:44

graefe hat geschrieben:
Mir ist das übrigens Wurscht, ob sich das Elektroauto in der Breite durchsetzt oder nicht. Der Exoten-Status gefällt mir sogar ganz gut.


Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon graefe » Fr 19. Dez 2014, 13:57

Nein, es ist mir nicht Wurscht. Aber der missionarische Eifer mancher Foristen geht mir völlig ab.

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon eDEVIL » Fr 19. Dez 2014, 14:48

Jack76 hat geschrieben:
Sehe ich genauso, denn eine Mehrbelastung fördert nur das Unverständnis und im schlimmsten Falle Hass gegen Emobilität (versucht man ja bei der EEG-Umlage schon).

Beid er EEG-Umlage ist u.a. ein großes Problem, das aller Strom damit belastet wird und nicht nur der dreckige und egfährliche. Wie wäre es denn mit einer EEG Umlage von 10ct /kwh auf Atom und Kohle-Strom? Wer die nicht zahlen will, bezieht eben echten Ökostrom 8-)

Fakt ist nunmal, das gerade in Grostädten die Verbrenner die Lebensqualität deutlich negativ beeinflussen. Nur weil viele es nicht anders kennen, wäre ein rein elektrischer Verkehr in den Großstädten eine Wohltat für alle.
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon graefe » Fr 19. Dez 2014, 15:15

eDEVIL hat geschrieben:
Fakt ist nunmal, das gerade in Grostädten die Verbrenner die Lebensqualität deutlich negativ beeinflussen. Nur weil viele es nicht anders kennen, wäre ein rein elektrischer Verkehr in den Großstädten eine Wohltat für alle.


Genau. Ökobilanz hin oder her und Klimadebatte hin oder her (da scheint ja eine große Interpretationsfreiheit zu sein): Die Probleme der Metropolen einerseits und der Vorteil der Emissionsfreiheit von Elektroautos vor Ort andererseits (auch was die Lärmemissionen angeht!) dürften unbestreitbar sein.

Die Frage ist, ob und wie sich der Staat da einmischen sollte. Nach dem Gießkannenprinzip "Kohle" zu verteilen ist falsch. Maßnahmen wie ein City-Maut für Verbrenner halte ich dagegen für sinnvoll (Verursacherprinzip).

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Alex1 » Fr 19. Dez 2014, 16:18

@graefe:
Nach dem Gießkannenprinzip "Kohle" zu verteilen ist falsch.

Du vergibst falsche Flaggen: Ein gezielter direkter Zuschuss für zZ 0,2% aller Autos ist wohl nicht gerade eine "Gießkanne". Oder?
Maßnahmen wie ein City-Maut für Verbrenner halte ich dagegen für sinnvoll (Verursacherprinzip).

Mir sind allemal Anreize lieber als Strafen. Die Stinker werden sich sonst gleich wieder im Mitleid suhlen und das unselige Gewäsch von den "Melkkühen der Nation" anstimmen. Angeführt natürlich von der AutoBLÖD... :roll:

Außerdem wäre es um ein Mehrfaches sinnvoller, wenn man - schon seit Jahrzehnten - das Verursacherprinzip wirklich angewandt hätte. Dann wäre der Sprit nicht so billig wie heute.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon ATLAN » Fr 19. Dez 2014, 18:00

Wie Förderung richtig geht sieht man in Norwegen: Nicht die anderen noch mehr belasten, sondern die EVs entlasten und privilegieren... Das alleine wird wahrscheinlich ausreichen, wenn dann mal mindestens 30% EVs erreicht sind, kann man diese Maßnahmen ja wieder überdenken, weil dann läufts eh von selber.
Ich behaupte mal, der ROI dieser Maßnahmen findet Volkswirtschaftlich statt, über erhöhte Wertschöpfung im Inland usw.

MfG Rudolf
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon inlovewithzoe » Fr 19. Dez 2014, 20:55

ATLAN hat geschrieben:
Wie Förderung richtig geht sieht man in Norwegen: Nicht die anderen noch mehr belasten, sondern die EVs entlasten und privilegieren... Das alleine wird wahrscheinlich ausreichen, wenn dann mal mindestens 30% EVs erreicht sind, kann man diese Maßnahmen ja wieder überdenken, weil dann läufts eh von selber.
Ich behaupte mal, der ROI dieser Maßnahmen findet Volkswirtschaftlich statt, über erhöhte Wertschöpfung im Inland usw.

MfG Rudolf

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 21:11

Jack76 hat geschrieben:
Sehe ich genauso, denn eine Mehrbelastung fördert nur das Unverständnis und im schlimmsten Falle Hass gegen Emobilität (versucht man ja bei der EEG-Umlage schon).


Nochmal, in Norwegen ist das schon Realität. Ich habe noch nichts von massenhaft eingeschlagenen Scheiben bei Elektroautos gehört, o.ä. . Wenn das Gesetz ist, ist das Gesetz, Punkt. Das betrifft die Allgemeinheit und es geht um drastische Abgasreduktion in den Innenstädten, die Sicherung der Gesundheit künftiger Generation, uvm. . Wer sich dem verschließen möchte, kann das tun, muss dann aber entsprechend tiefer in die Tasche greifen.

Jack76 hat geschrieben:
Und da die Politik als Mittel der Wahl mit "Lenkungsfunktion" ja die "Steuern" hat, somit ganz klar:


Sag das mal der Bundesregierung. Die lachen dich aus, mehr nicht. Die Politik hat ja mal original gar nichts zu sagen in Deutschland und genau das ist unser Problem. Die Lobby drück so massiv dagegen und die Politiker lassen sich einlullen.

Jack76 hat geschrieben:
- Steuerliche Entlastungen beim Betrieb eines EV, z.B. Befreiung von der KFZ-Steuer (haben wir ja bereits)....


Schnarch... was bringt das? Die große Masse sind Privatfahrer. Unternehmen kalkulieren ganz anders. Die brauchen noch nicht mal eine großartige Entlastung.

Jack76 hat geschrieben:
- Steuerliche Entlastungen beim Kauf (wie wärs mit ner reduzierten oder entfallenden MwSt. beim Kauf reiner BEV's?)


1. Und wie willst du das finanzieren? Irgendeiner muss die Zeche bezahlen. Also muss man doch an die "Stinker" ran.
2. Man muss auch bedenken, dass die Umsatzsteuer wird zwischen Bund, Ländern und Gemeinden aufgeteilt. Stell dir mal vor, welche Mindereinnahmen einige Kommunen davon hätten, wenn das nicht gegenfinanziert wird. Manche Kommunen sind so pleite, da kannst du dann gleich zumachen.

Jack76 hat geschrieben:
- Steuerliche Entlastungen für Infrastruktur-Betreiber, evtl. auch durch gezielte Förderkredite der KfW etc. (und hierbei bitte nur für nicht-diskriminierende Ladetechnik!)


Auch diese müssen finanziert werden. Fraglich ist auch, ob man damit etwas vorantreibt. Wenn schon steuerliche Entlastungen, dann sollten sich die Ladesäulenbetreiber aber an folgende Maßgaben halten:

1. Einheitliches, kundenfreundliches Abrechnungssystem
2. 24/7-Service bei Ausfall
3. Keine Standard-Diskriminierung
4. Angemessene Preisstruktur
5. Verbindliche Nutzung regenerativer Energie

und vielleicht noch so einiges mehr...

Jack76 hat geschrieben:
Zusätzliche Maßnahmen auf kommunaler Ebene (kostenfreier Parkraum, gezielte Kontrollen von Ladesäulen auf Parksünder, vereinfachte Genehmigungsverfahren für Infrastrukturbetreiber, etc.....)


Das ist ok als begleitende Maßnahmen, aber das wird keine Privatkäufer anlocken. Für den Privatkäufer ist eine Förderung von mindestens 5.000 Euro ein absolutes Minimum. Und, wie schon oben gesagt: jemand muss die Zeche zahlen!

Jack76 hat geschrieben:
Kann alles so funktionieren OHNE eine offensichtliche, direkte Mehrbelastung der ICE-Fahrer darzustellen, denn plakativer könnte ich mir eine Anti-EV-Bewegung nicht vorstellen, als der Aufkleber auf einer stinkenden Zapfsäule: "der Anteil an Steuern für Ihren wunderbaren Sprit beträgt xy EUR, davon entfallen xy Cent auf die Föderung der E-Mobilität!"


Na und? Raucher müssen auch Tabaksteuer bezahlen, wird deswegen ein Nichtraucher angegriffen? Oder der Solidaritätszuschlag: hast du irgendwo mal gehört, dass ein Ostdeutscher deswegen von einem Westdeutschen verprügelt wurde? Gesetz ist Gesetz. Es fragt uns ja auch keiner, ob wir die EU-Fördermittel für AKW in GB wollen, siehe http://www.heise.de/tp/artikel/43/43001/1.html .
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 21:13

graefe hat geschrieben:
Immer wenn der Staat in etwas eingreift, geht es schief oder wird mindestens exorbitant teuer. Entweder das Elektroauto setzt sich im Markt durch - oder die Zeit ist eben noch nicht so weit.


Das sieht man ja wunderbar in Norwegen. Das ist voll schiefgegangen mit der Elektromobilität, die reinste Katastrophe... na ja, du kannst ja weiter auf die Wunder der Marktwirtschaft hoffen.
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon e-lectrified » Fr 19. Dez 2014, 21:14

Keepout hat geschrieben:
graefe hat geschrieben:
Mir ist das übrigens Wurscht, ob sich das Elektroauto in der Breite durchsetzt oder nicht. Der Exoten-Status gefällt mir sogar ganz gut.


Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?


Ich denke, wir müssen das nicht weiter kommentieren. Ein Opfer des Kapitalismus...
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