Endlich mal ein guter Vorschlag

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon TeeKay » Do 18. Dez 2014, 17:45

PowerTower hat geschrieben:
Ich finde das nicht gut die Allgemeinheit dafür bluten zu lassen. Da kannst du darauf warten bis es die ersten zerkratzten oder beschmierten Elektroautos gibt.

Ja, ich sehe auch ständig beschmierte und zerkratzte Infrastruktur im Osten (Soli), zerkratzte und beschmierte Kindergärten, Schulen, Polizeistationen - einfach alles, wofür die Allgemeinheit bluten musste, und wovon nur ein Bruchteil der Bevölkerung profitiert, wird mit Graffiti übersäht. Ein klares politisches Statement gegen Steuern.
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon PowerTower » Do 18. Dez 2014, 18:01

e-lectrified hat geschrieben:
Selbst der kleine Mann (und ich meine natürlich nicht die Menschen, die sich auch so kein Auto leisten könnten!) kann sich inzwischen einen Drilling leisten.

Das könnte er schon, aber ohne Lademöglichkeit zu Hause macht selbst der bezahlbare Drilling nicht viel Sinn. Immer dran denken: der kleine Mann wohnt nicht im Eigenheim und hat auch nicht zwingend einen Stellplatz. Hier muss also zunächst die Infrastruktur sinnvoll wachsen (im Wohngebiet!) bevor überhaupt jeder die Möglichkeit bekommt, sich dafür zu entscheiden.

Wieviel Elektrifizierte hier im Forum hätten sich für ein Elektroauto entschieden, wenn sie es nicht zu Hause laden könnten? 2-3%? In dem Artikel geht es ja darum, dass man den Anteil der Elektrofahrzeuge erhöht, indem man die Ladeinfrastruktur an dieser Stelle verbessert. Ich finde eben nur nicht, dass die Bundesregierung der kompetente Ansprechpartner dafür ist, wie sie ja schon mehrmals bewiesen hat. Sonst werden die deutschen Wohngebiete mit fest installierten Typ2 Kabeln versehen und man teilt wieder freudig mit "wir fördern Elektromobilität". Abtreten bitte.
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon joa » Do 18. Dez 2014, 19:04

Das mit dem Cent gefällt mir auch nicht besonders, abgesehen davon, dass so ein Vorschlag prinzipiell für die Tonne ist, da nie durchsetzbar.

Aber ich erinnere mich, dass er vor gar nicht allzu langer Zeit die sog. "Abwrackprämie" gab und ich da auch (natürlich neidlos) zusehen durfte, wie sich einer meiner Nachbarn mit dieser Unterstützung eine koreanische SUV-Kiste zulegte, d.h eine ordentliche Kaufprämie würde ich für sehr sinnvoll halten, wahrscheinlich würde das so sehr die "Geil-ist-geil"-Mentalität anstacheln, dass die Verkaufzahlen deutlich in die Höhe gehen würden.

Grüße, Joachim
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Alex1 » Do 18. Dez 2014, 19:37

@PT:
...ohne Lademöglichkeit zu Hause macht selbst der bezahlbare Drilling nicht viel Sinn.


Norwegen HAT diese Infrastruktur schon, die Du da forderst. DORT ist der von uns geforderte Durchbruch längst da.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon eDEVIL » Do 18. Dez 2014, 23:14

PowerTower hat geschrieben:
Ich finde das nicht gut die Allgemeinheit dafür bluten zu lassen.

Die Allgemeinheit blutet doch schon für die Folgen des Verbrennergetriebene Verkehrs. Aktuell könnte man dank niedrigem Spritpreis locker 10ct drauf packen, ohne das es groß jmd. juckt, da er ja vor nem Jahr min genau so viel gezahlt hatte...

Ein größerer hebel wäre aber die KFZ-Steuer, da man da weniegr die Leute belastet, die wenig geld haben. Wer auf Kosten der Allgemeintheit einen 400PS SUV fahren möchte, zahlt eben 3000 EUR Steuern im Jahr. Viel weniegr werden es trotzdem nicht werden, aber dafür verschwinden dann andere VErbrenner von den Straßen, die gegen eAutos getauscht wurden.
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Hasi16 » Fr 19. Dez 2014, 09:10

Wir brauchen keine Mehrkosten in irgendeinem Bereich - sei es die Besteuerung von SUVs oder die Maut.
Wir brauchen vernünftige Entlastungen. Z. B. das kostenlose Parken während der Ladung.

Viele Grüße
Hasi16
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Jack76 » Fr 19. Dez 2014, 10:17

Hasi16 hat geschrieben:
Wir brauchen keine Mehrkosten in irgendeinem Bereich - sei es die Besteuerung von SUVs oder die Maut.
Wir brauchen vernünftige Entlastungen. Z. B. das kostenlose Parken während der Ladung...


Sehe ich genauso, denn eine Mehrbelastung fördert nur das Unverständnis und im schlimmsten Falle Hass gegen Emobilität (versucht man ja bei der EEG-Umlage schon).
Entlastungen fördern das Umdenken und den "will ich auch"-Effekt!
Und da die Politik als Mittel der Wahl mit "Lenkungsfunktion" ja die "Steuern" hat, somit ganz klar:
- Steuerliche Entlastungen beim Betrieb eines EV, z.B. Befreiung von der KFZ-Steuer (haben wir ja bereits)....
- Steuerliche Entlastungen beim Kauf (wie wärs mit ner reduzierten oder entfallenden MwSt. beim Kauf reiner BEV's?)
- Steuerliche Entlastungen für Infrastruktur-Betreiber, evtl. auch durch gezielte Förderkredite der KfW etc. (und hierbei bitte nur für nicht-diskriminierende Ladetechnik!)

Zusätzliche Maßnahmen auf kommunaler Ebene (kostenfreier Parkraum, gezielte Kontrollen von Ladesäulen auf Parksünder, vereinfachte Genehmigungsverfahren für Infrastrukturbetreiber, etc.....)

Kann alles so funktionieren OHNE eine offensichtliche, direkte Mehrbelastung der ICE-Fahrer darzustellen, denn plakativer könnte ich mir eine Anti-EV-Bewegung nicht vorstellen, als der Aufkleber auf einer stinkenden Zapfsäule: "der Anteil an Steuern für Ihren wunderbaren Sprit beträgt xy EUR, davon entfallen xy Cent auf die Föderung der E-Mobilität!"

Lieber Herr Dudenhöfer, mit Ihrem Vorschlag würden Sie der Emobilität einen Bärendienst erweisen und sich den Vorwurf gefallen lassen müssen doch nur im Sinne der Verbrenner- und Öl-konzerne zu agieren!

Grüße
Jack
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Dani » Fr 19. Dez 2014, 11:18

PowerTower hat geschrieben:
Wieviel Elektrifizierte hier im Forum hätten sich für ein Elektroauto entschieden, wenn sie es nicht zu Hause laden könnten? 2-3%? In dem Artikel geht es ja darum, dass man den Anteil der Elektrofahrzeuge erhöht, indem man die Ladeinfrastruktur an dieser Stelle verbessert. Ich finde eben nur nicht, dass die Bundesregierung der kompetente Ansprechpartner dafür ist, wie sie ja schon mehrmals bewiesen hat. Sonst werden die deutschen Wohngebiete mit fest installierten Typ2 Kabeln versehen und man teilt wieder freudig mit "wir fördern Elektromobilität". Abtreten bitte.



Hallo PT

zum ersten Teil, da gehöre ich auch dazu, habe ein Eigeheim und Lade zu Hause zu 99.99% und brauche deswegen eigentlich keine E-Ladeinfrastruktur.
Aber ich will eine E-Ladeinfrastruktur weil ja nicht alle so privilegiert sind wie ich.
Für die vielen ohne Heimladenetz müsste es ein stark verbreitetes Ladesystem mit Buchsen an jeder Parkfläche geben (ev. im Boden versenkt??) und dies sollten keine Schnelllader sein sondern Nachtparklader, dazu sollte es an wichtigen Orten, wie Autobahnen schnelllader jeglicher art geben. Das sollten Chademo, CCS, SC sein also nur Gleichstromlader mit viel Power.
Das wäre doch ein brauchbares Konzept, oder nicht? (persönliche Meinung: natürlich am liebsten gleich alle Auto auf Typ2/SC umstellen und richtig viele davon hinstellen, fahre noch kein Tesla ;) )
Wunsch Ladeinfrastruktur
Auswärts Schnell: DC (A und HS)
Auswärts Normal: AC bis 11kW (Destination-Charging)
Zu Hause: Voll in 8h

BMW i3 BEV (60 Ah) rollt seit 3/2014 -> wurde 4/2017 ersetzt mit (94 Ah) -> 12/2018 ergänzt mit TM3
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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon graefe » Fr 19. Dez 2014, 11:35

Michael4711 hat geschrieben:
Ich halte garnichts davon.
Alleine was an Geldern für die Verwaltung, ... wieder in den Bürokratietöpfen verschwinden wird.


Immer wenn der Staat in etwas eingreift, geht es schief oder wird mindestens exorbitant teuer. Entweder das Elektroauto setzt sich im Markt durch - oder die Zeit ist eben noch nicht so weit.

Mir ist das übrigens Wurscht, ob sich das Elektroauto in der Breite durchsetzt oder nicht. Der Exoten-Status gefällt mir sogar ganz gut.

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Re: Endlich mal ein guter Vorschlag

Beitragvon Alex1 » Fr 19. Dez 2014, 13:40

Ok, is ja auch wurscht, Klimawandel und so geht uns ja nix an... :roll: :roll: :roll:
Herzliche Grüße
Alex
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